Talk Filmrestauration mit Hilfe von KI und anderen Tools - Fluch oder Segen?

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Der trend von analog zu digital hat hauptsächlich mit kostenersparnis zu tun und wenig mit ästhetik (diesbezüglich wird digital immer schlechter als analog aussehen).
das ist nun mal absoluter Q..... eine persönliche (und damit auch berechtuigte) subjektive Meinung, mehr auf keinen Fall
Die meisten animationsfilme heutzutage haben fake korn über dem digitalen bild. Warum wohl?
 
Der trend von analog zu digital hat hauptsächlich mit kostenersparnis zu tun und wenig mit ästhetik (diesbezüglich wird digital immer schlechter als analog aussehen).
das ist nun mal absoluter Q..... eine persönliche (und damit auch berechtuigte) subjektive Meinung, mehr auf keinen Fall
Da sind wir uns einig 😉


Ob man jetzt bei alten Filmen, die logischerweise noch mit dem alten Material gedreht wurden, weil es damals nicht besser ging, diesen Fehler nachträglich beheben sollte oder nicht, ist GESCHMACKSSACHE und bedarf wie gesagt überhaupt keiner Diskussion
doch genau dieser bedarf es - denn in DIESEM Thread geht sogar ausschließlich darum, siehe den Threadtitel...
Mich persönlich interessiert DIESER Thread hier überhaupt nicht und der Titel passt exakt null zur eigentlichen Diskussion bei Moonwalker, die dann hierher verschoben wurde. Hat den Mod leider nicht interessiert, aber bitte nagle mich jetzt nicht auf dessen Fehlentscheidungen fest :zwinker2:


WAS tatsächlöoch keiner Diskussion bedarf oder wo harten Fakten abseits Geschmackfragen eindeutig sind: heutige modernste Digitalaufnahmetechnik ist natürlich der alten Analogtechnik mittlerweile klar überlegn, in quasi allen Aspekten (wie gesagt: das als von einigen Fimfreunden lieber gemochte Korn, das deswegen künstlich wieder hinzugefügt wurde, ist eher kein Argument, denn das ist einfach historisch liebgewonnen worden... hätte das nie gegeben, würde das heute auch niemand fordern und kein Nolan der Welt würde wieder eins hinzufügen) - und natürlich haben alte Filme oder schallplatten auch nur deswegen diesen "Charme" aber niemals deswegen eine höhere Bidlqualität...
Bingo!

Es ist also genau anders rum: darum. Was keiner Diskussion bedarf ist, ob natove Digital-Aufnahmetechnik besser ist als analoge.
Was Diskussionen entzündet: ist es sinnvoll, aus altem körnigen analogen Material via Technik das Filmkorn eliminieren zu wollen?!
Und genau DAS ist Geschmackssache! Ich finde es schöner ohne. Andere wollen es nicht missen. Geschmackssache.

Denn wenn im Bild einiges fehlt (und dass einiges fehlt, ist KEINE Geschmackssache, das ist Fakt), was zum Bild gehört und dieses erst lebendig und vollständnig macht, dann kann das Bildempfinden an sich zwar geschmackssache sein, das gut zu finden, aber niemals etwas darüber hinaus - und es zeigt auch recht genau, wessen Geschmack wie ist ... mit Kinofilm hatr das wenig zu tun - und das ist auch komplett equipemnt unabhängig, außer man sitzt 10 m weg oder guckt noch auf einer alten Röhre ;-)
Was fehlt denn bei Moonwalker? Die Frage konnte mir bisher keiner beantworten, obwohl große Screenshot-Vergleiche angekündigt wurden.
IMHO fehlt tatsächlich eher nichts, außer der Körnung. Im Gegenteil. Bei 16:9 fehlt fast die Hälfte des eigentlichen 4:3-Bildes. Das ist nämlich der Hauptgrund, weshalb ich die "geglättete" Version vorziehe. Das die stark sichtbare Körnung bei 16:9 noch geradezu negativ ins Auge sticht, kommt dann nur noch dazu...
Und ich habe stehend vor dem 65"er verglichen. Normalerweise sitze ich 4 Meter weg. Dass das für andere 2 Meter zu viel sind, ist mir klar, aber mir ist ziemlich wurscht, wo andere sitzen :zwinker2:
 
Zuletzt bearbeitet:
Merkwürdige Diskussion hier teilweise. Wer einen analog auf Filmmaterial gedrehten Film sieht, sieht zwangsläufig auch das Filmkorn – es gehört zur Technik und ist Teil des Originals. Alles andere ist nichts weiter als ein Herumdoktern am Ausgangsmaterial, um den aktuellen Geschmack zu bedienen.
 
Der trend von analog zu digital hat hauptsächlich mit kostenersparnis zu tun und wenig mit ästhetik (diesbezüglich wird digital immer schlechter als analog aussehen).
das ist nun mal absoluter Q..... eine persönliche (und damit auch berechtuigte) subjektive Meinung, mehr auf keinen Fall
Die meisten animationsfilme heutzutage haben fake korn über dem digitalen bild. Warum wohl?
nicht deswegen, warum du meinst: weil analog "besser" wäre..... wobei, hier muss ich differenzieren - Anmation und auch großflächige CGI ist ein Spezialfall....: Animationsfilme bestehen ja oft aus:
  • riesigen homogenen Farbflächen,
  • perfekten Farbverläufen,
  • mathematisch exakten Kanten,
  • praktisch keinem mikroskopischen Helligkeitschaos.
Die reale Welt sieht aber niemals so aus. selbst die berücjhtigte weiße Wand besitzt Putzstruktur, Schatten, Staub, Sensorrauschen, Objektivfehler, Mikrokontraste - einfach "Reibung" und daimt Leben fürs Auge/Gehirn.
deswegen wirkt ein komplett glattes ud nur gerendertes bild wirkt deshalb oft erstaunlich künstlich.
Hier hilft feines Grain tatsächlich technisch: es bricht große homogene Flächen auf, reduziert Banding, kaschiert Kompression, erzeugt fürs Hirn struktur. Hier hat das nicht nur mit Gewöhnung was zu tun.

Aber bei REAL-Film hat generell die Vorliebe von Kornstrukturen nur was mit Gewöhnung und bildästhetischer Gewöhnung über viele Jahrzehnte zu tun. Und nichts anderes befriedigen die Nolans der Welt damit - hätts nie Korn gegeben käme er nicht in 100 jahren auf diese Idee... Realcontent hat genügend eigene Struktur, der braucht keine künstliche...

ud das ist genau das Problem der DERZEITIGEN KI-Performance beim nachträglichen Entfernung von Korn bei analogen Filmen: sie entfernen tw. diese mikrostrukturen und reduzieren damit ganz objektiv(!) die Bildqualität... lassen wir mal dahin gestellt, ob es GENERELL sinnvoll ist und getan werden sollte, dieses nachträgliche Verändern des ausgangsmaterials - ich hab ne klare Meinung (nein), aber ich kann zumindest andere Meinungen verstehen - aber wenn, dann ist es nur sinnvoll, wenn das Ergebnis in der Qualität so ist, als wenn der Film (Avatar, Aliens, True Lies) wirklich heute mit modernem Equipment gedreht worden wäre - und davon sind wir meilenweit weg, so dass die aktuellen Ergebnis maximal anschaubar sind (mal mehr, mal weniger), aber niemals ein Bildgenuß <-- und das sollte es sein und das wäre es mit einem 1:1 Übertrag des analogen materials mit Korn auf eine UHD...

Moonwalker-case kenn ich nicht, weil mich der Film nicht interessiert, aber oben stehen genügend Beispiele, wo es (deutlich) in die Hose gegangen ist - wenn ich auch finde, nicht SO deutlich (Ausnahmen bestätigen diese Meinung ;-), wie manche Mistgabeln schreien :zwinker:
 
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Merkwürdige Diskussion hier teilweise. Wer einen analog auf Filmmaterial gedrehten Film sieht, sieht zwangsläufig auch das Filmkorn – es gehört zur Technik und ist Teil des Originals. Alles andere ist nichts weiter als ein Herumdoktern am Ausgangsmaterial, um den aktuellen Geschmack zu bedienen.
prinzipiell ja, aber es fällt einem ja kein Zacken aus der Krone, sich mit zeitgeist-Theme und aktuellem Geschmack sachlich auseinanderzusetzen - denn: mindestens mal viele sehr junge Leute können natürlich auch zumindest schwerer verstehen, was das ganze Gewese um Korn usw. soll.... etwas komplett als Blödsinn abzutun, hat noch selten jemand überzeugt.... :zwinker: und zumindest hier liegen ja einige kerngedanken durchaus erstmal nahe, auch wenn sie letztendlich faktisch falsch sind und mit Argumenten zu begegnen sind.... was natürlich auch nicht heissen muss, dass der Überzeugungsversuch am ende erfolgreich ist :biggrin:
 
mindestens mal viele sehr junge Leute können natürlich auch zumindest schwerer verstehen, was das ganze Gewese um Korn usw. soll...
Ich werde in Kürze übrigens 48 und "verstehe" es auch nicht. Zumindest was die Schönrederei dieses offensichtlichen Bildfehlers soll. In erster Linie fällt es ja bei dunklen Szenen negativ auf. In hellen stört es mich persönlich dann auch weniger. Ich würde einiges dafür geben, wenn es z.B. "Knight Rider" ohne das Gegriesel geben würde, denn da gibt es recht oft dunkle Szenen - genau wie bei Moonwalker.
Tatsächlich ist die 4K-Variante von KR sogar einiges weniger grieselig. Aber ja, dieses elendige Hochgejubel von solchen Leuten als "das muss aber unbedingt so sein" empfinde ich tatsächlich als lächerlich. Auch wenn ich selbst damit "aufgewachsen" bin... wobei das falsch ist. Auf VHS und DVD war das Korn oft deutlich schlechter sichtbar. So gesehen bin ich nicht mal unbedingt damit aufgewachsen.
Und gerade bei TV-Serien ist es auch keine Absicht, denn da sieht man das Gegriesel dann oft erst in der HD-Version für die gerade alte 80er-Serien nie vorgesehen waren 😉
 
da geh ich tw. mit...

Das ist tatsächlich ein Punkt, bei dem man differenzieren kann. ich halte deine Aussage für tw. richtig.
alte TV-Serien wurden zwar auch öfter auf 35-mm-Film gedreht, waren aber für die damalige Fernsehausstrahlung (PAL/NTSC, ca. 300–400 sichtbare Zeilen) vorgesehen. Das Filmkorn war auf ollen Röhrenfernsehern praktisch niht zu sehen oder ging midnestens mal in der geringen Auflösung eh komplettunter. Und die Kameraleute komponierten Bild, Licht und Schärfe für genau dieses Medium - keine serie der welt war für die große Leinwand oder für eine 4K UHD vorgesehen :biggrin:

In dem Sinne kann man sagen: Sie hatten damals bei TV-produktionen eher nicht die Absicht, dass der Zuschauer jedes einzelne Filmkorn sieht und jedes beim Vornamen kennt ;-)

aber daraus folgt immer noch, dass das Korn kein Fehler war. denn das Korn war bereits im originalnegativ vorhanden., es wurde lediglich durch die damalige Wiedergabetechnik nicht vollstöndig sichtbar und ein heutiger 4K-Scan zeigt mehr vom Originalmaterial, zusammen mit dem natürlichen Negativkorn - aber hjier war es nicht künstlerisch beabsichtig, würde ich mal sagen.

aber auch hier ein ABER: es ist natürlich ein Unterschied, ob ich gefühlt glatte Flächen ohne jede struktur auf einem 20 Zoll Röhren-TV betrachte oder jetzt auf einem 77 Zoll Monster oder noch größerer Leinwand - auf letzterem würde es ohne jede Kornstruktur auch sehr seltsam wirken, so eine billige TV-produktion aus den 80ern... vielleicht sollte man solche Dinger einfach wieder auf alten Röhren schauen oder einfach am iPad... vergleichbar groß ;-)

bei hochwertigen Kinofilem gilt abr ehher das Gegenteil. Produktionen von leuten wie Gordon Willis (Master of darkness) wurden für eine geradezu riesige Kinoleinwand gedreht. Dort war feines Filmkorn durchaus sichtbar, das war jedem bewußt und es war damit ohn e wenn und aber Teil der Bildcharakteristik. Niemand hätte da erwartet, dass ein perfektes 35-mm-Bild völlig kornfrei wirkt - und Filmästheten erwarten und wollen das heute auch noch nicht, sondern sie wollen optimalerweise den Film so erleben, wie er damals im Kino wirkte - runterskaliert auf ein Wohnzimmer oder Heimkino - gut, fairerweise dürfte man dann auch kein HDR drauf setzen, aber insgesamt kommen sehr gut gemasterte UHDs schon sehr in die Nähe von Top-premierenkinos (aber auch nur diese, und nicht die abgenudelten Kleinstadtkinos, in denen die Projektorlampe alle heiligen zeiten mal gewecshelt wurde)
 
@GrandmasterA

Natürlich bist du damit aufgewachsen, es sei den du warst nie im Kino.

Filmkorn ist und war nie ein Fehler. Bei VHS und DVD war das Korn freilich nicht sichtbar, wie auch? War sowieso alles ein Matsch.
Digitale Kameras rauschen auch. Bei schlechter Belichtung etc.. Nur ist das kein Korn, sondern halt Rauschen, was man mit genügend Licht vermeiden kann.
Rauschen = Fehler, Korn = Teil des Bildes.

Und ob du das Korn als Fehler ansiehst oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Wer ursprüngliches Bildmaterial mit NR oder KI bearbeitet, verändert das Bild oder interpretiert es neu.
Das geht in MEINEM Augen einfach nicht.

Moderne digitale Produktionen werden oft massiv auf analog getrimmt und analoges Material hat weit mehr typische Eigenschaften als nur Filmkorn.. Der Halo Effekt, weiche Kanten usw.
Das digitale Bild, direkt aus der Kamera sieht fürchterlich aus. Moderne Linsen sind ultra scharf und die Sensoren freilich auch. Der typische "digitale Look". Scharfe Kanten, klinisches Bild.
Will man nicht.

Ich will das auch gar nicht als allgemein Gültig darstellen aber Fake Grain ist üblich bei digitalen Produktionen im Film oder Serienbereich. Und wenn es nur so dezent eingesetzt ist, dass man
es fast nicht sieht, ist es trotzdem da und wird unterbewusst mit analog in Verbindung gebracht. So wie Filme halt hundert Jahre ausgesehen haben.
Darauf sind die Meisten geeicht. Wird mit nachfolgenden Generationen vermutlich irgendwann verschwinden.

Leute wie Nolan drehen ja auch nicht digital. Warum nur? Oder Villeneuve, der sein digitales Bild auf Film belichtet. Muss ja schon irgendeinen Sinn haben, oder?
 
Merkwürdige Diskussion hier teilweise. Wer einen analog auf Filmmaterial gedrehten Film sieht, sieht zwangsläufig auch das Filmkorn – es gehört zur Technik und ist Teil des Originals. Alles andere ist nichts weiter als ein Herumdoktern am Ausgangsmaterial, um den aktuellen Geschmack zu bedienen.
prinzipiell ja, aber es fällt einem ja kein Zacken aus der Krone, sich mit zeitgeist-Theme und aktuellem Geschmack sachlich auseinanderzusetzen - denn: mindestens mal viele sehr junge Leute können natürlich auch zumindest schwerer verstehen, was das ganze Gewese um Korn usw. soll.... etwas komplett als Blödsinn abzutun, hat noch selten jemand überzeugt.... :zwinker: und zumindest hier liegen ja einige kerngedanken durchaus erstmal nahe, auch wenn sie letztendlich faktisch falsch sind und mit Argumenten zu begegnen sind.... was natürlich auch nicht heissen muss, dass der Überzeugungsversuch am ende erfolgreich ist :biggrin:
Glaubst du wirklich, dass du jemanden überzeugen kannst, der nie Zugang zu analogem Filmmaterial hatte und Filme ausschließlich im glatten TV-Modus erlebt hat und genau daran gewöhnt ist?

Ich finde es schön, wenn solche Themen diskutiert werden – auch wenn man manchmal gegen eine Wand argumentiert. Ich möchte die Einstellung von Liebhabern eines glatten Bildes auch gar nicht ändern. Jeder soll es so genießen, wie er es mag.

Mir ging es lediglich um meine grundsätzliche Haltung, die auf technisch belegbaren Fakten basiert – mehr nicht. Filmkorn ist ein Bestandteil des analogen Films und keine Störung!
 
Filmkorn ist ein Bestandteil des analogen Films und keine Störung!
Filmkorn ist eine materialbedingte Störung im analogen Filmmaterial. Man hat immer versucht, diese Störung zu minimieren, indem man weiter am Material geforscht hat. Und bei teurerem Material war die Störung auch weniger präsent als bei billigerem Material. Es ist und bleibt aber eine Störung.

Man kann ja "argumentieren", dass die Störung prinzipbedingt "dazu gehört", aber sich so völlig dagegen zu wehren, sie beim Namen zu nennen ist schon fast amüsant... :biggrin:

Hätte es damals schon Material ohne diese Störung gegeben... Fast jeder hätte es benutzt. Gab es halt nicht. Es bleibt trotzdem eine Störung.
 
@GrandmasterA

Natürlich bist du damit aufgewachsen, es sei den du warst nie im Kino.

Filmkorn ist und war nie ein Fehler. Bei VHS und DVD war das Korn freilich nicht sichtbar, wie auch? War sowieso alles ein Matsch.
Digitale Kameras rauschen auch. Bei schlechter Belichtung etc.. Nur ist das kein Korn, sondern halt Rauschen, was man mit genügend Licht vermeiden kann.
Rauschen = Fehler, Korn = Teil des Bildes.

Und ob du das Korn als Fehler ansiehst oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Wer ursprüngliches Bildmaterial mit NR oder KI bearbeitet, verändert das Bild oder interpretiert es neu.
Das geht in MEINEM Augen einfach nicht.

Moderne digitale Produktionen werden oft massiv auf analog getrimmt und analoges Material hat weit mehr typische Eigenschaften als nur Filmkorn.. Der Halo Effekt, weiche Kanten usw.
Das digitale Bild, direkt aus der Kamera sieht fürchterlich aus. Moderne Linsen sind ultra scharf und die Sensoren freilich auch. Der typische "digitale Look". Scharfe Kanten, klinisches Bild.
Will man nicht.

Ich will das auch gar nicht als allgemein Gültig darstellen aber Fake Grain ist üblich bei digitalen Produktionen im Film oder Serienbereich. Und wenn es nur so dezent eingesetzt ist, dass man
es fast nicht sieht, ist es trotzdem da und wird unterbewusst mit analog in Verbindung gebracht. So wie Filme halt hundert Jahre ausgesehen haben.
Darauf sind die Meisten geeicht. Wird mit nachfolgenden Generationen vermutlich irgendwann verschwinden.

Leute wie Nolan drehen ja auch nicht digital. Warum nur? Oder Villeneuve, der sein digitales Bild auf Film belichtet. Muss ja schon irgendeinen Sinn haben, oder?
Uiuiui, da wird aber wieder sehr pauschalisiert… 😉

„Das digitale Bild aus der Kamera sieht furchtbar aus“: klar, aber das nutzt auch niemand. Das ist eine subjektive Wertung, keine technische Tatsache.
Eine moderne Digitalkamera liefert zunächst einmal ein sehr neutrales, hochdynamisches Rohbild (RAW oder Log). Dieses ist schlichtweg gar nicht für die Veröffentlichung gedacht. Auch ohne Fake Grain nicht.
Ich sage: jeder Spielfilm erhält anschließend Color Grading, Kontrastanpassung, Farbgestaltung, Schärfe- und Lookmanagement - so wie übrigens bei analogem Film auch - dessen Bild aus der Kamera auch nicht anschaubar ist. Das fertige Kinobild ist also nie einfach “direkt aus der Kamera”… weder analog noch digital. Und diese Tatsache hat mit Fake Grain null zu tun.

„Moderne Linsen sind ultrascharf. Das will man nicht.“ So pauschal auch IMHO falsch.
Es gibt AUCH HEUTE EINE VIELZAHL von Linsen. Die Wahl hängt von der bildsprach ab.
Viele Produktionen wollen durchaus maximale Schärfe.
Andere wollen halt bewusst weichere Abbildung. Andere wollen wiederum was dazwischen.
Es gibt keine allgemeine Ablehnung moderner scharfer Optiken.
Es ist wie schon immer beim Film: Man will eine bestimmte Bildsprache erreichen.

Zu Dune und der ausbelichtung auf Gilm und rescan. Meine Recherche ergibt: fraser hat manches in pure digital , manches in „organic look“ besser gefallen.

„We weren’t sure in the early days if we would shoot film or digital, and our extensive testing included 35mm, 65mm 5-perf, 65mm 15-perf, digital 35, digital full frame and digital 65,” says Fraser. “We found digital was much closer to the look we wanted, but we also wanted some of the organic feel of film.“

Es hat alles was für sich: „perfekter“ digitaler Look, eher etwas analoger Look oder Mischformen. Digmatismus in eine Richtung ist einfach Quatsch.

Ich versteh schon, dass du mit diesen auch bewusst zuspitzenden Aussagen was erreichen willst. Und im Kern bin ich mir recht sicher, dass wir sehr nah beisammen liegen in diesem Thema… 😉- aber nicht in dieser pauschalisierung
 
Bitte solche AI verfassten Posts kennzeichen... :grml:

Edit: das bezog sich auf einen Beitrag direkt darüber, welcher nun nicht mehr da ist. Nicht auf @Kumbbls Post!
 
Zuletzt bearbeitet:
Und auch nicht immer den gleichen Mumpitz wiederholen, anstatt einfach mal zu checken, dass Material, das nicht 1:1 das aufzeichnen KANN, was es aufzeichnen soll, einem FEHLER unterliegt. Dass dieser Fehler materialbedingt ist und man es größtenteils nicht ändern konnte, ist unstrittig, aber ändert daran exakt gar nichts. Man nannte diesen prinzipbedingten Fehler im Material dann halt Filmkorn, weil er durch das Material des Filmes zustande kam. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass es trotzdem ein Fehler bleibt? Bin mir gerade nicht ganz sicher :zwinker2:
 
Bitte solche AI verfassten Posts kennzeichen... :grml:

Edit: das bezog sich auf einen Beitrag direkt darüber, welcher nun nicht mehr da ist. Nicht auf @Kumbbls Post!
Jetzt wollte ich gerade meiner Verwunderung Ausdruck verleihen…. Da sehe ich während des Schreibens deinen edit… na dann löschtaste für die Verwunderung 😉
 

Hätte es damals schon Material ohne diese Störung gegeben... Fast jeder hätte es benutzt. Gab es halt nicht. Es bleibt trotzdem eine Störung.
Ist halt bullshit weil heute sehr viele digitale Produktionen fake korn über das bild legen weil das glatte digitale bild zu künstlich aussieht
 
Weil ein paar Leute, es heute noch aus Nostalgie als Stilmittel verwenden (genauso wie Sepia, S/W oder gleich komplette Fehlfarben), wird aus dem simplen Fakt nicht gleich Bullshit...
Die Mehrheit der Produktionen tut dies nicht.
 
@Seripmac … wenn du schreiben würdest, „weil es für das historisch gewachsene Filmbild-ästhetische Empfinden zu künstlich aussieht“ (bei Realbild, nicht Animation), dann würde es endlich mal richtiger…

und nur weil du deine (natürlich absolut berechtigte) MEINUNG einleitend mit bullshit garnierst, werden deine Einwürfe nicht gehaltvoller :augenroll:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich liebe tolle UHDs, die alte Klassiker in vollem (wenn dann leicht und kompetent gut gemanagtem) Korn-Ornament zeigen, ein Hochgenuss für filmliebhaber… Aber was hier immer an vorgefassten Dogmen (gerne auch ohne erkennbare Substanz rausgehauen) unterwegs ist, ist schon wirklich erstaunlich … die Hauptsache, das eigene jahrzehntelang betonierte Filmtechnik-Weltbild steht bombenfest…
 
@GrandmasterA

Natürlich bist du damit aufgewachsen, es sei den du warst nie im Kino.

Filmkorn ist und war nie ein Fehler. Bei VHS und DVD war das Korn freilich nicht sichtbar, wie auch? War sowieso alles ein Matsch.
Digitale Kameras rauschen auch. Bei schlechter Belichtung etc.. Nur ist das kein Korn, sondern halt Rauschen, was man mit genügend Licht vermeiden kann.
Rauschen = Fehler, Korn = Teil des Bildes.

Und ob du das Korn als Fehler ansiehst oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Wer ursprüngliches Bildmaterial mit NR oder KI bearbeitet, verändert das Bild oder interpretiert es neu.
Das geht in MEINEM Augen einfach nicht.

Moderne digitale Produktionen werden oft massiv auf analog getrimmt und analoges Material hat weit mehr typische Eigenschaften als nur Filmkorn.. Der Halo Effekt, weiche Kanten usw.
Das digitale Bild, direkt aus der Kamera sieht fürchterlich aus. Moderne Linsen sind ultra scharf und die Sensoren freilich auch. Der typische "digitale Look". Scharfe Kanten, klinisches Bild.
Will man nicht.

Ich will das auch gar nicht als allgemein Gültig darstellen aber Fake Grain ist üblich bei digitalen Produktionen im Film oder Serienbereich. Und wenn es nur so dezent eingesetzt ist, dass man
es fast nicht sieht, ist es trotzdem da und wird unterbewusst mit analog in Verbindung gebracht. So wie Filme halt hundert Jahre ausgesehen haben.
Darauf sind die Meisten geeicht. Wird mit nachfolgenden Generationen vermutlich irgendwann verschwinden.

Leute wie Nolan drehen ja auch nicht digital. Warum nur? Oder Villeneuve, der sein digitales Bild auf Film belichtet. Muss ja schon irgendeinen Sinn haben, oder?
Uiuiui, da wird aber wieder sehr pauschalisiert… 😉

„Das digitale Bild aus der Kamera sieht furchtbar aus“: klar, aber das nutzt auch niemand. Das ist eine subjektive Wertung, keine technische Tatsache.
Eine moderne Digitalkamera liefert zunächst einmal ein sehr neutrales, hochdynamisches Rohbild (RAW oder Log). Dieses ist schlichtweg gar nicht für die Veröffentlichung gedacht. Auch ohne Fake Grain nicht.
Ich sage: jeder Spielfilm erhält anschließend Color Grading, Kontrastanpassung, Farbgestaltung, Schärfe- und Lookmanagement - so wie übrigens bei analogem Film auch - dessen Bild aus der Kamera auch nicht anschaubar ist. Das fertige Kinobild ist also nie einfach “direkt aus der Kamera”… weder analog noch digital. Und diese Tatsache hat mit Fake Grain null zu tun.

„Moderne Linsen sind ultrascharf. Das will man nicht.“ So pauschal auch IMHO falsch.
Es gibt AUCH HEUTE EINE VIELZAHL von Linsen. Die Wahl hängt von der bildsprach ab.
Viele Produktionen wollen durchaus maximale Schärfe.
Andere wollen halt bewusst weichere Abbildung. Andere wollen wiederum was dazwischen.
Es gibt keine allgemeine Ablehnung moderner scharfer Optiken.
Es ist wie schon immer beim Film: Man will eine bestimmte Bildsprache erreichen.

Zu Dune und der ausbelichtung auf Gilm und rescan. Meine Recherche ergibt: fraser hat manches in pure digital , manches in „organic look“ besser gefallen.

„We weren’t sure in the early days if we would shoot film or digital, and our extensive testing included 35mm, 65mm 5-perf, 65mm 15-perf, digital 35, digital full frame and digital 65,” says Fraser. “We found digital was much closer to the look we wanted, but we also wanted some of the organic feel of film.“

Es hat alles was für sich: „perfekter“ digitaler Look, eher etwas analoger Look oder Mischformen. Digmatismus in eine Richtung ist einfach Quatsch.

Ich versteh schon, dass du mit diesen auch bewusst zuspitzenden Aussagen was erreichen willst. Und im Kern bin ich mir recht sicher, dass wir sehr nah beisammen liegen in diesem Thema… 😉- aber nicht in dieser pauschalisierung
Ich denke schon, dass wir grundsätzlich nah beisammen sind. Ich hab bewusst etwas pauschalisiert und übertrieben, da mir grad die Zeit für Ausführlicheres fehlt.
Was du schreibst ist richtig. Das ist übrigens mein Beruf, von daher weiß ich was du meinst. Würde man zum Beispiel einen Imagefilm für eine Klinik drehen, währe meine Wahl auch ein knackscharfes modernes Objektiv.
Grundsätzlich möchte man das cleanste Bild, das nur möglich ist um größtmögliche Freiheit beim Bearbeiten zu haben. Aber das führt zu weit.

Letztendlich will der Großmeister hier nicht ganz verstehen um was es tatsächlich geht.
 
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