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  • Ersteller Ersteller leeloo
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Kinofilm: Die Odyssee [Christopher Nolan] (2026) [Kino]

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Ich habe die reguläre Kinovorstellung gesehen - Bildformat übrigens 1,85:1, wie ich feststellen konnte. In der Hinsicht hat er auch super funktioniert, auch wenn da zu 1,43:1 noch Einiges fehlt. :cool:

Generell wundert mich allgemein der Tenor in Presse und Foren, daß man es mit einem Blockbuster zu tun habe, der episch seine Geschichte erzähle. Nun, er ist typisch Nolan - aber mir kommt Die Odyssee eher wie ein aufwendig gedrehtes Abenteuer-Drama vor. Wie es zu erwarten war, bleibt Nolan seiner nichtlinearen Erzählweise treu, was jedoch schon die Vorlage beinhaltete, verbindet aber ein eigenes dramaturgisches Konzept, was selbst den Schnitt einbezieht. Die Handlung wird oft durch innere Monologe getragen, die jedoch immer wieder durch Einschübe aus der Erinnerung unterbrochen werden, aber zum Verständnis der fortschreituenden Handlung wichtig sind. Praktisch alle Episoden von Troja bis zum Stranden an Kalypsos Insel sind so eingebunden, wobei sie dabei nicht immer zwingend chronologisch angeordnet sind. Diese leicht essayistisch angehauchte Erzählweise gibt dem Film eine sehr eigene Note, und selbst wenn die Handlung auf den Höhepunkt in Odysseus' Palast zusteuert, bricht sie immer wieder die Kontinuität durch eingeschobene Episoden auf. Nolan hat seinen finalen dramaturgischen Kniff bis zuletzt aufgehoben und bietet eine Sichtweise an, die sicherlich eher für unsere moderne Zeit gilt, anstatt daß es als die Wiedergabe der Weltanschauung der damaligen Griechen gelten könnte. Nur: damit hat Nolan aber schon mehr Substanz hereingebracht als es in anderen Odyssee-Verfilmungen bisher zu erkennen war. Insofern ist das ein bemerkenswerter Film.

Doch auch er verändert manche Episoden drastisch, zumal ja nur eine Auswahl aus der Odýsseia verwendet wurden. Der Zyklop Polyphem spricht kaum ein Wort, die Riesen in ihren Rüstungen (die Laistrygonen) haben eine ganz andere optische Wirkung, und der konkrete Umgang mit den Göttern wird auf Athene beschränkt. Das ist jene übliche Freiheit, die sich Filmemacher immer wieder genommen haben, zumal man letztendlich filmischen Konzepten folgen muß, um ein überzeugendes Filmwerk zu schaffen.

Visuell ist Die Odyssee einfach grandios: die vielen echten Drehorte, das gezielt eingesetzte CGI und die Kostüme verbinden sich zu einem ganz eigenen Stil, der gewiß nicht authentisch griechisch ist, aber ein Alleinstellungsmerkmal kreiert. Und obwohl der Film fast immer zu einem realistischen Look neigt, läßt er manche Ausnahmen zu: Agamemnon ist reine Stilistik - eine lebende Statur mit blanker wuchtiger Rüstung, die niemals als reale Figur gedacht war, aber die Übermächtigkeit seines bisherigen Einflusses auf Odysseus zeigt. Die Riesen bleiben anonym und haben durch ihre schiere Präsenz etwas Übermächtiges. Dagegen wirken die anderen Hauptfiguren recht menschlich und nahe, ihre Aura schon fast zerbrechlich.

Nolan setzt also verschiedene Schwerpunkte je nach Charakter und Episode, wodurch er einer ganz eigenen Ästhetik folgt: kühl, dunkel, manchmal grau, manchmal rotbraun, aber immer erdig und leicht dreckig. Das hier ist nicht das ausgeprägte Technicolor von Die Fahrten des Odysseus (1954) oder das mystische Eastmancolor von Pasolinis Medea (1969) - es bekommt eine ganz eigene visuelle Kraft mit großangelegten Landschaftsaufnahmen und subtilen Nahaufnahmen der leidenden Charaktere.

Der Schnitt ist dabei die Klammer, die alles zusammenhält: konzentriert, manchmal rhythmisch, auf die wichtigsten Ausschnitte getrimmt, dabei immer auf den Kern fokussiert, erweist sich Jennifer Lames Arbeit als perfektes Instrument, um das "Essay" Die Odyssee zu einer kurzweiligen Erzählung zusammenzufügen. Der Film hätte mühelos doppelt so lang sein können, doch so wie jetzt destilliert er sich zu einer hochprozentigen Sichtung, die hohe Aufmerksamkeit erfordert.

Nolan gelingt ein wuchtiges Epos mit eigenwilliger Struktur und überragender Technik, welches sich dem Stoff auf ungewöhnliche Weise nähert. 8/10 (mit Tendenz zu 9/10)
 
Okay, es geht schon wieder um die Formate? Warum nicht ums Boxoffice?
Haarscharf am Flop vorbei.
 
Ich habe die reguläre Kinovorstellung gesehen - Bildformat übrigens 1,85:1, wie ich feststellen konnte.
Dann war das aber keine "reguläre" Vorstellung!?

Das passt ja höchstens zum digitalen Imax-Format 1,9:1

Alle "regulären" Vorstellungen sind doch breiter 🤔
Ich habe den Film im normalen Kino gesehen - also als digitale Projektion, nicht als IMAX. Ich hatte eigentlich gedacht, er würde in 2,39:1 laufen, aber nein: die ganze Leinwand war ausgefüllt, und die hat eher 16:9-Format als 7:3.
 
Im Filmvorführer-Forum wurde geschrieben, das der Film den Kinos in "flat" und "scope" vorliegt, also in 1,85:1 und 2,2:1.
Sollte dann beides regulär sein und die Kinos wählen nach vorhandener Leinwand oder Vorliebe.
Ok, dann wurde das im Vorfeld halt falsch erklärt, aber macht natürlich Sinn, vor allem in Kinos, in denen es keine Leinwand mit 2,35:1 gibt, Cameron hat das bei Avatar ja ähnlich gemacht.
 
Gerade aus dem IMAX gekommen. Gerammelt volles Kino, aber zum Glück nur Publikum, welches den Film und nicht sich selber in den Vordergrund gestellt hat.
Bild und Ton waren 1A, Story hatte für meinen Geschmack trotz der Laufzeit keine wirklichen Längen. Einzig mit Matt Damon als Hauptdarsteller bin ich nicht ganz so warm geworden, obwohl ich ihn sonst durchaus schätze.
Bin mehr als zufrieden und werde mich demnächst mal ans textliche Original wagen.
 
Ich habe gestern in der Originalversion gesehen. Ohne englische oder deutsche Untertitel war es für mich schon schwierig zu verstehen. Ich habe nicht alles verstanden.

Ich wollte eigentlich in IMAX sehen, habe mich aber entschieden, in MX4D zu sehen. Das Bild wurde beim Start des Films nach oben und nach unten geöffnet. Es ist aber nicht 1,85:1, wenn ich es richtig erkenne.

Mit der MX4D-Version bin ich zufrieden. Die Kämpfe waren intensiver, die Jump Scares wirkungsvoller.
Bei den Szenen auf hoher See hatte ich das Gefühl, dabei zu sein.

Falls jemand fragt, was MX4D ist: Es ist ähnlich wie 4DX.


Link: https://www.instagram.com/reel/Da1HqRszUzi/

Ein Artikel über 4DX von Odyssee:


Und nein, fliegende Popcorns gab es bei mir. Das Publikum war sehr angenehm.
 
Ich habe gestern in der Originalversion gesehen. Ohne englische oder deutsche Untertitel war es für mich schon schwierig zu verstehen. Ich habe nicht alles verstanden.
Für einen Nolan ja nichts unübliches. Er lässt seine Darsteller sehr gerne sehr tief und gehaucht sprechen.
 
Der war für einen Nolan schon wesentlich besser zu verstehen als andere, gerade wenn ich da an Dunkirk oder Tenet denke..aber ja, man muss schon echt genau hinhören bei der Abmischung.
 
Geh am Sonntag dann auch rein. Neugier wurde etwas geweckt. Aber kein IMAX. Nur ein kleineres Kino bei uns hier, keine Kette.
 
:lol:
Was für ein Looser ...
 
:lol:
Was für ein Looser ...
Laut dem Artikel hat er wohl auch in Betracht gezogen, Mel Gibson 100 Mio für eine Adaption auf Altgriechisch rüberzuschieben. Wer hier auf Twitter aktiv ist, könnte dem Elon ja massive Begeisterung für diesen Vorschlag entgegen bringen.
 
:lol:
Was für ein Looser ...
Laut dem Artikel hat er wohl auch in Betracht gezogen, Mel Gibson 100 Mio für eine Adaption auf Altgriechisch rüberzuschieben. Wer hier auf Twitter aktiv ist, könnte dem Elon ja massive Begeisterung für diesen Vorschlag entgegen bringen.
Bestimmt mit Armie Hammer in der Hauptrolle.
 
Ich habe die reguläre Kinovorstellung gesehen - Bildformat übrigens 1,85:1, wie ich feststellen konnte.
Dann war das aber keine "reguläre" Vorstellung!?

Das passt ja höchstens zum digitalen Imax-Format 1,9:1

Alle "regulären" Vorstellungen sind doch breiter 🤔
Ich habe den Film im normalen Kino gesehen - also als digitale Projektion, nicht als IMAX. Ich hatte eigentlich gedacht, er würde in 2,39:1 laufen, aber nein: die ganze Leinwand war ausgefüllt, und die hat eher 16:9-Format als 7:3.
Ist nicht eigentlich bei 2,39:1 die Leinwand ausgefüllt, also in den meisten nicht-IMAX-Kinos, besonders wenn wir von der Breite sprechen und Maskierungsmöglichkeit besteht?
 
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