Hatte übrigens noch jemand nach Anschauen des Filmes den Eindruck, dass das ganze einfach ein weiterer, noch billigerer Rampage-Teil werden sollte, Boll sich aber nach Dreh nochmal mit irgendwelchen Vermarktungs-Fuzzis zusammen gesetzt hat, um zu schauen, wie man die Möhre, an der wahrscheinlich wenig Interesse bestanden hätte, irgendwie aufregend und kontrovers framen könnte. Und dann hat man halt noch die Monologe und den Schlusstext eingefügt, um dem Film einen dezidiert reaktionären Spin zu verpassen und den Hammer-Charakter vom waschechten Psychopathen zum politischen Vigilanten umzustylen.
Auf alle Fälle ein übler Film, glücklicherweise aber auch ein sehr schlechter, langweiliger Film ohne Handlung, ohne Action (Mike Möller ist Kampfchoreograf, obwohl es keinen einzigen Kampf gibt, wtf?), ohne Spannung, ohne Dramaturgie, was durch die unchronologische Erzählweise vertuscht werden soll.
Aber Boll war halt immer schon ein viel besserer Kaufmann als Filmemacher. Und Kohle scheint der Film ja einzuspielen. Also alles richtig gemacht aus finanzieller Perspektive, wenn man Prinzipien und Moral außen vor lässt.