Sammelthread Welches Buch/Magazin habt ihr zuletzt gekauft?

  • Ersteller Ersteller Toxie
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Dangerous Davies. Der Verlierertyp unter den Polizei Detektiven.

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Ich, die ich Männer nicht kannte, ist schon mal eine Empfehlung meinerseits.
Dachte ich mir. :zwinker: Fiebere dem Roman (und seinem Hype) sehr entgegen; was der Film in diesem Jahr für mich nicht zu schaffen vermag, vermag dafür umso mehr die Literatur. Den Ausgleich nehme ich.
Wobei ich, wie bei jedem Hype, eher skeptisch bin. Aber ich gönne mir das Buch etwas später im Jahr auch.
Den Hype habe ich tatsächlich (erst) gar nicht mitbekommen, aber Popularität ist ja erstmal nichts schlechtes und wenn ein schon älteres Buch, dadurch nochmal oder erstmals Beachtung erfährt, ist es in meiner Wahrnehmung im ersten Schritt eine Bereicherung. Aufgrund solcher Hypes bauen sich natürlich Erwartungen auf, die ein Buch (oder jedes beliebige andere Medium) nicht zwingend erfüllen kann oder auch will. Mich interessierte schlicht der Inhalt an, denn Feminismus spricht mich immer an, insbesondere in Kombination der SF. Und als ich mich dann um den Diskurs bemühte, wurde mir der Hype erst bewusst. Aber da steht er ja in guter Gesellschaft, The Handmaids Tale erfährt ja auch über feministische Bewegungen hinaus eine neue, hohe Popularität, mit ihm wird Ich, die ich keine Männer kannte ja auch häufig verglichen, meiner Meinung nach sind es aber nur Oberflächlichkeiten und es sind grundsätzlich unterschiedliche (brilliante) Erzählungen. (Erstaunlich ist auch das hier keine reichweitenförderliche Verfilmung bzw. Serialisierung stattfindet) Tatsächlich wird bei Ich, die ich keine Männer kannte hinterfragt, ob es überhaupt ein feministischer Text. Das würde ich deutlich bejahen, wenn auch vielleicht erst auf dem zweiten Blick erkennbar, hier wieder das Spiel mit den Erwartungen, die Dystopie entwickelt seine Gedanken auf seine gänzlich eigene Art und Weise. Das lädt natürlich zu Missverständnissen ein, kann überfordern. Ich hab einen wahrhaftigen Veriss gelesen, ich meine in Die Zeit, der meiner Meinung nach den Roman in Gänze missverstanden hat.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen.
 
Um die 2020er herum entfachte sich darum ein TikTok-Hype, eingebettet in eine Relektüre (was bei der derzeitigen politischen Lage wahrlich nicht weit hergeholt ist). Ich freue mich auf das Buch, ich musste es unbedingt haben. Cover eh geil, Richtung Luigi-Bazzoni-Giallo. Klett-Cotta weiß, wie man mich kriegt. :liebe:

Das lädt natürlich zu Missverständnissen ein, kann überfordern. Ich hab einen wahrhaftigen Veriss gelesen, ich meine in Die Zeit, der meiner Meinung nach den Roman in Gänze missverstanden hat.

Mein Programm danach wird sein: Lucas Barwenczik und Fynn Benkert haben es - nebst einem Gast - in meinem deutschsprachigen literarischen Lieblingspodcast Gelesen. ausführlich seziert.

...

Was Hypes/Prestigepreisträger/Vorschusslorbeeren der letzten Jahre angeht (gelesen in diesem Jahr), bin ich bislang gut gefahren: drei herausragende Festa-Bücher, Die Holländerinnen, Die, My Love, Gym, (in Teilen) Goldstrand. Einzig Allegro Pastell, Wackelkontakt und der neue Pynchon Schattennummer haben mich nicht gehabt. Also: bereit! (Lázár hebe ich mir für das Jahresende auf, derzeit kein Bock auf ungarische Familienchronik.)
 
Um die 2020er herum entfachte sich darum ein TikTok-Hype, eingebettet in eine Relektüre (was bei der derzeitigen politischen Lage wahrlich nicht weit hergeholt ist). Ich freue mich auf das Buch, ich musste es unbedingt haben. Cover eh geil, Richtung Luigi-Bazzoni-Giallo. Klett-Cotta weiß, wie man mich kriegt. :liebe:

Das lädt natürlich zu Missverständnissen ein, kann überfordern. Ich hab einen wahrhaftigen Veriss gelesen, ich meine in Die Zeit, der meiner Meinung nach den Roman in Gänze missverstanden hat.

Mein Programm danach wird sein: Lucas Barwenczik und Fynn Benkert haben es - nebst einem Gast - in meinem deutschsprachigen literarischen Lieblingspodcast Gelesen. ausführlich seziert.

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Was Hypes/Prestigepreisträger/Vorschusslorbeeren der letzten Jahre angeht (gelesen in diesem Jahr), bin ich bislang gut gefahren: drei herausragende Festa-Bücher, Die Holländerinnen, Die, My Love, Gym, (in Teilen) Goldstrand. Einzig Allegro Pastell, Wackelkontakt und der neue Pynchon Schattennummer haben mich nicht gehabt. Also: bereit! (Lázár hebe ich mir für das Jahresende auf, derzeit kein Bock auf ungarische Familienchronik.)
Danke für den Tipp, da hör ich dochmal gerne rein. Lucas Barwenczik ist tatsächlich einer der Filmkritiker, die den Titel auch wirklich verdienen. Nicht weil seine (geschmacklichen) Urteile irgendwie besonders viele Schnittmengen mit meinen aufweisen würde, sondern weil er spannende, intellektuelle Perspektiven und Analysen die es auch wert sind, als solche bezeichnet zu werden und verpackt das Ganze auch noch eloquent wie nonchalant. Sprich, genau das was ich von (Film)Kritik wirklich will.
 
Noch ein Nachtrag bzw. des empfohlenen Podcast, den ich nun frisch in die Abo-Liste gepackt habe, beim überfliegen der Episoden ist mir aufgefallen, dass sie auch The Death of the Author (Der Tod der Autorin) von Nnedi Okorafor, der gänzlich anders geratenen, aber nicht weniger guten, Stück feministischer Science-Fiction, dass ich euch nur herzlichst empfehlen würde. Auch wenn man sich mit Afro-Futurismus (auch wenn sie das Label für sich in der ursprünglichen Form ablehnt) näher auseinander setzen will, der ja auch starke feministische, sozilogische, Gender Wurzeln mit z.B. Octavia Butler und Samual R. Delany hat, Tod der Autorin steht da also in bester Tradition. Vielleicht kein schlechtes Double Feature mit Ich, die ich Männer nicht kannte. :) War jedenfalls eines meiner schönsten Leseerlebnisse dieses Jahr.
 
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Ich habe heute gleich 3 Bücher gekauft: Der erste Polit-Thriller von Johnsrud, „Echokammer“, hatte mir sehr gefallen. Mit „Blendfeuer“ geht die Reihe nun weiter. Ich habe ein Faible für Spannungsliteratur aus Skandinavien. Da ich zuletzt „Minnesota“ von Jo Nesbo gelesen habe, ist jetzt vielleicht mal was Anderes dran, vermutlich „Where he can‘t find you“. Sarkastisch erzählte Serienkiller-Geschichten finde ich grundsätzlich reizvoll, daher landete auch „Zu alt für sowas“ in meiner Einkaufstasche.
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