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Bewertungen Gesamtwertung (nur Käufe bzw. Sichtungen) 4,75 Stern(e) 95 Erwartungen 76% mcr

Kinofilm: Die Odyssee [Christopher Nolan] (2026) [Kino]

  • Werde ich mir anschauen

    Stimmen: 42 50,0%
  • Gesehen, für gut befunden

    Stimmen: 19 22,6%
  • Gesehen, kann man schauen, muss man aber nicht

    Stimmen: 4 4,8%
  • Gesehen, gefällt mir nicht

    Stimmen: 1 1,2%
  • Interessiert mich nicht

    Stimmen: 18 21,4%

  • Umfrageteilnehmer
    84

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Ich warte lieber auf eine South Park Version :biggrin:

Nun faselt der bekloppte Überreiche auch davon, dass Grok das machen soll... Warum nicht gleich The Asylum dran lassen? Alles nur zur Ablenkung...
 
Ich habe mir den Film gestern angesehen.

Der erste Eindruck ist fast durchweg positiv. Ich fand den Film sogar besser als erwartet.
Es ist schwierig, ein derart komplexes und natürlich auch umfangreiches Epos in 3h Film zu packen. Und so ist das vielleicht einer meiner Hauptkritikpunkte: Der Film wirkt überladen. Und das, obwohl so manches Wichtige sogar ausgespart wurde (z. B. die Station bei den Phaiaken), manches zu kurz und wenig überzeugend "mitgenommen" wurde (z. B. die Laistrygonen). Im Epos erzählt Odysseus seine Abenteuer bei den Phaiaken. Da diese eingespart wurden, hat man diese Erzählungen kurzum zu Kalypso verlagert. Geschickt gemacht!

Die beste Passage des Film ist für mich persönlich die sog. Nekyia, also der "Gang in die Unterwelt", der im Epos gar nicht stattfindet und von Nolan sehr nah an der Vorlage und überaus kreativ inszeniert wurde. Sehr beeindruckend! Ebenfalls sehr kreativ ist die Kirke-Episode.

Matt Damon ist aus meiner Sicht eine sehr gute, ja geradezu perfekte Besetzung für die Hauptfigur.

Spannend finde ich auch, dass Nolan versucht, offen gebliebene Fragen an die literarische Vorlage zu beantworten oder Handlungsmotiven der Figuren neue Aspekte abzugewinnen. Warum schließt sich etwa Odysseus dem Heer des Agamemnon an? Im Film ist das Motiv nicht (ausschließlich) Ruhm wie im Epos, sondern Zwang. Ansonsten würde Agamemnon seinen Sohn Telemachos einfordern, so Odysseus im Gespräch mit Penelope.

Odysseus reflektiert sich als Kriegsverbrecher? Sicher eine Übertragung gegenwärtiger Umstände auf Vergangenes. Das passt nicht recht zu einem homerischen Helden. Ebensowenig passt es, dass Odysseus das Ende der mykenischen Epoche und das Heraufziehen der sog. Dark Ages ahnt.

Und ein letzter, ganz subjektiver Kritikpunkt, der zigfach durchgekaut und bereits kontrovers diskutiert wurde: Die Besetzung der Helena mit einer Schwarzen Schauspielerin gefällt mir so wenig wie auch die Besetzung einiger anderer Rollen. Das ist ein heikles Thema. Die Toleranz und Vielfalt in unseren westlichen Gesellschaften soll natürlich im Film abgebildet werden. Kann man machen. Aber nach allem, was wir mit wenigen Zeugnissen belegen können, ist sehr stark zu vermuten, dass die Bewohner des antiken Griechenlands weitgehend dem Phänotyp heutiger Südeuropäer entsprachen. Man kann über Handel etc. Einflüsse anderer Kulturen vermuten. Aber gerade Helena wird ja als Tochter des Zeus bezeichnet. Hat mit Handel u. ä. nichts zu tun.
Da wir von einer fiktiven, nicht real existierenden Welt in den homerischen Epen sprechen, ist die Frage nach der biologischen Realität fast schon obsolet.
Wie gesagt: Ich tue mich damit etwas schwer, kann aber letztlich auch damit leben.

Es wurde viel geschrieben zum Film. Viel Richtiges, vieles, dem ich nicht zustimmen möchte. Das alles zu wiederholen, ergibt keinen Sinn. Filmkritiker schauen auch auf Dinge, die ich als Laie nicht sofort erkennen kann. Aber als sehr guter Kenner der Vorlage kann ich sagen, dass ich mich trotz aller Freiheiten bei der filmischen Umsetzung sehr gut unterhalten fühlte.
 
Aber nach allem, was wir mit wenigen Zeugnissen belegen können, ist sehr stark zu vermuten, dass die Bewohner des antiken Griechenlands weitgehend dem Phänotyp heutiger Südeuropäer entsprachen.
Pardon, aber wie mehrfach erwähnt spricht die Genetik eine andere Sprache, in der Bronzezeit waren die Menschen nach aktuellen Kenntnissstand noch mehrheitlich schwarz. Das haben u.a. Untersuchungen mehrer natürlicher Mumien ergeben. Eigentlich können wir erst durch die Genetik tatsächlich Aussagen treffen, Homer* beschreibt keine Hautfarben, weil sie kulturell für ihn auch bedeutungslos waren, die zeitliche Differenz zu den mutmaßlichen historischen Ereignissen, die die Grundlage bilden waren zeitlich schon zu weit weg. Bildliche Darstellunge sind noch jüngerer Natur und wir betrachten die Geschichte inzwischen auch seit Jahrhunderten durch eine eurozentrische Brille, auch weil sie Archäologie als auch Geschichtswissenschaft darüber keine direkten Aussagen tätigen konnte.

*Als Altphilologe kannst du vielleicht einen Einblick auf das sprachliche Fassungsvermögen der Griechen zu Homers Zeiten bzg. dea Farbspektrums gewähren. Ich hatte vor nicht allzulanger Zeit einen interessanten Aufsatz darüber gelesen, wie sehr Sprache unsere Wahrnehmung der Realität beeinflusst.
 
Pardon, aber wie mehrfach erwähnt spricht die Genetik eine andere Sprache, in der Bronzezeit waren die Menschen nach aktuellen Kenntnissstand noch mehrheitlich schwarz
Uiuiuih, jetzt lehnst du dich verdammt weit aus dem Fenster. Die Genetiker sagen das eher zur Zeit um 3000 v. Chr., aber um 1200 v. Chr. geht man schon davon aus, daß z.B. die Griechen schon viel hellere Haut hatten (dunkelbraun bis oliv). Es ist gut möglich, daß es in diesen zweitausend Jahren eine deutliche Drift gab, wobei es sicherlich regional größere Unterschiede gegeben haben könnte.
 
Habe den Film im IMAX Karlsruhe gesehen und kann das Kino ehrlich gesagt nicht empfehlen. Die Leinwand ist zwar die größte, die ich bisher vor der Nase hatte, aber selbst in der mittleren Reihe schaut man beim geradeaus blicken nur auf das untere Viertel der Leinwand. Man muss also ständig etwas nach oben schauen. Nach der Vorführung habe ich die letzte Reihe getestet und selbst da war der Blick nicht mittig auf die Leinwand. Mein Sichtfeld war in meiner Position jedoch voll ausgefüllt, wie es also im Optimalfall sein sollte. Also irgendwas stimmt da mit der Konzeption des Saals nicht. Ich war auch von der Rundung unten stets etwas irritiert.

Habe ein Bild aus der Mitte des Saals gemacht aber das Bild selbst täuscht, da es mit Weitwinkel aufgenommen ist. Vor Ort ist das alles natürlich viel größer und sieht nur durch den Weitwinkel so überschaubar aus. Ohne hätte ich die Leinwand eben nicht ganz drauf bekommen. In echt, wenn ich geradeaus geschaut habe, war das Zentrum meines Blicks etwa die rote Linie.
Nackenstarre war jetzt nicht extrem, aber auch definitiv nicht optimal.

Sa unten laufen Leute, die Größe von 350qm lässt sich im Verhältnis zu den Menschen also gut erahnen. War schon cool.

Zum Film morgen mehr, vor kurzem erst heimgekommen. Vorstellung war um 23 Uhr und mit Zwischenstopp und ewiger Kassenautomatensuche fast 2h Rückfahrt. *g*

Bin aber dennoch gewillt auch mal Sinsheim und Leonberg zu testen. Aber wenn ihr nach Karlsruhe wollt/müsst, geht so weit nach oben wie möglich.

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An der Boxoffice läuft es. Das zweite WE liegt über!!! dem Startwochenende von Oppenheimer und über dem zweiten Wochenende von The Dark Knight.


Auch in Deutschland läuft es. Könnte sich um 8 % zur Vorwoche steigern. Ist noch vom heutigen Wetter abhängig.


Prognosen sind bei diesen "Legs" schwierig. Der Film läuft noch nicht in China und Südkorea. Spiderman 4 kommt in der nächsten Woche. Ich sag mal 1 - 1,4 Mrd. weltweit.

Der Film hatte zum Start eine 8,2 bei IMDB. Dieser Wert ist auf 8,5 gestiegen. In der Regel sinkt der Score im Laufe der Zeit.
 
Das zeigt das die Leute Filme dieser Machart und Qualität sehen wollen.
Wie schon mal geschrieben hoffe ich auf mehr Streifen aus dem Fantasy Genre.
 
Irgendetwas scheint mit diesen YouTube dislike Zählern nicht zu stimmen :67:
Die neuste Theorie lautet, Universal würde Tickets aufkaufen, um den Film künstlich zu pushen, denn die Kinos sollen nämlich leer sein, obwohl die Vorstellungen nahezu ausverkauft sind. :yay:
Klar, ich habe mir den picke-packe-vollen Saal nur vorgestellt. Tja, arme Wichte. Wir können Nolan, Villeneuve usw. schauen und sie müssen zu Uwe Boll. PP - persönliches Pech.
 
Ich leiste morgen meinen Beitrag. Bin gespannt ob er mir gefällt. Oppenheimer fand ich, der großen Masse entgegengesetzt, absolut schrecklich und werde ihn auch nicht nochmal schauen obwohl ich das Thema interessant finde.
 
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