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Bewertungen Gesamtwertung (nur Käufe bzw. Sichtungen) 4,80 Stern(e) 96 Erwartungen 75% mcr

Kinofilm: Die Odyssee [Christopher Nolan] (2026) [Kino]

  • Werde ich mir anschauen

    Stimmen: 44 57,1%
  • Gesehen, für gut befunden

    Stimmen: 12 15,6%
  • Gesehen, kann man schauen, muss man aber nicht

    Stimmen: 2 2,6%
  • Gesehen, gefällt mir nicht

    Stimmen: 0 0,0%
  • Interessiert mich nicht

    Stimmen: 19 24,7%

  • Umfrageteilnehmer
    77

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"Weder bin ich großer Nolan-Fan noch bin ich an Interstellar mit haushohen Erwartungen herangegangen.
Nach den teils euphorischen Reaktionen und Rezensionen wollte ich mir im Kino mit eigenen Augen ein Bild von diesem Filmphänomen machen.

Für mich gibt es drei Themenpakete, weshalb ich Interstellar für misslungen halte:

1.Schmalz und holzschnittartige All-American-Hero-Charaktere
Schon die Einführung der Familie auf einer dystopischen Erde zeigt mir nur stereotype Charaktere. Die zentrale Figur Cooper ist alleinerziehend, aufopfernd, schlau, mutig, rebellisch, kernig, cool und weder die untergehende Zivilisation noch die teils aufmüpfigen Kinder können ihn auch nur eine Sekunde aus der Ruhe bringen. Die zweite zentrale Figur, seine Tochter “Murph” scheint ebenfalls aus dem Charakter-Setzbaukasten: sympathisch unkonventionell, eigenwillig, hochbegabt, integer und süß. Bei allen Reibereien ist jeder für jeden da, wertschätzend. Hohle Phrasen, z. B. bei der Schulkonferenz, werden von Cooper ironisch demaskiert. Es ist die geballte Essenz aus amerikanischen Idealen, die diese Familie ausmacht. Das und der Hang der Inszenierung zu arg gefühlvollen Tönen in der Vater-Tocher-Beziehung, definieren für mich Kitsch, der versucht authentisch rüberzukommen. Für die meisten scheint das zu funktionieren, mich haben die Figuren kalt gelassen.
Ab der zweiten Hälfte im Film häufen sich die Flenn-Szenen nochmal massiv. Das ist alles hochemotional und sehr forciert. Das Sahnehäubchen ist eine kurze Ansprache über die Liebe, die nicht metaphorisch, sondern faktisch (!) als die Raum und Zeit überwindende Macht dargestellt wird, die alles lenkt. Dies wird tatsächlich in einem Gespräch unter Wissenschaftlern geäußert, mit dem Inbrunst der Überzeugung. Da bin ich vor Fassungslosigkeit fast aus dem Kinosessel gepurzelt.

2. Die mit wissenschaftlichen Details überfrachtete bzw. überkomplexe Handlung
Es wird extrem viel erklärt in Interstellar, ohne wirklich Wissen zu vermitteln. Was aber auch kein Wunder ist, weil die Konzepte um die es geht, hochabstrakt sind. Die Handlung ist gespickt mit wissenschaftlichen Details, mit denen man ganze Bibliotheken füllen könnte: Relativitätstheorie und die Natur der Zeit, Quantenmechanik, Wurmlöcher, Schwarze Löcher, 5-dimensionale Räume...
Im letzten Viertel herrscht dagegen Wundergläubigkeit vor, die wissenschaftlich verbrämt wird. Interstellar betritt esoterische Gefilde, beruft sich aber auf moderne Erkenntnisse und beharrt darauf, dass jedes Ereignis im Film logisch erklärt werden kann. Da steht er komplett im Gegensatz zu 2001, der sich eine mystische Dimension erhält und keine Erklärbär-Monologe absondert.
Ich bin nicht der Meinung, dass man jedes Detail verstehen muss, damit ein Film funktioniert und man kann dem Zuschauer auch zumuten um die Ecke zu denken und über seinen persönlichen Tellerrand zu schauen, aber auf mich wirkt Interstellar überambitioniert und streberhaft. Er ist einfach mit Ideen überfrachtet, was ihn zum perfekten Film für blasse Nerds macht, die in wochenlanger Arbeit jedes Detail recherchieren können, um die Handlung zu rekonstruieren.

3. Die Kernaussage des Films, die eher zu einem 1950er-Jahre-SF-Streifen passt und konservative Werte hochhält
Bei aller Kompliziertheit feiert der Film die einfache Lösung. Die Menschheit hat die Karre in den Dreck gefahren, aber nicht mit Mühe und vereinten Kräften versuchen sie die Karre wieder herauszuziehen, sondern „die Wissenschaft“ in Form der NASA soll die Hau-ruck-Lösung bringen. Im Auftrag der Wissenschaft fungieren heldenhafte Astronauten als Zünglein an der Waage.
Überhaupt wird „der Griff nach den Sternen“ glorifiziert, als Inbegriff menschlichen Fortschritts. Dazu passt Coopers cool-unangepasster Cowboystil. Interstellar ist schon ein sehr genaues Abbild konservativer amerikanischer Werte: das ganze Heroische, Wissenschafts- und Technikvertrauen,die tränenselige Vater-Tochter-Beziehung, das Hochhalten der Familienwerte, Liebe, ja die Liebe und unser Mann im All, der leicht rebellische, aber immer super-sympathische Cooper – Heureka.

FAZIT: Diese Negativpunkte wären für mich zu verkraften gewesen, wenn Interstellar einfach spannende Unterhaltung gewesen wäre. Mit fast drei Stunden Laufzeit zog sich der Film aber wie Kaugummi.
Beeindruckend sind am ehesten noch die visuelle Umsetzung und – ja – auch die Ideen und Details, wenn es nicht viel zuviele wären, dass einem bald der Kopf schwirrt. Die Filmmusik von Hans Zimmer hat mir anfangs mit ihrem kühl-kirchenorgelartigen Sound gut gefallen, aber im Laufe der Zeit wird sie doch recht penetrant, vor allem wenn die Musik Szenen übertönen will, die sowieso schon laut sind (z. B. beim Eintritt des Raumschiffs in die Atmosphäre).
So bin etwas zerschlagen aus dem Kino gewankt und es ist für mich schwer vorstellbar, dass sich jemand nach der ersten Sichtung Interstellar freiwillig ein zweites Mal antut. Mein Art von Kino ist das definitiv nicht.

Aber zweifellos hat der Film bei vielen einen Nerv getroffen, was an den Kritiken und Zuschauerreaktionen zu sehen ist.

5/10
Das trifft den Nagel auf den Kopf. Chapeau! Super zusammengefasst.
Trotzdem ist INTERSTELLAR noch um Klassen innovativer und einfallsreicher als DIE ODYSSEE.
Was erwartetst du denn bei einer über 3000 Jahre alten Geschichten primär an Innovationen? Zumal Nolan tatsächlich eine moderne Lesart des Stoffes liefert.

Generell kann ich die Kritik an seinen Erklärbär nachvollziehen, die ständige Debatte um die Emotionalität nicht. Er ist nunmal kein Typ der feinen Zwischentöne, also verlange ich sie ihm auch nicht ab.
 
Ich auch. Der war zu seiner Zeit auch innovativ :zwinker:. Aber ich brauch‘ keine Neuauflage. Dann guck‘ ich lieber das Original.
 
Generell kann ich die Kritik an seinen Erklärbär nachvollziehen, die ständige Debatte um die Emotionalität nicht. Er ist nunmal kein Typ der feinen Zwischentöne, also verlange ich sie ihm auch nicht ab.
Die Dialoge Nolans wiegen natürlich deutlich schlimmer. Entfernen wir uns mal vom Wort Emotion. Ist ja oft mit Melodramatik und Pathos behaftet. Aber es wäre ja mal ein Anfang die Figuren so anzulegen dass sie mehr sind als nur Hüllen um Bilder zu transportieren. Er muss ja jetzt kein Schmonzetten- oder Pathosmonster werden. Aber ich finde es ist schon eine erstrebenswerte Eigenschaft den Figuren wenigstens irgendeine Art von Charakter zu geben. Auch ein Scorsese ist kein Gefühlsheld. Kubrick auch nicht. Aber wenn man an die Filme denkt, kann man die Figuren schon gut in Erinnerung rufen und beschreiben.
 
Wie ist "Innovation" in dem Kontext zu verstehen?
Inszenatorisch. Dramaturgisch. Das Ding kommt daher wie BEN HUR 2.0. Fett und laut, bieder und altbacken. Hätte abgesehen von der visuellen Ebene so auch 1959 entstehen können.
Ben Hur hat eine theistische, heroische Prämisse, Nolan verpasst seiner Odyssee eine klare Zivilisationskritik und Anti-Kriegs-Botschaft, die Umkehrung des Heros. Da sehe ich nun wahrlich absolut keine Gemeinsamkeiten zu Ben Hur und diese Perspektive nimmt auch Die Fahrten des Odysseus nicht ein. Die hätte ich in gesellschaftlichen und politischen Umfeld auch nicht erwartet.
 
Du ignorierst beflissen, was ich schreibe: Inszenatorisch. Dramaturgisch. Der Inhalt ist natürlich völlig anders. Aber dafür kann Herr Nolan nichts.
 
Wie ist "Innovation" in dem Kontext zu verstehen?
Inszenatorisch. Dramaturgisch. Das Ding kommt daher wie BEN HUR 2.0. Fett und laut, bieder und altbacken. Hätte abgesehen von der visuellen Ebene so auch 1959 entstehen können.
Ben Hur hat eine theistische, heroische Prämisse, Nolan verpasst seiner Odyssee eine klare Zivilisationskritik und Anti-Kriegs-Botschaft, die Umkehrung des Heros. Da sehe ich nun wahrlich absolut keine Gemeinsamkeiten zu Ben Hur und diese Perspektive nimmt auch Die Fahrten des Odysseus nicht ein. Die hätte ich in gesellschaftlichen und politischen Umfeld auch nicht erwartet.
Richtig.
So langsam wirds hier abstrus. Natürlich muss einem Nolans neuester Film nicht gefallen. Aber Ben Hur 2.0.? Quatsch!
 
Riesenerfolg an der Kinokasse weltweit. Erwartungen gingen Richtung 200 Mil.$ am WE weltweit.

Sind 264 Mil.$ geworden. In Deutschland wahrscheinlich so 535000 Zuschauer am ersten WE.


Link: https://x.com/GiteshPandya/status/2078862916711747936

Die Zahlen in der Woche und am zweite WE (kein großer Neustart) werden sehr interessant.

2 Mrd sollten machbar sein.


Generell kann ich die Kritik an seinen Erklärbär nachvollziehen, die ständige Debatte um die Emotionalität nicht. Er ist nunmal kein Typ der feinen Zwischentöne, also verlange ich sie ihm auch nicht ab.
Die Dialoge Nolans wiegen natürlich deutlich schlimmer. Entfernen wir uns mal vom Wort Emotion. Ist ja oft mit Melodramatik und Pathos behaftet. Aber es wäre ja mal ein Anfang die Figuren so anzulegen dass sie mehr sind als nur Hüllen um Bilder zu transportieren. Er muss ja jetzt kein Schmonzetten- oder Pathosmonster werden. Aber ich finde es ist schon eine erstrebenswerte Eigenschaft den Figuren wenigstens irgendeine Art von Charakter zu geben. Auch ein Scorsese ist kein Gefühlsheld. Kubrick auch nicht. Aber wenn man an die Filme denkt, kann man die Figuren schon gut in Erinnerung rufen und beschreiben.
Scorcesse dreht aber grundsätzlich andere Filme als Nolan. Gangs of New York ist auch voll von Melodramatik und Pathos. IMO hat die Odyssee 3-4 runde Charaktere Damon, Holland und Hathaway sind
Antiheld der sich seiner Taten und toten Männer schämt; Erbe, der sich beweisen muss; Ehefrau, die zu ihrem Mann hält und Stärke zeigt
Wo sind Scorseses-Charaktere denn runder? Wo ist Jimmy Conway aus GoodFellas nuancierter als diese 3 Charaktere? GoodFellas gehört zu meinen Top 5 Filmen.
 
Riesenerfolg an der Kinokasse weltweit. Erwartungen gingen Richtung 200 Mil.$ am WE weltweit.

Sind 264 Mil.$ geworden. In Deutschland wahrscheinlich so 535000 Zuschauer am ersten WE.


Link: https://x.com/GiteshPandya/status/2078862916711747936

Die Zahlen in der Woche und am zweite WE (kein großer Neustart) werden sehr interessant.

2 Mrd sollten machbar sein.


Generell kann ich die Kritik an seinen Erklärbär nachvollziehen, die ständige Debatte um die Emotionalität nicht. Er ist nunmal kein Typ der feinen Zwischentöne, also verlange ich sie ihm auch nicht ab.
Die Dialoge Nolans wiegen natürlich deutlich schlimmer. Entfernen wir uns mal vom Wort Emotion. Ist ja oft mit Melodramatik und Pathos behaftet. Aber es wäre ja mal ein Anfang die Figuren so anzulegen dass sie mehr sind als nur Hüllen um Bilder zu transportieren. Er muss ja jetzt kein Schmonzetten- oder Pathosmonster werden. Aber ich finde es ist schon eine erstrebenswerte Eigenschaft den Figuren wenigstens irgendeine Art von Charakter zu geben. Auch ein Scorsese ist kein Gefühlsheld. Kubrick auch nicht. Aber wenn man an die Filme denkt, kann man die Figuren schon gut in Erinnerung rufen und beschreiben.
Scorcesse dreht aber grundsätzlich andere Filme als Nolan. Gangs of New York ist auch voll von Melodramatik und Pathos. IMO hat die Odyssee 3-4 runde Charaktere Damon, Holland und Hathaway sind
Antiheld der sich seiner Taten und toten Männer schämt; Erbe, der sich beweisen muss; Ehefrau, die zu ihrem Mann hält und Stärke zeigt

Klar drehen die andere Filme. Was ich nur damit sagen wollte: Charaktere sind doch so ein bisschen das Brot und die Butter eines Films. Ein Film erzählt eine Geschichte und in dieser finden Menschen und ihre Themen statt. Der Rest kann dann natürlich mit den Vorlieben und Eigenheiten des Regisseurs belegt sein, aber das Fundament bleibt doch gleich. Kann man natürlich auch anders sehen. Aber für mich ist das schon wichtig.
 
Wie ist "Innovation" in dem Kontext zu verstehen?
Inszenatorisch. Dramaturgisch. Das Ding kommt daher wie BEN HUR 2.0. Fett und laut, bieder und altbacken. Hätte abgesehen von der visuellen Ebene so auch 1959 entstehen können.
Ben Hur hat eine theistische, heroische Prämisse, Nolan verpasst seiner Odyssee eine klare Zivilisationskritik und Anti-Kriegs-Botschaft, die Umkehrung des Heros. Da sehe ich nun wahrlich absolut keine Gemeinsamkeiten zu Ben Hur und diese Perspektive nimmt auch Die Fahrten des Odysseus nicht ein. Die hätte ich in gesellschaftlichen und politischen Umfeld auch nicht erwartet.
Das würde ich wiederum so nicht sagen. Die theistische Botschaft Ben Hurs widerspricht einer Anti-Kriegs-Botschaft ja nicht. Im Gegenteil, "nieder mit Eros, es lebe Mars" wird bewusst als Kontrapunkt zu Beginn seiner Entwicklung gezeigt.
 
Ben Hur hat den Test der Zeit überstanden, ist auch fast 70 Jahre später ein Meisterwerk. Mal schauen, wo sich Nolans Odysee in 70 Jahren einreiht.
 
Riesenerfolg an der Kinokasse weltweit. Erwartungen gingen Richtung 200 Mil.$ am WE weltweit.

Sind 264 Mil.$ geworden. In Deutschland wahrscheinlich so 535000 Zuschauer am ersten WE.


Link: https://x.com/GiteshPandya/status/2078862916711747936

Die Zahlen in der Woche und am zweite WE (kein großer Neustart) werden sehr interessant.

2 Mrd sollten machbar sein.


Generell kann ich die Kritik an seinen Erklärbär nachvollziehen, die ständige Debatte um die Emotionalität nicht. Er ist nunmal kein Typ der feinen Zwischentöne, also verlange ich sie ihm auch nicht ab.
Die Dialoge Nolans wiegen natürlich deutlich schlimmer. Entfernen wir uns mal vom Wort Emotion. Ist ja oft mit Melodramatik und Pathos behaftet. Aber es wäre ja mal ein Anfang die Figuren so anzulegen dass sie mehr sind als nur Hüllen um Bilder zu transportieren. Er muss ja jetzt kein Schmonzetten- oder Pathosmonster werden. Aber ich finde es ist schon eine erstrebenswerte Eigenschaft den Figuren wenigstens irgendeine Art von Charakter zu geben. Auch ein Scorsese ist kein Gefühlsheld. Kubrick auch nicht. Aber wenn man an die Filme denkt, kann man die Figuren schon gut in Erinnerung rufen und beschreiben.
Scorcesse dreht aber grundsätzlich andere Filme als Nolan. Gangs of New York ist auch voll von Melodramatik und Pathos. IMO hat die Odyssee 3-4 runde Charaktere Damon, Holland und Hathaway sind
Antiheld der sich seiner Taten und toten Männer schämt; Erbe, der sich beweisen muss; Ehefrau, die zu ihrem Mann hält und Stärke zeigt
Wo sind Scorseses-Charaktere denn runder? Wo ist Jimmy Conway aus GoodFellas nuancierter als diese 3 Charaktere? GoodFellas gehört zu meinen Top 5 Filmen.

Der Vergleich hinkt doch insofern, als dass Goodfellas real existierende Personen zum Vorbild hat. Da ist von vornherein klar, hinsichtlich Charakterzeichnung ist "mehr Butter bei die Fische" im Vergleich zur Odyssee.
 
Oh, der Lieblingskritiker der Moviesider. *g*
Ich mag ihn ja. Kommen darin Spoiler vor?
 
Oh, der Lieblingskritiker der Moviesider. *g*
Ich mag ihn ja. Kommen darin Spoiler vor?
KI sagt ja :biggrin:

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Du ignorierst beflissen, was ich schreibe: Inszenatorisch. Dramaturgisch. Der Inhalt ist natürlich völlig anders. Aber dafür kann Herr Nolan nichts.
Also selbstverständlich gibt es Parallelen, Nolan orientiert an sich an den klassichen Monumentalfilm, aber auch da kann ich keinen Schritt mitgehen, Nolans Regie, Schnitt und Pacing unterscheiden sich deutlich von der Ben Hur.

Das würde ich wiederum so nicht sagen. Die theistische Botschaft Ben Hurs widerspricht einer Anti-Kriegs-Botschaft ja nicht. Im Gegenteil, "nieder mit Eros, es lebe Mars" wird bewusst als Kontrapunkt zu Beginn seiner Entwicklung gezeigt.
Das stimmt durchaus, aber Ben Hur transportiert ein sehr viel spezifischeres Menschenbild und erreicht mich mit seinen Thesen überhaupt nich. Ich kann den Film aber auch tatsächlich nicht ausstehen, es ist ziemlicher Christen Kitsch und Ich schätze an den Film lediglich die handwerllichen Aspkete.

Oh, der Lieblingskritiker der Moviesider. *g*
Ich mag ihn ja. Kommen darin Spoiler vor?
KI sagt ja :biggrin:

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