Im Ohr - Klassische Musik

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Auch sonst wirklich interessante Sachen, ich freue mich aufs Hören
Die untere Reihe ist Moderne bzw. Serialismus. Da braucht man eine Weile, um sich da reinzuhören.

Die Tschaikowsky-CD ist natürlich ein Klassiker, aber Achtung: die Kanonenböller sind nicht ohne.
 
Auch sonst wirklich interessante Sachen, ich freue mich aufs Hören
Die untere Reihe ist Moderne bzw. Serialismus. Da braucht man eine Weile, um sich da reinzuhören.

Die Tschaikowsky-CD ist natürlich ein Klassiker, aber Achtung: die Kanonenböller sind nicht ohne.

Das war schon meine Annahme, drum brauche ich da mal einen freien Kopf. Von Ligeti befindet sich eine LP im Bestand, die sagt mir schon sehr zu (Aventures - Nouvelles Aventures - Atmosphères - Volumina; Wergo "Studio Reihe Neuer Musik").

Bei den Kanonen muss ich mal experimentieren, wie weit die meine Anlage mitmacht - bislang hab ich die CD nur auf ziemlich niedriger Lautstärke laufen gehabt. Die Mercury-Aufnahme aus den 50ern ist da wesentlich dankbarer, die kann man eigentlich echt gut aufdrehen.
 
Bei den Kanonen muss ich mal experimentieren, wie weit die meine Anlage mitmacht - bislang hab ich die CD nur auf ziemlich niedriger Lautstärke laufen gehabt. Die Mercury-Aufnahme aus den 50ern ist da wesentlich dankbarer, die kann man eigentlich echt gut aufdrehen.
Der Dynamikunterschied ist schon nicht gerade gering. Du kannst die Stelle mal antesten und nach dem ersten Kracher erhöhen, bis es dir reicht - die Mercury-Aufnahme wird grundsätzlich lauter sein, dafür mit den Krachern nicht so vorstechen.
Von Ligeti befindet sich eine LP im Bestand, die sagt mir schon sehr zu (Aventures - Nouvelles Aventures - Atmosphères - Volumina; Wergo "Studio Reihe Neuer Musik").
Ja, die Einspielung habe ich auch. Ligeti hatte öfters Sachen, die noch eine besondere Klanglichkeit entfalten, bei Schnittke ist es ganz ähnlich, aber Boulez' eigene Musik kann schon echt trocken sein. Vor Kurzem hatte ich sein Livre pour quatuor
(gespielt vom Quatuor Diotima) angehört - das ist schon sehr herb.
 
Der Dynamikunterschied ist schon nicht gerade gering. Du kannst die Stelle mal antesten und nach dem ersten Kracher erhöhen, bis es dir reicht - die Mercury-Aufnahme wird grundsätzlich lauter sein, dafür mit den Krachern nicht so vorstechen.
Stimmt, die Mercury ist als Ganzes lauter. Werde mal sehen, wie viel Pegel mein Setup bei der Kunzel-CD mitmacht.

Ja, die Einspielung habe ich auch. Ligeti hatte öfters Sachen, die noch eine besondere Klanglichkeit entfalten, bei Schnittke ist es ganz ähnlich, aber Boulez' eigene Musik kann schon echt trocken sein. Vor Kurzem hatte ich sein Livre pour quatuor
(gespielt vom Quatuor Diotima) angehört - das ist schon sehr herb.

Ich werde auf jeden Fall berichten, wie mir diese Boulez-CD gefällt :smiley::daumenhoch:
 
Ligeti hatte öfters Sachen, die noch eine besondere Klanglichkeit entfalten, bei Schnittke ist es ganz ähnlich, aber Boulez' eigene Musik kann schon echt trocken sein.
Da gehe ich komplett mit. Boulez wird ist echt für Spezialisten, während Schnittke bis zuletzt zugänglich blieb. Er baut auch mal witzige Zitate ein, kann aber auch tieftraurig sein.

Von Ligeti machen mir persönlich die Bartok-inspirierten Sachen aus den 50ern Spaß: die Bagatellen, die Musica Ricercata, sehr folkig, oder das erste Streichquartett. Viel Spaß beim Entdecken!
 
Die Interpretation gilt als ganz großer Klassiker (1975 entstanden).
Genau die habe ich - alle 15 - CD Cases in einer Art silberner Pappschuber. Eines der Schnäppscher, die ich vor vielleicht fünfzehn Jahren bei den alten 2001 mitgenommen habe. Aktuell kann ich die aber nicht hören. Da muss ich extrem stabil sein, sonst haut es mich um.
 
Die Interpretation gilt als ganz großer Klassiker (1975 entstanden).
Genau die habe ich - alle 15 - CD Cases in einer Art silberner Pappschuber. Eines der Schnäppscher, die ich vor vielleicht fünfzehn Jahren bei den alten 2001 mitgenommen habe. Aktuell kann ich die aber nicht hören. Da muss ich extrem stabil sein, sonst haut es mich um.
Ich habe zudem noch eine Aufnahme der 7. mit Haitnik, die gefällt mir fast noch besser. Aber jetzt in dem düsteren Herbst nicht das richtige Programm. Diese in Musik gegossene Depression kann ich da nicht verkraften. Er hatte wohl auch grossen Stress mit dem Schlächter Stalin. Nur wegen seiner Bekanntheit im Westen und der Allianz gegen die Nazis hat er diese Zeit überlebt.
 
Ich weiß :yes: darum bin ich noch recht vorsichtig mit der Disc.
Ich habe ein Foto von der entsprechenden LP gesehen. Ein „Bumm“ war mit Mikroskop vergrößert, war ein extremer Peak. Die meisten TA flogen beim Abspielen schlicht „aus der Kurve“.

Irre, diese Rillen!
Das ganze Stück ist auf „Lutz“ ausgelegt. Musikalisch nur solides Handwerk. Bei der Uraufführung (heute der roter Platz) wurden die Festungskanonen des Kreml abgefeuert. Die dürften noch grösseres Kaliber als der Bürgerkriegsböller haben. Dazu hat die Basileuskathedrale neben dem Kremel mit allen Glocken im Finale Sturm geläutet.
Es wurde schliesslich der Jahrestag des Sieges über Napoleon gefeiert. Die Telarc Aufnahme hat versucht das einzufangen. Der Zar hat bestellt und Tschaikowski hat routiniert abgeliefert. Fast immer wird das reduziert und mit Kesselpauke und Glockenspiel konzertant aufgeführt. Kanonen im Konzertsaal sind eher unbeliebt. Ich weiß nicht mehr, wo ich das alles gelesen habe, könnte in dem Beiheft zu der CD gewesen sein.
 
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Ich weiß :yes: darum bin ich noch recht vorsichtig mit der Disc.
Ich habe ein Foto von der entsprechenden LP gesehen. Ein „Bumm“ war mit Mikroskop vergrößert, war ein extremer Peak. Die meisten TA flogen beim Abspielen schlicht „aus der Kurve“.

Irre, diese Rillen!
Das ganze Stück ist auf „Lutz“ ausgelegt. Musikalisch nur solides Handwerk. Bei der Uraufführung (heute der roter Platz) wurden die Festungskanonen des Kreml abgefeuert. Die dürften noch grösseres Kaliber als der Bürgerkriegsböller haben. Dazu hat die Basileuskathedrale neben dem Kremel mit allen Glocken im Finale Sturm geläutet.
Es wurde schliesslich der Jahrestag des Sieges über Napoleon gefeiert. Die Telarc Aufnahme hat versucht das einzufangen. Der Zar hat bestellt und Tschaikowski hat routiniert abgeliefert. Fast immer wird das reduziert und mit Kesselpauke und Glockenspiel konzertant aufgeführt. Kanonen im Konzertsaal sind eher unbeliebt. Ich weiß nicht mehr, wo ich das alles gelesen habe, könnte in dem Beiheft zu der CD gewesen sein.

Stimmt, die ganze Komposition ist klar auf die Kanonen hin ausgerichtet. Tschaikowsky selbst mochte es ja auch nicht wirklich - Auftragsarbeit, wie du ja schon geschrieben hast. Aber ab und an macht das schon richtig Laune. Würde ich schon gerne mal im Konzert erleben.

Zur 200-Jahr-Feier der Vereinigten Staaten 1976 wurde das Ganze in Boston vor einer riesigen Menge unter dem Dirigat Arthur Fiedlers aufgeführt, inklusive echter Kanonen:

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Link: https://m.youtube.com/watch?v=Z-fGZzS2M1s
 
Ich nutze die neue Terry-Riley-Box von Sony, um endlich mal die empfindliche Lücke bei den Minimalisten zu schließen. Mit Steve Reich bin ich bestens ausgestattet, Philip Glass hab ich sporadisch in der Sammlung, aber Riley ist immer unterm Radar geflogen.

Und wenn mein Leib- und Magenpianist einen Schubert-Zyklus anfängt, bin ich natürlich dabei.

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Diese in Musik gegossene Depression kann ich da nicht verkraften.
Das geht mir eher mit Schostakowitsch' 8. Symphonie.

Bin aber generell schmerzfrei, mir Depressionen jeder Zeit anzuhören. Mahlers 2., Tschaikowskys 6. - immer voll rein.

Mahlers Zweite finde ich überhaupt nicht depressiv. Die endet doch mit der großen Erlösung 😉
Mahler 6 mit dem Holzhammer oder Brucker 9 sind da ja doch ganz anders. Höre ich aber alles immer wieder gerne :zwinker:
 
In besseren Tagen habe ich von Bruckner 0-9 an einem Tag nacheinander durchgehört. Danach war ich aber auch fertig. Derlei Spässe versuche ich heute erst gar nicht mehr. :nee:
 
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