Paramount+ Star Trek: Starfleet Academy 2025-

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Serie: Star Trek: Starfleet Academy (2025-) [Paramount+]

  • Werde ich mir anschauen

    Stimmen: 6 26,1%
  • Gesehen, für gut befunden

    Stimmen: 2 8,7%
  • Gesehen, kann man schauen, muss man aber nicht

    Stimmen: 1 4,3%
  • Gesehen, gefällt mir nicht

    Stimmen: 2 8,7%
  • Bin bei der vorherigen Staffel ausgestiegen

    Stimmen: 1 4,3%
  • Interessiert mich nicht

    Stimmen: 11 47,8%

  • Umfrageteilnehmer
    23

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Mit früher meinte ich eigentlich schon primär noch früher, sprich TOS, immerhin wird ja der Kern beschworen.
Mal einen Blick auf den ursprünglichen Pilotfilm "The Cage" geworfen?
Da war Einiges noch anders als in TOS; viel wurde aber auch beibehalten. Statt des Begriffes "Mainstream" würde ich es eher "Vorreiter" nennen. Natürlich ausdrücklich nur im TV!
Wobei der Pilot auch in DSC Staffel 2 schon gespoilert wurde.
Die beste Wirkung hätte der wohl, wenn man ihn ohne Vorwissen gucken könnte und idealerweise in den 60ern des vorigen Jahrhunderts (aber so sehr kann sich leider niemand von seinem gefestigten Standpunkt lösen).
 
  • Cremig
Reaktionen: TK2
Mit früher meinte ich eigentlich schon primär noch früher, sprich TOS, immerhin wird ja der Kern beschworen.
Mal einen Blick auf den ursprünglichen Pilotfilm "The Cage" geworfen?
Da war Einiges noch anders als in TOS; viel wurde aber auch beibehalten. Statt des Begriffes "Mainstream" würde ich es eher "Vorreiter" nennen. Natürlich ausdrücklich nur im TV!
Wobei der auch in DSC Staffel 2 natürlich schon gespoilert wurde.
Die beste Wirkung hätte der wohl, wenn man ihn ohne Vorwissen gucken könnte und idealerweise in den 60ern des vorigen Jahrhunderts (aber so sehr kann sich leider niemand von seinem gefestigten Standpunkt lösen).
Ja, den hatte ich gesehen und fand den Rückgriff eigentlich ziemlich gelungen. Ist noch gar nicht so lange her, vielleicht 12 Jahre? Ich hab TOS erst reichlich spät vollständig gesehen, vorher auch nur immer wenn's mal im Fernsehen lief oder bei den Vater eines Freundes, der beinharter Trekkie war. Mein wissentlicher Erstkontakt, also wo ich beschlossen hatte mich dem Franchise mal zu widmen, war Star Trek - The Movie und ein Crossover Comic mit Planet der Affen.

Edit: Ich würde Star Trek auch nicht seine Vorreiter Rolle nehmen, aber es ist eben Mainstream in den Sinne das es (neben Star Wars) für die Masse synonym für die Science-Fiction steht, es ist das was sie damit verbinden. Das Genre wird gerade hierzulande nämlich immer noch belächelt, son Kram mit Lasern, Aliens und Raumschiffen und Star Trek, welches diese Dinge ja fraglos liefert, ist das Aushängeschild.
 
Zuletzt bearbeitet:
...und den teils unfairen Umgang mit Serien, die offenkundig für ein anderes Publikum geschrieben werden.
Man könnte beide mitnehmen, man sollte die Storys aber bitte nicht von ner KI schreiben lassen, das fing doch schon damit an, das man in Discovery mit Pilzen durchs Universum gereist ist, da hab ich mich damals schon gefragt was die geraucht haben wollen und wie dass gehn soll. Oder die neuen Klingonen...hätte man alles irgendwie regeln können, wie zB ist ne alte Nebenlinie...das und dann packt man ein paar normale Klingonen dazu und fertig. Und was ist mit den Schiffen passiert...Technik die moderner ist als in TNG aber vor und während der Kirk Zeit spielt. Oder in der Academy Zeitlinie...wie können die Warpgondeln ohne mit dem Schiff verbunden zu sein funktionieren wie sie funktionieren? Oder Section 31...übertriebenes Klimbim, wobei es doch eine der geheimsten Geheimdienste sein soll die eigentlich keiner kennen darf. Vieles passt einfach nicht (mehr) und ist nicht konsequent genug. Man nimmt hier was und da was, packt ein bischen wokness drauf damit sich ja keiner auf den Schlips getreten fühlt und fertig ist das ST-McDonald-Fastfoodmenü für den schnellen Dödel von heute. Klar, mag für ein anderes Publikum geschrieben sein, aber wenn schon 90210 angesprochen wird...warum nimmt man nicht das wenn man sowas sehn will, warum muss es unbedingt ST sein?
 
Scheine ja einer der Wenigen zu sein, die Discovery Staffel 1 und 2 gut fanden.
Bis dahin war für mich die Story gut genug um interessiert dranzubleiben.
Erst ab Staffel 3 begann dann der Abstieg und ich habe nur mit Mühe und Not bis zum Finale durchgehalten.
 
  • Cremig
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...und den teils unfairen Umgang mit Serien, die offenkundig für ein anderes Publikum geschrieben werden.
Man könnte beide mitnehmen, man sollte die Storys aber bitte nicht von ner KI schreiben lassen, das fing doch schon damit an, das man in Discovery mit Pilzen durchs Universum gereist ist, da hab ich mich damals schon gefragt was die geraucht haben wollen und wie dass gehn soll. Oder die neuen Klingonen...hätte man alles irgendwie regeln können, wie zB ist ne alte Nebenlinie...das und dann packt man ein paar normale Klingonen dazu und fertig. Und was ist mit den Schiffen passiert...Technik die moderner ist als in TNG aber vor und während der Kirk Zeit spielt. Oder in der Academy Zeitlinie...wie können die Warpgondeln ohne mit dem Schiff verbunden zu sein funktionieren wie sie funktionieren?
Danke für die Beispiele. ;) Das ist alles so unfassbar nerdig, die Technologie und Wissenschaft in Star Trek war schon immer pures Techno-Babble, wo willkürlich Begriffe in nen Mixer geworfen werden und Wissenschaftlichkeit nur suggeriert wird. Ist ja nicht so, dass sich Star Trek als Hard-Science-Fiction begann und als Pulp endete, es war eben schon immer Pulp und ist es heute noch. WARP Antriebe sind nich weniger phantastisch als ein Sporenantrieb, wirklich kein Stück.

Scheine ja einer der Wenigen zu sein, die Discovery Staffel 1 und 2 gut fanden.
Bis dahin war für mich die Story gut genug um interessiert dranzubleiben.
Erst ab Staffel 3 begann dann der Abstieg und ich habe nur mit Mühe und Not bis zum Finale durchgehalten.
Ich fand die ersten zwei Staffeln ja tatsächlich auch sehr gut. Das ich (noch) nicht weiter gesehen habe, lag aber eher an anderen Prioritäten. Du kannst gerne mal versuchen, möglichst unverbindlich bzg. Spoiler gehalten, deine Probleme mit den restlichen Verlauf der Serie schildern. Würde mich interessieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Scheine ja einer der Wenigen zu sein, die Discovery Staffel 1 und 2 gut fanden.
Bis dahin war für mich die Story gut genug um interessiert dranzubleiben.
Erst ab Staffel 3 begann dann der Abstieg und ich habe nur mit Mühe und Not bis zum Finale durchgehalten.
Da ging es auch für mich noch, aber auch da hat mich schon gestört, dass man die wenigen Folgen mit Themen vollgestopft hat, die man dann in der letzten Episode noch ganz schnell zum Abschluss bringen musste. Mit Pike und Lorca und einem damals auch noch interessanten Saru konnte ich mich noch retten.
Was mich dann in der Folge zunehmend genervt hat, war aber wirklich Burnham, die ich als Person unerträglich finde. Ich mag Menschen nicht, die mit emotionaler Erpressung arbeiten und ich mochte vor allem nicht, wie sehr sie dafür auch noch zunehmend angehimmelt wurde. Zumal sie in der Serie nie das war, was man am Anfang behauptet hat: vulkanisch erzogen, logisch, ... und sie hat sich auch nie weiterentwickelt. Sie blieb die unerträgliche Meuterin, die sie war - mit zunehmendem Wohlwollen durch ihr Umfeld. Nach drei Jahren war mir das dann endgültig genug.

Mit früher meinte ich eigentlich schon primär noch früher, sprich TOS, immerhin wird ja der Kern beschworen.
Mal einen Blick auf den ursprünglichen Pilotfilm "The Cage" geworfen?
Da war Einiges noch anders als in TOS; viel wurde aber auch beibehalten. Statt des Begriffes "Mainstream" würde ich es eher "Vorreiter" nennen. Natürlich ausdrücklich nur im TV!
Wobei der Pilot auch in DSC Staffel 2 schon gespoilert wurde.
Die beste Wirkung hätte der wohl, wenn man ihn ohne Vorwissen gucken könnte und idealerweise in den 60ern des vorigen Jahrhunderts (aber so sehr kann sich leider niemand von seinem gefestigten Standpunkt lösen).
Genau das ist es. Zu der Zeit, als die Serie neu war, war es kein Mainstream sondern eine Außenseiter-Serie, die es nur mit Mühe zum dritten Jahr schaffte. Im Pilotfilm: Ein Teufel auf der Brücke und dann noch eine Frau als erster Offizier - das ist massiv kritisiert worden. In der Serie selbst ein Japaner (weniger als 20 Jahre vorher hat man die in den USA noch interniert), ein Russe und eine schwarze Frau - auch das war nicht üblich; im Gegenteil. Das war alles andere als Mainstream und das blieb es auch bis TNG fast zu Ende war. DS9, VGR und Enterprise waren nie massen tauglich.
Ich weiß auch gar nicht, warum man das nun so raumgreifend rechtfertigen muss. Außer Noir020 weiß das jeder, mit ein bisschen Ahnung der 60er- und 90er-Jahre und STAR TREK an sich. Eine Idee, was "Mainstream" eigentlich bedeutet, wäre auch nicht schlecht.
 
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Du kannst gerne mal versuchen, möglichst unverbindlich bzg. Spoiler gehalten, deine Probleme mit den restlichen Verlauf der Serie schildern. Würde mich interessieren.
Die absolute Kurzfassung ist, daß mir die Umsetzung der „Zukunft“ nicht sonderlich gefällt. Ist ja jetzt irgendwo auch das Theme mit Starfleet Academy.
Kann mir bis heute Abend aber noch ein paar Gedanke zu spoilerfreien Details machen.
 
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Du kannst gerne mal versuchen, möglichst unverbindlich bzg. Spoiler gehalten, deine Probleme mit den restlichen Verlauf der Serie schildern. Würde mich interessieren.
Die absolute Kurzfassung ist, daß mir die Umsetzung der „Zukunft“ nicht sonderlich gefällt. Ist ja jetzt irgendwo auch das Theme mit Starfleet Academy.
Kann mir bis heute Abend aber noch ein paar Gedanke zu spoilerfreien Details machen.
Ja, von der Utopie, der positiven Zukunft ist nichts mehr da. Man spiegelt den aktuellen (für mich wenig erfreulichen) Zeitgeist. STAR TREK war mal der Blick in eine bessere Zukunft - und das ist seit DSC (in den Flaggschiff-Serien) vorbei. Prodigy liefert das noch ein bisschen und ist eigentlich die bessere Academy-Serie. Vielleicht musste die deswegen so schnell enden, weil man keine (bessere) Konkurrenz im eigenen Haus wollte. Nicht ein dieser Figuren war so schlecht geschrieben, wie in Academy.
 
Genau das ist es. Zu der Zeit, als die Serie neu war, war es kein Mainstream sondern eine Außenseiter-Serie, die es nur mit Mühe zum dritten Jahr schaffte. Ein Teufel auf der Brücke und dann noch eine Frau als erster Offizier - das ist massiv kritisiert worden. In der Serie selbst ein Japaner (weniger als 20 Jahre vorher hat man die in den USA noch interniert), ein Russe und eine schwarze Frau - auch das war nicht üblich; im Gegenteil. Das war alles andere als Mainstream und das blieb es auch bis TNG fast zu Ende war. DS9, VGR und Enterprise waren nie massen tauglich.
Ich weiß auch gar nicht, warum man das nun so raumgreifend rechtfertigen muss. Außer Noir020 weiß das jeder mit ein bisschen Ahnung der 60er und 90er-Jahre.
Bist du zu dumm zum lesen? Ich habe doch geschrieben, dass TOS seiner Zeit kein Erfolg vergönnt war und es erst durch die internationale Anerkennung und dann Wiederholungen zu einen großen Ding wurde, spätestens ab den 90ern war Star Trek ein Synonym für Science-Fiction und ein großes Ding im TV, auch für Genre Fremde. Und spätestens seit The Big Bang Theory streut es noch mehr in den Mainstream und dieses Publikum will man ansprechen. Check?

Und auch in den 60ern wollte man ein großes Publikum erreichen, die Rückgriffe auf die Pulp-Ursprünge angereichert mit utopischer Gesellschaftsordung der amerikanischen Science-Fiction sind kein Zufall und ein krasser Gegenentwurf, zu der New-Wave of Science-Fiction die in der Literatur zu der Zeit im Gange war, die dann Ende der 60er auch in die Kino Produktionen (2001 - Odyssee im Weltraum, Planet der Affen) langsam Einzug erhielt.
Die absolute Kurzfassung ist, daß mir die Umsetzung der „Zukunft“ nicht sonderlich gefällt. Ist ja jetzt irgendwo auch das Theme mit Starfleet Academy.
Kann mir bis heute Abend aber noch ein paar Gedanke zu spoilerfreien Details machen.
Ok, das ging mir die ersten 2-3 Folgen ähnlich, die ich bereits von der dritten Staffel gesehen hatte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem bei dieser Serie ist primär das sie meiner Meinung nach schlecht geschrieben ist.
Meine Fresse das ist teilweise wie man neudeutsch sagen würde "echt cringe" was man da zu sehen kriegt.
Und das hat NICHT mit verklärter Nostalgie zu tun. Finde es schade wenn man als Kritiker moderner Trek Serien immer gleich in diese Schublade gesteckt wird von einigen.
Es gibt bei Youtube viele Leute welche die Probleme sehr gut aufzeigen. Und damit meine ich jetzt nicht die üblichen Anti Woke Warriors.

Schade...aber Lower Decks bleibt damit die einzige New Trek Serie die mir vollständig gefällt auch wenn das natürlich mehr in die humorige Richtung geht. Aber als Star Trek Animationsserie funktioniert das Ding imho vorzüglich und die Charakterarbeit ist meines erachtens für so eine Serie wirklich gut.
Von SNW kenne ich nur die erste Staffel bisher welche mir auch ganz gut gefallen hat. Da bin ich noch nicht weiter gekommen aber es gibt nicht wenige die sagen das es danach bergab ging...
Picard hat sich tatsächlich nur durch die dritte Staffel mit dem Fanservice gerettet weil das vorher einfach auch wieder schlicht nicht gut geschrieben war und auch noch forciert "anders" wirkte.

Ich finde auch mit modernen Erzählweisen usw. ist es ohne weiteres möglich inhaltlich besseres abzuliefern als es bei den New Trek Serien bisher immer wieder passiert.
Schön geschrieben. Man wird leider viel zu schnell und gerne in die "Alter Mann wird senil-nostalgisch" Ecke gedrückt. So einfach ist das aber nicht, gell @Noir020 :zwinker:

Sicher spielt Nostalgie eine Rolle, gerade wenn man älter ist aber ich verwehre mich nicht aktueller Inhalte, die nicht den Nostalgie-Knopf drücken.
Im Falle Star Trek erwarte ich einfach interessante Geschichten, die mich unterhalten. Das funktioniert im Kurtzman Universum aber einfach nicht
weil es größtenteils ultra mies geschrieben ist und sich vom Ursprung völlig entfernt.

Wie es besser geht zeigen Serien wie "Foundation", "Serverance", "Inflitration" usw. Alles knall neu und super gemacht.
Es ist wirklich keine Schande sich bei Franchises, die sich über Jahrzehnte eine Fanbase aufgebaut haben, sich ein wenig an den Kern zu halten.
Der Witz an der Geschichte ist das ich von den neuen Star Trek kaum was gesehen habe, eigentlich nur Discovery die ersten zwei Staffeln (die mir außerordentlich gut gefallen haben) und Strange New Worlds (Wo mir die ersten beiden gefallen haben, die letzte eher nicht so), den Rest nur Ausschnittsweise Das liegt einfach daran, das Star Trek für mich als Science-Fiction Connoisseur die denkbar "langweiligste" Art ist sich mit dem Genre zu beschäftigen. Vielleicht erleichtert mir dieser Blick vom Rand abseits des Fandoms zur Erkenntnis zu gelangen, das die neuen Serien sich eben an vollkommen unterschiedliche Zielgruppen (das Publikum von Discovery z.B. ist erstaunlich weiblich und jung) richten, eben nicht ausschließlich an die Fanbase. Diese darf das dann gerne doof finden, aber man darf sich dann auch gerne die Kritik der mangelnden Objektivtät und nostalgischen Brille gefallen lassen. Denn schauen wir uns z.B. TOS an, dort gibt's abseits von Spock schlicht keine interesanten Charaktere, lediglich Schablonen, Entwicklung und Konsequenzen finden aufgrund der vertikalen Struktur nicht statt. Charaktere die den Stigmata des Sterotyps entkommen finden sich erst in Next Generation, als etwa Picard und Data dazustoßen. Und selbst da hatten sich die Autoren jahrelang nur im engen Korsetts des Franchise bewegen, es hatte ja seine Gründe das Ronald D. Moore sich mit Battlestar Galactica emanzipierte oder ein J. Michael Straczynski sich auch bewusst mit Babylon 5 von Star Trek Mustern löste, dessen Reboot Angebot seinerzeit ja auch abgelehnt wurde. Abgelehnte Scripts von namenhaften Science-Fiction gibt es in der Star Trek Geschichte ja auch genug, weil sie als zu radikal für den Mainstream empfunden worden, zu experimentell, wie etwa das von Dan Simmons. Und auch bei den Geschichten, schaut man ohne die Nostalgie Brille auf TOS, sieht man gerade zu Beginn unfassbar eintönige Geschichten, die kleinen nerdige Jungs in ferne Welten entführten, aber den intelektuellen Nährwert eines Toastbrots hatten. Da musste auch erst ein Autor wie Harlan Ellison vorbeischneien, um der Serie Anspruch zu verpassen und ein paar talentierte Autoren anzuziehen. Das gehört auch zu dee Wahrheit, wenn man über die "schlecht geschriebenen" (und da würde ich sogar partiell zustimmen) New Trek Serien herzieht.

Fazit: Es war zum einen früher nicht alles so geil, wie ihr es in Erinnerung habt und ihr seid nicht zwingend das Zielpublikum der neuen Star Trek Serien. ;)
Bei zweitem Schlussfazit stimme ich dir zu. Die Frage ist wer ist das Zielpublikum? Der Hype um Discovery ist verpufft, die alten Fans sind weg. Weiblich und jung? Naja, ich bezweifle, dass das genug Abos abwirft.

Zum ersten Fazit.: erkläre mir doch bitte warum ältere Inhalte, die ich vorher nicht kannte, trotzdem viel besser funktionieren. Weil die Drehbücher besser waren? Also Star Trek hat schon öfter hart an der Glaubwürdigkeit gekratzt
aber was sie da mit diesem "Brand" veranstatet haben, ist das dümmste was mir in den letzten Jahren untergekommen ist. Bei mir funktioniert das auch ohne Nostalgie.
Ich gebe dir sogar recht was die originale TOS Serie betrifft. Die Charaktere waren recht schablonenhaft. Warum die Serie trotzdem wegweisend war, hatte andere Gründe.
Für mich beginnt Star Trek mit den Filmen der Kirk Crew erst so richtig und wurde mit TNG und DS9 zur Perfektion geführt. Eben weil das super geschrieben war.
Voyager, Die Archer Serie.... alles noch im grünen Bereich.
Bis man halt dachte, man muss das an junges Publikum anpassen. Frage mich nur ob dieses junge Publikum überhaupt existiert.
Es ist bezeichnend, dass die einzige Star Trek Serie, die bei mir noch funktioniert Lower Decks ist. Da waren halt Fans an den Drehbüchern beteiligt und das merkt man,
weil sie die Materie verstehen und trotz Hampel-Humor das mehr Star Trek als alles andere zur Zeit ist.
Dass früher alles besser war ist natürlich Mumpitz aber einiges war es sehr wohl. Ich war dabei.
 
Das Problem bei dieser Serie ist primär das sie meiner Meinung nach schlecht geschrieben ist.
Meine Fresse das ist teilweise wie man neudeutsch sagen würde "echt cringe" was man da zu sehen kriegt.
Und das hat NICHT mit verklärter Nostalgie zu tun. Finde es schade wenn man als Kritiker moderner Trek Serien immer gleich in diese Schublade gesteckt wird von einigen.
Es gibt bei Youtube viele Leute welche die Probleme sehr gut aufzeigen. Und damit meine ich jetzt nicht die üblichen Anti Woke Warriors.

Schade...aber Lower Decks bleibt damit die einzige New Trek Serie die mir vollständig gefällt auch wenn das natürlich mehr in die humorige Richtung geht. Aber als Star Trek Animationsserie funktioniert das Ding imho vorzüglich und die Charakterarbeit ist meines erachtens für so eine Serie wirklich gut.
Von SNW kenne ich nur die erste Staffel bisher welche mir auch ganz gut gefallen hat. Da bin ich noch nicht weiter gekommen aber es gibt nicht wenige die sagen das es danach bergab ging...
Picard hat sich tatsächlich nur durch die dritte Staffel mit dem Fanservice gerettet weil das vorher einfach auch wieder schlicht nicht gut geschrieben war und auch noch forciert "anders" wirkte.

Ich finde auch mit modernen Erzählweisen usw. ist es ohne weiteres möglich inhaltlich besseres abzuliefern als es bei den New Trek Serien bisher immer wieder passiert.
Schön geschrieben. Man wird leider viel zu schnell und gerne in die "Alter Mann wird senil-nostalgisch" Ecke gedrückt. So einfach ist das aber nicht, gell @Noir020 :zwinker:

Sicher spielt Nostalgie eine Rolle, gerade wenn man älter ist aber ich verwehre mich nicht aktueller Inhalte, die nicht den Nostalgie-Knopf drücken.
Im Falle Star Trek erwarte ich einfach interessante Geschichten, die mich unterhalten. Das funktioniert im Kurtzman Universum aber einfach nicht
weil es größtenteils ultra mies geschrieben ist und sich vom Ursprung völlig entfernt.

Wie es besser geht zeigen Serien wie "Foundation", "Serverance", "Inflitration" usw. Alles knall neu und super gemacht.
Es ist wirklich keine Schande sich bei Franchises, die sich über Jahrzehnte eine Fanbase aufgebaut haben, sich ein wenig an den Kern zu halten.
Der Witz an der Geschichte ist das ich von den neuen Star Trek kaum was gesehen habe, eigentlich nur Discovery die ersten zwei Staffeln (die mir außerordentlich gut gefallen haben) und Strange New Worlds (Wo mir die ersten beiden gefallen haben, die letzte eher nicht so), den Rest nur Ausschnittsweise Das liegt einfach daran, das Star Trek für mich als Science-Fiction Connoisseur die denkbar "langweiligste" Art ist sich mit dem Genre zu beschäftigen. Vielleicht erleichtert mir dieser Blick vom Rand abseits des Fandoms zur Erkenntnis zu gelangen, das die neuen Serien sich eben an vollkommen unterschiedliche Zielgruppen (das Publikum von Discovery z.B. ist erstaunlich weiblich und jung) richten, eben nicht ausschließlich an die Fanbase. Diese darf das dann gerne doof finden, aber man darf sich dann auch gerne die Kritik der mangelnden Objektivtät und nostalgischen Brille gefallen lassen. Denn schauen wir uns z.B. TOS an, dort gibt's abseits von Spock schlicht keine interesanten Charaktere, lediglich Schablonen, Entwicklung und Konsequenzen finden aufgrund der vertikalen Struktur nicht statt. Charaktere die den Stigmata des Sterotyps entkommen finden sich erst in Next Generation, als etwa Picard und Data dazustoßen. Und selbst da hatten sich die Autoren jahrelang nur im engen Korsetts des Franchise bewegen, es hatte ja seine Gründe das Ronald D. Moore sich mit Battlestar Galactica emanzipierte oder ein J. Michael Straczynski sich auch bewusst mit Babylon 5 von Star Trek Mustern löste, dessen Reboot Angebot seinerzeit ja auch abgelehnt wurde. Abgelehnte Scripts von namenhaften Science-Fiction gibt es in der Star Trek Geschichte ja auch genug, weil sie als zu radikal für den Mainstream empfunden worden, zu experimentell, wie etwa das von Dan Simmons. Und auch bei den Geschichten, schaut man ohne die Nostalgie Brille auf TOS, sieht man gerade zu Beginn unfassbar eintönige Geschichten, die kleinen nerdige Jungs in ferne Welten entführten, aber den intelektuellen Nährwert eines Toastbrots hatten. Da musste auch erst ein Autor wie Harlan Ellison vorbeischneien, um der Serie Anspruch zu verpassen und ein paar talentierte Autoren anzuziehen. Das gehört auch zu dee Wahrheit, wenn man über die "schlecht geschriebenen" (und da würde ich sogar partiell zustimmen) New Trek Serien herzieht.

Fazit: Es war zum einen früher nicht alles so geil, wie ihr es in Erinnerung habt und ihr seid nicht zwingend das Zielpublikum der neuen Star Trek Serien. ;)
Bei zweitem Schlussfazit stimme ich dir zu. Die Frage ist wer ist das Zielpublikum? Der Hype um Discovery ist verpufft, die alten Fans sind weg. Weiblich und jung? Naja, ich bezweifle, dass das genug Abos abwirft.

Zum ersten Fazit.: erkläre mir doch bitte warum ältere Inhalte, die ich vorher nicht kannte, trotzdem viel besser funktionieren. Weil die Drehbücher besser waren? Also Star Trek hat schon öfter hart an der Glaubwürdigkeit gekratzt
aber was sie da mit diesem "Brand" veranstatet haben, ist das dümmste was mir in den letzten Jahren untergekommen ist. Bei mir funktioniert das auch ohne Nostalgie.
Ich gebe dir sogar recht was die originale TOS Serie betrifft. Die Charaktere waren recht schablonenhaft. Warum die Serie trotzdem wegweisend war, hatte andere Gründe.
Für mich beginnt Star Trek mit den Filmen der Kirk Crew erst so richtig und wurde mit TNG und DS9 zur Perfektion geführt. Eben weil das super geschrieben war.
Voyager, Die Archer Serie.... alles noch im grünen Bereich.
Bis man halt dachte, man muss das an junges Publikum anpassen. Frage mich nur ob dieses junge Publikum überhaupt existiert.
Es ist bezeichnend, dass die einzige Star Trek Serie, die bei mir noch funktioniert Lower Decks ist. Da waren halt Fans an den Drehbüchern beteiligt und das merkt man,
weil sie die Materie verstehen und trotz Hampel-Humor das mehr Star Trek als alles andere zur Zeit ist.
Dass früher alles besser war ist natürlich Mumpitz aber einiges war es sehr wohl. Ich war dabei.
Und das ist ja auch alles in Ordnung. ;) Ich sehe das auch so wie du, die Kinofilme, TNG und DS9 haben Star Trek zu dem gemacht, was man damit verbindet, bei den (von mir beurteilbaren) neuen Serien kann ich deine ablehndende Haltung nicht teilen. Das für mich schlimmste waren dann eher die J.J. Abrams Filme.

Bin ja auch viel auf Science-Fiction, Comic und Anime Conventions unterwegs und hab auch einen teils eher jüngeren, überwiegend weiblichen Freundeskreis und ja das Publikum existiert und logischerweise versucht man sich dem zu öffnen. Das können wir als alte und mittelalte Säcke doof finden, aber eine Aussagekraft bzg. der Qualität will ich dann doch negieren. Man sollte sich einfach wie bei jedem Franchise die Rosinen rauspicken oder sich an den alten Abenteuern erfreuen, die einen zusagen und den Rest denen überlassen, alles einfach ein wenig lockerer sehen. Ein Franchise wandelt sich zwangsläufig, scheiße manchmal ganze Medien, ich habe z.B. etliche Animes von den 80ern bis in die 2000er geliebt, inzwischen wird in Japan steil an meinen Interessen und Ähstetik-Empfinden vorbei produziert. So ist das nun mal. Der "Zeitgeist" ist nunmal auch wichtiger Bestandteil der Science-Fiction, das macht sie ja mit aus, das sie die Themen von heute aus der Perspektive von morgen verpackt. Auch alle anderen Star Trek Serien waren Kinder ihrer Zeit, sonst wären sie auch schlicht nicht relevant gewesen.
 
Michael Burnham ist auf dem Papier eigentlich ein interessanter Charakter. Ein Mensch der vulkanisch erzogen wurde. Dumm nur, dass man es Michael nie angemerkt hat, so wie die sich immer aufgeführt hat. Sie heult ja mehr als alle anderen. Natürlich hat es die Sache nicht besser gemacht, dass man nach all den Jahrzenten damit kommt, dass Spock neben einen Halbbruder auch noch eine Adoptivschwester hat, von dem niemand je etwas gehört hatte. Es ist halt kein gutes Writing, wenn man plötzlich mit Geschwistern um die Ecke (schon bei Sybok der Fall) kommt. Tilly mocht ich anfangs auch, aber mein Gott ist die füchterlich geworden mit der Zeit. Dass war besonders in der
Zeitreise-Folge zu merken, wo die Vergangenheits-Tilly eher der Zukunft-Tilly entsprach vom Charakter her. Na ja, nicht nur vom Charakter... 😬
Ja, die ersten beiden Staffeln von Discovery fand ich auch noch gut, auch wenn ich, was die Technologie anging immer wieder den Kopf schütteln musste. Gut, die hatten ja auch Lorca und Pike, was eine Menge ausgemacht haben.
 
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Die hier eigentlich besprochene Serie hab ich noch gar nicht gesehen, hab es auch erstmal nicht vor. Mir ging es hauptsächlich um den verklärten Blick der Nostalgiker und den teils unfairen Umgang mit Serien, die offenkundig für ein anderes Publikum geschrieben werden.

Ja aber bei allem Respekt: Wie willst du HIER diesen Nostalgie Vorwurf machen wenn du die besprochene Serie noch überhaupt nicht gesehen hast?
Das finde ich jetzt auch ein bisschen....na ja.....:nee:

Die Probleme von Academy liegen vor allem bei der Art wie es geschrieben ist. Das hat für mich nichts mit verklärtem nostalgischen Blick zu tun.
Es ist eben einfach nicht gut geschrieben.
Gibt genug Leute da draussen die wesentlich jünger sind und es ebenso sehen was mir zeigt das es eben hier nicht nur wir alten Säcke sind. :zwinker2:

Das darüber hinaus wir alten Trek-Gucker noch andere Probleme haben können ist wieder ein anderes Thema.
Mir gefällt zB. auch die hippe moderne Sprache nicht weil ich finde das sowas in Star Trek nichts zu suchen hat und schon damals bewusst vermieden wurde.
 
Es ist bezeichnend, dass die einzige Star Trek Serie, die bei mir noch funktioniert Lower Decks ist. Da waren halt Fans an den Drehbüchern beteiligt und das merkt man,
weil sie die Materie verstehen und trotz Hampel-Humor das mehr Star Trek als alles andere zur Zeit ist.
So gerne ich auch Lower Decks mag, aber es zeigt auch das Problem der neuen Serien auf. Die besten Momente entstehen, wenn (in guter Form) auf das alte Star Trek referenziert wird, etwas neues und tolles haben die New-Trek-Serien aber bisher nicht geschaffen.

Rückblickend betrachtet, hatte man beim Start von New Trek ein konzeptionelles Problem. DSC ist doch offensichtlich anfangs als Prequel-Serie gestaltet worden, weil man den Krieg gegen die Klingonen als Aufhänger nutzen und zeigen wollte, da dieser bisher noch nicht beleuchtet wurde. Soweit so gut, aber das Thema war dann aber bereits nach Staffel 1 mehr oder weniger abgehakt. Das Re-Design der Klingonen wurde zum Flopp und man hat bereits für die 2. Staffel zwangsweise an einer Neuausrichtung der Serie gearbeitet, die letztlich dann ins 32. Jahrhundert geführt hat. Mir kommt es auch so vor, als ob zumindest die alte Paramount-Führung das 32. Jahrhundert als das Haupt-Jahrhundert für New-Trek angesehen hat und man dort auch bleiben wollte. SNW und PIC kamen nebenbei zustande, weil Pike & seine Crew gut ankamen und die TOS-Enterprise sowieso ikonisch ist, bei PIC ähnlich, auch wenn es hier anfangs eine andere Ausrichtung gab und erst Staffel 3 eigentlich das war, was eine TNG-Nachfolgeserie vom Start weg hätte sein müssen.

Das größte Problem ist einfach, dass aktuell DSC und die Academy-Serie die Kernserien von New Trek sind, inkl. das 32. Jahrhundert. Ich behaupte jetzt einfach mal, was aber die Fans lieber sehen würden, wäre, wenn man Star Trek dort weitermacht, wo PIC aufgehört hat. Also am Anfang des 25. Jahrhunderts. Der Zeitliche Abstand von rund 25 bis 30 Jahren zu TNG/DS9/VOY ist auch groß genug, dass man nicht noch einen größeren Zeitsprung benötigen würde. Ob eine Serie,die im 25. Jahrhundert spielt nun wieder auf einen Raumschiff stattfindet, auf einer Raumstation oder in einer anderen Sternenflotteneinrichtung ist, glaube ich, erst einmal egal, solange man genug von aktuellen Lage innerhalb und außerhalb der Föderation mitbekommt und zu anderen neuen oder bekannten Welten reist.

Ich hätte auch nichts gegen eine Fortsetzung zu SNW, auch wenn ich die 3. Staffel deutlich schwächer als die ersten beiden empfand, aber wahrscheinlich würde mit Year One (Übernahme der Enterprise durch die Kirk) etwas brauchbareres dabei rumkommen als mit sowas wie die Academy-Serie. Wobei mir sogar lieber wäre, wenn man direkt an das Ende von TOS/TAS ansetzen würde. Zwischen TOS/TAS und dem ersten ST-Kinofilm sind ja auch noch ein paar Jahre vergangen, in denen die TOS-Crew Abenteuer erlebt hat (Fortsetzungen zu TOS-Episoden wären hier auch denkbar, wie es schon bei TAS gemacht wurde).

Btw. weil immer von Zeitgeist etc. die Rede ist. Ich glaube niemand verlangt, dass eine neue ST-Serie 1:1 wie 90er-Jahre-ST sein muss. Aber mehr Fokus auf charaktergetriebene Geschichten anstatt mit Logiklöchern durchtränkte Effektorgien wären schon mal wieder wünschenswert. Auch beim Casting und Writing wäre es toll, wenn man wieder mehr auf Sympathie Wert legen würde. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber bereits auf Bildern und in Trailern wirken einige Charaktere schon so unsympathisch, dass mir die Lust komplett vergeht. Das heißt nicht, dass Charaktere gleich vom Start weg sympathisch sein müssen (bei DS9 war z. B. Kira auch am Anfang von der Art her eher nervig, aber je mehr man von ihr erfahren hat, hat man ihr Verhalten besser verstanden und sie hat sich ja auch im Laufe der Serie weiterentwickelt), aber wenn einem teils die Antipathie von Anfang an ins Gesicht springt, dann wird es echt schwierig. Aber gut, vielleicht auch nur mein Problem, nur bei den früheren ST-Serien war das halt nicht so, da gab es aber auch keine überdrehten Charaktere im Hauptcast, hätte auch irgendwie nicht zur Sternenflotte gepasst, wie sie damals noch dargestellt wurde.

Auch ganz wichtig, ST-Serien sollten auch weiterhin Ensemble-Serien bleiben, bei der die einzelnen Charaktere über die Folgen hinweg im Schnitte die selbe Aufmerksamkeit bekommen. Sowas wie bei DSC, wo nur Burnham im Fokus steht, und man sich von Teilen der Brücken-Crew am Ende der Serie immer noch nicht die Namen gemerkt hat, brauche ich wirklich nicht mehr. Zumal es bei DSC in der letzten Staffel zum Ende hin sogar so war, dass einzelne Personen der Brücken-Crew plötzlich ohne Begründung verschwunden waren. Das wurde zwar nachträglich dadurch begründet, dass es angeblich Terminkonflikte gab und deshalb manche Schauspieler nicht mehr auftauchten, aber das kann's doch auch nicht sein bzw. man hätte dann doch einzelne Szenen separat nachdrehen können, immerhin waren die Charaktere knapp 5 Staffeln dabei (zeigt aber auch wieder wie viel Beachtung seitens der Produktion man den Charakteren geschenkt hat...).
 
Also ich bin nach Folge 3 raus, es ist mir einfach zu sehr auf die Highschool fokussierte Serie, kaum SF und noch weniger ST. Dazu kommt, dass ich alle Charaktere aus der Hippie Kapitänin langweilig bis vollkommen ätzend empfinde - schade, aber es gibt ja noch Strange New Worlds...
 
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Die hier eigentlich besprochene Serie hab ich noch gar nicht gesehen, hab es auch erstmal nicht vor. Mir ging es hauptsächlich um den verklärten Blick der Nostalgiker und den teils unfairen Umgang mit Serien, die offenkundig für ein anderes Publikum geschrieben werden.

Ja aber bei allem Respekt: Wie willst du HIER diesen Nostalgie Vorwurf machen wenn du die besprochene Serie noch überhaupt nicht gesehen hast?
Das finde ich jetzt auch ein bisschen....na ja.....:nee:

Die Probleme von Academy liegen vor allem bei der Art wie es geschrieben ist. Das hat für mich nichts mit verklärtem nostalgischen Blick zu tun.
Es ist eben einfach nicht gut geschrieben.
Gibt genug Leute da draussen die wesentlich jünger sind und es ebenso sehen was mir zeigt das es eben hier nicht nur wir alten Säcke sind. :zwinker2:

Das darüber hinaus wir alten Trek-Gucker noch andere Probleme haben können ist wieder ein anderes Thema.
Mir gefällt zB. auch die hippe moderne Sprache nicht weil ich finde das sowas in Star Trek nichts zu suchen hat und schon damals bewusst vermieden wurde.
Ich hab mich ja nicht auf Academy bezogen, sondern auf das pauschale abwerten. ;) Das bedeutet ja auch nicht, dass ich die Serien dadurch pauschal für gut geschrieben halte oder das man sie gut finden muss. Um aller Fantasiewesen Willen, auf keinen Fall.
 
Es ist bezeichnend, dass die einzige Star Trek Serie, die bei mir noch funktioniert Lower Decks ist. Da waren halt Fans an den Drehbüchern beteiligt und das merkt man,
weil sie die Materie verstehen und trotz Hampel-Humor das mehr Star Trek als alles andere zur Zeit ist.
So gerne ich auch Lower Decks mag, aber es zeigt auch das Problem der neuen Serien auf. Die besten Momente entstehen, wenn (in guter Form) auf das alte Star Trek referenziert wird, etwas neues und tolles haben die New-Trek-Serien aber bisher nicht geschaffen.

Rückblickend betrachtet, hatte man beim Start von New Trek ein konzeptionelles Problem. DSC ist doch offensichtlich anfangs als Prequel-Serie gestaltet worden, weil man den Krieg gegen die Klingonen als Aufhänger nutzen und zeigen wollte, da dieser bisher noch nicht beleuchtet wurde. Soweit so gut, aber das Thema war dann aber bereits nach Staffel 1 mehr oder weniger abgehakt. Das Re-Design der Klingonen wurde zum Flopp und man hat bereits für die 2. Staffel zwangsweise an einer Neuausrichtung der Serie gearbeitet, die letztlich dann ins 32. Jahrhundert geführt hat. Mir kommt es auch so vor, als ob zumindest die alte Paramount-Führung das 32. Jahrhundert als das Haupt-Jahrhundert für New-Trek angesehen hat und man dort auch bleiben wollte. SNW und PIC kamen nebenbei zustande, weil Pike & seine Crew gut ankamen und die TOS-Enterprise sowieso ikonisch ist, bei PIC ähnlich, auch wenn es hier anfangs eine andere Ausrichtung gab und erst Staffel 3 eigentlich das war, was eine TNG-Nachfolgeserie vom Start weg hätte sein müssen.

Das größte Problem ist einfach, dass aktuell DSC und die Academy-Serie die Kernserien von New Trek sind, inkl. das 32. Jahrhundert. Ich behaupte jetzt einfach mal, was aber die Fans lieber sehen würden, wäre, wenn man Star Trek dort weitermacht, wo PIC aufgehört hat. Also am Anfang des 25. Jahrhunderts. Der Zeitliche Abstand von rund 25 bis 30 Jahren zu TNG/DS9/VOY ist auch groß genug, dass man nicht noch einen größeren Zeitsprung benötigen würde. Ob eine Serie,die im 25. Jahrhundert spielt nun wieder auf einen Raumschiff stattfindet, auf einer Raumstation oder in einer anderen Sternenflotteneinrichtung ist, glaube ich, erst einmal egal, solange man genug von aktuellen Lage innerhalb und außerhalb der Föderation mitbekommt und zu anderen neuen oder bekannten Welten reist.

Ich hätte auch nichts gegen eine Fortsetzung zu SNW, auch wenn ich die 3. Staffel deutlich schwächer als die ersten beiden empfand, aber wahrscheinlich würde mit Year One (Übernahme der Enterprise durch die Kirk) etwas brauchbareres dabei rumkommen als mit sowas wie die Academy-Serie. Wobei mir sogar lieber wäre, wenn man direkt an das Ende von TOS/TAS ansetzen würde. Zwischen TOS/TAS und dem ersten ST-Kinofilm sind ja auch noch ein paar Jahre vergangen, in denen die TOS-Crew Abenteuer erlebt hat (Fortsetzungen zu TOS-Episoden wären hier auch denkbar, wie es schon bei TAS gemacht wurde).

Btw. weil immer von Zeitgeist etc. die Rede ist. Ich glaube niemand verlangt, dass eine neue ST-Serie 1:1 wie 90er-Jahre-ST sein muss. Aber mehr Fokus auf charaktergetriebene Geschichten anstatt mit Logiklöchern durchtränkte Effektorgien wären schon mal wieder wünschenswert. Auch beim Casting und Writing wäre es toll, wenn man wieder mehr auf Sympathie Wert legen würde. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber bereits auf Bildern und in Trailern wirken einige Charaktere schon so unsympathisch, dass mir die Lust komplett vergeht. Das heißt nicht, dass Charaktere gleich vom Start weg sympathisch sein müssen (bei DS9 war z. B. Kira auch am Anfang von der Art her eher nervig, aber je mehr man von ihr erfahren hat, hat man ihr Verhalten besser verstanden und sie hat sich ja auch im Laufe der Serie weiterentwickelt), aber wenn einem teils die Antipathie von Anfang an ins Gesicht springt, dann wird es echt schwierig. Aber gut, vielleicht auch nur mein Problem, nur bei den früheren ST-Serien war das halt nicht so, da gab es aber auch keine überdrehten Charaktere im Hauptcast, hätte auch irgendwie nicht zur Sternenflotte gepasst, wie sie damals noch dargestellt wurde.

Auch ganz wichtig, ST-Serien sollten auch weiterhin Ensemble-Serien bleiben, bei der die einzelnen Charaktere über die Folgen hinweg im Schnitte die selbe Aufmerksamkeit bekommen. Sowas wie bei DSC, wo nur Burnham im Fokus steht, und man sich von Teilen der Brücken-Crew am Ende der Serie immer noch nicht die Namen gemerkt hat, brauche ich wirklich nicht mehr. Zumal es bei DSC in der letzten Staffel zum Ende hin sogar so war, dass einzelne Personen der Brücken-Crew plötzlich ohne Begründung verschwunden waren. Das wurde zwar nachträglich dadurch begründet, dass es angeblich Terminkonflikte gab und deshalb manche Schauspieler nicht mehr auftauchten, aber das kann's doch auch nicht sein bzw. man hätte dann doch einzelne Szenen separat nachdrehen können, immerhin waren die Charaktere knapp 5 Staffeln dabei (zeigt aber auch wieder wie viel Beachtung seitens der Produktion man den Charakteren geschenkt hat...).
Unterschreibe ich so, schön geschrieben. Du hast Antipathie gegoogelt und als Link eingefügt :biggrin::biggrin:
 
Dann ist das wohl einfach nicht mehr meine Zeit :biggrin:

In gewisser Weise ist das wahrscheinlich so, weil jeder Mensch auf eine bestimmte Art und Weise sozialisiert wird und er von bestimmten Mustern geprägt wird, das hat auch mit Biologie zu tun und heißt selbstverständlich auch nicht, dass man nur nostalgisch denken kann und alles Moderne grundsätzlich ablehnt.

Das was mitunter (von der älteren Generation meist negativ konnotiert) als "Zeitgeist" bezeichnet wird, ist einfach eine unterschiedliche Rezeption. Das können Gewohnheiten oder Seheindrücke sein, aber auch Themen.

Ein konkretes Beispiel: Wer in den 50ern Musicals wie "Ein Amerikaner in Paris" abgefeiert hat, der hat mit dem Autorenkino der 70er höchstwahrscheinlich wenig anfangen können, geschweige denn mit Slashern aus den 80ern.

Und so ist es durchaus möglich, dass man als jemand, der wahrscheinlich irgendwann zwischen den 70ern und 90ern filmisch sozialisiert worden ist (wie die meisten hier im Forum), mit aktuelleren Werken sowohl visuell als auch thematisch mitunter Probleme hat. Das ist jedenfalls nicht ungewöhnlich und ereilt jede Generation wieder, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Wie kürzlich schon geschrieben: Die Qualität des Gezeigten ist da gar nicht allein entscheidend, denn selbstverständlich gab und gibt es zu allen Zeiten besser und weniger gut geschriebene und gedrehte Werke. Dennoch ist hier vielen ein schlecht geschriebener Film aus den 80ern allein aufgrund der Bildsprache und dessen, was man als "Zeitgeist" bezeichnet, irgendwie näher als ein vielleicht auch nicht so gut geschriebenes aktuelles Werk, was einen fast schon automatisch in einen "früher-war-alles-besser"-Tenor verfallen lässt - selbst die schlechten Filme waren also früher besser :zwinker:. Das hat also übrigens auch nichts damit, zu tun, wann man einen Film zum ersten mal sieht. Bei einem älteren Film kann man auch schnell "daheim" sein ohne ihn vorher zu kennen, weil er den"passenden" Sehgewohnheiten entspricht.

Das Zielpublikum von Kino, TV und nun Streaming war immer schon ein jüngeres. Als Filmfan kann man sich aus der ganzen Zeitgeist-Sache aber auch herausnehmen und einen Blick von weiter weg auf das Gezeigte werfen: Was macht z. B. einen Film aus den 70er Jahren aus und was einen aus den 2020ern? Das hilft zumindest mir, mich aus dieser Diskussion ein wenig herauszunehmen, vielleicht ist es nicht jedermanns Sache.

Jedenfalls ist das mit Star Trek genauso. Die alten Fans erwarten eine bestimmte Art von Geschichten und diese Erwartungshaltung wird heutzutage aus oben genannten Gründen nicht immer erfüllt. Ganz unabhängig davon, ob eine Serie wie "Discovery" oder "Academy" jetzt überwiegend gute oder schwächere Geschichten erzählt. Unabhängig davon: Das, was @NegCon weiter oben geschrieben hat, würde ich übrigens in ganz großen Teilen unterschreiben, z. B. was die Ensembles betrifft.
 
  • Cremig
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Auch ganz wichtig, ST-Serien sollten auch weiterhin Ensemble-Serien bleiben, bei der die einzelnen Charaktere über die Folgen hinweg im Schnitte die selbe Aufmerksamkeit bekommen. Sowas wie bei DSC, wo nur Burnham im Fokus steht, und man sich von Teilen der Brücken-Crew am Ende der Serie immer noch nicht die Namen gemerkt hat, brauche ich wirklich nicht mehr. Zumal es bei DSC in der letzten Staffel zum Ende hin sogar so war, dass einzelne Personen der Brücken-Crew plötzlich ohne Begründung verschwunden waren. Das wurde zwar nachträglich dadurch begründet, dass es angeblich Terminkonflikte gab und deshalb manche Schauspieler nicht mehr auftauchten, aber das kann's doch auch nicht sein bzw. man hätte dann doch einzelne Szenen separat nachdrehen können, immerhin waren die Charaktere knapp 5 Staffeln dabei (zeigt aber auch wieder wie viel Beachtung seitens der Produktion man den Charakteren geschenkt hat...).
Ein gutes Beispiel ist ja Airim. Warum ist sie ein Cyborg? Als sie endlich mal eine eigene Folge bekam, wo wir darauf eine Antwort bekam,
war das Ende vom Lied der Tod des Charakters.
 
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