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Gestern die finale Folge gesehen und ja, fand auch die schwächste Season bisher. Ich hoffe, das wird wieder besser. Vor allem Reacher halt nicht nur als Muskelberg darzustellen....das war auf Dauer tatsächlich öde...
 
Also mich hat auch die aktuelle Staffel wieder gut unterhalten, auch, wenn sie imo die schwächste Staffel von den Vieren ist.

Und ja, die letzte Folge fand ich auch etwas drüber...
vor allem, als die beiden Mädels Reacher förmlich filetiert haben und er dann doch lebend aus der Sache rausgekommen ist.
 
Also mich hat auch die aktuelle Staffel wieder gut unterhalten, auch, wenn sie imo die schwächste Staffel von den Vieren ist.

Und ja, die letzte Folge fand ich auch etwas drüber...
vor allem, als die beiden Mädels Reacher förmlich filetiert haben und er dann doch lebend aus der Sache rausgekommen ist.

Fand ich auch grenzwertig aber dann haste sowas wie The Raid wo dann auch mal nach 5 Minuten die Leuchstofflampe im Hals versenkt wird und es geht trotzdem nochmal 5 Minuten weiter....und die Leute feierns.
Oder es wird 5 mal zum finisher angesetzt und trotzdem gehts nochmal weiter.
 
Uns hat die vierte Staffel sehr gut gefallen, haben sie jetzt in 3-4 Tagen durchgeschaut, was mittlerweile aufgrund von sehr wenig gemeinsamer Zeit ohne Kind sehr selten geworden ist. Wenn etwas interessant und spannend ist und zum Weiterschauen reizt, dann schaffen wir das aber doch hin und wieder. Das war hier der Fall. Ja, der Endkampf gegen die zwei Hoths war etwas drüber, liegt aber vielleicht auch daran, daß die Frauen trotz Ausbildung nach einem Volltreffer von Reacher wahrscheinlich erstmal mal nicht mehr aufstehen würden. Bis zu ihrem Ableben kommen die aber eigentlich noch recht gut davon, während Reacher doch mehr abbekommt. Ich denke, wenn jemand aus dem dritten Stockwerk mit dem Rücken auf dem Asphalt landet, steht der auch nicht mehr auf. Alleine daran merkt man doch, daß man keine realistischen Maßstäbe anlegen darf. Letztendlich soll Reacher eben genau diese Maschine sein, die dafür sorgt, daß die Bösen das bekommen, was sie verdienen. Und die Abgrenzung zu den Guten, denen Reacher nichts tut, ist abgesehen von 1-2 Twists auch ziemlich scharf. Genau das will man doch sehen, wenn man sowas wie "Reacher" anschaut.

Bei den Büchern hat man jetzt aber auch das Problem, daß die schon vor langer Zeit veröffentlicht wurden. Manches hat sich z.B. durch veränderte Feindbilder geändert, manches würde heutzutage altbacken wirken. (Ich erinnere mich bei Bosch noch daran, daß die Polizisten zuerst Pager und dann Mobiltelefone hatten, die aber oft ausgeschaltet im Aktenkoffer oder Handschuhfach transportiert wurden, bis die mal telefonieren mußten.) Sowas wie OF gab es in 2009 noch nicht. Bin echt mal gespannt, was das ursprünglich für ein "Model" war, falls das überhaupt im Buch eine Rolle spielte.
 
Sowas wie OF gab es in 2009 noch nicht. Bin echt mal gespannt, was das ursprünglich für ein "Model" war, falls das überhaupt im Buch eine Rolle spielte.
Das Buch erzählt eine zu etwa 90% andere Geschichte. Das Model ist in der Serie der Ersatz für einen afghanischen Taxifahrer, dem die Eingeweide herausgeholt und auf die Brust gelegt werden, bis er schließlich stirbt. Peter muss sich das per Video ansehen, damit er weiß, was ihn erwartet.
 
Die Meinungen zur vierten Staffeln von Reacher sind hier im Forum ja berechtigterweise etwas durchwachsen, daher schadet es ja nicht, wenn ich hier meine Meinung zum Besten gebe.
Trotz aller nachvollziehbaren Kritik hat mir die Season tatsächlich insgesamt gut gefallen, imho ist sie besser als die beiden eher schwachen Staffeln davor. Die erste Season gilt ja allgemein als die stärkste, was ich auch so sehe. Vielleicht sollte man Reacher als das nehmen, was es ist, unterhaltsame Trivialliteratur mit recht konstruierten Plots, strikter Schwarz-Weiss-Zeichnung und schwacher Charakterzeichnung. Die Verfilmung wirkt dank der aufwändigen Ausstattung, der überzeugenden Technik und der recht gelungenen Action letztlich wertiger, als sie es in inhaltlicher Hinsicht ist. Das macht alles schon Spass, ist aber natürlich von echter filmischer (oder literarischer) Qualität weit entfernt. Bei den Büchern lehne ich mich etwas aus dem Fenster, ich habe nur den ersten Band zur Hälfte gelesen und aufgrund des schwachen englischen Stils und lächerlichen Plotwendungen schnell abgebrochen.
Die vierte Staffel hat mich von Anfang an reingezogen, auch wenn einige Charaktere, manche Handlungsmuster und übertriebene Actionsequenzen nicht immer völlig gelungen waren (Vieles wurde hier ja schon erwähnt, zudem hat das Wechselspiel von Gefangenschaft und Flucht eher gestört, als dass es zur Spannung beigetragen hätte). Alles in allem hätten wohl auch sechs Folgen gereicht, um die Geschichte zu erzählen. Der Plot-Armour von Reacher wurde in dieser Season zu oft und in völlig bescheuerten Kontexten eingesetzt (über den finalen Bosskampf will ich gar nicht sprechen, hier wurden alle Gesetze der Physik und Medizin bewusst verletzt). Unterhaltsam ist das Ganze durchaus, und ein Charakter wie Reacher, der - dem Punisher gar nicht unähnlich - die Bösewichte bestraft und für Gerechtigkeit sorgt, hat schon eine gewisse Attraktivität. Ich werde die nächste Season sicher anschauen, auch wenn ich durchaus weiss, was mich erwartet. Solche leichte B-Unterhaltungsware ist ab und zu schon ganz in Ordnung.
Grüsse, Tudeh
 
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