Kehraus
Samstag, 07.02.2026
23:45 bis 01:15 Uhr
Der Versicherungsvertreter Arno von Mehling schwatzt dem Gabelstaplerfahrer Ferdinand Weitel ausgerechnet am Rosenmontag überflüssige Versicherungen auf. Schockiert stellt der Arbeiter später fest, dass diese Policen fast die Hälfte seines Nettogehalts ausmachen. Er macht bei Frau Waguscheit, einer Angestellten der Versicherung mit dem Namen "Fidelitas", einen Termin aus, um einige der Versicherungen wieder loszukriegen. Er soll an einem Dienstag oder Donnerstag vorbeikommen.
Weitel entscheidet sich für den Faschingsdienstag und trifft ausschließlich auf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die alles andere als Arbeiten im Sinn haben. Herr von Mehling, der auf seine Provision angewiesen ist, versucht Herrn Weitel konsequent aus dem Weg zu gehen. Keiner im sechsten Stock der Firma weiß allerdings, dass sie alle schon längere Zeit vom Vorstand mithilfe von Überwachungskameras beobachtet werden, mit dem Ziel, etliche Mitarbeiter zu feuern, um Kosten einzusparen.
Die Sekretärin Annerose Waguscheit nimmt sich des herumirrenden Weitel an und steuert ihn auf dem hausinternen Faschingsball geschickt durch das Chaos aus Bier, Schampus und Schnaps, aus Intrige und Wollust, bis es nicht nur zur Konfrontation zwischen ihm und Mehling, sondern auch zur explosiven Auseinandersetzung zwischen Chefetage und Mittelbau kommt.
Im Film werden mehrere fiktive Faschings-Schlager eingespielt ("Heut hau'n wir auf die Pauke" aus der gleichnamigen Episode aus "Fast wia im richtigen Leben", "Ich esse Rindsbratwurst", "Im Böhmerwald, da ist es kalt", "Ich bin ene Vampir"), die sich durch ausgesprochen sinnlose Texte auszeichnen – sozusagen als Persiflage auf den Fasching. Das Drehbuch wurde 1984 mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet und Gerhard Polt bekam im gleichen Jahr den Ernst-Lubitsch-Preis für seine komödiantische Leistung.
www.br.de
Supermarkt
Montag, 09. Februar 2026, 23:15 bis 00:35 Uhr
Der 18-jährige Willi schlägt sich auf dem Hamburger Kiez mit kleinen Gaunereien durchs Leben. Nach einer Verhaftung flieht er aus dem Polizeigewahrsam und begegnet einer Reihe von Menschen, die zunächst wie Retter aus seiner misslichen Lage erscheinen, sich aber schon bald als selbstgefällige Ausbeuter des orientierungslosen jungen Mannes erweisen.
Zunächst gerät Willi in die Fänge eines Zuhälters, der ihn auf den Schwulenstrich schickt. Ein Journalist, der ihn zu hoffnungslosen Resozialisierungsprojekten heranzieht, will damit vor allem sein eigenes, frustrierendes Leben aufwerten. Als Willi sich in ein Mädchen verliebt, dem es scheinbar noch dreckiger geht als ihm selbst, macht er es sich zum Ziel, sie zu "retten". Mit allen Mitteln. Doch es dauert nicht lange, bis ihn seine Vergangenheit einholt.
Der 18-jährige Willi lebt obdachlos auf dem Hamburger Kiez. Seine Suche nach Liebe führt immer wieder ins Elend zurück.
www.ndr.de