Ich war ja ein totaler Skeptiker, was die Kabel angeht bzw. habe das belächelt.
Hatte dann, nach Bearbeitung durch meinen Bruder, meine billig Strippen auf etwas weniger billige Strippen abgeändert.
Für Cinch ca. 30 EUR Oehlbach beat für die Lautsprecher ca. 80EUR Kabel.
Beim Cinch kann ich mich nicht erinnern, einen Unterschied zu den ganz billigen Kabeln erkannt zu haben, sahen aber halt besser aus, daher alles gut.
Was ich gemerkt habe, war der Unterschied bei den Lautsprecherkabeln.
Wobei ich das hauptsächlich auf den Wechsel von Single zu Bi-Wire zurückgeführt habe.
Dann habe ich mir ja die B&W 804s geholt und den Streamer gewechselt.
Boxenwechsel -> Natürlich sofort deutlich merkbarer Unterschied.
Streamer-Wechsel -> Unterschied beim länger Hören, unterschiedlichen Lautstärken und Liedstellen.
Danach ging es weiter.
Mein Bruder war hier ziemlich hartnäckig.
Er kam regelmäßig mit unterschiedlichen Cinch Kabeln in der 200 bis 300 EUR Klasse.
Bei manchen habe ich keinen Unterschied gemerkt, andere waren irgendwie höhenbetont, was sogar teilweise zu Kopfschmerzen geführt hat, andere klangen dumpfer als die Oehlbach.
Fakt für mich war, daß der Klang auf jeden Fall durch das Kabel beeinflusst werden kann.
Jedoch braucht man dafür Lieder, die man kennt und man sollte Kabel auch an seinem Setup testen.
Unterm Strich hat mich aber keins der Kabel überzeugt, von meinem Oehlbach wegzugehen.
Das kam dann schlagartig mit dem Kimber KS1030.
Aber die Geschichte habe ich ja schon erzählt.
Als nächstes bin ich dann noch von meinen 80 EUR Kabeln auf Goldkabel MK3 für ca. 600 EUR (2x4Meter) umgestiegen.
Hier war für mich der Unterschied nicht so schnell und deutlich hörbar, konnte da aber eben auch nicht mehr hin-und her wechseln.
Bilde mir trotzdem ein, daß sie besser klingen.
Zwischenrein habe ich mir noch ein Netzteil Upgrade für meinen Streamer besorgt und eingebaut.
Erfahrungen habe ich hier auch berichtet.
Klang für meine Ohren nicht gut … höhenbetont und lauter … sehr anstrengend.
Der Hersteller hat gesagt, ich muß den 60 Stunden einspielen.
Klar, danach hätte ich mich wahrscheinlich an die betonten Höhen gewöhnt … ging zurück.
Zu Guter letzt hat mir mein Bruder jetzt noch eine Stromfilter Steckerleiste geschenkt und die Phase eingemessen.
Kein wirklich hörbarer Unterschied.
Aber … und jetzt kommt mein Fazit, meiner Erfahrung nach, bringen einzelne Upgrades in Kabel nicht die Welt aber wenn man an allen Stellschrauben dreht, bekommt man eine hörbare Verbesserung.
Und wichtig, nicht jedes Kabel ist für jedes Ohr gut, daher muß man Probe-Hören, was einem gefällt.
Ich glaube
@Kumbbl, daß man in einem Blindvergleich keine Unterschiede hört, vor allem, wenn man recht leise hört.
Auch habe ich Lieder, bei denen ich genau weiß, an welcher Stelle ich Unterschiede deutlich wahrnehme.
Wichtiger Faktor bei mir -> Stärke der Gänsehaut
Und Fähigkeit lange zu hören.
Ich bekomme sehr schnell Kopfschmerzen, wenn ich Musik über Zimmerlautstärke höre und dort die Höhen zu stark betont werden.
Daher war bei mir auch wichtig, mal ne halbe Stunde am Stück zu testen.
Unterm Strich bin ich aber auch der Meinung, daß die folgenden Punkte von
@Kumbbl
den größten Einfluss auf den Klang haben:
1. hochwertige Mixe/Ausgaben der lieblingsplatten
2. Lautsprecher, lautsprecher, Lautsprecher
3. raumakustik, raumakustik, raumakustik, baulich aber auch gerne digital "entzerrt"...
Wenn das aber ausgereizt ist bzw. einfach nicht mehr weiter optimierbar ist, kann man mit der Stellschraube Kabel noch etwas rausholen.
Ob das im Verhältnis zu den Kosten steht, muß natürlich jeder selbst beurteilen
