Kino Kill Bill: The Whole Bloody Affair 2025

  • Ersteller Ersteller leeloo
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Kinofilm: Kill Bill: The Whole Bloody Affair (2025) [Kino]

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Wo willst du denn erkennen, dass ich behaupte die US-Fassung wäre zweifelsfrei Tarantios bevorzugte Fassung?
Ich schrieb
Denn genau das ist die Referenz, ob es der vom Regisseur angestrebte Fassung ist, spielt dabei keine Rolle. Ob das bei Kill Bill die Kinofassung oder der Japan-Cut ist, da kann man sich drüber streiten. Das kann sich ja über die Jahre auch wandeln, nicht selten in der Filmbranche (James Cameron, George Lucas, Wong Kar-Wai ect.) Evt. ist es nun The Whole Bloody Affair, vielleicht auch nicht. Und was ein als Konsument am besten gefällt, ist dann nochmal was ganz anderes.

Darüber hinaus hab ich meine Meinung dahingehend geäußert, dass ich die US-Fassung künstlerisch gelungener empfinde. Und die Vermutung, dass es auch die bisher von Tarantio bevorzugte Fassung sei, der Japan-Cut ein Dankeschön an den japanischen Film, aufgrund der Tatsache, dass Tarantio den Cut nur dem japanischen Markt bedient hat und international eben nicht. Was ja ohne Probleme möglich gewesen wäre. Wo du da nun den Absolutheitsanspruch meinerseits sehen willst, musst du bei Gelegenheit nochmal erklären.

Nein, keine Wortklauberei, sondern einfach präzise Sprache. Lese dir die Definition von Zensur nochmal in Ruhe durch. Dann merkst du selbst, dass kürzen ungleich Zensur ist. Filmproduktion laufen in Regel so ab: (Achtung, vereinfacht) Produzent X will beispielsweise einen Film produzieren, der sich an Jugendliche richtet, also geht er zu Regisseur Y, einen Film drehen. Oder Regisseur Y oder Drehbuch Autor Z wenden sich mit einer Idee an Produzent X. Wie rum auch immer, Produzent X treibt Geld auf und investiert es in die Produktion. Konzept, Drehbuch, Casting, Dreh und dann kommt die Arbeit im Schnittraum. Und dort entsteht der Film, es gibt zahlreiche Schnittfassungen und es wird hin und her montiert. Dann gibt es ggf. Testvorführungen und dann wird weiter rangiert. Irgendwann fällt dann der Final Cut an, es gibt Regisseure die das Recht auf den Final Cut zugesprochen bekommen, in der Regel gilt das Recht aber dem Produzenten bzw. Studio. (Tarantio gehört zu diesen Regisseuren, ein weiterer Hinweis darauf, dass die Kinofassung seine bevorzugte Fassung ist) Und genau das ist die Fassung, die ins Kino kommt und. Und damit die Referenz. Punkt. Also ein stinknormaler Prozess und nirgends gibt es einen staatlichen oder vergleichbar einflussreichen Akteur, der irgendeinen Beteiligten dazu genötigt hätte, eine dieser Entscheidungen zu treffen. Ergo keine Zensur!

Dein Beispiel mit Kondom des Grauens ist perfekt dafür geeignet, ein Eingriff seitens des Studios in den künstlerischen Prozess, aber eben keine Zensur. (Major)Filmproduktionen sind in erster Instanz eben ein Geschäft und erst in Zweiter möglicherweise Kunst.
Die Existenz der kürzeren Fassung trotz Tarantinos Recht auf Final Cut ist kein Indiz dafür, dass das seine bevorzugte Fassung ist, sondern einfach nur dafür, dass er sich darüber im Klaren ist, dass sein Film auch eine Ware ist und er eine Verpflichtung gegenüber seinen Geldgebern hat, die eine kommerzielle Erwartung haben und die er zu befriedigen hat, wenn er auch weiterhin Filme drehen will. Mal davon abgesehen, dass sein finanzieller Verdienst auch maßgeblich vom Erfolg der Auswertung abhängig ist. Er hat die kürzere Schnittfassung aus wirtschaftlichen Überlegungen oder Zwängen heraus erstellt.
Wenn diese Fassung seine bevorzugte wäre, wofür hat er die erweiterten, expliziteren Szenen dann nicht nur nur gedreht (es sind ja keine Handlungspassagen o.ä., bei denen man unter Umständen erst im Schnitt bemerkt, dass sie nicht funktionieren, unnötig oder zu lang sind etc.), sondern dann auch eine Schnittfassung erstellt, die diese enthält? Er wird wohl kaum dazu gezwungen worden sein, für einen wirtschaftlich in Relation eher zu vernachlässigenden Markt wie Japan eine extra Schnittfassung zu erstellen (was auch wiederum dem Final-Cut-Recht widersprechen würde).
Ich würde eher argumentieren, dass er sich den Gag mit der speziellen Fassung für Japan nur ersonnen hat, um seine Wunschfassung in Umlauf bringen zu können, OHNE dadurch gleichzeitig die Int. Fassung abzuwerten, zu der er sich indirekt gezwungen sah.
Wie schon mal geschrieben, ist auch bekannt, dass er in seinem öffentlichen Kino, dem New Beverly Cinema in L.A., (auch) die Uncut-Fassung (ja, ich nenne sie so) aufführen lässt. Warum sollte er das tun, wenn er auch einfach die kürzere, „von ihm bevorzugte“ Fassung zeigen kann?
 
giphy.gif
 
Ja, verstehe dich voll, in einer Zeit, in der Reels, Emoticons und GIFs die dominierenden Kommunikationsformen sind, kann der Versuch, einem auf logische Argumentation reduzierten Text zu folgen, schnell ermüdend, geradezu öde sein.
Mit sehr diszipliniertem, kontinuierlichem Training gelingt es aber selbst in schwierigen Fällen gelegentlich, ein Basisniveau an argumentativem Verständnis (zurück) zu erlangen.
 
Ja, verstehe dich voll, in einer Zeit, in der Reels, Emoticons und GIFs die dominierenden Kommunikationsformen sind, kann der Versuch, einem auf logische Argumentation reduzierten Text zu folgen, schnell ermüdend, geradezu öde sein.
Mit sehr diszipliniertem, kontinuierlichem Training gelingt es aber selbst in schwierigen Fällen gelegentlich, ein Basisniveau an argumentativem Verständnis (zurück) zu erlangen.
gaaanz ruhig brauner. ich hatte vor dir schon was dazu geschrieben. ;)
 
Wo willst du denn erkennen, dass ich behaupte die US-Fassung wäre zweifelsfrei Tarantios bevorzugte Fassung?
Ich schrieb
Denn genau das ist die Referenz, ob es der vom Regisseur angestrebte Fassung ist, spielt dabei keine Rolle. Ob das bei Kill Bill die Kinofassung oder der Japan-Cut ist, da kann man sich drüber streiten. Das kann sich ja über die Jahre auch wandeln, nicht selten in der Filmbranche (James Cameron, George Lucas, Wong Kar-Wai ect.) Evt. ist es nun The Whole Bloody Affair, vielleicht auch nicht. Und was ein als Konsument am besten gefällt, ist dann nochmal was ganz anderes.

Darüber hinaus hab ich meine Meinung dahingehend geäußert, dass ich die US-Fassung künstlerisch gelungener empfinde. Und die Vermutung, dass es auch die bisher von Tarantio bevorzugte Fassung sei, der Japan-Cut ein Dankeschön an den japanischen Film, aufgrund der Tatsache, dass Tarantio den Cut nur dem japanischen Markt bedient hat und international eben nicht. Was ja ohne Probleme möglich gewesen wäre. Wo du da nun den Absolutheitsanspruch meinerseits sehen willst, musst du bei Gelegenheit nochmal erklären.

Nein, keine Wortklauberei, sondern einfach präzise Sprache. Lese dir die Definition von Zensur nochmal in Ruhe durch. Dann merkst du selbst, dass kürzen ungleich Zensur ist. Filmproduktion laufen in Regel so ab: (Achtung, vereinfacht) Produzent X will beispielsweise einen Film produzieren, der sich an Jugendliche richtet, also geht er zu Regisseur Y, einen Film drehen. Oder Regisseur Y oder Drehbuch Autor Z wenden sich mit einer Idee an Produzent X. Wie rum auch immer, Produzent X treibt Geld auf und investiert es in die Produktion. Konzept, Drehbuch, Casting, Dreh und dann kommt die Arbeit im Schnittraum. Und dort entsteht der Film, es gibt zahlreiche Schnittfassungen und es wird hin und her montiert. Dann gibt es ggf. Testvorführungen und dann wird weiter rangiert. Irgendwann fällt dann der Final Cut an, es gibt Regisseure die das Recht auf den Final Cut zugesprochen bekommen, in der Regel gilt das Recht aber dem Produzenten bzw. Studio. (Tarantio gehört zu diesen Regisseuren, ein weiterer Hinweis darauf, dass die Kinofassung seine bevorzugte Fassung ist) Und genau das ist die Fassung, die ins Kino kommt und. Und damit die Referenz. Punkt. Also ein stinknormaler Prozess und nirgends gibt es einen staatlichen oder vergleichbar einflussreichen Akteur, der irgendeinen Beteiligten dazu genötigt hätte, eine dieser Entscheidungen zu treffen. Ergo keine Zensur!

Dein Beispiel mit Kondom des Grauens ist perfekt dafür geeignet, ein Eingriff seitens des Studios in den künstlerischen Prozess, aber eben keine Zensur. (Major)Filmproduktionen sind in erster Instanz eben ein Geschäft und erst in Zweiter möglicherweise Kunst.
Die Existenz der kürzeren Fassung trotz Tarantinos Recht auf Final Cut ist kein Indiz dafür, dass das seine bevorzugte Fassung ist, sondern einfach nur dafür, dass er sich darüber im Klaren ist, dass sein Film auch eine Ware ist und er eine Verpflichtung gegenüber seinen Geldgebern hat, die eine kommerzielle Erwartung haben und die er zu befriedigen hat, wenn er auch weiterhin Filme drehen will. Mal davon abgesehen, dass sein finanzieller Verdienst auch maßgeblich vom Erfolg der Auswertung abhängig ist. Er hat die kürzere Schnittfassung aus wirtschaftlichen Überlegungen oder Zwängen heraus erstellt.
Wenn diese Fassung seine bevorzugte wäre, wofür hat er die erweiterten, expliziteren Szenen dann nicht nur nur gedreht (es sind ja keine Handlungspassagen o.ä., bei denen man unter Umständen erst im Schnitt bemerkt, dass sie nicht funktionieren, unnötig oder zu lang sind etc.), sondern dann auch eine Schnittfassung erstellt, die diese enthält? Er wird wohl kaum dazu gezwungen worden sein, für einen wirtschaftlich in Relation eher zu vernachlässigenden Markt wie Japan eine extra Schnittfassung zu erstellen (was auch wiederum dem Final-Cut-Recht widersprechen würde).
Ich würde eher argumentieren, dass er sich den Gag mit der speziellen Fassung für Japan nur ersonnen hat, um seine Wunschfassung in Umlauf bringen zu können, OHNE dadurch gleichzeitig die Int. Fassung abzuwerten, zu der er sich indirekt gezwungen sah.
Wie schon mal geschrieben, ist auch bekannt, dass er in seinem öffentlichen Kino, dem New Beverly Cinema in L.A., (auch) die Uncut-Fassung (ja, ich nenne sie so) aufführen lässt. Warum sollte er das tun, wenn er auch einfach die kürzere, „von ihm bevorzugte“ Fassung zeigen kann?
Das mag zu treffen, ich sehe es anders bzw. es ist auch nicht wirklich relevant. Ich bevorzuge den Kino-Cut, andere den Japan-Cut. Was Tarantino nun bevorzugt, kann nur erraten. Das er in seinen Kino den Japan-Cut zeigt, kann man natürlich in der Richtung deuten, dass er sie bevorzugt. Vielleicht zeigt er es auch nur so, weil er etwas hat, was es exklusiv nur bei ihm gibt. (Und zusätzlich Gore-Landwirte anzieht) Ich bezweifel auch, dass die MPA den Film im Japan-Cut anders eingestuft hätten, ist ja nicht so, dass die Szene in Farbe grausamere Dinge zeigt, als im Rest des Films. Das ist halt alles Spekulatius, letztlich kann man es nicht beweisen. Was aber eben unstrittig ist, wäre der Umstand des Kino-Cuts als Final Cut und damit sind alle andere Fassungen erweitert/verändert, und eben nicht gekürzt. Und schon gar keiner Zensur unterworfen. Und genau das war ja der Stein des Anstoßes. Ich hoffe auch das es nun die in der letzten Ecke es verstanden haben.
 
Wo willst du denn erkennen, dass ich behaupte die US-Fassung wäre zweifelsfrei Tarantios bevorzugte Fassung?
Ich schrieb
Denn genau das ist die Referenz, ob es der vom Regisseur angestrebte Fassung ist, spielt dabei keine Rolle. Ob das bei Kill Bill die Kinofassung oder der Japan-Cut ist, da kann man sich drüber streiten. Das kann sich ja über die Jahre auch wandeln, nicht selten in der Filmbranche (James Cameron, George Lucas, Wong Kar-Wai ect.) Evt. ist es nun The Whole Bloody Affair, vielleicht auch nicht. Und was ein als Konsument am besten gefällt, ist dann nochmal was ganz anderes.

Darüber hinaus hab ich meine Meinung dahingehend geäußert, dass ich die US-Fassung künstlerisch gelungener empfinde. Und die Vermutung, dass es auch die bisher von Tarantio bevorzugte Fassung sei, der Japan-Cut ein Dankeschön an den japanischen Film, aufgrund der Tatsache, dass Tarantio den Cut nur dem japanischen Markt bedient hat und international eben nicht. Was ja ohne Probleme möglich gewesen wäre. Wo du da nun den Absolutheitsanspruch meinerseits sehen willst, musst du bei Gelegenheit nochmal erklären.

Nein, keine Wortklauberei, sondern einfach präzise Sprache. Lese dir die Definition von Zensur nochmal in Ruhe durch. Dann merkst du selbst, dass kürzen ungleich Zensur ist. Filmproduktion laufen in Regel so ab: (Achtung, vereinfacht) Produzent X will beispielsweise einen Film produzieren, der sich an Jugendliche richtet, also geht er zu Regisseur Y, einen Film drehen. Oder Regisseur Y oder Drehbuch Autor Z wenden sich mit einer Idee an Produzent X. Wie rum auch immer, Produzent X treibt Geld auf und investiert es in die Produktion. Konzept, Drehbuch, Casting, Dreh und dann kommt die Arbeit im Schnittraum. Und dort entsteht der Film, es gibt zahlreiche Schnittfassungen und es wird hin und her montiert. Dann gibt es ggf. Testvorführungen und dann wird weiter rangiert. Irgendwann fällt dann der Final Cut an, es gibt Regisseure die das Recht auf den Final Cut zugesprochen bekommen, in der Regel gilt das Recht aber dem Produzenten bzw. Studio. (Tarantio gehört zu diesen Regisseuren, ein weiterer Hinweis darauf, dass die Kinofassung seine bevorzugte Fassung ist) Und genau das ist die Fassung, die ins Kino kommt und. Und damit die Referenz. Punkt. Also ein stinknormaler Prozess und nirgends gibt es einen staatlichen oder vergleichbar einflussreichen Akteur, der irgendeinen Beteiligten dazu genötigt hätte, eine dieser Entscheidungen zu treffen. Ergo keine Zensur!

Dein Beispiel mit Kondom des Grauens ist perfekt dafür geeignet, ein Eingriff seitens des Studios in den künstlerischen Prozess, aber eben keine Zensur. (Major)Filmproduktionen sind in erster Instanz eben ein Geschäft und erst in Zweiter möglicherweise Kunst.
Die Existenz der kürzeren Fassung trotz Tarantinos Recht auf Final Cut ist kein Indiz dafür, dass das seine bevorzugte Fassung ist, sondern einfach nur dafür, dass er sich darüber im Klaren ist, dass sein Film auch eine Ware ist und er eine Verpflichtung gegenüber seinen Geldgebern hat, die eine kommerzielle Erwartung haben und die er zu befriedigen hat, wenn er auch weiterhin Filme drehen will. Mal davon abgesehen, dass sein finanzieller Verdienst auch maßgeblich vom Erfolg der Auswertung abhängig ist. Er hat die kürzere Schnittfassung aus wirtschaftlichen Überlegungen oder Zwängen heraus erstellt.
Wenn diese Fassung seine bevorzugte wäre, wofür hat er die erweiterten, expliziteren Szenen dann nicht nur nur gedreht (es sind ja keine Handlungspassagen o.ä., bei denen man unter Umständen erst im Schnitt bemerkt, dass sie nicht funktionieren, unnötig oder zu lang sind etc.), sondern dann auch eine Schnittfassung erstellt, die diese enthält? Er wird wohl kaum dazu gezwungen worden sein, für einen wirtschaftlich in Relation eher zu vernachlässigenden Markt wie Japan eine extra Schnittfassung zu erstellen (was auch wiederum dem Final-Cut-Recht widersprechen würde).
Ich würde eher argumentieren, dass er sich den Gag mit der speziellen Fassung für Japan nur ersonnen hat, um seine Wunschfassung in Umlauf bringen zu können, OHNE dadurch gleichzeitig die Int. Fassung abzuwerten, zu der er sich indirekt gezwungen sah.
Wie schon mal geschrieben, ist auch bekannt, dass er in seinem öffentlichen Kino, dem New Beverly Cinema in L.A., (auch) die Uncut-Fassung (ja, ich nenne sie so) aufführen lässt. Warum sollte er das tun, wenn er auch einfach die kürzere, „von ihm bevorzugte“ Fassung zeigen kann?
Das mag zu treffen, ich sehe es anders bzw. es ist auch nicht wirklich relevant. Ich bevorzuge den Kino-Cut, andere den Japan-Cut. Was Tarantino nun bevorzugt, kann nur erraten. Das er in seinen Kino den Japan-Cut zeigt, kann man natürlich in der Richtung deuten, dass er sie bevorzugt. Vielleicht zeigt er es auch nur so, weil er etwas hat, was es exklusiv nur bei ihm gibt. (Und zusätzlich Gore-Landwirte anzieht) Ich bezweifel auch, dass die MPA den Film im Japan-Cut anders eingestuft hätten, ist ja nicht so, dass die Szene in Farbe grausamere Dinge zeigt, als im Rest des Films. Das ist halt alles Spekulatius, letztlich kann man es nicht beweisen. Was aber eben unstrittig ist, wäre der Umstand des Kino-Cuts als Final Cut und damit sind alle andere Fassungen erweitert/verändert, und eben nicht gekürzt. Und schon gar keiner Zensur unterworfen. Und genau das war ja der Stein des Anstoßes. Ich hoffe auch das es nun die in der letzten Ecke es verstanden haben.
Ich habe gerade noch mal den Podcast rausgesucht, in dem er genau zu dieser ganzen Thematik befragt wird und ausführlich antwortet.
Zusammengefasst sagt er folgendes:
Er war ursprünglich der festen Annahme, dass er mit der Sequenz in Farbe kein R-Rating bekommen würde. Er entwickelte daher den Plan, den Film initial in der farbigen Fassung bei der MPAA einzureichen, um dann am Ende (nach mehreren Verhandlungsschritten, er erzählt das detaillierter) als Kompromiss die S/W-Fassung anbieten zu können und dafür das R-Rating zu bekommen. Zu seiner Überraschung verliefen die Verhandlungen aber letztlich so gut, dass sie dem Film mit der Sequenz in Farbe das R gegeben hätten.
Nachdem er die Sequenz aufgrund der erwarteten Problematik mit der MPAA von Anfang an (auch) in S/W konzipiert hatte, stand er plötzlich vor der Entscheidung, ob er sie weltweit in Farbe veröffentlichen will. Er entschied sich dann letztlich freiwillig dazu, in den westlichen Märkten die S/W-Fassung zu veröffentlichen, weil er sie a) ebenso „kinda cool“ findet (und klar war, dass er in Asien/Japan die farbige ohnehin veröffentlichten würde, diese also auch nicht verloren ist), ABER b) vor allem auch deshalb, weil er befürchtete, dass die farbige Sequenz die gesamte Wahrnehmung/Besprechung des Films (negativ) dominieren würde in der westlichen Welt/USA (er spricht noch länger über die Verknüpfung zwischen Rot und Blut in der Wahrnehmung der westlichen Zuschauer).
Insofern ist es schon zutreffend, dass er die Sequenz aus bestimmten Zwängen heraus entschärft hat (man könnte von Selbstzensur sprechen), gleichzeitig ist es aber auch richtig, dass die farbige nicht seine eindeutig präferierte ist, da er von Anfang an (oder zumindest sehr frühzeitig) den S/W-Wechsel in Erwägung gezogen hatte.
Alles in allem kann man daher beide Fassungen als legitim/gleichwertig bezeichnen.

Wer es nachhören will:

ReelBlend Podcast
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Link: https://open.spotify.com/episode/5s9bCEniyZk0NbG622RtJe?si=1gZdYSgOQ7y-lLO26S_bjg

Bei 1:27 wird die Frage nach der House of Blue Leafs Scene gestellt, dann schweifen sie nochmal kurz ab und ab 1:36 geht er dann darauf ein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unabhängig von Farbe oder S/W, ich hätte mir ja eine Version gewünscht, in der der Showdown im "House of Leaves" weit nach hinten, also fast ans Ende des Film gerutscht wäre - wo so ein Finale eben hingehört.
 
Echt lustiger Thread hier :48:
Muss aber auch sagen das seit ich den Japan Cut gesehn hab auch keine andere Version mehr sehen möchte!
Was aber nicht heißt das ich jeden der den Kino Cut liebt, deswegen verurteil, jeder hat einen anderen Geschmack und jeder soll das doll finden was Ihn besser gefällt.
Damals wie ich Ihn im Kino gesehn hab und die S/W sequenz begann fand ich das zwar ganz nett, hatte mir aber sofort gedacht das möchte ich bitte in Farbe sehn und noch brutaler.
Freu mich auf alle Fälle schon auf diese Fassung und freu mich das die S/W sequenz jetzt wieder in Farbe drin ist!
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wenn der Regisseur einen Film, den er eigentlich bereits fertig hat, vor der Veröffentlichung aufgrund anderweitiger Zwänge (Altersfreigabe, Druck des Studios, was auch immer) gegen seine eigene Intention abändern muss, dann mag die Kinofassung die erste offiziell Fassung sein, die veröffentlicht wird.
wer sagt dir, dass das so war? so wie ich das verstanden habe, wusste tarantino schon von vornherein, das er quasi 2 versionen anzufertigen hat. seine version für's kino, und seine version für sich (und später).
verwirklicht hat er seine beiden versionen schon beim drehen und dann im schnittraum.
du magst das wortklauberei nennen, ich sehe dagegen erkenne bei dir und freezie das dickköpfige nichtverstehens des begriffes EXTENDED!
Der Teil meines Posts bezog sich nicht speziell auf KILL BILL, sondern allgemein auf Noir020s Aussage, dass quasi die Erstaufführungsfassung immer die Ursprungsversion und damit die maßgebende Fassung sei. Das ist schlicht falsch bzw. gibt es eben extrem viele Fälle, wo Regiosseure eben kein Final-Cut-Recht haben und sich mit Fassungen zufrieden geben müssen, die nicht dem entsprechen, was sie ursprünglich als ihren fertigen Film veröffentlich sehen wollten. Weit mehr als anders herum, wo die Erstaufführungsfassung die Wunschfassung ist, die dann nachträglich nochmal verändert (z. B. verlängert) wird.
 
Echt lustiger Thread hier :48:
Muss aber auch sagen das seit ich den Japan Cut gesehn hab auch keine andere Version mehr sehen möchte!
Was aber nicht heißt das ich jeden der den Kino Cut liebt, deswegen verurteil, jeder hat einen anderen Geschmack und jeder soll das doll finden was Ihn besser gefällt.
Damals wie ich Ihn im Kino gesehn hab und die S/W sequenz begann fand ich das zwar ganz nett, hatte mir aber sofort gedacht das möchte ich bitte in Farbe sehn und noch brutaler.
Freu mich auf alle Fälle schon auf diese Fassung und freu mich das die S/W sequenz jetzt wieder in Farbe drin ist!
es ging hier nie nur um gefallen oder nicht gefallen. das ist ja eine subjektive frage.
es ging darum, ob die kinofassung cut und daher zensiert ist, also eine aufgrund von fakten vorliegende behauptung.
ist er nicht!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier erklärt er immerhin das Vorgehen und ganz klar- es war ein entgegenkommen an die MPAA … um Probleme zu vermeiden. Ob und inwiefern er jetzt was besser findet sei dahingestellt, aber seine Andacht war die Version in Farbe- so zumindest hört es sich an …

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Link: https://youtube.com/shorts/Xc1RZEuadiQ?si=HLoyDN7z3Yyeo66d

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Keine Ahnung inwiefern etwaige Suchbegriffe getürkt sind aber das kommt raus wenn man fragt …

IMG_6548.webp



Ob und inwiefern man jetzt die Ersterscheinung (also die Kinofassung) als „Tarantinos“ Wunschfassung sieht … keine Ahnung ,)

Ich lese und fühle, das der Gute einfach und im Zuge dessen … Zensurprobleme ZU VERMEIDEN, eben nen kleinen Gang runtergeschalten hat …

So gesehen hat er mit der schwarz/weiss Variante nicht wirklich verloren, da er in Andacht, das man eben DAS BLUT als „too much“ ansehen würde … einfach die Farbe aka Intensität „gedrosselt“ hat … Und ein paar der Gore- Erweiterungen.

Für mich, aber auch nur FÜR MICH ganz klar ein Ansatz der Selbstzensur, aber eben in einer verschmerzbaren Verhältnismäßigkeit …
 
Der Japan Cut ist nur auf DVD erschienen oder gibt es auch eine Blu-ray in Japan?
 
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