Stimmt. Alien ist ja auch Horror.
In gewisser Weise ist das auch
2001.
Naja, denke geht ja eher darum, dass Odyssey als episch beschrieben wird. Episch war da aber nur die Länge. Wenn ich als unbedarfter einen epischen Film sehen wollen würde und mir dann jemand Odyssey an die Hand gibt, wäre ich ziemlich enttäuscht. Aber das ist wohl weniger Nolans schuld sondern mehr die derer, die den Film falsch labeln. Ähnlich war es bei mir damals ja mit Inception. Super komplex hieß es. War enttäuscht. Nach der Zweitsichtung hatte ich deutlich mehr Spaß mit dem Vorwissen, dass das Konzept recht banal ist.
Es kommt halt auch drauf an, wie Leute das Wort "episch" definieren und verwenden. Mir rollen sich zum Beispiel auch immer noch die Fußnägel hoch, wenn jemand Sachen wie
Sharknado als "trash" bezeichnet. Einen mit Absicht auf kagge machen, macht einen Film nicht zu einem Trashfilm.
Wenn ich was Episches sehen will, dann lande ich auch eher bei
Herr der Ringe,
Lawrence von Arabien oder
2001. Eventuell sogar
Interstellar, um mal bei Nolan zu bleiben. Es kommt da einfach drauf an, wie man diese Epik definieren möchte.
Für viele junge Leute ist es heutzutage episch, wenn Taylor Swift einen neuen Song veröffentlicht, der nur aus Pianogeplänkel und einer hauchenden Heulsusen-Stimme besteht. Da denke ich mir: "Wenn das episch ist, was ist dann Bat Out Of Hell, Stairway to Heaven oder Free Bird?" Aber für die fühlt sich der Moment einfach auch groß an.
Ich glaube was die Leute bei
Die Odyssey als episch empfinden ist der "scale" des Films. Jetzt mal ganz bewusst das Englische Wort verwendet. Der Hype vorab. Die Geschichte fühlt sich groß an und die Bilder echt und haptisch. Das ganze IMAX-Bohei. Hinzu kommt der brachiale Soundmix. Dann spielt da ein Who-is-who an Hollywood-Stars mit. All das kreiert eine gewisse Schwere und Größe, die man teilweise schon als episch bezeichnen kann.