Kino Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit 2026 Steven Spielberg

  • Ersteller Ersteller leeloo
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Kinofilm: Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit [Steven Spielberg] (2026) [Kino]

  • Werde ich mir anschauen

    Stimmen: 18 51,4%
  • Gesehen, für gut befunden

    Stimmen: 5 14,3%
  • Gesehen, kann man schauen, muss man aber nicht

    Stimmen: 1 2,9%
  • Gesehen, gefällt mir nicht

    Stimmen: 6 17,1%
  • Interessiert mich nicht

    Stimmen: 5 14,3%

  • Umfrageteilnehmer
    35

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Leider erst nächsten Freitag, deshalb lese ich jetzt keine Spoiler. Beim Astronaut wars schwer erträglich, obwohl der Film super war.
 
Tja, Kath. Kirche hätte wenigstens weitaus weniger Probleme, wenn sie genauso offen wäre für neue Denkweisen, wie Spielberg es in dem Film zeigt (und ich müsste nicht 12 EUR Eintritt in den Kölner Don zahlen ab dem 01.07.)
Natürlich ist Spielbergs Vorstellung aber vollkommen naiv und blauäugig und passiert leider nur im Film.
 
Ich habe mir den Film am Freitag Nachmittag angeschaut. Ein eigentümliches Erlebnis. Die 2,5 Stunden vergingen wie im Flug, dennoch habe keine richtige Verbindung zum Film bekommen. Die eher ruhige Erzählweise fand ich angenehm.

Ein paar Gedanken, warum der Film so distanziert auf mich wirkt:
Ich glaube, das Problem (bzw. mein Problem) ist, dass Koepp und Spielberg keine vollständigen Charaktere kreieren, die sich echt und realistisch anfühlen. Man denke nur an die ersten Szenen in E.T., wo eine stinknormale, alltägliche Familie gezeigt wird. Schon nach einer Minute kennt man die Hauptprotagonisten des Films, und die Charaktere sind einem so vertraut, als kennte man sie schon seit langem. Dafür reicht oft eine kurze Szene. Diese prägnanten Szenen findet Spielberg für seine Figuren hier nicht. Blunt tut zwar sehr viel dafür, aber eine Figur aus Fleisch und Blut wird sie dennoch nicht. (Das mag allerdings auch mein persönliches Problem sein, da ich mit Blunt gar nichts anfangen kann). Der einzige, der durch seine ihm eigene Schauspiel-Gravitas dagegen anspielen kann, ist Coleman Domingo. Und das trotzdem ausgerechnet seine Figur eine ziemliche Leerstelle im Drehbuch ist. Mir ist zumindest nicht klar geworden, was für eine Verbindung er eigentlich zu den Hauptprotagonisten und dem Thema hat. Auch hier ist es einerseits sehr schön, dass nicht alles auserzählt wird, andererseits werden zu wenig oder zu wenig interessante Puzzleteile ausgelegt, um bei mir spannendes Kopfkino/Rätselraten auszulösen. Insbesondere bei Firth fällt das stark ins Gewicht, weil seine Figur zusammen mit Domingos die interessanteste sein könnte. Beide Figuren sind Spiegelbilder, der eine auf der skeptisch-pessimistischen Seite, der andere auf der zugewandt-optimistischen Seite. Eigentlich eine schillernde Figur, der es leider etwas an Tiefe fehlt, um wirklich schillernd zu sein.

Eine Bemerkung zu den CGI-Tieren. Ich bin mir sicher, dass die nicht vollkommen realistisch wirken sollten. Die ganzen Sequenzen haben auch dadurch einen gewollt surrealen Charakter. Das ist nicht Unvermögen.

Das klingt nun sehr negativ. Ist aber gar nicht so gemeint. Ich empfehle jedem den Film. Er ist wie jeder Spielberg-Film überdurchschnittlich gut gemacht. Alles greift ineinander. Kamera ist immer an der richtigen Stelle, der Schnitt auf positive Weise unsichtbar (erstmals nicht Michael Kahn). Die Musik ist sehr zurückhaltend und man wird ihrer erst am Schluss gewahr - dann aber richtig. Williams noch einmal ganz großartig, sich ganz in den Dienst des Films stellend.

Ich tue mich mit einem Urteil über den schwer und möchte ihm kein Rating geben. Dass der Film einen mit etwas indifferenten Gefühlen zurücklässt, ist nicht das schlechteste. Es könnte einer der Filme sein, die mit der Zeit reifen und wachsen. Mal schauen.
 
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Link: https://youtu.be/be4yaJqtqtw?is=ZMKaX92PZOOr1AiJ

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Ein paar Gedanken, warum der Film so distanziert auf mich wirkt:
Ich glaube, das Problem (bzw. mein Problem) ist, dass Koepp und Spielberg keine vollständigen Charaktere kreieren, die sich echt und realistisch ananfühlen.
Genau so. Das unzureichende Charakerisieren von Filmfiguren ist eine Plage unserer Zeit!
 
Eine Bemerkung zu den CGI-Tieren. Ich bin mir sicher, dass die nicht vollkommen realistisch wirken sollten.
Und dann lässt er sie auf genau die Weise unrealistisch bzw. künstlich kreiert wirken, als wären sie schlechtes CGI?

Wenn das stimmt, halte ich es für eine krasse Fehlentscheidung. Das hätte man auf eine andere Art darstellen müssen, z. B. mit subtilen Glitches oder anderen Abweichungen.
 
Film war für mich eine 8,5/10. Habe alles bekommen, was ich mir erhofft habe: klassische Spielberg Szenen gepaart mit interessanten und spannenden Ideen in der Story; wunderbar verspielten aber dennoch modernen Williams Score; ein starkes, berührendes Ende! :smiley::liebe:

Freut mich daher auch, dass der Film finanziell deutlich über den Erwartungen gestartet ist!
 
Was die Charaktere betrifft, fügt sich im Laufe des Films halt einiges zusammen, wodurch natürlich gerade das Verhalten der beiden Hauptpersonen in der ersten Häfte des Films besser nachvollziehbar wird.
Auch Colman Domingo oder Colin Firth geben hier nicht nur Abziehbilder von Protagonist oder Antagonist wieder.
 
Eine Bemerkung zu den CGI-Tieren. Ich bin mir sicher, dass die nicht vollkommen realistisch wirken sollten.
Und dann lässt er sie auf genau die Weise unrealistisch bzw. künstlich kreiert wirken, als wären sie schlechtes CGI?

Wenn das stimmt, halte ich es für eine krasse Fehlentscheidung. Das hätte man auf eine andere Art darstellen müssen, z. B. mit subtilen Glitches oder anderen Abweichungen.
Ganz offensichtlich ist der Look exakt so gewollt und mit dieser künstliche Niedlichkeit reihen sie sich imo ganz hervorragend in das spielbergische Bestiarium ein.
 
Ja, aber diese unterkühlte Optik von Janusz Kaminski finde ich immer wieder gewöhnungsbedürftig. Trotztem natürlich wieder tolle Kamera-Arbeit mit schönen Kamera-Fahrten und intensiven close-ups. Die „Eintauch“-Szenen mi dem Wechsel der Augenfarbe fand ich richtig spooky :liebe:
 
(Das mag allerdings auch mein persönliches Problem sein, da ich mit Blunt gar nichts anfangen kann).
Endlich jemand der es auch so sieht.
Blunt erinnert hier stark an ihre Rollen aus Jungle Cruise und Fall Guy.
Dieser tollpatschig-hysterisch-nervöse und das letzte Wort habende Charakter ging mir zusehends auf den Senkel.
Eine Rachel McAdams hätte mir hier besser gefallen.
 
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