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- 14.2.2025
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Habe es jetzt verteilt auf drei Tage auch auf Standard (Modern) in etwas unter 12h durchgespielt.
Insgesamt fand ich es auf der Stufe fast schon zu leicht (wobei auch das Fehlen von Checkpoints auf „Classic“ daran wohl nichts geändert hätte, da man eh so gut wie nie stirbt).
Ressourcenmangel ist eigentlich nur in den allerersten Abschnitten mit Grace zu spüren, bei Leon im Grunde nie und bei Grace ab einem gewissen Punkt auch nicht mehr. Als die vermeintlich besonders garstigen Biester, deren Namen ich aus Rücksicht nicht nenne, dann gegen Ende auftauchen, sind diese für beide Charaktere nicht mehr als Kanonenfutter.
Bei den Bosskämpfen, wenn man sie denn so nennen möchte, schaut es nicht anders aus, kein einziger hat Raffinesse oder auch nur mehr als einen Anlauf erfordert. Zumindest was die Bosse betrifft, habe ich RE4R als ein wenig kniffliger in Erinnerung.
Insgesamt ist mein Eindruck des Spiels zwiespältig. Die grundsätzliche Prämisse, zwischen diesen beiden ziemlich unterschiedlichen Spielstilen hin- und herzuspringen, funktioniert erstaunlich gut. Obwohl jeder Wechsel ein kurzer Irritationsmoment ist, freut man sich bei jedem Mal über die geänderten Möglichkeiten. Das Konzept mit dem „Child“ wurde nach meinem Empfinden allerdings etwas zu sehr ausgereizt. Der Abschnitt, der letztlich den Abschied von dem Vieh bedeutet, drohte für mich einige Male ins Nervige zu kippen, da das Auftreten so vorhersehbar und einfallslos war. Auch wirkte das Spiel insbesondere dort durch das Backtracking ein wenig künstlich in die Länge gezogen.
Beide Perspektiven machen Spaß, was die Vereinigung dieser betrifft, bin ich mir jedoch nicht ganz sicher. Im Nachhinein wirkt der Übergang zwischen dem ersten Teil, in dem Leon quasi ausschließlich für kurze Erheiterungsmomente auftritt und dem Wechsel hin zu dem mehrere Stunden langen „The Last of Us“-Light-Abschnitt irgendwie unrund. Ein bisschen als ob man hier ein zweites Spiel drangeklatscht hätte. Der Eindruck verstärkt sich nicht nur durch den Wechsel in eine Semi-Open-World, sondern auch dadurch, dass zu diesem relativ späten Zeitpunkt ein Scoring- und Upgradesystem eingeführt wird, das gefühlt nie wirklich Wirkung entfaltet. Nichtsdestotrotz, und obwohl natürlich zu keinem Zeitpunkt die Klasse eines „The Last of Us“ erreicht wird, hat mir diese Passage am meisten Freude bereitet. Vielleicht weil ein mittelmäßig kopiertes TLOU immer noch besser ist als vieles andere oder weil es zumindest im Rahmen eines Resident Evils frisch wirkt.
Danach driftet das Spiel dann leider in Fan Service (so wurde das hier glaube ich genannt ☺️) ab. Der Abstecher in den „ikonischen Schauplatz“ ist nüchtern betrachtet vollkommen unnötig und dient nur dazu, künstlich irgendeinen Bezug zum All-Time-Favorite der Resi-Fangemeinde herzustellen.
Das klingt recht negativ, aber all das und den wie üblich hanebüchenen Plot verzeiht man dem Spiel irgendwie mit Hilfe einer gewissen ironischen Distanz, die bei Resident Evil schon immer angebracht war.
Ich hatte jedenfalls sehr viel mehr Freude als mit den beiden direkten Vorgängern. Insbesondere nach dem lausigen „Village“ freut es mich, dass wieder eine andere Richtung eingeschlagen wurde.
Insgesamt fand ich es auf der Stufe fast schon zu leicht (wobei auch das Fehlen von Checkpoints auf „Classic“ daran wohl nichts geändert hätte, da man eh so gut wie nie stirbt).
Ressourcenmangel ist eigentlich nur in den allerersten Abschnitten mit Grace zu spüren, bei Leon im Grunde nie und bei Grace ab einem gewissen Punkt auch nicht mehr. Als die vermeintlich besonders garstigen Biester, deren Namen ich aus Rücksicht nicht nenne, dann gegen Ende auftauchen, sind diese für beide Charaktere nicht mehr als Kanonenfutter.
Bei den Bosskämpfen, wenn man sie denn so nennen möchte, schaut es nicht anders aus, kein einziger hat Raffinesse oder auch nur mehr als einen Anlauf erfordert. Zumindest was die Bosse betrifft, habe ich RE4R als ein wenig kniffliger in Erinnerung.
Insgesamt ist mein Eindruck des Spiels zwiespältig. Die grundsätzliche Prämisse, zwischen diesen beiden ziemlich unterschiedlichen Spielstilen hin- und herzuspringen, funktioniert erstaunlich gut. Obwohl jeder Wechsel ein kurzer Irritationsmoment ist, freut man sich bei jedem Mal über die geänderten Möglichkeiten. Das Konzept mit dem „Child“ wurde nach meinem Empfinden allerdings etwas zu sehr ausgereizt. Der Abschnitt, der letztlich den Abschied von dem Vieh bedeutet, drohte für mich einige Male ins Nervige zu kippen, da das Auftreten so vorhersehbar und einfallslos war. Auch wirkte das Spiel insbesondere dort durch das Backtracking ein wenig künstlich in die Länge gezogen.
Beide Perspektiven machen Spaß, was die Vereinigung dieser betrifft, bin ich mir jedoch nicht ganz sicher. Im Nachhinein wirkt der Übergang zwischen dem ersten Teil, in dem Leon quasi ausschließlich für kurze Erheiterungsmomente auftritt und dem Wechsel hin zu dem mehrere Stunden langen „The Last of Us“-Light-Abschnitt irgendwie unrund. Ein bisschen als ob man hier ein zweites Spiel drangeklatscht hätte. Der Eindruck verstärkt sich nicht nur durch den Wechsel in eine Semi-Open-World, sondern auch dadurch, dass zu diesem relativ späten Zeitpunkt ein Scoring- und Upgradesystem eingeführt wird, das gefühlt nie wirklich Wirkung entfaltet. Nichtsdestotrotz, und obwohl natürlich zu keinem Zeitpunkt die Klasse eines „The Last of Us“ erreicht wird, hat mir diese Passage am meisten Freude bereitet. Vielleicht weil ein mittelmäßig kopiertes TLOU immer noch besser ist als vieles andere oder weil es zumindest im Rahmen eines Resident Evils frisch wirkt.
Danach driftet das Spiel dann leider in Fan Service (so wurde das hier glaube ich genannt ☺️) ab. Der Abstecher in den „ikonischen Schauplatz“ ist nüchtern betrachtet vollkommen unnötig und dient nur dazu, künstlich irgendeinen Bezug zum All-Time-Favorite der Resi-Fangemeinde herzustellen.
Das klingt recht negativ, aber all das und den wie üblich hanebüchenen Plot verzeiht man dem Spiel irgendwie mit Hilfe einer gewissen ironischen Distanz, die bei Resident Evil schon immer angebracht war.
Ich hatte jedenfalls sehr viel mehr Freude als mit den beiden direkten Vorgängern. Insbesondere nach dem lausigen „Village“ freut es mich, dass wieder eine andere Richtung eingeschlagen wurde.

