Kino "Wuthering Heights" Sturmhöhe Margot Robbie 2025

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Umfrage: "Wuthering Heights" Sturmhöhe [Margot Robbie] (2025) Erwartungen 40% mcr

Kinofilm: "Wuthering Heights" Sturmhöhe [Margot Robbie] (2025) [Kino]

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leeloo

[aka Aggro-Tante] Vorspiegelung Falscher Tatsachen
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Margot Robbie und Jacob Elordi spielen in Neuauflage von »Wuthering Heights«​

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Der Roman und seine Adaptionen sind romantische Klassiker. Nun sollen zwei Hollywoodstars die Leidenschaft wieder entfachen: Margot Robbie und Jacob Elordi übernehmen in der Neuverfilmung von »Wuthering Heights« die Hauptrollen.
Das neueste Projekt befindet sich laut »Hollywood Reporter« bereits in der Vorproduktion und soll noch in diesem Jahr in Großbritannien gedreht werden. Regie, Drehbuch und Produktion soll Emerald Fennell verantworten.

 
Und dieser zuckersüße Milchbubi soll den dämonischen Heathcliffe spielen? Au weia...
 
Official Teaser:

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Offizieller Teaser:

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Zwar thematisch nicht so meins, aber Fennell hat mich bisher nie enttäuscht. Wird mal im Hinerkopf behalten, optisch sieht das ja auch sehr interessant aus.
 
Wirkt wie ein Softporno. Ich liebe Promising Young Woman, aber Saltburn empfand ich als großen Schund.
 
US-Kinostart: 13.02.2026
Deutscher Kinostart: 12.02.2026

Englischer Trailer:

"Wuthering Heights" | Official Trailer
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Deutscher Trailer:

“WUTHERING HEIGHTS“ – STURMHÖHE – Trailer - Deutsch German (2026)
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Link: https://www.youtube.com/watch?v=aNqfGM3KszI
 
Gesehen und für weiteren Schund empfunden :( Trifft überhaupt nicht den richtigen Ton. Die Teenies im Saal haben geweint, weil sie es als tragische Liebesgeschichte gedeutet haben. Oh weia.
 
Man nahm sich etliche künstlerische Freiheiten, die literarische Vorlage ist nur noch schemenhaft zu erkennen und ich kann verstehen, wenn man sich daran stößt. Es gab aber nun schon zahlreiche Verfilmungen, auch sehr werksgetreue und da kann ein frischer Ansatz schon nicht schaden und den liefert Emerald Fennell mit ihren erneut provokanten Ansatz definitiv, zudem macht sie durch die Anführungszeichen im Titel den Umstand transparent. Die (Über-)Sexualisierung des männlichen Körpers, die Umkehr kolonialer Rollenbilder, das Patriarchat als Auslaufsmodel und auch noch in seinen Abgesang zerstörerisch. Die Rezipienten die den Film als reines Teenager-Erotik abtun oder sich an den zahlreichen Äbderungen aufhalten, kratzen nur an der Oberfläche dieses Experiments, auch wenn ich Fennells Film nicht als besonders feinfühlig überstilisieren will.
 
Naja, das was ich bereits aufgeführt habe? Emily Brontë schockierte mit ihrem Roman seinerzeit ja auch, brach mir Konventionen, der gänzlich verschieden aufgenommen. Humanistische, marxistisch, feministisch, intellektuelle, liberale Lesarten, aber auch von konservativer Seite hervorgehoben aber noch vielmehr zerissen. Ein äußerst provokantes Stück Literatur, was ja auch die spätere Rezeptionsgeschichte bestätigt.

Emerald Fennel versteht sich als Feministin, in ihren Filmen erlebt man immer wieder das Brechen mit Geschlechterrollen. Eine freie Adaption eines derart beliebten Stoffes ist an sich schon ein Statement für den freien Ausdruck und gegen Konventionen, man kann das natürlich als "Verrat" am Text betrachten, aber ich sehe da mehr sich in die Tradition Brontë stellen, eine neue feministische Perspektive finden. Und das geschieht zum einen die Reduzierung des Mannes als Objekt, sprich die Umkehr der Rolle die die Frau allzu oft einehmen musste, sowie niederer Gelüste. Das wird bereits in der ersten Einstellung deutlich, mit dem errigierten Penis und den vermeintlichen Masturbationsgeräuschen. Außerdem zelbriert sie die Sexualität als natürliches Bedürfnis der Frau, Sex aus Leidenschaft, entgegen gesellschaftlicher Tabuisierung oder dem zerstörerischen Klischee Vorurteil eine Femme Fatale. Die einzige halbwegs positiv gelesene männliche Figur ist der Stallbursche, der die Bedienste ihr masochistisches Verlangen zugesteht, ohne sie als Mensch zu erniedrigen. Weibliche masochistische Fetische werden in einigen radikal-feministischen Auslegungen regelrecht als induzierte Misogynie verpöhnt, das sehe ich als auch als provokante Spitze in die eigenen Reihen. Auch der ethische Switsh des Heathcliff find ich spannend und lese es als Kritik an das koloniale Weltbild, dem Schwarzen als Verkörperung der Niedertracht. Der Film ist dabei zu keiner Sekunde subtil, aber den Ansatz der Provokation und trotz aller Abweichung des Verständnis des Textes kann man ihm nicht aberkennen.
 
Toll gespielt, Musikvideoästhetik (was mich anspricht), Charaktere unsympathisch, was auch so gedacht ist, aber wiederum aber dafür sorgt das die Schicksale mir nicht so zu Herzen gehen.

3,5/5
 
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