Kino 28 Years Later: The Bone Temple 2026

  • Ersteller Ersteller leeloo
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Kinofilm: 28 Years Later: The Bone Temple (2026) [Kino]

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Ich glaube ja, dass der Teaser am Ende von Teil 1 die Leute eher irritiert und abgestoßen als wie vorgesehen angezogen hat - da ziehen einige auch schon mal vorzeitig die Reißleine. Dazu kommt das ultraenge Zeitfenster, das wahrscheinlich dazu geführt hat, dass das Publikum noch satt war. Und ein Start im traditionell schwachen Januar. Passt alles nicht so ganz zusammen. Darüber hinaus hat mich eher das relativ gute Einspiel des ersten Teils überrascht, da ich das Gefühl hatte, dass die Leute auch ganz generell immer noch ziemlich zombie-satt sind dank Walking Dead & Co.
 
Da dürfte eher die Finanzierung das Problem gewesen sein. Ein Wunder, dass sich Sony dazu bereit erklärt hat 2 Filme parallel zu finanzieren. Und da Teil 1 nur okay und Teil 2 jetzt richtig schlecht lief, dürfte Teil 3, allen Promo-Zusagen von Sony hin oder her, vermutlich nicht sicher sein. Sonst hätte man Teil 3 bereits am Ende von Teil 2 zu drehen angefangen.

Wobei ich mich auch frage, wo hier das ganze Geld gelandet ist. Beim Cast? Bei den Musik Lizenzen? Nichts sieht hier nach 50+ Millionen pro Film aus.
Wie kannst du den bitte das Budget einschätzen? Alle beiden Filme sehen toll aus und nicht billiger im Vergleich mit irgendwelchen Marvel-Filmen.

Ich liebe an Bone Temple einfach alles und verstehe das Publikum einfach nicht mehr. Gilt aber für alles derzeit.
"toll aussehen" ist aber schon kurios. Ich war kurz davor 28 years abzubrechen, weil der Film so experimentell, stümperhaft gedreht wurde. Ich bin ja kein Fan der langweiligen Marvel-Inszenierung, aber man sollte nicht einfach wild rumprobieren und schauen ob überhaupt etwas funktioniert und dann vorallem beim nächsten Teil einfach zurück zum Standard zurückkehren.
 
Was auch ein Faktor sein dürfte, der Appeal von Zombie-Filmen ist nicht mehr so vorhanden wie zu Zeiten von 28 Days Later. Damals war ein Anblick von verlassenen Schauplätzen noch ungewöhnlich.
The Walking Dead und diverse Ableger dürften auch zu einer Übersättigung beigetragen haben, was solche Stoffe angeht. Die tatsächliche Pandemie in der Zwischenzeit war bestimmt auch nicht sonderlich zuträglich.
 
Solche
Da dürfte eher die Finanzierung das Problem gewesen sein. Ein Wunder, dass sich Sony dazu bereit erklärt hat 2 Filme parallel zu finanzieren. Und da Teil 1 nur okay und Teil 2 jetzt richtig schlecht lief, dürfte Teil 3, allen Promo-Zusagen von Sony hin oder her, vermutlich nicht sicher sein. Sonst hätte man Teil 3 bereits am Ende von Teil 2 zu drehen angefangen.

Wobei ich mich auch frage, wo hier das ganze Geld gelandet ist. Beim Cast? Bei den Musik Lizenzen? Nichts sieht hier nach 50+ Millionen pro Film aus.
Wie kannst du den bitte das Budget einschätzen? Alle beiden Filme sehen toll aus und nicht billiger im Vergleich mit irgendwelchen Marvel-Filmen.

Ich liebe an Bone Temple einfach alles und verstehe das Publikum einfach nicht mehr. Gilt aber für alles derzeit.
"toll aussehen" ist aber schon kurios. Ich war kurz davor 28 years abzubrechen, weil der Film so experimentell, stümperhaft gedreht wurde. Ich bin ja kein Fan der langweiligen Marvel-Inszenierung, aber man sollte nicht einfach wild rumprobieren und schauen ob überhaupt etwas funktioniert und dann vorallem beim nächsten Teil einfach zurück zum Standard zurückkehren.
Solche Beiträge machen mich traurig. :(

Und sind die Antwort darauf warum Filme mit künstlerischer Intention in der Regel scheitern, die Mehrheit will Check-Listen konforme Unterhaltung.
 
Solche
Da dürfte eher die Finanzierung das Problem gewesen sein. Ein Wunder, dass sich Sony dazu bereit erklärt hat 2 Filme parallel zu finanzieren. Und da Teil 1 nur okay und Teil 2 jetzt richtig schlecht lief, dürfte Teil 3, allen Promo-Zusagen von Sony hin oder her, vermutlich nicht sicher sein. Sonst hätte man Teil 3 bereits am Ende von Teil 2 zu drehen angefangen.

Wobei ich mich auch frage, wo hier das ganze Geld gelandet ist. Beim Cast? Bei den Musik Lizenzen? Nichts sieht hier nach 50+ Millionen pro Film aus.
Wie kannst du den bitte das Budget einschätzen? Alle beiden Filme sehen toll aus und nicht billiger im Vergleich mit irgendwelchen Marvel-Filmen.

Ich liebe an Bone Temple einfach alles und verstehe das Publikum einfach nicht mehr. Gilt aber für alles derzeit.
"toll aussehen" ist aber schon kurios. Ich war kurz davor 28 years abzubrechen, weil der Film so experimentell, stümperhaft gedreht wurde. Ich bin ja kein Fan der langweiligen Marvel-Inszenierung, aber man sollte nicht einfach wild rumprobieren und schauen ob überhaupt etwas funktioniert und dann vorallem beim nächsten Teil einfach zurück zum Standard zurückkehren.
Solche Beiträge machen mich traurig. :(

Und sind die Antwort darauf warum Filme mit künstlerischer Intention in der Regel scheitern, die Mehrheit will Check-Listen konforme Unterhaltung.
Nur, weil man irgendetwas versucht, heisst das nicht, dass es funktionieren muss, vorallem, wenn es zuviel innerhalb eines Films ist. 28 Days Later war auch stilistisch auch außergewöhnlich, aber hat einfach besser funktioniert.
 
Solche
Da dürfte eher die Finanzierung das Problem gewesen sein. Ein Wunder, dass sich Sony dazu bereit erklärt hat 2 Filme parallel zu finanzieren. Und da Teil 1 nur okay und Teil 2 jetzt richtig schlecht lief, dürfte Teil 3, allen Promo-Zusagen von Sony hin oder her, vermutlich nicht sicher sein. Sonst hätte man Teil 3 bereits am Ende von Teil 2 zu drehen angefangen.

Wobei ich mich auch frage, wo hier das ganze Geld gelandet ist. Beim Cast? Bei den Musik Lizenzen? Nichts sieht hier nach 50+ Millionen pro Film aus.
Wie kannst du den bitte das Budget einschätzen? Alle beiden Filme sehen toll aus und nicht billiger im Vergleich mit irgendwelchen Marvel-Filmen.

Ich liebe an Bone Temple einfach alles und verstehe das Publikum einfach nicht mehr. Gilt aber für alles derzeit.
"toll aussehen" ist aber schon kurios. Ich war kurz davor 28 years abzubrechen, weil der Film so experimentell, stümperhaft gedreht wurde. Ich bin ja kein Fan der langweiligen Marvel-Inszenierung, aber man sollte nicht einfach wild rumprobieren und schauen ob überhaupt etwas funktioniert und dann vorallem beim nächsten Teil einfach zurück zum Standard zurückkehren.
Solche Beiträge machen mich traurig. :(

Und sind die Antwort darauf warum Filme mit künstlerischer Intention in der Regel scheitern, die Mehrheit will Check-Listen konforme Unterhaltung.
Nur, weil man irgendetwas versucht, heisst das nicht, dass es funktionieren muss, vorallem, wenn es zuviel innerhalb eines Films ist. 28 Days Later war auch stilistisch auch außergewöhnlich, aber hat einfach besser funktioniert.
Pardon, man muss die Filme nicht schön, gelungen oder ansprechend finden, aber Adjektive wie stümperhaft sind gegenüber Vollprofis wie Danny Boyle einfach nur unfassbar anmaßend. Ich empfinde die Filme als unbeschreiblich schön, mutig und vor allem auch mit den Inhalt verzahnt, der Film ist Ausdruck pur und damit in jeder Hinsicht Kunst, der Film funktioniert also offenkundig für mich ausgezeichnet. Übrigens definiert sich Kunst insbesondere darüber dem Zwang einer Funktion erhaben zu sein.

Wenn man (nur) an Unterhaltung interessiert ist, dann bietet ja gerade das Horror Genre zahlreiche Alternativen, meist einer generischer als der andere.
 
Gerade das Horror-Genre, das aus wirtschaftlichen Gründen natürlich weiterhin den Ausschuss produziert, auf den du dich beziehst, ist in den letzten Jahren eigentlich ziemlich innovativ und in der Spitze alles andere als generisch. Die 28-Years-Filme fallen für mich allerdings nicht unbedingt darunter, gerade weil sie ins Leere experimentieren. Natürlich weiß Danny Boyle, was er da im technischen Sinne tut, aber er dreht sich schon im ersten Teil ein bisschen im Kreis... und das wird im zweiten massiv dadurch verschlimmert, dass Nia DaCosta, deren "Candyman"-Interpretation ich eigentlich relativ gerne mochte, hier zu seiner Handwerkerin gemacht wird, die gar nicht mehr dazu in der Lage ist, ihre eigene Handschrift durchzusetzen. Da ist einfach viel Bruchwerk dabei. Klar, da sind immer wieder starke Momente in beiden Teilen, aber wenn die Momente vorbei sind, frag ich mich eigentlich immer nur "und wohin jetzt?"

Kann man sicher alles anders sehen, keine Frage, aber ich sehe diesen Mut für mich nicht. Vergleich das doch mal mit dem Impact, den "28 Days Later" Anfang der 00er hatte (noch zwei Jahre, bevor Zack Snyder die Bilder menschenleerer Vororte und Großstädte dann zur Popkultur gemacht hat). Da sind die genannten Attribute für mich wesentlich besser aufgehoben.
 

Teil 2 ist sogar bei Netflix total gefloppt. Und man hatte große Hoffnungen, er würde sein Publikum im Pauschal-Streaming finden. Kann sein, dass Teil 3 jetzt komplett erledigt ist. Das Franchise scheint kommerziell tot zu sein.
Gute Frage, viele Leute hat vielleicht der doch sehr eigenwillige Stil von Danny Boyle abgeschreckt und sie somit auf den 2. Teil verzichtet lassen. Vielleicht ist der 2. Teil auch einfach zu brutal für die ganz große Masse. Das durchaus realistische Szenario in der Scheune ist schon ziemlich harter Tobak und könnte für viele einfach zu viel des guten sein.
 
Gerade das Horror-Genre, das aus wirtschaftlichen Gründen natürlich weiterhin den Ausschuss produziert, auf den du dich beziehst, ist in den letzten Jahren eigentlich ziemlich innovativ und in der Spitze alles andere als generisch. Die 28-Years-Filme fallen für mich allerdings nicht unbedingt darunter, gerade weil sie ins Leere experimentieren. Natürlich weiß Danny Boyle, was er da im technischen Sinne tut, aber er dreht sich schon im ersten Teil ein bisschen im Kreis... und das wird im zweiten massiv dadurch verschlimmert, dass Nia DaCosta, deren "Candyman"-Interpretation ich eigentlich relativ gerne mochte, hier zu seiner Handwerkerin gemacht wird, die gar nicht mehr dazu in der Lage ist, ihre eigene Handschrift durchzusetzen. Da ist einfach viel Bruchwerk dabei. Klar, da sind immer wieder starke Momente in beiden Teilen, aber wenn die Momente vorbei sind, frag ich mich eigentlich immer nur "und wohin jetzt?"

Kann man sicher alles anders sehen, keine Frage, aber ich sehe diesen Mut für mich nicht. Vergleich das doch mal mit dem Impact, den "28 Days Later" Anfang der 00er hatte (noch zwei Jahre, bevor Zack Snyder die Bilder menschenleerer Vororte und Großstädte dann zur Popkultur gemacht hat). Da sind die genannten Attribute für mich wesentlich besser aufgehoben.
Ich hab den Horrorfilm ja nicht seine Perlen, die ich auch mit Vorliebe berge, abgesprochen, sondern auf den Blumenstrauß an Möglichkeiten verwiesen, Und Boyle experimentiert sicherlich nicht in die Leere, im Thread zu 28 Years Later haben wir ja so einige Themen herausgearbeitet und mit der Form in Verbindung gebracht. Der ganze Film als Abrechnung und Abhandlung der britischen Geschichte, Umgangsmöglichkeiten mit dem Tod, das Verhältnis zu Gewalt, Kultur vs Natur ect. Nur um Dinge zu nennen, die der Text direkt hergibt, wenn man zu sehen bereit ist. Und das Nia DaCosta ihre eigene Handschrift nicht einbringen konnte, ist auch nicht haltbar. Wie @leeloo zuvor bereits sagte (paraphrasiert): Wirkte wie aus einem Guss, ohne den Vorgänger sklavisch zu kopieren.

Eine Weiterentwicklung von Boyles Bildästhetik, aber mit genügend eigenen Input und unter Hilfenahme anderer Hardware.
 
Denke der erste 28 years war nicht das was viele erwartet haben als sie ins Kino gingen und ein großer Teil der Leute die diesen noch geschaut haben haben sich dann den zweiten Teil geschenkt.
Hatte es auch erst kürzlich mit einer Kollegin bei der Arbeit davon dass sie sich beide Filme eigentlich anschauen wollte (sie mag eigentlich Zombie-Filme). Aber aufgrund der Berichte über nackte Zombies entschied sie sich dan doch dagegen weil sie meinte dass Sexualisierung in solchen Filmen nichts verloren hätte. Mal ganz abgesehen davon dass ich hier trotz großem Schwengel nicht von Sexualisierung reden würde hat der erste Film in seiner Offenheit und auch Unkonventionalität viele junge Leute vor den Kopf gestoßen.
 
Denke der erste 28 years war nicht das was viele erwartet haben als sie ins Kino gingen und ein großer Teil der Leute die diesen noch geschaut haben haben sich dann den zweiten Teil geschenkt.
Hatte es auch erst kürzlich mit einer Kollegin bei der Arbeit davon dass sie sich beide Filme eigentlich anschauen wollte (sie mag eigentlich Zombie-Filme). Aber aufgrund der Berichte über nackte Zombies entschied sie sich dan doch dagegen weil sie meinte dass Sexualisierung in solchen Filmen nichts verloren hätte. Mal ganz abgesehen davon dass ich hier trotz großem Schwengel nicht von Sexualisierung reden würde hat der erste Film in seiner Offenheit und auch Unkonventionalität viele junge Leute vor den Kopf gestoßen.
Gerade das zeigt ja, was irgendwie verkehrt läuft in der Gesellschaft oder wie verkrampft die Leute sind.

Wenn reihenweise Menschen zerfleischt, zerhackt und gegessen werden, nennt man das Unterhaltung, aber wenn ein paar Schwengel durch die Gegend baumeln, für ein paar Sekunden, wird man gleich "verstört" und "kann nicht damit umgehen".

Meine Güte.
Das sagt eigentlich mehr über die Menschen, die solche Filme konsumieren bzw. nicht konsumieren aus, als über den Film.

Auch wenn beide 28 Years Teile ihre Macken haben, finde ich aber auch, dass man Boyle anerkennen muss, dass er hier etwas außergewöhnliches geschaffen hat.
Viele haben eben einen simplen Zombie Reißer erwartet, aber er meditiert hier über das Leben und zeigt auch bewusst sehr leise Töne, zwischen dem Gemetzel. Das ist für so ein großes Projekt schon erstaunlich.
Aber das ist leider auch klar, dass ihm hier die Masse die kalte Schulter zeigt.

Bone Temple bekam einfach die finanzielle Quittung dafür, dass Teil 1 viel zu "artsy" für den gemeinen Zuseher war. Ich hatte bei der Sichtung im Kino auch so meine Probleme mit dem Teil und konnte ihn schwer einordenen, die Sehgewohnheiten haben einfach etwas anderes erwartet.
Erst im Laufe der Tage und Wochen hat er für mich dann gewonnen, als ich etwas mehr über ihn nachgedacht habe.

Auch wenn Teil 3 jetzt nicht mehr kommen sollte, stehen dennoch die "Years" Filme für eine gewagte Art des Filmemachens in einer Zeit, in der sowieso das meiste nur mehr mit Schablone kreiert wird.
 
Viele haben eben einen simplen Zombie Reißer erwartet, aber er meditiert hier über das Leben und zeigt auch bewusst sehr leise Töne, zwischen dem Gemetzel. Das ist für so ein großes Projekt schon erstaunlich.
This! Hautnah miterlebt im Kino, als jemand nach dem Abspann mit aufgeblasenen Backen ernsthaft meinte, Years sei der schlechteste Film, den er je gesehen habe. (Geschmack hin oder her.)
Ich muss nämlich auch sagen, dass mir das Projekt imponiert(e?). Unter all' diesen Fantasy-Filmfest-Schinken, die maßgeblich von einer einzigen (Kurzfilm-)Idee leben und verquastem A24-Slow-Cinema-Architektur-Horror bin ich echt begeistert von Boyles Rückkehr zur Wucherung, zur Montage. Und dermaßen "willkürlich" zusammengebastelt finde ich das gar nicht. Die Form, wenn man deren zerstoßene, manipulierte Bilder in eine Welt einordnet, deren Bilderkultur als solche schwindet oder gleich von Geburt an determiniert ist (Spike wundert sich in einer Szene über die Handybilder Eriks; wir sehen Zeichnungen jener auszufüllenden gesellschaftlichen Rollen etc.), dann hat sie für mich eine Funktion. Form war selbst in Days (Mini DV) und Weeks (Shaky Cam) Dystopie, hier geht sie sogar noch eine unheilvolle, aber dem Zeitgeist zuarbeitende Verbindung mit der (unbearbeiteten) "Natur" ein.
Dass Bone Temple als Zwischenstück (wiederum zwischen dem Exzess bzw. den, denke ich, Exzessen Danny Boyles) stilistisch ein, zwei Gänge zurückschaltet und sich in die Gesichter der Figuren und ihrer Verhältnisse zueinander einschreibt, war in meinen Augen ebenfalls nachvollziehbar. Auch dort gehen mir (ich fand den Film trotzdem schwächer als den Erstling) einige, jedoch diesmal eher thematische Verbindungslinien nicht aus dem Kopf.
 
Ich habe mir am Wochenende die beiden Years Teile auf Netflix angesehen und bin von beiden Filmen begeistert. Den zweiten Teil empfand ich zwar als etwas schwächer als den ersten (hatte mir mehr weiterführende Story in Bezug auf Spike bzw. seines Vaters/oder Babys erhofft), aber er war trotzdem völlig in Ordnung. Persönlich hoffe ich auf einen dritten Teil - möchte schon wissen wie es weitergeht.
 
  • Cremig
Reaktionen: Six
Wieso eigentlich Rückkehr zur Montage? Mag sein, dass man Boyles Kino aktuell als antizyklisch empfinden muss, aber demnach zu urteilen, was ich von ihm sonst gesehen habe, macht er einfach mit dem weiter, was er ohnehin am besten kann. Das ist schlicht und ergreifend sein Stil, den er hier eben weiterzuentwickeln versucht. Ich mag das meistens auch (bei ihm! Allgemein bin ich eigentlich recht froh, dass wir uns endlich mal wieder dem angenähert haben, was du als "A24-Slow-Cinema-Architektur-Horror" bezeichnest, denn deren Verbreitung ist bei weitem einfacher zu zähmen als das Montage-Kino, das sich in den 00er-Jahren leider verbreitet hat wie die Pest... vielleicht habe ich da deswegen auch immer noch meine Vorbehalte). Diesmal funktioniert es für mich eben auch bei Boyle nur so mittelprächtig - obwohl auch ich die von euch angerissenen Themen und noch mehr durchaus immer wieder aufblitzen sehe. Und in Augenblicken auch zu schätzen weiß. Aber es bleibt ohne Nachhall. Auch, weil es manchmal wiederkäut, sich widerspricht oder plump zitiert. Dabei trotz der cartoonesken Ausgestaltung der Slow-Lows und Alphas ganz ohne die ungefilterte Wucht von "Days" bleibt. Sagt mir jedenfalls mein Bauch, auf den ich immer als erstes höre... und mein Nervensystem, das mich hier nicht mehr zu unwillkürlichen Zuckungen verleitet. Ich bin viel weiter weg vom Geschehen. Artsy kommt mir da übrigens generell nicht in den Sinn, da ist eigentlich nichts in den Filmen, was ich als prätentiös oder affektiert bezeichnen würde. Außer vielleicht die Iron-Maiden-Nummer, bei der ich aber auch hin- und hergerissen bin, ob ich applaudieren oder wegschauen soll. Mag aber natürlich sein, dass die Masse das anders sieht. Selbiges in Bezug auf "simpler Zombiereißer", da ja "Days" schon keiner war. Wieso sollte man also hier einen erwarten, es sei denn, man hat die Filme aus den 00ern nicht gesehen. Und wenn sich einmal durch den Stil durchgefräst hat, dann landet man doch beim Episodischen und potenziell Unendlichen. Ich sähe keinen Grund, nach der Trilogie den Schlussstrich zu ziehen, wäre das erfolgreich. Das könnte man immer weiter so fortführen und immer wieder jemand Neues ans Ruder lassen, und da würde sich die Handschrift jeweils nicht mehr oder weniger herausschälen als bei Nia DaCosta.

So oder so, es sei euch gegönnt. Ich find die Filme ja auch nicht grauenvoll. Menschen, die etwas als "schlechtesten Film, den ich je gesehen habe" bezeichnen, gibt's ja ohnehin immer, da denk ich mir nur immer, selig sind die Unwissenden ;)
 

Teil 2 ist sogar bei Netflix total gefloppt. Und man hatte große Hoffnungen, er würde sein Publikum im Pauschal-Streaming finden. Kann sein, dass Teil 3 jetzt komplett erledigt ist. Das Franchise scheint kommerziell tot zu sein.
Gute Frage, viele Leute hat vielleicht der doch sehr eigenwillige Stil von Danny Boyle abgeschreckt und sie somit auf den 2. Teil verzichtet lassen. Vielleicht ist der 2. Teil auch einfach zu brutal für die ganz große Masse. Das durchaus realistische Szenario in der Scheune ist schon ziemlich harter Tobak und könnte für viele einfach zu viel des guten sein.
Du kannst davon ausgehen, dass Leute, die es bis zur Scheunen-Szene geschafft haben und DANN abschalten (verständliche Reaktion, aber ist ja nicht so, dass die anderen Teile der Reihe wesentlich unblutiger wären...) dennoch von Netflix als Zuschauer gezählt werden. Die sind doch sehr kreativ, was die Auslegung "wurde x-Mal aufgerufen" betrifft.

Daher sollten in den aktuellen Zahlen auch diese Leute enthalten sein. Ich möchte daran erinnern, dass Teil 1 / Teil 3 vorher auch nicht nur gute Kritiken, gerade von normalen Zuschauern, bekommen hat. Ist auch hier im Forum zu lesen. Da dürften einige Zuschauer ein paar Monate vorher unzufrieden aus dem Film gegangen sein und die haben dann das aktuelle Werk garnicht erst gesichtet.

Und ich frage mich nach wie vor, wo das Geld geblieben sein soll. Ich habe BEIDE Filme gesehen und gerade der "Temple" hat im wesentlichen Locations zu bieten, die schon in Teil 1 vorhanden waren. Dann eine ganze Menge Wald und Fluss und der Bauernhof. Kameraarbeit war okay, aber die frisst doch kein Vermögen in Sachen Budgetanteil. Aber egal, ich habe ja keine Ahnung. Passt schon. Eventuell muss man die Budgets beider Filme addieren und das Ding am Ende quasi als "Einzelfilm plus Nachdrehs in ganz großen Stil" sehen und dann wären wir bei einer Rechengröße für beide Filme zusammen.

Meiner Meinung nach dennoch zu teuer für das "Gebotene". Hand aufs Herz, für die normalen Zuschauer, der die Kohle bringen soll, sind das Zombie-Filme. Die nicht umbedingt der "Norm" entsprechen (siehe Kritiken von Normalos) und dann noch zwei Mal das selbe Szenario erzählen bzw. als zweigeteilter Film daherkommen. Nicht die beste Idee, gerade im Kino mit den hohen Kosten zu Zeit. Dass man selbst als "Gratis-Schau" bei Netflix kein Publikum bindet sollte aber zeigen, dass es an dem / den Filmen selber liegt. Nicht an den Kosten für den Zuschauer.
 
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