das wirtschaftliche unwissen, bzw naivität von sinthi ist mal wieder erheiternd.

da boomer-bashing ja gerade so in ist, sage ich mal: es liegt am idealistischen alter. :)
Ich kann ja verstehen, wenn man etwas idealisiert und nicht wahrhaben möchte, was gerade draußen abgeht.
Ich frage mich nur immer, warum grundsätzlich die Ausführungen der Leute in Frage gessellt werden, die nun wirklich jeden einzelnen Tag damit zu tun haben?
Natürlich rede ich vom physischen Markt aber wenn ich euch meine VOD-Abrechnungen zeige kommen euch genauso die Tränen.
Nehmen wir doch mal den Deal
Paramount & Warner – Kann sich der 100+ Mrd. Deal rechnen?
Ein solcher Deal kann sich theoretisch rechnen, ist aber hochriskant. Realistisch liegt die Erfolgschance etwa bei 50/50 oder darunter.
1.1. Größenordnung des Deals
- Kaufpreis: ca. 110 Mrd. USD
- Hohe Verschuldung nach Zusammenschluss (~79 Mrd. USD)
- Geplante Synergien: ca. 6 Mrd. USD Einsparungen
2.2. Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg
• Streaming muss nachhaltig profitabel werden (ist es noch nicht)
• Synergien müssen tatsächlich realisiert werden
• Schulden müssen zügig reduziert werden
• Starke IPs müssen konsequent monetarisiert werden (Franchises, Serien, Licensing)
3.3. Chancen
- Enormes IP-Portfolio (z. B. HBO, DC, Top Gun etc.)
- Skaleneffekte im Streaming
- Global bessere Vermarktung möglich
4.4. Risiken
- Hohe Verschuldung und steigende Finanzierungskosten
- Sinkende Bedeutung von linearem TV
- Historisch schwache Erfolgsquote großer Medienfusionen
- Gefahr von Qualitätsverlust durch Sparmaßnahmen
5.5. Realistische Einschätzung
Selbst im Erfolgsfall ist eine Amortisation erst nach ca. 15–20 Jahren denkbar.
Bei Problemen droht eine spätere Zerschlagung oder Weiterverkäufe von Assets.
6.6. Fazit
Der Deal ist weniger ein klassisches Investment als eine strategische Wette auf Größe und Marktbeherrschung.
Er kann funktionieren – aber nur, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig optimal laufen.