Welches Comic habt ihr zuletzt gelesen?

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@Noir020

Das freut mich.
Carthago ist super!

Ich zitiere mal vollumfänglich den betreffenden Block aus dem Vorwort:

"...
zum anderen wollte ich mich mit den Werken so bedeutender Autoren wie
Philippe Druillet, Enki Bilal, Moebius oder Philippe Caza auseinandersetzen,
natürlich im Rahmen meiner Grenzen und Möglichkeiten, wobei mir diese
unerreichbaren Größen wie Leuchttürme in der Nacht den Weg wiesen.

Ohne Ihnen direkt huldigen zu wollen, konnte ich mit diesem dystopischen Album,
dessen Entstehung sich über fünf Jahre hinzog, den Weg einschlagen, den meine Vorgänger
eröffnet haben, die insbesondere die Hochphase der Zeitschrift Métal Hurlant prägten
(auch ein Kapitel dieses Buches trägt diesen Titel), indem ich ein in seinen Inhalten freies,
hybrides Objekt konzipierte, das Texte, eine literarische Kurzgeschichte, Illustrationen,
Comicseiten und Gemälde miteinander verbindet.
..."

Das trifft es meiner Meinung auch sehr gut. Es ist kein reiner Comic und man sollte sich
auf das Buch einlassen können. Ich kann gut nachvollziehen wenn das nicht überall
gut ankommt.
 
Das trifft es meiner Meinung auch sehr gut. Es ist kein reiner Comic und man sollte sich
auf das Buch einlassen können. Ich kann gut nachvollziehen wenn das nicht überall
gut ankommt.
Ich bin solchen Experimenten/Mischformen ja ohnehin sehr angetan. (Solange der Autor auch Prosa kann) Und ich liebe Kurzgeschichten als auch das Metal Hurlant. :liebe:
Ist auch spannend mal einen Autoren sich an diesen "Leuchttürmen" abarbeiten zu sehen, der sich eben gerade nicht vor ihnen zu Boden wirft, aber trotzdem den nötigen Respekt aufbringen kann.

Ach es juckt mir jetzt noch mehr in den Finger. Danke darür. ^^
 
Erinnert mich eher an englische Science Fiction Comics aus den 80ern (2000 A.D.). Zum Beispiel Glimmer Rats oder Durham Red. Oder die Sachen die in Marvels EPIC erschienen sind.

Gruss,

Der Baske
 
Inexistenzen von Bec (Splitter Verlag)

@Apollo zur Info

Gestern in einem Rutsch gelesen.

Es ist eine Geschichte in fünf Kapiteln.
Jedes Kapitel erzählt eine andere Geschichte oder eine andere Perspektive.
Die Geschichten spielen alle in einer zerstörten Welt, in dem die Menschheit
ums Überleben kämpft und die technischen Errungenschaften vergessen hat.
Man kann zwar vereinzelt die "alte" Technik nutzen und setzt diese auch gerne
weiterhin zur Kriegsführung ein.
Man verfolgt in den fünf Geschichten Menschen in der Einsamkeit der Berge.
Wir haben also eine Dystopie und in Verbindung mit der kargen Berglandschaft
verströmt das Album auch eine gewisse Trostlosigkeit.
Da diese Thematik mich auch perfekt anspricht, bin ich mit dem Band auch
sehr zufrieden. Das Artwort ist großartig.
Wir haben hier aber nicht den typischen Comic. Es gibt wenige Sprechblasen.
Man folgt eher den inneren Stimmen bzw. dem Erzähler.
Eine Geschichte (Métal Hurlant :zwinker:) ist zudem auch eine Kurzgeschichte,
die auch ein bisschen Phantastik mit in den Band bringt.

Es kann schnell durch das Buch gehuscht werden.
Oder man nimmt sich etwas Zeit und lässt die Panels auf sich wirken.
Man bekommt ein super Artwork mit etwas unterstützender Schrift/Text.
Sowie eine Kurzgeschichte.

Im Vorwort werden von Bec auch folgende Vorbilder genannt:
Die Hochzeit des Magazins Métal Hurlant und die Künstler
Druillet, Bilal, Moebius und Caza. Ohne diese aber direkt huldigen zu wollen.

Hier ein paar Beispiele aus dem Comic:

Es gibt drei große Panoramabilder (zum Ausklappen)
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Sowie einige große Panels zum entdecken:
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Normal aufgebaute Seiten:
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Und hier ein Blick in die Kurzgeschichte:
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Lieben Dank für deine Rückmeldung und die Ausführlichen Eindrücke. Ich überlege noch kurz, aber das sieht alles schon sehr gut und interessant aus und ich denke das wird mit einem Kauf belohnt.
 
Oventroja

Der Nachfolger zu Daniel Eichingers Manga "Jovantore" ist mal wieder ein echt starkes Ding. Ich fand seinen Artstyle schon bei seinem Debüt richtig überzeugend - in "Oventroja" konnte er das aber nochmal steigern. Wahnsinn, wie viele Details er in seine Bilder bringt und wie stark diese die Stimmung und Atmosphäre transportieren. Die Story ist eher übersichtlich, führt aber die Ereignisse aus dem Erstling interessant fort und macht Lust auf den dritten Band.
Wenn man sich "Oventroja" mal anschaut, finde ich es auch erstaunlich wie sich deutsche Manga weiterentwickelt haben. Von den umstrittenen Anfängen mit Werken von Robert Labs & Co. bis heute, hat sich echt viel getan.
Kann dem Manga jedem empfehlen, der "Berserk" oder die Werke von Tsutomo Nihei feiert.
 
Schlangengott

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Hat mir richtig Spaß gemacht, irgendwo eine Mischung aus Game of Thrones, Vikings und God of War. Für die Meisten vermutlich nix "neues" oder "besonderes" aber ich, der nicht alle Tage im Wikinger Setting unterwegs bin, fande es super. Die Zeichnungen und die Farben sind super, was nur etwas irritierend ist, der Zeichner hat nicht viel Vielfalt bei Frauengesichtern. Die Damen sahen sich alle sehr ähnlich konnten aber dank der Gesichtsbemalung trotzdem gut auseinander gehalten werden. Wobei ich den Olaf auch manchmal fast mit den Damen verwechselt hab....
Aber schönes Ding, interessante Grundstory, Wendungen, Intrigen und am roten Lebenssaft mangelt es auch nicht (vorallem zum Ende hin)
 
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Von den Heeren hatte ich mir etwas mehr erhofft. Las sich vorab düsterer und brutaler als es letztlich war. Vielleicht war auch die Erzählweise einfach nicht so meins mit den nicht zusammenhängenden, recht kurzen Geschichten.

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Marada hat mir schon mehr gefallen und war thematisch wahrscheinlich auch mehr meine Ecke. Dazu die Handlung die sich zwar über 3 Geschichten erstreckt aber eine runde Geschichte ergibt. Bisschen Infos zu den Hintergründen gibt es vorab auch und insgesamt einen ordentlichen Umfang.

Beide Alben machen, für mich als Laien, einen hochwertigen Eindruck. Die Zeichnungen sind natürlich klasse.
 
Von John Bolton gibt es übrigens auch eine sehr schöne EVIL-DEAD-Adaption.
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Von John Bolton gibt es übrigens auch eine sehr schöne EVIL-DEAD-Adaption.
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Danke für die Empfehlung. Mit auf die Wunschliste gepackt. 👍
 
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Habe gestern noch mal die Gesamtausgabe der ersten 4 Alben zur Hand genommen und die letzten beiden Alben gelesen um wieder in die Geschichte rein zu kommen. Ich finde die Romane echt super umgesetzt. Total abgedreht, man sollte kein "Herr der Ringe" erwarten. Die französischen Comics sind ja in Absprache mit Moorcock entstanden. Interessant ist auch das 3 Zeichner gleichzeitig an dem Projekt gearbeitet haben. Und dafür sieht es sehr homogen aus. Im zweiten Zyklus sind jetzt andere Zeichner dran. Beim durchblättern hat mich das noch nicht so überzeugt wie die ersten.

Gruss,

Der Baske
 
Habe gestern noch mal die Gesamtausgabe der ersten 4 Alben zur Hand genommen und die letzten beiden Alben gelesen um wieder in die Geschichte rein zu kommen. Ich finde die Romane echt super umgesetzt. Total abgedreht, man sollte kein "Herr der Ringe" erwarten. Die französischen Comics sind ja in Absprache mit Moorcock entstanden. Interessant ist auch das 3 Zeichner gleichzeitig an dem Projekt gearbeitet haben. Und dafür sieht es sehr homogen aus. Im zweiten Zyklus sind jetzt andere Zeichner dran. Beim durchblättern hat mich das noch nicht so überzeugt wie die ersten.

Gruss,

Der Baske
Habe auch gerade gesehen, dass es von den ersten 4 Alben eine Gesamtausgabe gibt. Die wird es demnächst dann erstmal werden. Schade wenn sich dann der Stil so stark ändert.
 
Ich habe gerade bisschen das Gefühl man kann da ähnlich viel Geld und Zeit drin versenken wie in Filme. Hab mittlerweile soviele Sachen die ich mir kaufen möchte obwohl ich, von dem was ich überhaupt vom Namen und den Dingen die es grundsätzlich gibt kenne, gerade erst an der Oberfläche kratze. 😅
 
Hab mittlerweile soviele Sachen die ich mir kaufen möchte
Ich empfehle erst mal zu stöbern (Comic Shop oder Buchladen mit entsprechender Abteilung in Reichweite?) und nur so viel zu kaufen wie Du auch lesen kannst. Das erspart einige teure Fehlkäufe. Gerade zu Beginn, wenn Du noch nicht sicher bist was Dir dauerhaft gefällt. Und lass Dir Zeit. Es läuft Dir nichts davon..
 
Der Stil ändert sich, ja....aber Valentin Sécher ist ein absolutes Talent der das Ding im Alleingang zeichnet.

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Ich finde das zum niederknien. :anbei:
Gefällt mir auch gut aber die ersten Bände hab ich natürlich nicht gesehen oder gar gelesen.

Dark Fantasy vom feinsten, Band 2 war dann schon fast ein zu harter Schlag in die Fresse während Band 3 sich fast schon nach zu krasser Wende anführt aber mit Band 4 ergibt dann irgendwie alles Sinn :biggrin: also unbedingt den ersten Zyklus komplett lesen.

Ich habe gerade bisschen das Gefühl man kann da ähnlich viel Geld und Zeit drin versenken wie in Filme. Hab mittlerweile soviele Sachen die ich mir kaufen möchte obwohl ich, von dem was ich überhaupt vom Namen und den Dingen die es grundsätzlich gibt kenne, gerade erst an der Oberfläche kratze. 😅

Was glaubst du warum ich seit fast einem Jahr mehr Comics als Filme kaufe? :blind:
Es ist wahrlich ein Fass ohne Boden.
 
Der Stil ändert sich, ja....aber Valentin Sécher ist ein absolutes Talent der das Ding im Alleingang zeichnet.

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Ich finde das zum niederknien. :anbei:
So, habe vorhin den Band zu Ende gelesen. Ist gut gezeichnet aber nichts was mich vom Hocker gehauen hat. Die Story passt auf einen Bierdeckel, eine Charakterisierung findet nicht statt. Der Elric in den Romanen war da doch besser herausgearbeitet in seinem seelischen Zwiespalt. Zum ersten Mal tritt nun auch sein Gefährte Mondmatt auf. Auch hier findet keine Charakterisierung statt. Warum der dem arroganten Elric ständig folgt und hinterherhechelt ist mir nicht klar geworden. Ist so einfach eine positive menschliche Identifikationsfigur für den Leser weil die Hauptperson das nicht sein kann in seiner Abgehobenheit.

Ich finde das der Band grafisch so das typische Splitter Fantasy Allerlei ist. Zwar super toll gezeichnet aber es ist nichts besonderes. Das übliche Blut und Titten Gedönse. Da werden Menschen und Tiere massenhaft vom blutgierigen Schwert enthauptet und die Königin hat auch nichts besseres zu tun als gleich nach Ankunft mit Elric in die Pofe zu steigen. Dabei sieht die aus wie "Witchcraft" ohne Handschuh. 😄
Seitenweise Kämpfe mit dem Gott Arioch und seinem Jocker und für mich, der die Elric Romane vor Jahrzehnten las, unverständliche, zu nichts führende Dialoge, seitenweise. Da fand ich den ersten Zyklus interessanter. Aber auch der steigerte sich erst im 3. Und 4. Band. Vielleicht muss man einfach warten bis der Zyklus fertig ist und dann alle Teile hintereinander lesen? Ich glaube ich werde das auch so machen.

Gruss,

Der Baske
 
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