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Nacht des Orakels aka Oracle Night (2003, Paul Auster)

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Eines meiner absoluten Lieblingsbücher von Paul Auster, wenn nicht gar: das Lieblingsbuch! An diesem Buch gehen mir die menschlichen Verwerfungen näher als in anderen Austers. Ein asiatischer Inhaber eines am Rande der Insolvenz vegetierenden Schreibwarengeschäfts, der Sohn eines Schriftstellerkollegen in einer Entzugsklinik, später wird er erneut gewalttätig gegenüber der (schwangeren) Frau des Protagonisten Sidney Orr (was Auster erschreckenderweise als Kapitelanfangssatz benutzt!). Diese zwischenmenschliche Lebendigkeit prägt das Buch, ohne dass sich Auster zu postmodern im Postmodernen verliert. Über das Schreiben geht es selbstredend auch, darüber, Inspiration durch Schreibutensilien in Herstellung (aus Portugal!) und Farbe (blau!) zu suchen, zu beeinflussen. Und zu finden - Sidney schreibt letztlich über sich selbst. Die Auster'schen Skurrilitäten kulminieren indes in einer Prügelei, Telefonbücher unterirdisch zu sammeln, bedarf aufwendiger Arbeit, und zudem lockt der Roman mit Fußnoten. Das Schreiben schießt nach allen Richtungen, franst aus. Wie üblich bei Paul Auster. Herzensbuch. Meisterwerk. {5/5 ❤️}
 
Bin inzwischen beim dritten Buch von Dungeon Crawler Carl angekommen.
Bin total drin in der Welt.
Mich hatte einfach das Cover angesprochen und war überrascht, dass es schon sieben Teile gab.
Total an mir vorbei gegangen.
Brauche auf jeden Fall Merch davon, eine Brettspiel Expansion kommt bald.
Hype Hype Hype:D

Wenn man sich für RPGs und Spiele interessiert, sollte man hier mal reinschauen.
Godamnit Donut!
Hab mir den ersten teil jetzt mal in der örtlichen Bücherei ausgeliehen, bin gespannt.
 
Bin inzwischen beim dritten Buch von Dungeon Crawler Carl angekommen.
Bin total drin in der Welt.
Mich hatte einfach das Cover angesprochen und war überrascht, dass es schon sieben Teile gab.
Total an mir vorbei gegangen.
Brauche auf jeden Fall Merch davon, eine Brettspiel Expansion kommt bald.
Hype Hype Hype:D

Wenn man sich für RPGs und Spiele interessiert, sollte man hier mal reinschauen.
Godamnit Donut!
Hab mir den ersten teil jetzt mal in der örtlichen Bücherei ausgeliehen, bin gespannt.
Oh cool, bin gespannt, ob es dir auch gefällt :)
Kurz nach meinem Kauf, kam auch der Artikel raus
 
Endlich ist es soweit, das Finale.
Ich lass mal die Kurzbeschreibung weg, denn dort sind Spoiler für die vorigen Bücher mit drin.

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Piksi Buch (2024)

Der Zerfall der Familie Marković & des Vielvölkerstaates Jugoslawien in Form eines (sehr kurzen) Fußballromans. Darauf muss man auch erst mal kommen. Rund um zwei prägnante Partien in den frühen 1990er-Jahren, Dinamo Zagreb vs. Roter Stern Belgrad (das aufgrund von Ausschreitungen gar nicht angepfiffen wurde) sowie das WM-Viertelfinalspiel Jugoslawien vs. Argentinien schildert die Autorin Barbi Marković den sich anbahnenden Zusammenbruch aus der Sicht ihres zehnjährigen Ichs. Diese autofiktionale Erzählung ist erfrischend originell & anders. Mal ist das Geschehen lustig, dann wieder traurig. Mal ist es schräg, dann wieder realitätsnah. Mal ist es befremdlich, dann wieder berührend. Und hin & wieder wechselt die Erzählerin, die mit dem Fußball eine Art Hassliebe verbindet, in den Jargon der Sportreportage. Sehr kurzweilig. Und für die Unwissenden, die sich fragen: Wer oder was ist ein Piksi? Piksi ist (bzw. war) der Spitzname des ehemaligen Fußballers Dragan Stojković.
 
Bin inzwischen beim dritten Buch von Dungeon Crawler Carl angekommen.
Bin total drin in der Welt.
Mich hatte einfach das Cover angesprochen und war überrascht, dass es schon sieben Teile gab.
Total an mir vorbei gegangen.
Brauche auf jeden Fall Merch davon, eine Brettspiel Expansion kommt bald.
Hype Hype Hype:D

Wenn man sich für RPGs und Spiele interessiert, sollte man hier mal reinschauen.
Godamnit Donut!
Hab mir den ersten teil jetzt mal in der örtlichen Bücherei ausgeliehen, bin gespannt.
Oh cool, bin gespannt, ob es dir auch gefällt :)
Kurz nach meinem Kauf, kam auch der Artikel raus
Bin mittlerweile bei der Hälfte des zweiten Bands, der Dritte liegt auch schon hier. Wow, lange nicht mehr soetwas cooles gelesen. Freue mich auf die weiteren Teile.
 
Wie cool :) :) Das ging ja richtig schnell, ich bin jetzt Mitte des vierten Buches, die sind inzwischen auch deutlich länger
 
Vor einigen Tagen mit T.C. Boyle's Tortilla Curtain fertig geworden. Vor rund 25 Jahren hab ich das schonmal auf deutsch gelesen, hatte aber kaum mehr Erinnerung daran. Definitiv ein toller Roman der die mexikanisch-amerikanische Flüchtlingsproblematik eindrücklich schildert und auch bis heute leider kaum an Aktualität eingebüßt hat. Definitiv kein Gute-Laune-Buch, aber das sollte beim Thema auch keiner erwarten.

Gestern hab ich dann mit etwas kurzweiligerem Angefangen und mir aus der SF Masterworks Reihe Arthur C. Clarke's A Fall of Moondust geschnappt. Bin jetzt zur Hälfte durch und abgesehen von den wissenschaftlichen Ungenauigkeiten was die Mondoberfläche angeht (hierauf geht Clarke auch in seinem Vorwort von 1987 ein) ist das ganze ein schönes klassisches Sci-Fi Abenteuer. Etwas aus der Zeit gefallen, aber spannend zu lesen.

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Und wenn „Alchemised“ mir nicht gefällt habe ich alternativ auch noch der ersten Teil der Don Winslow-Trilogie hier 😉
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So, habe in der Zwischenzeit mal den ersten Teil dieser Trilogie gelesen und Don Winslow hat mich mal wieder nicht enttäuscht.
Man bekommt ein typisches Mafia-Crime-Epos mit allen bekannten Facetten wie Famile, Loyalität, Freundschaft, Liebe, Verrat, Täuschung, Korruption.
Und obwohl man das alles irgendwie schon mal gesehen hat, entwickelt sich eine kurzweilige und echt spannende Story.
Zugegebenermaßen gibt es hier auch vereinzelt ziemlich klischeehafte Personen, aber man braucht halt auch solche Idioten, um die Handlung weiterzuführen 😉
Ich werde auf jeden Fall die Fortsetzungen auch noch lesen.
 
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Noch nie gelesen. Zuletzt Kapitel 38 beendet, etwa 25% durch. So verdammt kurzweilig, durch die verschiedenen Perspektiven und Charaktere, die man in den unterschiedlichen Kapiteln verfolgt und macht nahezu süchtig. Wäre bestimmt ein SEHR geiles Buch zum Anfang von Covid gewesen.
 
Ich lese gerade wieder "Neue Romane" von DÄMONENKILLER (1985/86). Die Horror-Dark Fantasy- Serie um Dorian Hunter, Coco Zamis etc von Ernst Vlcek u. Neal Davenport ist brutal gut geschrieben! Zu Sinclair kein Vergleich!
 
Kein Zurück aka Never Flinch (2025, Stephen King)

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Spricht es für oder gegen Vielschreiberling Stephen King, dass der letzte große literarische Wurf (Der Outsider, 2018) Jahre her ist, ich aber trotzdem dran bleibe? Zugegeben: Bis heute ließ ich sowohl Billy Summers (2021) als auch Fairy Tale (2022) aus. King verliebte sich zuletzt (hoffnungslos) in (s)eine Privatermittlerin Holly Gibney, mit ihr bereist er den Krimiplaneten und schenkt, die Brechstange dem Mordwerkzeugkasten entwendend, der US-Administration von nun an ordentlich einen ein. Letzteres - süß! Der Rest? Liebe ist unergründlich, ich verstehe diese Holly-Liebe beileibe nicht. Kein Zurück unterscheidet sich kaum von den letzten Holly-Fällen, die Schreibe Kings führt durch zwei - Achtung, Hate! - "Novellen", deren bunt durchgemischte Schurken (ein Serienmörder/Exalkoholiker, ein Stalker/Fanatiker) früher oder später einander begegnen. Das ist nicht ohne Reiz, Kings Montagetechnik in immer kürzeren Kapiteln bleibt einmalig. Im Unterschied zum originelleren Holly (2023) stockt aber der eine Handlungsstrang (Musik) zulasten des anderen (Sport). Überdies: Früher war kaum daran zu denken, dass sich King mit diesen Helden zufriedengab. Überperfekt, streifenfrei, sauber. Lieber Stephen, magst bist du nicht endlich dir neue suchen? {3/5}

(Ich werd' jetzt mit Joe Hill fremdgehen. Ha!)
 
Kein Zurück aka Never Flinch (2025, Stephen King)

Anhang anzeigen 320850

Spricht es für oder gegen Vielschreiberling Stephen King, dass der letzte große literarische Wurf (Der Outsider, 2018) Jahre her ist, ich aber trotzdem dran bleibe? Zugegeben: Bis heute ließ ich sowohl Billy Summers (2021) als auch Fairy Tale (2022) aus. King verliebte sich zuletzt (hoffnungslos) in (s)eine Privatermittlerin Holly Gibney, mit ihr bereist er den Krimiplaneten und schenkt, die Brechstange dem Mordwerkzeugkasten entwendend, der US-Administration von nun an ordentlich einen ein. Letzteres - süß! Der Rest? Liebe ist unergründlich, ich verstehe diese Holly-Liebe beileibe nicht. Kein Zurück unterscheidet sich kaum von den letzten Holly-Fällen, die Schreibe Kings führt durch zwei - Achtung, Hate! - "Novellen", deren bunt durchgemischte Schurken (ein Serienmörder/Exalkoholiker, ein Stalker/Fanatiker) früher oder später einander begegnen. Das ist nicht ohne Reiz, Kings Montagetechnik in immer kürzeren Kapiteln bleibt einmalig. Im Unterschied zum originelleren Holly (2023) stockt aber der eine Handlungsstrang (Musik) zulasten des anderen (Sport). Überdies: Früher war kaum daran zu denken, dass sich King mit diesen Helden zufriedengab. Überperfekt, streifenfrei, sauber. Lieber Stephen, magst bist du nicht endlich dir neue suchen? {3/5}

(Ich werd' jetzt mit Joe Hill fremdgehen. Ha!)
Interessant. Ich bin ja auch gerade auf King Entdeckungsreise, und habe mit The Shining, Night Shift, Different Seasons und jetzt The Stand ja ziemlich vorne angefangen.

Würdest du sagen dass sich zwischendurch mal ein Sprung nach vorne bzw. Sprünge generell lohnen? Oder hältst du es für empfehlenswerter sein Schaffen eher nach Publikationsdatum etwas abzuarbeiten? Gibt hier und da sowohl Spät- als auch Frühwerke die mich mal mehr, mal weniger interessieren und natürlich tendiert mein Leseinteresse eher zu den Büchern, die mich mehr interessieren. Carrie, Salem's Lot und The Dead Zone würden mir nach The Stand zB gut munden, auf Cujo, Firestarter und Christine hätte ich erst mal weniger lust.
 
Kein Zurück aka Never Flinch (2025, Stephen King)

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Spricht es für oder gegen Vielschreiberling Stephen King, dass der letzte große literarische Wurf (Der Outsider, 2018) Jahre her ist, ich aber trotzdem dran bleibe? Zugegeben: Bis heute ließ ich sowohl Billy Summers (2021) als auch Fairy Tale (2022) aus. King verliebte sich zuletzt (hoffnungslos) in (s)eine Privatermittlerin Holly Gibney, mit ihr bereist er den Krimiplaneten und schenkt, die Brechstange dem Mordwerkzeugkasten entwendend, der US-Administration von nun an ordentlich einen ein. Letzteres - süß! Der Rest? Liebe ist unergründlich, ich verstehe diese Holly-Liebe beileibe nicht. Kein Zurück unterscheidet sich kaum von den letzten Holly-Fällen, die Schreibe Kings führt durch zwei - Achtung, Hate! - "Novellen", deren bunt durchgemischte Schurken (ein Serienmörder/Exalkoholiker, ein Stalker/Fanatiker) früher oder später einander begegnen. Das ist nicht ohne Reiz, Kings Montagetechnik in immer kürzeren Kapiteln bleibt einmalig. Im Unterschied zum originelleren Holly (2023) stockt aber der eine Handlungsstrang (Musik) zulasten des anderen (Sport). Überdies: Früher war kaum daran zu denken, dass sich King mit diesen Helden zufriedengab. Überperfekt, streifenfrei, sauber. Lieber Stephen, magst bist du nicht endlich dir neue suchen? {3/5}

(Ich werd' jetzt mit Joe Hill fremdgehen. Ha!)
Interessant. Ich bin ja auch gerade auf King Entdeckungsreise, und habe mit The Shining, Night Shift, Different Seasons und jetzt The Stand ja ziemlich vorne angefangen.

Würdest du sagen dass sich zwischendurch mal ein Sprung nach vorne bzw. Sprünge generell lohnen? Oder hältst du es für empfehlenswerter sein Schaffen eher nach Publikationsdatum etwas abzuarbeiten? Gibt hier und da sowohl Spät- als auch Frühwerke die mich mal mehr, mal weniger interessieren und natürlich tendiert mein Leseinteresse eher zu den Büchern, die mich mehr interessieren. Carrie, Salem's Lot und The Dead Zone würden mir nach The Stand zB gut munden, auf Cujo, Firestarter und Christine hätte ich erst mal weniger lust.
Ich persönlich find sein Spätwerk, gerade seine Kurzgeschichten, sprachlich toll und lesenswert, aber gerade in seinen Horror spürt man schon Redundanzen, das lässt sich bei solch einer langen und umfangreichen Karriere aber auch kaum vermeiden. Trotzdem kann imo kaum jemand so gut wie King authentische (amerikanische) Charaktere im Horror Kontext schreiben. Seine aktuellen Romane hingegen haben mich immer dann bekommen, wenn er sich gänzlich anderen Themen als der Erschaffung von Gruselmomenten zuwandte. Das wären z.B. Billy Summers oder Fairy Tale, die @Der Philosoph bis jetzt ausgelassen hat. Vor 2-3 Jahren hab ich angefangen wieder vermehrt King zu lesen, es gibt aber auch noch Lücken, ich liege wohl so zwischen 70-80% seine Oeuvre. Und ich bin tatsächlich auch wild zwischen früh und spät, kurz und lang hin und her gesprungen. :)

Btw. viel Spaß mit The Stand, ich fand es streckenweise ein wenig zu ausschweifend und aufgrund des buchstäblichen Konflikts zwischen Licht und Schatten, eine ganze Strecke zu sehr im schwarz/weiß Modus operierend und auch zu religion-positv, aber trotzdem ein tolles Buch mit starken Charakteren.
 
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Vor 2-3 Jahren hab ich angefangen wieder vermehrt King zu lesen, es gibt aber auch noch Lücken, ich liege wohl so zwischen 70-80% seine Oeuvre. Und ich bin tatsächlich auch wild zwischen früh und spät, kurz und lang hin und her gesprungen. :)
Außer beim Turm nehme ich an, oder? Hier las ich auch, dass es nicht schlecht sei, zumindest vor oder während der Lesung des Turms auch zB Salem's Lot, The Stand, Eyes Of The Dragon, Insomnia, Hearts In Atlantis und noch ein paar andere zu lesen.


Btw. viel Spaß mit The Stand, ich fand es streckenweise ein wenig zu ausschweifend und aufgrund des buchstäblichen Konflikts zwischen Licht und Schatten, eine ganze Strecke zu sehr im schwarz/weiß Modus operierend und auch zu religion-positv, aber trotzdem ein tolles Buch mit starken Charakteren.
Das vermag ich noch nicht zu beurteilen, aktuell finden sich die erstens Leute im Buch erst so etwas. Aber Stand jetzt kann es nicht ausschweifend genug sein. *g*
 
The World - A Family History von Simon Sebag Montefiore

Historisches Sachbuch über die Weltgeschichte aus Sicht von Familien/Dynastien erzählt. 1200 Seiten Wälzer ohne Anhang.
Bis jetzt ein wilder, blutiger und sexreicher Ritt durch die Jahrhunderte. Montefiore ist der Paul Verhoeven der britschen Historiker. :zwinker:
 
Außer beim Turm nehme ich an, oder? Hier las ich auch, dass es nicht schlecht sei, zumindest vor oder während der Lesung des Turms auch zB Salem's Lot, The Stand, Eyes Of The Dragon, Insomnia, Hearts In Atlantis und noch ein paar andere zu lesen.
Ja der Dunkle Turm sollte natürlich chronologisch gelesen werden, The Stand z.B. ist wichtig, weil hier der Schwarze Mann sein Debüt feiert. Generell zahlen viele Geschichten in winzigen Details in Stephen Kings zusammenhängenden Kosmos ein, aber es funktioniert auch absolut unabhängig. Die von dir aufgelisteten Titel sind aber schon wichtiger für den Turm Zyklus, kann und sollte man einstreuen.
 
Außer beim Turm nehme ich an, oder? Hier las ich auch, dass es nicht schlecht sei, zumindest vor oder während der Lesung des Turms auch zB Salem's Lot, The Stand, Eyes Of The Dragon, Insomnia, Hearts In Atlantis und noch ein paar andere zu lesen.
Ja der Dunkle Turm sollte natürlich chronologisch gelesen werden, The Stand z.B. ist wichtig, weil hier der Schwarze Mann sein Debüt feiert. Generell zahlen viele Geschichten in winzigen Details in Stephen Kings zusammenhängenden Kosmos ein, aber es funktioniert auch absolut unabhängig. Die von dir aufgelisteten Titel sind aber schon wichtiger für den Turm Zyklus, kann und sollte man einstreuen.
Bin mal gespannt wann ich dazu komme, du weißt ja, Fantasy ist bei mir eigentlich Grenzüberschreitung. :biggrin:
Auch wenn ich gehört habe, dass da viel Spaghetti Western Atmosphäre drin sei, was die Sache wieder interessant macht. Unter der Story kann ich mir eigentlich so gar nix vorstellen und eigentlich mag ich Multiverse Gedöhns auch nicht.
 
Außer beim Turm nehme ich an, oder? Hier las ich auch, dass es nicht schlecht sei, zumindest vor oder während der Lesung des Turms auch zB Salem's Lot, The Stand, Eyes Of The Dragon, Insomnia, Hearts In Atlantis und noch ein paar andere zu lesen.
Ja der Dunkle Turm sollte natürlich chronologisch gelesen werden, The Stand z.B. ist wichtig, weil hier der Schwarze Mann sein Debüt feiert. Generell zahlen viele Geschichten in winzigen Details in Stephen Kings zusammenhängenden Kosmos ein, aber es funktioniert auch absolut unabhängig. Die von dir aufgelisteten Titel sind aber schon wichtiger für den Turm Zyklus, kann und sollte man einstreuen.
Bin mal gespannt wann ich dazu komme, du weißt ja, Fantasy ist bei mir eigentlich Grenzüberschreitung. :biggrin:
Auch wenn ich gehört habe, dass da viel Spaghetti Western Atmosphäre drin sei, was die Sache wieder interessant macht. Unter der Story kann ich mir eigentlich so gar nix vorstellen und eigentlich mag ich Multiverse Gedöhns auch nicht.
Ganz im ernst? Ich bin auch kein großer Fan vom dunklen Turm, es gibt großartige Passagen und einige coole Ideen, aber die Welt ist nicht meins, wenn man ihr auch nicht die Kreativität und Einzigartigkeit abstreiten kann. Und es ist echt lange her, dass ich den Turm gelesen habe, das war noch zur Zeiten wo ich mit phantastischer Literatur wenig bis gar nichts anfangen konnte. Das war so ein mein-damaliger-Schwarm-liebte-die-Reihe-sehr Ding, die Erinnerungen sind also alles andere als taufrisch. Und noch heute, wo ich sehr viel phantastische Literatur lese, fühl ich immer noch vorrangig bei der Science-Fiction wohl,
 
Interessant. Ich bin ja auch gerade auf King Entdeckungsreise, und habe mit The Shining, Night Shift, Different Seasons und jetzt The Stand ja ziemlich vorne angefangen.
Nicht übel. The Stand kommt - als Lesserlebnis - jener Reise im Buch nah. Danach fühlt man sich ... erschöpft. :zwinker: Night Shift hat mit Battleground und Quitters, Inc. zwei meiner absoluten Lieblingskurzgeschichten Kings, den Different Seasons haftet leider der "Makel" der medialen Überlagerung an: Die Texte wurden von den Filmen völlig ins Abseits gedrängt (dabei mag ich Apt Pupil auf dem Papier viel, viel mehr).
Apropos Kurzgeschichten: Ich hege ein nostalgisches Verhältnis zu der Sammlung Everything's Eventual (Im Kabinett des Todes, 2002): erstes jemals gelesenes Stephen-King-Buch, und müsste ich eine seiner Kurzgeschichten nennen, die über allen anderen steht, dann wäre es The Man in the Black Suit. Findet sich dort. Gern notieren.

Würdest du sagen dass sich zwischendurch mal ein Sprung nach vorne bzw. Sprünge generell lohnen? Oder hältst du es für empfehlenswerter sein Schaffen eher nach Publikationsdatum etwas abzuarbeiten?
Nach meiner Leseerfahrung, wonach ich bekanntlich mit einer Kurzgeschichtensammlung aus einer für King künstlerisch schwierigen Phase Anfang der Nullerjahre (nach seinem Unfall) begann und danach kreuz und quer den Kanon (70er/80er) abarbeitete: klar ersteres. Ich kenne es nicht anders. Gut daran ist, dass Kings Karriere selbst Sprünge zulässt, man kann sich quasi das raussuchen, zu dem man eher neigt. Seien es die Klassiker, die Epen, die obskuren Zwischenstücke (The Girl Who Loved Tom Gordon, Colorado Kid etc.), seine feministische Phase (90er), seine "Holly-Phase" (der Ausflug in den Krimi), den Richard-Bachmann-Neo-Noir (Roadwork :liebe:) oder Sachbücher und Kollaborationen (mit Peter Straub, Owen King).
Kings Karriere hat sich mehrfach transformiert; heute, wie mir scheint, wird er als Chronist amerikanischer Befindlichkeiten endlich verstärkt feuilletonistisch wahrgenommen. Ich finde, insbesondere die Phase zwischen 2006 (Lisey’s Story) und 2013 brachte erstaunliche (Spät-)Meisterwerke hervor, durch die sich King noch einmal veränderte.
Tipps: Duma Key (2008), 11/22/63 (2011; Top 3-5!) und Joyland (2013). In den letzten Jahren bin ich kritischer mit King, trotzdem lockt er mich noch immer.

auf Cujo, Firestarter und Christine hätte ich erst mal weniger lust
Witzig, durch die musste ich mich ein wenig quälen. :biggrin: Bei Christine bin ich #TeamCarpenter und bevorzuge, ein seltener Fall, den Film. (Selbst sein zweiter "Autohorrorroman" From a Buick 8 war nicht meins.)

Auch wenn ich gehört habe, dass da viel Spaghetti Western Atmosphäre drin sei, was die Sache wieder interessant macht. Unter der Story kann ich mir eigentlich so gar nix vorstellen und eigentlich mag ich Multiverse Gedöhns auch nicht.
TDT bildet quasi die gesamte Karriere Kings ab; die Veränderung seines Schreibstils vom Psychedelischen zum Mäandernden, vom Kleinen zum Großen, das Austesten von Genres (jedes Buch kann einem anderen zugeordnet werden), es wird zunehmend selbstreflexiver ... Spannendes Werk, ich habe es förmlich aufgesogen. Gefühlt ist mMn "Phase 1" (Schwarz, Drei, Tot, Glas) aber stärker als alles ab Wolfsmond (bei dem allerdings kommst du als Italowestern-Fan am ehesten auf deine Kosten!).
 
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