Welches Buch lest ihr gerade?

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Der 4. Teil von Meyerhoffs Zyklus "Alle Toten fliegen hoch" und jetzt erfahren wir auch die Bedeutung des Beititels.
Grundsätzlich ist das wieder ein Lesevergnügen, allerdings würde ich dieses Buch als bislang schwächstes einstufen. Bei den ersten 3 Büchern gab es Passagen, die mir nahezu hysterisches Lachen entlocken konnten.
Hier gibt es durchaus humorvolle Passagen und die leichte Skurilität bleibt bestehen, aber ich hatte weniger Spaß beim Lesen als bei den Titeln zuvor.
Meyerhoff beschreibt seine Zeit als Jungschauspieler beim Theater und ein aberwitziges Beziehungsgeflecht zwischen 2 grundverschiedenen Frauen gleichzeitig. Das ist temporeich und wieder grundehrlich, aber auf Dauer doch etwas ermüdend. Trotzdem immer noch lesenswert.


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Der Originaltitel lautet eigentlich "Flesh" und ist tatsächlich bezeichnender.
Wir folgen der männlichen Hauptfigur die sich mehr oder minder durch Zufall aus eher ärmlichen Verhältnissen Ungarns bis in die reichsten Kreise Londons emporschwingt.
Unterbrochen von abrupten Zeitsprüngen, lernen wir fast nichts über das Innenleben der Hauptfigur.
Für ihn ist fast immer nur alles okay und er scheint fast alles mit einer gleichmütigen Genügsamkeit aufzunehmen.
Es gibt durchaus emotionale Passagen die dann um so mehr hervorstechen. Allerdings werden auch die oft von einer mangelnden Einfühlsamkeit begleitet oder erstickt.
Das körperliche Begehren scheint oft in den Vordergrund zu rücken.
Dabei ist die Hauptfigur kein amoralischer Charakter und reagiert in einer Schlüsselsituation, wenn auch fast widerwillig, durchaus edel.
Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und man möchte unbedingt wissen wie es weiter geht.
Aber ich habe mir vom Booker-Preisträger mehr versprochen.
Zumal das Buch sehr frappant "Barry Lyndon" gleicht.
Ganze Schlüsselpassagen und Handlungsstränge wurden eins zu eins übernommen.
Zwar ist das gut in die postmoderne übertragen worden, aber ich bin doch sehr über die Ähnlichkeit überrascht.
Auch das Buch ist lesenswert, aber auch hier bin ich etwas enttäuscht.
 
Konnte gestern nach einer etwas längeren Pause Rose Madder von Stephen King beenden. War wieder ein gutes Buch aber kein pageturner wie manch andere Geschichte von ihm. Das ganze geht wieder mehr in Richtung Emanzipation unterdrückter Frauen was King ja auch in Dolores Claiborne und Gerald's Game behandelt. Auf dieser Ebene funktioniert der Roman für mich auch am besten. Die Ausflüge in die Fantasy-Welt und das Finale in dieser wollten dann für mich leider nicht ganz passen. Ein reiner Thriller hätte mir hier doch mehr behagt, wäre im Gegenzug aber auch deutlich konventioneller gewesen.
Geschrieben ist das ganze wieder gut, unnötige Längen gibt es nicht aber gerade in der fantasiereicheren zweiten Hälfte hab ich mir doch deutlich mehr Zeit gelassen als in der geerdeten ersten Hälfte.
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Jurassic Park (1990; Michael Crichton)

Der Multimilliardär John Hammond hat einen Park mit echten Dinosauriern auf einer Insel gebaut, aber die Sicherheitsmaßnahmen lassen zu wünschen übrig …

Auch endlich mal gelesen. Das Buch unterscheidet sich massiv von der inzwischen zum Klassiker avancierten Verfilmung durch Spielberg. Hier gibts viel mehr Dinos und viel mehr Actionszenen, die deutlich spektakulärer ausfallen. Verständlich, denn Crichton musste das alles natürlich „nur“ schreiben, er wurde nicht vom technischen Stand der Spezialeffekte fürs Kino Anfang der 90er Jahre eingeschränkt.

Auch die Figuren weichen mehr oder minder stark ab. So ist der Anwalt Gennaro kein schleimiger Typ, der nur Geld im Kopf hat, sondern er sorgt sich ernsthaft um die Sicherheit des Parks und würde den Laden sofort dichtmachen, wenn es sein müsste. Der steinreiche Hammond wiederum ist kein liebenswerter Großvater und Träumer, sondern eine ziemlich unangenehme Person. Das sorgt für eine ganz andere Dynamik unter den Charakteren.

Dabei wird aber auch eine Schwäche des Buchs ersichtlich: Die Charaktere sind flach wie eine Wasserpfütze, die erst von einem Dino-Rudel fast vollständig leer gesoffen wurde und nun in der brütenden Hitze des Tages kurz vor dem Austrocknen steht. Alan Grant arbeitet als Paläontologe und weiß deshalb über Dinos Bescheid. Die Paläobotanik-Studentin Ellie Sattler ist anwesend, weil ... ja, warum nur ... ach so, damit zumindest eine Frau unter den ganzen Männern im Park rumläuft. Nein, viel tiefgründiger wird es nicht. Aus diesem Grund wuchsen mir selbst die Hauptfiguren nie wirklich ans Herz und es war mir egal, wer überlebt und wer vom T-Rex & Co verspeist wird. Übrigens, die Todesfälle stimmen auch nicht immer mit denen vom Film überein.

Fazit: Wer eine unterhaltsame Action-Sause mit Dinos sucht, ist beim Buch "Jurassic Park" genau richtig, die extrem flachen Figuren trüben den Spaß aber leider etwas.
 
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