Nothingface
Flachzangen-Hater
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Die Odyssee (Christopher Nolan, 2026)
Über Geschmack, so der allgemeine Tenor, lässt sich nicht streiten. Vielleicht ist das so. Wundern, ja wundern
kann man sich ob einiger Verrisse der jüngsten Zeit aber schon.
Da mir dieses filmanalytische Gen fehlt, gehe ich etwas anders an Filme heran wie Wichtigtuer mir hässlichen Mützen (nein, nicht Il Monco :D ).
Lustigerweise kann man die Kritikpunkte durchaus nachvollziehen aber die Gewichtung derer und Bewertungen wie 2/5 oder
weniger sind, meiner Meinung nach, völlig überzogen. Sicherlich hat man an Nolan einen anderen Anspruch als an Masters of The
Universe oder irgendeine Comicverfilmung aber meiner Meinung nach wird er diesen größtenteils gerecht. Mir scheint Nolan auseinander
zu nehmen ist gerade etwas in Mode
Die fehlende Emotionalität (kanns nicht mehr hören) kann ich hier in keinster Weise nachvollziehen. Man fiebert mit den Charakteren mit,
mag oder hasst sie. So wie in jedem anderen Monumentalschinken auch. Konflikte, Intrigen... alle da.
Anne Hathaway vermittelt uns das außerordentlich gut und man nimmt ihr ihre Sorge um Odysseus jederzeit ab.
Tom Holland macht seine Sache ebenfalls gut und Robert Pattinsons Entwicklung vom Kitsch-Vampir zum achtbaren Schauspieler ist beachtlich.
Die Rolle ist wie gemacht für ihn.
Mat Damon, wer hätte es gedacht, geht fast als Idealbesetzung durch, denn er gibt Odysseus eine Seele, einen Charakter und eine Persönlichkeit.
Dass man viele A-Schauspieler in Nebenrollen verheizt, geschenkt. Die Namen ziehen und man muss auch Geld verdienen. Hat ja auch funktioniert.
Nolan realistische Inszenierung des Films und die triste Farbgebung sowie die teilweise öden und kargen Landschaften und Bauten sind genau das
was ich so faszinierend finde. Damalige Bauten waren zweckdienlich, die Landschaften waren leer und öde und die Welt war so bunt wie heute.
Nämlich gar nicht. Vermittelt Aussichtslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit. Das was Odysseus Männer letztendlich erfahren müssen.
Wenn ich knallbunten Kitsch sehen will, und das will ich ab- und zu, schaue ich die 50er und 60er Jahre Filme.
Nolan geht da völlig anders ran. Alles wirkt echt und greifbar und das ist Nolans Stärke. Würde es Zyklopen, Untote und Hexen geben, würden
sie so aussehen.
Die Zyklopen Sequenz gehört mit zum besten was ich
inszenatorisch in den letzten Jahren auf der Leinwand sah.
Kein (sichtbares) CGI. Ganz großes Kino.
Das gilt auch für die Body-Horror Sequenz
. Den Film ab 12 freizugeben und somit 6 (!!) jährigen die Chance zu geben ihn in
Begleitung zu sehen, halte ich für recht fragwürdig. Dürfte für paar feuchte Hosen sorgen.
Überhaupt wurde, bis auf eine Ausnahme, auf das typische Hollywood Plastik-CGI verzichtet. Was für eine Wohltat.
Auch die Schiffe, Bauten, Probs… alles echt
Einige Kritikpunkte kann ich, wie gesagt, nachvollziehen. So zum Beispiel die recht episodenhafte Abwicklung der einzelnen Stationen
nach den Riesen. Mit den Sirenen hätte man ein starke Psycho Nummer abziehen können und Skylla? Die einzige Enttäuschung der Fabelwesen,
denn hier wurde CGI verwendet und kein Gutes. Sollte sich Nolan für diesen Einsatz schämen, dann zurecht. Schade, da hätte man was Großartiges
draus machen können.
Die verschiedenen Zeitebenen waren immer nachvollziehbar. Straightester Nolan bisher.
Der Fokuspuller hat aber tatsächlich öfter mal gepennt. Bei der Szenen zwischen Telemachus und Penelope hat er sichtlich Mühe
den Fokus zu ziehen. War aber auch extrem offenblendig gefilmt und Anne Hathaway bewegt sich arg schnell vor und zurück.
Im IMAX fällt das natürlich extrem auf.
Bei einer Szene zwischen Corey Hawkins, Pattinson und, ich glaube, Tom Holland ist es aber schlicht fehlerhaft. Dass Nolan sowas
durchgehen lässt, wundert mich. Vielleicht hat er da selbst den Fokus gezogen :D.
Die vielen Close-ups haben mich nicht gestört. Bei Dialogen sowieso nötig und bei den Kampf-Szenen auch okay. Gab genug epische Shots fürs
Auge und sorry, aber ich fand Gesichter und die (super) Rüstungen in Großformat ebenfalls beeindruckend.
Die Antikriegsbotschaft wird zum Schluss hin deutlich und ich brauche keinen Odysseus, der mir fast drei Stunden lang die Ohren voll labert
wie scheiße Krieg ist. Weiß ich bereits.
Das IMAX in Sinsheim hat Spaß gemacht und die Leinwand und das Format waren beeindruckend. Der Film hätte aber auch in Cinemascope funktioniert
und das wäre auch mein Wunschformat für die Heimkino Auswertung.
Nolan hat, für mich, wieder Großartiges abgeliefert. Die Kritikpunkte kosten dann allerdings die Höchstpunktzahl.
4/5
Über Geschmack, so der allgemeine Tenor, lässt sich nicht streiten. Vielleicht ist das so. Wundern, ja wundern
kann man sich ob einiger Verrisse der jüngsten Zeit aber schon.
Da mir dieses filmanalytische Gen fehlt, gehe ich etwas anders an Filme heran wie Wichtigtuer mir hässlichen Mützen (nein, nicht Il Monco :D ).
Lustigerweise kann man die Kritikpunkte durchaus nachvollziehen aber die Gewichtung derer und Bewertungen wie 2/5 oder
weniger sind, meiner Meinung nach, völlig überzogen. Sicherlich hat man an Nolan einen anderen Anspruch als an Masters of The
Universe oder irgendeine Comicverfilmung aber meiner Meinung nach wird er diesen größtenteils gerecht. Mir scheint Nolan auseinander
zu nehmen ist gerade etwas in Mode
Die fehlende Emotionalität (kanns nicht mehr hören) kann ich hier in keinster Weise nachvollziehen. Man fiebert mit den Charakteren mit,
mag oder hasst sie. So wie in jedem anderen Monumentalschinken auch. Konflikte, Intrigen... alle da.
Anne Hathaway vermittelt uns das außerordentlich gut und man nimmt ihr ihre Sorge um Odysseus jederzeit ab.
Tom Holland macht seine Sache ebenfalls gut und Robert Pattinsons Entwicklung vom Kitsch-Vampir zum achtbaren Schauspieler ist beachtlich.
Die Rolle ist wie gemacht für ihn.
Mat Damon, wer hätte es gedacht, geht fast als Idealbesetzung durch, denn er gibt Odysseus eine Seele, einen Charakter und eine Persönlichkeit.
Dass man viele A-Schauspieler in Nebenrollen verheizt, geschenkt. Die Namen ziehen und man muss auch Geld verdienen. Hat ja auch funktioniert.
Nolan realistische Inszenierung des Films und die triste Farbgebung sowie die teilweise öden und kargen Landschaften und Bauten sind genau das
was ich so faszinierend finde. Damalige Bauten waren zweckdienlich, die Landschaften waren leer und öde und die Welt war so bunt wie heute.
Nämlich gar nicht. Vermittelt Aussichtslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit. Das was Odysseus Männer letztendlich erfahren müssen.
Wenn ich knallbunten Kitsch sehen will, und das will ich ab- und zu, schaue ich die 50er und 60er Jahre Filme.
Nolan geht da völlig anders ran. Alles wirkt echt und greifbar und das ist Nolans Stärke. Würde es Zyklopen, Untote und Hexen geben, würden
sie so aussehen.
Die verklärte Erzählung des Trojanischen Pferdes in einer realistischen Prämisse zu sehen war mal richtig klasse.
Klar sitzen die in ihrer eigenen Scheiße und Pisse und ersaufen teilweise erbärmlich.
Klar sitzen die in ihrer eigenen Scheiße und Pisse und ersaufen teilweise erbärmlich.
Die Zyklopen Sequenz gehört mit zum besten was ich
inszenatorisch in den letzten Jahren auf der Leinwand sah.
Kein (sichtbares) CGI. Ganz großes Kino.
Das gilt auch für die Body-Horror Sequenz
bei der Hexe
Begleitung zu sehen, halte ich für recht fragwürdig. Dürfte für paar feuchte Hosen sorgen.
Überhaupt wurde, bis auf eine Ausnahme, auf das typische Hollywood Plastik-CGI verzichtet. Was für eine Wohltat.
Auch die Schiffe, Bauten, Probs… alles echt
Einige Kritikpunkte kann ich, wie gesagt, nachvollziehen. So zum Beispiel die recht episodenhafte Abwicklung der einzelnen Stationen
nach den Riesen. Mit den Sirenen hätte man ein starke Psycho Nummer abziehen können und Skylla? Die einzige Enttäuschung der Fabelwesen,
denn hier wurde CGI verwendet und kein Gutes. Sollte sich Nolan für diesen Einsatz schämen, dann zurecht. Schade, da hätte man was Großartiges
draus machen können.
Die verschiedenen Zeitebenen waren immer nachvollziehbar. Straightester Nolan bisher.
Der Fokuspuller hat aber tatsächlich öfter mal gepennt. Bei der Szenen zwischen Telemachus und Penelope hat er sichtlich Mühe
den Fokus zu ziehen. War aber auch extrem offenblendig gefilmt und Anne Hathaway bewegt sich arg schnell vor und zurück.
Im IMAX fällt das natürlich extrem auf.
Bei einer Szene zwischen Corey Hawkins, Pattinson und, ich glaube, Tom Holland ist es aber schlicht fehlerhaft. Dass Nolan sowas
durchgehen lässt, wundert mich. Vielleicht hat er da selbst den Fokus gezogen :D.
Die vielen Close-ups haben mich nicht gestört. Bei Dialogen sowieso nötig und bei den Kampf-Szenen auch okay. Gab genug epische Shots fürs
Auge und sorry, aber ich fand Gesichter und die (super) Rüstungen in Großformat ebenfalls beeindruckend.
Die Antikriegsbotschaft wird zum Schluss hin deutlich und ich brauche keinen Odysseus, der mir fast drei Stunden lang die Ohren voll labert
wie scheiße Krieg ist. Weiß ich bereits.
Das IMAX in Sinsheim hat Spaß gemacht und die Leinwand und das Format waren beeindruckend. Der Film hätte aber auch in Cinemascope funktioniert
und das wäre auch mein Wunschformat für die Heimkino Auswertung.
Nolan hat, für mich, wieder Großartiges abgeliefert. Die Kritikpunkte kosten dann allerdings die Höchstpunktzahl.
4/5


