grauer-pilger
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Ich hoffe, du sprichst von der 1982er Einspielung. Ich kenne die von 1964, und die finde ich nicht so gut umgesetzt - das ging achtzehn Jahre später deutlich besser von der Hand.Mit dem Feld der HIP habe ich mich bislang leider noch gar nicht beschäftigt, von der LP-Box der Brandenburgischen Konzerte mit Harnoncourt mal abgesehen.
Nee, der Mann war wirklich an dieser Art von Musik interessiert. Wobei das auch relativ zu sehen ist, denn er hat u.a. auch zentrale Werke der Zweiten Wiener Schule (Schönberg, Berg, Webern) oder Honegger eingespielt. In seiner Gesamtheit ist er ohnehin recht weit aufgestellt gewesen, zumal er auch ein fähiger Operndirigent war. Aber seine klangliche Ausrichtung war umstritten, weil er gerne Vieles "schön" klingen lassen wollte. Hier verstellt der Blick auf die vielen Beethoven-Zyklen ein wenig den Fokus.Karajan war am Beginn seiner Karriere aufgeschlossen, hat m.E. aber später ziemlich opportunistisch nur den Geschmack des Mainstreams versucht zu bedienen. Wirtschaftlich war es für ihn das Richtige.