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SILENT HILL 2 Remake - PS5
(ACHTUNG: Enthält Spoiler)
Boah... was für ein grandioser und vor allem emotionaler Ritt war das denn?! Nach 23 Jahren hat das Städtchen Silent Hill wieder nach mir gerufen. Respektive meine Frau Mary... und so beginnt eine "Tour de Force" in die menschlichen Abgründe.
Von der ersten Minute an ist dieses Gefühl von Verlorensein, von Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung spürbar und allgegenwärtig. James, die Hauptfigur die man durch diesen Alptraum führt, ist kein Held. Die Angst die ihn jederzeit begleitet ist immer präsent und irgendwann ist man als Spieler selbst James. Kein anderes Spiel - ausser vielleicht noch Last of Us - lässt mich so dermassen mit einem Spielcharakter mitfühlen und gerade zu verschmelzen.
Auch wenn das trostlose, nebelverhangene Städtchen Silent Hill mit all seinen Monstern und Kreaturen sehr böse wirkt, ist es doch nichts anderes als ein Spiegel der Menschen, die fast auf magische Weise von Silent Hill gerufen werden. Die grotesken Kreaturen darin sind manifestierte Ängste, Sehnsüchte aber auch die dunklen Seiten der Protagonisten die sich dort tummeln.
Denn James ist nicht alleine... da gibt es noch andere verlorene Seelen, welche in Silent Hill nach etwas suchen. Und diese Geschichten haben es genau so in sich, wie die von James selber. Da geht es um Mord, Selbstmord, Trauer, Selbsthass, Rache, Sexueller Missbrauch, Schuld und Vergebung...
So vermittelt Silent Hill einen Tiefgang seiner Charaktere, die in Videospielen wohl einmalig ist und ich war mehr als einmal emotional völlig erschüttert und fertig und musste den Controller für eine kleine Pause aus den Händen legen.
Silent Hill ist nicht nur ein Spiel, sondern wirft Fragen auf und zwingt uns schon fast zur Selbstreflektion wie wir mit unseren Dämonen und Abgründen umgehen würden.
Denn der wahre Schrecken kommt nicht von den Monstern – es sind die psychologischen Aspekte, die tief unter der Oberfläche stecken. Jede Kreatur, jeder Raum, jedes Detail erzählt eine Geschichte über James innere Zerrissenheit und den ständigen Kämpfen mit sich selber. Pyramid Head zum Beispiel, ist nicht einfach ein Monster. Nein er ist eine Verkörperung von James Schuld und seiner unterdrückten Lust und Sehnsüchten.
Als wäre das nicht schon alles emotional genug, wird das ganze auch noch mit einem der besten Game-Soundtracks aller Zeiten untermalt. Entstanden aus der Feder von Akira Yamaoka entsteht so eine unglaublich dichte und beklemmende Musikkulisse. Manchmal wunderschön, melancholisch, und manchmal alptraumhaft düster und direkt aus der Hölle kommend...
Hervorzuheben sind sicherlich auch die fantastischen Sprecher die die Dialogszenen zu packenden Momenten machen, die einem einfach in den Bann ziehen und gespannt zuhören lassen.
Doch auch sonst ist der Sound ein wichtiger Bestandteil von Silent Hill. Was da an Surround-Effekten gezaubert wird, hab ich selten so intensiv in einem Game erlebt. Jeder Wassertropfen, jedes Knarzen von Holzdielen, jedes Flüstern, Summen oder Klirren wird detailgetreu und genau ortbar wiedergegeben. Und das zusammen mit den tollen Licht- und Schatteneffekten ergibt ein wirklich immersives Erlebnis.
Aufgelockert wird das ansonsten atemlos spannende Gameplay mit coolen Puzzle-Momenten.
Mein persönliches Fazit: Ein Meisterwerk des psychologischen Horrors, welches aufzeigt, dass die wahren Monster oft in uns selbst lauern.
10/10 und mein GAME OF THE YEAR 🥰 🥰 🥰
(ACHTUNG: Enthält Spoiler)
Boah... was für ein grandioser und vor allem emotionaler Ritt war das denn?! Nach 23 Jahren hat das Städtchen Silent Hill wieder nach mir gerufen. Respektive meine Frau Mary... und so beginnt eine "Tour de Force" in die menschlichen Abgründe.
Von der ersten Minute an ist dieses Gefühl von Verlorensein, von Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung spürbar und allgegenwärtig. James, die Hauptfigur die man durch diesen Alptraum führt, ist kein Held. Die Angst die ihn jederzeit begleitet ist immer präsent und irgendwann ist man als Spieler selbst James. Kein anderes Spiel - ausser vielleicht noch Last of Us - lässt mich so dermassen mit einem Spielcharakter mitfühlen und gerade zu verschmelzen.
Auch wenn das trostlose, nebelverhangene Städtchen Silent Hill mit all seinen Monstern und Kreaturen sehr böse wirkt, ist es doch nichts anderes als ein Spiegel der Menschen, die fast auf magische Weise von Silent Hill gerufen werden. Die grotesken Kreaturen darin sind manifestierte Ängste, Sehnsüchte aber auch die dunklen Seiten der Protagonisten die sich dort tummeln.
Denn James ist nicht alleine... da gibt es noch andere verlorene Seelen, welche in Silent Hill nach etwas suchen. Und diese Geschichten haben es genau so in sich, wie die von James selber. Da geht es um Mord, Selbstmord, Trauer, Selbsthass, Rache, Sexueller Missbrauch, Schuld und Vergebung...
So vermittelt Silent Hill einen Tiefgang seiner Charaktere, die in Videospielen wohl einmalig ist und ich war mehr als einmal emotional völlig erschüttert und fertig und musste den Controller für eine kleine Pause aus den Händen legen.
Silent Hill ist nicht nur ein Spiel, sondern wirft Fragen auf und zwingt uns schon fast zur Selbstreflektion wie wir mit unseren Dämonen und Abgründen umgehen würden.
Denn der wahre Schrecken kommt nicht von den Monstern – es sind die psychologischen Aspekte, die tief unter der Oberfläche stecken. Jede Kreatur, jeder Raum, jedes Detail erzählt eine Geschichte über James innere Zerrissenheit und den ständigen Kämpfen mit sich selber. Pyramid Head zum Beispiel, ist nicht einfach ein Monster. Nein er ist eine Verkörperung von James Schuld und seiner unterdrückten Lust und Sehnsüchten.
Als wäre das nicht schon alles emotional genug, wird das ganze auch noch mit einem der besten Game-Soundtracks aller Zeiten untermalt. Entstanden aus der Feder von Akira Yamaoka entsteht so eine unglaublich dichte und beklemmende Musikkulisse. Manchmal wunderschön, melancholisch, und manchmal alptraumhaft düster und direkt aus der Hölle kommend...
Hervorzuheben sind sicherlich auch die fantastischen Sprecher die die Dialogszenen zu packenden Momenten machen, die einem einfach in den Bann ziehen und gespannt zuhören lassen.
Doch auch sonst ist der Sound ein wichtiger Bestandteil von Silent Hill. Was da an Surround-Effekten gezaubert wird, hab ich selten so intensiv in einem Game erlebt. Jeder Wassertropfen, jedes Knarzen von Holzdielen, jedes Flüstern, Summen oder Klirren wird detailgetreu und genau ortbar wiedergegeben. Und das zusammen mit den tollen Licht- und Schatteneffekten ergibt ein wirklich immersives Erlebnis.
Aufgelockert wird das ansonsten atemlos spannende Gameplay mit coolen Puzzle-Momenten.
Mein persönliches Fazit: Ein Meisterwerk des psychologischen Horrors, welches aufzeigt, dass die wahren Monster oft in uns selbst lauern.
10/10 und mein GAME OF THE YEAR 🥰 🥰 🥰


). Hauptproblem beim Speichern waren bei mir immer wieder Abstürze. Insbesondere an Stellen, in denen das Spiel selbst keinen Spielstand anlegt, man aber auch nicht selber speichern darf (auch mit Rettungsschnaps nicht). Insbesondere bei zwei der drei größeren Schlachten war ich kurz davor aufzugeben, weil mir das Spiel bei beiden jeweils 5x abgeschmiert ist, bevor ich endlich durch kam. Da wären ein paar Zwischen-Saves Gold wert gewesen. Aber manchmal ist das Spiel auch in der Open World abgeschmiert. Was genau so nervig ist: Man ist per Schnellreise unterwegs, wird von Banditen überfallen und krepiert, spielt das ganze nochmal - kommt heil durch - Spiel stürzt ab, nächster Versuch - man krepiert wieder oder reitet von Hand durch die Welt um den Banditen auszuweichen - Spiel stürzt ab...
) sondern teilweise mutterseelen allein bin. Auch das die NPCs ihrem Tagwerk nachgehen und auch Mal woanders sind, sorgt für eine realistische Kulisse. Gefühlt ist das für mich die beste Open-World seit Witcher 3 (RDR2 hab ich - noch - nicht gespielt). Dazu die Lichtstimmung beim Sonnenauf-/Untergang oder bei Gewitter - großartig