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REM (2026, Annika Strauss mit Sebastian Fitzek)

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Wer einen Horrorsnack für zwischendurch sucht, der einem - gekonnt - Kalorien verabreicht, landet früher oder später bei dieser Kollaboration. Der Horror-nichtaffine Sebastian Fitzek holte sich Hilfe bei der Horror-affinen Annika Strauss. Ich tippe: Strauss strukturierte den Horror innerhalb jener Erzählstruktur, die Fitzek verfeinerte. REM liest sich wie ein Fitzek-Horrorkrimi (Twists, Erklärbären, kürzeste Kapitel), der seine Ausweichmanöver aus den Interventionen Strauss' bezieht. Und die sind ... Mumpitz. Größtmöglicher Mumpitz. Aber unterhaltsamer Mumpitz: Mithilfe einer Apparatur können Träume aufgezeichnet und abgespielt werden, die Nebenwirkung ist, dass, wenn die Technik nicht streikt, auch Alpträume aufgezeichnet, abgespielt und, schließlich, materialisiert werden. REM hätte von Jason Blum stammen können, eine Geisterbahn jagt die nächste. Feuer, Traumfänger, das Shining-Hotel. Moralkeule? Moralkeule! Grusel? Mitnichten. Ich konnte es nicht glauben, wie Fitzek (verzweifelt) seinen Stiefel durchzudrücken versucht - und wie (verzweifelt) Strauss "Horror" exploitativ implementiert. Andererseits: mehr solcher Schreibstubenexperimente, die bereit scheinen, den Rost der Formel (leicht) abzukratzen. {3/5}
 
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Richard Condon - Der Manchurian Kandidat

Da kenne ich bislang nur John Frankenheimers Verfilmung mit Frank Sinatra. Dementsprechend überrascht mich, wie witzig dieser Roman stellenweise ist. Eigentlich schon eher schwarze Komödie als Politthriller.
 
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Thinner (dt. Der Fluch)
Ich hab immer einen weiten Bogen um das Buch gemacht. Ich fand den Plot immer zu dämlich (Typ wird von einem Zigeuner verflucht und wird dünner). Dann dachte ich mir, scheiss drauf und hab zugegriffen. Das erste Kribbeln setzte dann schon beim Impressum ein. Das Buch ist von 1984, also als King in seiner Prime war. Oha. Als ich die Hälfte durch hatte, dachte ich ernsthaft daran das Buch wegzulegen und aufzuhören. Einfach weil es so scheiss unheimlich war! Das Buch war einfach zu fies und unangfnehm. Aber irgendwie dachte ich, da muss ich jetzt durch! Das Buch hat einen Sog, ähnlich dem Lauf allen Lebens bis zum unweigerlichen Tod, dem man sich nur schwer entziehen kann. Überraschend originelles Meisterwerk.
 
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