Talk Der HiFi-Thread - alles zu Stereo 2.0

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Die Stereo hat zwei Plattenspieler getestet:
Hart am Limit – Plattenspieler von Aldi und Tchibo im Duell
Hier die Geräte:
:biggrin::biggrin: Ich. Bin. Begeistert. :biggrin::biggrin:
 
Was haltet ihr von diesem Gerät:


Als Geburtstagsgeschenk für jemanden, der noch ein paar alte Platten hat aber kaum Musik hört.
 
@Darksaber:
Das Angebot an Platenspielern ist wieder extrem reichhaltig geworden.
Lenco ist wie Dual, EMT und Thorens auch eine "uralte Marke" die wieder belebt wurde, oder überlebt hat.
Ein "Dauerläufer" zu absurden Preisen:
Das Zeug von denen hat durchaus seine Meriten, aber die aufgerufenen Preise sind absolut absurd. Wenn man nach Linn LP12 sucht, fällt man vom Glauben ab. :facepalm:
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Zeug von denen hat durchaus seine Meriten, aber die aufgerufenen Preise sind absolut absurd.
Linn ist halt HighEnd, auch bei den anderen Gerätschaften. Und wenn man sich mal ansieht, was so in den letzten zehn Jahren an Preiserhöhungen bei diesen Firmen stattgefunden haben, dann sollte man sich darüber nicht mehr wundern.

Bei Plattenspielern hat man aber zum Glück immer noch die preisliche Abdeckung, die es auch vor fast vierzig Jahren noch gab: von ultrabillig bis unverschämt teuer. Man kann wunderbar entscheiden, welche Materialgüte man haben will, wie sehr man sich einen Bruch am Anheben des Equipments holen will, welche Art von Design man zugeneigt ist, wieviel man selber am Dreher herumschrauben möchte. Und es ist ja immerhin ein Quellgerät, bei dem man mit steigendem Preis auch ein Zuwachs an Güte und Qualität erhalten kann.
 
Sind jetzt nicht ganz so billig aber die kleinen Plattenspieler Modelle von Rega sind absolut zu empfehlen.
Da liegt man beim Planar 1-2 bei 400-600€.
 
Ich bin bei den Plattenspielern inzwischen bei den alten Dual-Geräten gelandet und habe in den letzten Monaten einige wieder fit gemacht. Darunter ein 1228, meine alte HS132 mit dem 1234, einen 1249, zwei 1246 und einen 601. Die HS132 fällt etwas da raus, weil das eher ein Einsteiger-Gerät ist, das verrichtet aus nostalgischen Gründen aber im Büro mit den etwas schlechteren Platten seinen Dienst. Die anderen kann man aber auch problemlos mit hochkarätigen Systemen bestücken und spielen viele Neugeräte an die Wand.
Man muss sich halt rantrauen und Spaß dran haben, die Dinger zu warten und aufzubereiten. Dann kann man für kleines Geld aber wie gesagt Top-Geräte bekommen, wenn man sich die Arbeit macht. Einen 721 hab ich auch noch hier stehen, der soll perspektivisch mein neuer Hauptdreher werden. Aktuell spielt an der Stelle der 1246. Der 601 wird mich wahrscheinlich wieder verlassen, wenn er noch ein wenig Kosmetik bekommen hat, aber auch nur, weil ich eben nicht so viele Geräte brauche.

Meine Schwester hat in einem Nachbarort einen Dual 1019 für 15,- € geschossen. Optisch abgesehen von ein wenig Staub in sehr gutem Zustand für ein beinahe 60 Jahre altes Gerät, aber eben wegen der langen Standzeit auch wartungsbedürftig. Den werde ich ihr auch auf Vordermann bringen und dann soll er an einem Sonos-System spielen. Komponenten dafür wurden am Black Friday schon alle geschossen: Eine Sonos Move 2 fürs Vintage-Kaminzimmer, wo der Dual dann dran spielen soll, dazu ein iFi Zen Air Phono als VV und einen Adapter, um das Ganze an den Sonos-Speaker anzuschließen. Wenn schon so eine Anlage existiert und die nötige Bastelfreude da ist macht es vielleicht Sinn, sich eher nach sowas umzuschauen. In dem Fall hier war z. B. eh ein System mit großer Soundbar im Wohnzimmer und einem weiteren Speaker fürs Kaminzimmer angedacht, der aber für bestimmte Anlässe portabel sein soll. Da ist die Wahl dann auf die Sonos-Bausteine gefallen. Ich denke meine Schwester wird da mit dem Dual 1019, der so in diese Kombi integriert wurde auch mehr Freude haben, als mit so einer billigen Bluetooth-Plattenfräse. Ich hab die Sonos-Teile aktuell hier liegen zum Ausprobieren und habe die Tage testweise mal den 1249 da dran angeschlossen und glaube, der Klang, der da rauskam könnte so eine Bluetooth-Plattenfräse schon alt aussehen lassen. Und diese alten Dual-Dinger sind im Gegensatz zu heutigen Geräten nahezu unkaputtbar, weil sie so gut wie keine Elektronik verbaut haben - zumindest die Reibrad- und Riemenantriebe, bei den Direktantrieben wie dem 721 sieht es natürlich etwas anders aus. Es ist kein Hexenwerk (ich hab handwerklich sonst auch zwei linke Hände, alles Daumen), aber machbar - und man entwickelt durch die Wartung ja auch so seine eigene Geschichte mit dem Gerät, wodurch es dann auch schön ist, wenn das Resultat am Ende im Regal steht und schön spielt.

Aber wie gesagt: Bevor ich mir so eine Bluetooth-Plattenfräse für 300,- € ohne große Upgrade-Möglichkeit hinstellen würde, würde ich eher mal schauen, was ggf. schon an Komponenten vorhanden ist und da ein gutes und gewartetes Vintage-Gerät mit gutem Tonabnehmer ranhängen. Damit fährt man ggf. günstiger (insbesondere, wenn man den Dreher selbst wartet), langlebiger und hat sogar die authentischere Lösung. Vom besseren Klang und ggf. größerem Spaßfaktor mal ganz abgesehen. :zwinker:
 
Wer selbst was machen kann, ist bei dem Hobby klar im Vorteil. Wer es Profis überlassen will oder muss: Sollte wissen was er will und was das kosten darf.
In einem anderen Faden hatte ich neulich von einem restaurierten marantz 2600 Receiver erzählt. Realistisch muss man aktuell gut 6000€ für so ein Sammlerstück auf den Tisch legen. Das hindert aber Händler nicht dran einfach mal 13000€ aufzurufen. Ein Extrembeispiel, aber so ein Ding ist auch ein Fall für versierte Spezialisten, nichts für Hobby-Enthusiasten.
Natürlich nicht mit einem alten Dual zu vergleichen, den man quasi geschenkt bekommt. Für einen sauber überholten Dual werden aber auch sicher mehr als 15€ aufgerufen..
Ob die Oldtimer nachher wieder dauerhaft fit sind, dazu gibt es unterschiedliche Berichte..
 
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Klar, in revidiertem Zustand findet man die sicher nicht für 15,- €. Da war dieser 1019 sowieso ein absoluter Glücksgriff, dass man den überhaupt in dem Zustand zu dem Kurs findet - und dann auch noch um die Ecke. Die anderen Duals habe ich alle so für ca. 50,- € bekommen, aber wenn ich den 601 wieder verkaufe werde ich den Preis natürlich auch höher ansetzen - ich hab ja (neben ein paar kleinen Ersatzteilen) auch ordentlich Zeit rein investiert. Den würde ich ohne neue Nadel dann auch irgendwo zwischen 150 und 200,- € einpreisen, was denke ich ein angemessener Preis für revidierte Duals dieser Kategorie ist. Aber nimmt man die Preisspanne von 300,- € für diese Bluetooth-Kiste, bekäme man so fürs gleiche Geld auch ein deutlich besseres Gerät und hätte noch Luft für einen anständigen Tonabnehmer.

Lässt man die Dinger vom Händler revidieren, oder kauft revidierte Geräte bei einem Händler, der auch noch Garantie drauf geben muss, bezahlt man das natürlich auch nochmal extra. Und natürlich gibt es ebenso auch Privatleute, die einmal mit nem Staubtuch drüber gehen, einen selbstgebastelten neuen Steuerpimpel aufstecken und die Geräte dann für 500,- € als Top-revidiert verkaufen wollen. Oder auch solche Angebote hier:

Diese Ruine ist wahrscheinlich keine 10,- € mehr wert. "Zeigt deutliche Gebrauchsspuren" und "könnte eine Restaurierung vertragen" ist da noch stark untertrieben. Ich glaube, manche Artefakte, die man nach 100 Jahren von der Titanic geborgen hat waren in besserem Zustand als dieser Plattenspieler. :biggrin:
Aber so um die 50,- € findet man durchaus gute Duals in solidem Zustand, aus denen man auf jeden Fall was machen kann, wenn man sich eben rantraut und die Zeit investieren will. Und auch wenn man bereits revidierte Geräte kauft ist man, vorausgesetzt die sind ordentlich überarbeitet worden, kann man sich für günstigeres Geld ein echtes Vintage-Gerät kaufen, wo man bei ähnlich guten Neugeräten mal locker zwischen 500 und 1000,- € oder noch mehr unterwegs ist. Die Plattenspieler-Technik war ja in den 70ern schon quasi ausgereift, weshalb man da bei den Neugeräten keinen wirklichen Fortschritt mehr hat (von den Bluetooth und USB-Geschichten mal abgesehen, die man aber auch mit entsprechenden Zusatzkomponenten bei den Vintage-Geräten erreichen kann). Und ob heutige Neugeräte in 50 Jahren auch noch so gut laufen, wie diese alten Geräte aus den 70ern nach einer Schmierkur, wage ich auch mal zu bezweifeln.
 
Bevor ich mir so eine Bluetooth-Plattenfräse für 300,- € ohne große Upgrade-Möglichkeit hinstellen würde, würde ich eher mal schauen, was ggf. schon an Komponenten vorhanden ist und da ein gutes und gewartetes Vintage-Gerät mit gutem Tonabnehmer ranhängen.
Für den Kurs wohl nicht - aber mit 500-1000 € sollte doch was mehr als Brauchbares dabei sein, oder nicht?
Und auch wenn man bereits revidierte Geräte kauft ist man, vorausgesetzt die sind ordentlich überarbeitet worden, kann man sich für günstigeres Geld ein echtes Vintage-Gerät kaufen, wo man bei ähnlich guten Neugeräten mal locker zwischen 500 und 1000,- € oder noch mehr unterwegs ist.
Aja, schon beantwortet. :biggrin:

Bei Plattenspieler lohnt sich der Vintage-Aspekt wirklich - mechanisch alles recht simpel umgesetzt, alles gut zu revidieren und zu ersetzen, wenn man ein bißchen basteln kann. Anschlußmöglichkeiten sind alle vorhanden.
 
Bei Plattenspieler lohnt sich der Vintage-Aspekt wirklich - mechanisch alles recht simpel umgesetzt, alles gut zu revidieren und zu ersetzen, wenn man ein bißchen basteln kann. Anschlußmöglichkeiten sind alle vorhanden.
Solange man sich im Mainstream bewegt, ja.
Mein alter Kumpel hat versucht einen alten Pioneer (oder war es ein Marantz?) Tangentialplattenspieler wieder flott machen zu lassen. Das hat ihn nur Geld gekostet und zum Schluss hat er den entnervt an einen Bastler abgegeben.
Solange man sich auf großen Massenhersteller und Standardtechnik beschränkt, sollte das problemlos klappen. Im Zweifel schon revidierte Geräte kaufen, denn die Profis wissen wofür sie auch Servicemanuals und die Ersatzteile bekommen. Und von was man besser die Finger lässt.
Oder wenn man gerne selbst bastelt und günstig drankommt: Selbst fummeln, falls die möglichen Verluste vernachlässigbar sind.
 
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Mein alter Kumpel hat versucht einen alten Pioneer (oder war es ein Marantz?) Tangentialplattenspieler wieder flott machen zu lassen. Das hat ihn nur Geld gekostet und zum Schluss hat er den entnervt an einen Bastler abgegeben.
Ach Gott, das ist doch Spezial-Bastelei. Da muß man sich gut mit auskennen, sonst führt es wirklich nur zu Frust und Geldverbrennen.
Solange man sich im Mainstream bewegt, ja.
Wo auch sonst. Es gibt doch genug. Und die meisten wollen einen zuverlässigen Plattenspieler, kein HighEnd-Dingen mit im Mondlicht gedengelter Nadel. :cool:
 
Wo auch sonst. Es gibt doch genug. Und die meisten wollen einen zuverlässigen Plattenspieler, kein HighEnd-Dingen mit im Mondlicht gedengelter Nadel. :cool:
In der letzten Hochphase kamen diverse Spezialitäten an den Start. Auch um gegen die CD anzustinken. Tangentialplattenspieler waren da sehr en Vogue. Deshalb das Beipiel. Die gab es auch von Technics und Revox zB
Also durchaus in großen Stückzahlen, besonders von Technics. Da wird heute die Luft schnell dünn.
Mainstreammodell/Technik, Mainstreamhersteller ist nur die halbe Miete. Da ist man mit einem konventionellen Dreher von Technics, Dual oder Thorens zB besser bedient. Ja
Ach Gott, das ist doch Spezial-Bastelei. Da muß man sich gut mit auskennen, sonst führt es wirklich nur zu Frust und Geldverbrennen.
Dachte ich mir auch. Er hatte das Modell schon mal in den 80ern (oder davon geträumt) und einen akuten Fall von schwerer Nostalgie. Ich hab dazu nix gesagt, ich bin selbst in einem Alter, wo man mit solchen Anfällen rechnen muss.
Der hat den nicht selbst versucht zu überholen, sondern ihn zu einem Spezialisten gegeben, der sich die Überholung/Reparatur zutraute. Danach waren zwar einige Macken weg, aber der Tonarm war immer noch zickig. Da er ihn auch als Bastlergerät kaufte und der Spezialist wegen der teilweisen Nicht-Reparatur Nachlass gab, hat er vermutlich nicht so viel Geld verloren.
Ich spreche das Thema nicht mehr an.:zwinker:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich spreche das Thema nicht mehr an.:zwinker:
Sonst kündigt er dir die Freundschaft? Oh, das muß tief sitzen.

Ach, wir haben alle mal Tinnef gekauft. Mein Rohrkrepierer war ein MD-Recorder von Sony - nach 5-6 Jahren funktionierte das Laufwerk nicht mehr richtig. Bis heute ist eine MiniDisc im Laufwerk drinne, die das Teil nicht mehr ausspucken wollte. Und ich besitze das Gerät seit 1997! :hammer:
 
In der letzten Hochphase kamen diverse Spezialitäten an den Start. Auch um gegen die CD anzustinken. Tangentialplattenspieler waren da sehr en Vogue. Deshalb das Beipiel. Die gab es auch von Technics und Revox zB
Ich erinnere mich. Gab es damals nicht auch diesen Plattenspieler, der die Rillen per Laser abgetastet hat?
 
Gab es damals nicht auch diesen Plattenspieler, der die Rillen per Laser abgetastet hat?
Ja. Der war ein Flop. Irrsinnig teuer (20000$ meine ich) und man hörte wirklich jedes Staubkorn in der Rille. :biggrin:
Und manche von Technics Tangentialen konnte man an die Wand hängen und die spielten. Aber derlei Gags haben langfristig auch nicht geholfen.
 
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