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Kinofilm: Die Odyssee [Christopher Nolan] (2026) [Kino]

  • Werde ich mir anschauen

    Stimmen: 43 58,1%
  • Gesehen, für gut befunden

    Stimmen: 10 13,5%
  • Gesehen, kann man schauen, muss man aber nicht

    Stimmen: 1 1,4%
  • Gesehen, gefällt mir nicht

    Stimmen: 0 0,0%
  • Interessiert mich nicht

    Stimmen: 20 27,0%

  • Umfrageteilnehmer
    74

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Den sowohl besungenen als auch verschriene noalanische "Realismus"-Fetisch hat er mit einen cleveren Trick seinen Modus Operandi eingefügt, er entzieht der Telemachie und der Rückkehr sämtliche übernatürlichen Elemente, während die Irrfahrten in ihrer ganzen phantastischen Pracht erzählt werden, selbstverständlich in seinen geerdeten Design, welches auch mit Ausnahme der Laistrygonen absolut überzeugnd daher kommt. Diese Zweischneidigkeit erlaubt sowohl die Lesart der phantastischen Realität, als auch die Irrfahrten als post-traumatische Bewältigungsstrategie, denn Nolan entzaubert den ehrenvollen Mythos, dem heroischen Akt des Krieges, hin zur Aufgabe und Vernichtung des zivilisierten Zusammenleben, nicht wegen einer Frau die tausend Schiffe in Bewegung zu versetzen mochte, sondern aufgrund maskulinen Geltungsdrang sowie Machtstreben. Dieser Odysseus erlebt seine Pein nicht aufgrund seiner Arroganz gegenüber den Göttern, sondern der fehlenden Akzeptanz der Konsequenzen seiner Taten, zum Tod geworden, Zerstörer von Welten. Die Missachtung der eigenen Grundsätze (Hier wieder eine Überbetonung des Offensichtlichen seitens Nolan) und die eigene, als überlegen empfundene Kultur, das selbzerstörerische Ende des bronzen Zeitalters einleitete ist ein wunderbarer Kniff, die Analogien zur Gegenwart drängen sich selbstverständlich auf. Leider entlässt Nolan am Ende doch geläutert buchstablich in den Sonnenuntergang, hier hätte ich mir dann doch den mutigen, finalen Schritt gewünscht. Nichtsdestotrotz ein bewegender Film.
Der film beleuchtet auf jeden fall die folgen toxischer männlichkeit und hat eine feministische grundhaltung. Von der gnadenlosigkeit seiner welt her hat er mich stark an dunkirk erinnert.
 
Die Odyssee räumt weltweit an den Kinokassen mächtig ab.
In den USA wird es auf jeden Fall ein Startwochenende über $100 Millionen geben, vielleicht sogar weit darüber.
In fast allen anderen Ländern startet der Film teils deutlich über Oppenheimer.
Dieser hat weltweit eine knappe Milliarde Dollar eingespielt.
Die Odyssee dürfte diese Marke überschreiten.
 
Die Welt wurde in den vergangenen Jahren ja auch nicht gerade mit Blockbusters überschwemmt.
 
Hab den Film gestern im Kino gesehen.
Was ich sah, hat mir gefallen. John Leguizamo ist Scene Stealer des Films. Die Szenen mit dem Zyklopen könnten aus einem Horrorfilm stammen. Robert Pattinson spielt ein hassenswertes Schwein hervorragend.
Schön fand ich, dass im Gegensatz zu Wolfgang Petersens Troja die Götter hier zum Zuge kamen. Wobei ich jetzt nicht sagen könnte, welcher Film mir besser gefällt.
 
Mit $250 Millionen hat man Nolan ein richtig üppiges Budget für diesen Film bewilligt.
Sehr schön, dass sich dieser Mut auszahlt.
Was bei Nolan eigentlich immer passt ist die Hochwertigkeit seiner Filme.
Hier wird das Geld nicht verbrannt sondern sinnvoll in Qualität gesteckt.
Vom Cast über die Schauplätze bis zum Score.
 
:48:

We could have had a period accurate Odyssey, spoken in ancient Greek.
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@Seripmac
Von Gibson kommt dann in 10 Monaten Resurrection of the Christ in die Kinos.
Dürfte ebenso hochwertig werden wie der Nolan Film.
Das Budget ist angeblich ja schon mal identisch (obwohl das bei Resurrection für zwei Filme ausgegeben wurde).
Die Odyssee hatte übrigens 91 Drehtage, Resurrection (beide Teile) hatte insgesamt 134 Drehtage.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nolan lässt sich sogar zu Splatter-Einlagen hinreißen. Die Untoten des Hades, die zur Kommunikation mit den Lebenden Blut trinken müssen? Und das alles war der FSK nur eine "ab 12" Auszeichnung wert? Hier muss Warner aber sehr viele Klinken geputzt haben.

Was meinst du denn damit? Ich fand, das war in Sachen Gewalt alles recht nüchtern, oft aus einer gewissen Distanz und ohne Fokus auf Wunden und Blut erzählt, was mich tatsächlich bei Nolan auch gewundert hätte. Fand da die Freigabe vertretbar.
Der zyklop beißt sichtbar köpfe ab und schmeißt körperteile durch die gegend. Beim kampf gegen die Riesen spritzen sichtbare blutfontänen und arme und beine fliegen durch die gegend.
Ich fand das beim Zyklopen trotzdem fast schon zurückhaltend inszeniert. Und auch bei den Riesen musste man schon genau hinsehen. Splatter ist da für mich was anderes. Am fiesesten fand ich eigentlich...

...die Verwandlung in die Schweine - und am heftigsten die Momente, die das Gemetzel in Troja zeigen, natürlich vor allem wegen dem Kontext. Auch die finale Rache ist trotz vieler Toter und Schwertern Messern und Bögen ja nicht wirklich blutig...

Im Nachhinein hat es mich da schon gewundert, dass er nicht auf ein PG-13 gegangen ist. Aber egal, Hauptsache, er musste keine Kompromisse eingehen...
 
Nolan lässt sich sogar zu Splatter-Einlagen hinreißen. Die Untoten des Hades, die zur Kommunikation mit den Lebenden Blut trinken müssen? Und das alles war der FSK nur eine "ab 12" Auszeichnung wert? Hier muss Warner aber sehr viele Klinken geputzt haben.

Was meinst du denn damit? Ich fand, das war in Sachen Gewalt alles recht nüchtern, oft aus einer gewissen Distanz und ohne Fokus auf Wunden und Blut erzählt, was mich tatsächlich bei Nolan auch gewundert hätte. Fand da die Freigabe vertretbar.
Der zyklop beißt sichtbar köpfe ab und schmeißt körperteile durch die gegend. Beim kampf gegen die Riesen spritzen sichtbare blutfontänen und arme und beine fliegen durch die gegend.
Ich fand das beim Zyklopen trotzdem fast schon zurückhaltend inszeniert. Und auch bei den Riesen musste man schon genau hinsehen. Splatter ist da für mich was anderes. Am fiesesten fand ich eigentlich...

...die Verwandlung in die Schweine - und am heftigsten die Momente, die das Gemetzel in Troja zeigen, natürlich vor allem wegen dem Kontext. Auch die finale Rache ist trotz vieler Toter und Schwertern Messern und Bögen ja nicht wirklich blutig...

Im Nachhinein hat es mich da schon gewundert, dass er nicht auf ein PG-13 gegangen ist. Aber egal, Hauptsache, er musste keine Kompromisse eingehen...
Ja, stimmt schon. Auf der einen seite ist er explizit, auf der anderen dann wieder nicht. Für mich hätte wie gesagt alleine die bodyhorror szene eine fsk 16 gerechtfertigt. Welcher 12 jährige davon nicht verstört werden soll, muss man mir zeigen.
 
Nolan lässt sich sogar zu Splatter-Einlagen hinreißen. Die Untoten des Hades, die zur Kommunikation mit den Lebenden Blut trinken müssen? Und das alles war der FSK nur eine "ab 12" Auszeichnung wert? Hier muss Warner aber sehr viele Klinken geputzt haben.

Was meinst du denn damit? Ich fand, das war in Sachen Gewalt alles recht nüchtern, oft aus einer gewissen Distanz und ohne Fokus auf Wunden und Blut erzählt, was mich tatsächlich bei Nolan auch gewundert hätte. Fand da die Freigabe vertretbar.
Der zyklop beißt sichtbar köpfe ab und schmeißt körperteile durch die gegend. Beim kampf gegen die Riesen spritzen sichtbare blutfontänen und arme und beine fliegen durch die gegend.
Ich fand das beim Zyklopen trotzdem fast schon zurückhaltend inszeniert. Und auch bei den Riesen musste man schon genau hinsehen. Splatter ist da für mich was anderes. Am fiesesten fand ich eigentlich...

...die Verwandlung in die Schweine - und am heftigsten die Momente, die das Gemetzel in Troja zeigen, natürlich vor allem wegen dem Kontext. Auch die finale Rache ist trotz vieler Toter und Schwertern Messern und Bögen ja nicht wirklich blutig...

Im Nachhinein hat es mich da schon gewundert, dass er nicht auf ein PG-13 gegangen ist. Aber egal, Hauptsache, er musste keine Kompromisse eingehen...
Ja, stimmt schon. Auf der einen seite ist er explizit, auf der anderen dann wieder nicht. Für mich hätte wie gesagt alleine die bodyhorror szene eine fsk 16 gerechtfertigt. Welcher 12 jährige davon nicht verstört werden soll, muss man mir zeigen.
Der Witz dabei ist, dass auch 6 jährige in Begleitung eines Elternteils den Film sehen können.
 
Nolan lässt sich sogar zu Splatter-Einlagen hinreißen. Die Untoten des Hades, die zur Kommunikation mit den Lebenden Blut trinken müssen? Und das alles war der FSK nur eine "ab 12" Auszeichnung wert? Hier muss Warner aber sehr viele Klinken geputzt haben.

Was meinst du denn damit? Ich fand, das war in Sachen Gewalt alles recht nüchtern, oft aus einer gewissen Distanz und ohne Fokus auf Wunden und Blut erzählt, was mich tatsächlich bei Nolan auch gewundert hätte. Fand da die Freigabe vertretbar.
Der zyklop beißt sichtbar köpfe ab und schmeißt körperteile durch die gegend. Beim kampf gegen die Riesen spritzen sichtbare blutfontänen und arme und beine fliegen durch die gegend.
Ich fand das beim Zyklopen trotzdem fast schon zurückhaltend inszeniert. Und auch bei den Riesen musste man schon genau hinsehen. Splatter ist da für mich was anderes. Am fiesesten fand ich eigentlich...

...die Verwandlung in die Schweine - und am heftigsten die Momente, die das Gemetzel in Troja zeigen, natürlich vor allem wegen dem Kontext. Auch die finale Rache ist trotz vieler Toter und Schwertern Messern und Bögen ja nicht wirklich blutig...

Im Nachhinein hat es mich da schon gewundert, dass er nicht auf ein PG-13 gegangen ist. Aber egal, Hauptsache, er musste keine Kompromisse eingehen...
Ja, stimmt schon. Auf der einen seite ist er explizit, auf der anderen dann wieder nicht. Für mich hätte wie gesagt alleine die bodyhorror szene eine fsk 16 gerechtfertigt. Welcher 12 jährige davon nicht verstört werden soll, muss man mir zeigen.
Der Witz dabei ist, dass auch 6 jährige in Begleitung eines Elternteils den Film sehen können.
Ja, das machts ja so absurd.
 

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Ist der Film eigentlich irgendwo besonders? Und ist er "nur" ganz gut. 8/10. Rumms bumms. Weg?
 
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