So, … Tag 1 nach dem Event.
Als erstes möchte ich nochmal
@calculon und
@Mr.Blonde16 danken. Denn ohne deren „ermutigenden“ Worte, hätte ich wohl eher Zeit und Geld nicht riskiert, die Reise auf mich zu nehmen.
Meine Frau hat mich letztendlich auch noch dazu überredet, bereits Freitag anzureisen, um das Ganze etwas stressfreier zu gestalten. Also sind wir Freitag nach der Arbeit los, fast 4 Stunden Autofahrt, da wir bei Köln mal so richtig fett in den Feierabend-Verkehr kamen und im Stau standen. Herrlich.
Aber nach dem Einchecken war das „Schlimmste“ überstanden und wir haben uns in Düsseldorf noch einen netten Abend gemacht.
Gut gestärkt und ausgeschlafen konnten wir dann gestern morgen quasi aus der Haustür stolpern, denn das UCI liegt gerade mal ein paar Meter neben dem Radisson. Top!
Bevor die Türen öffneten, hatten sich schon ein paar Fans vor dem Eingang versammelt und genossen noch ein bisschen die Sonne. Witzig: plötzlich kam ein älterer Herr auf dem Fahrrad angeradelt, der wissen wollte, was hier für eine Veranstaltung stattfinde. Nachdem ich es ihm erklärt hatte, war er erleichtert. Denn der Gute befürchtete nach seiner Aussage eine Versammlung der AFD. 😬

Ich fand, so schlimm sahen wir alle gar nicht aus. Meine Frau und ich haben uns jedenfalls köstlich darüber amüsiert.
Dann ging alles recht schnell. Einlass ins Kino mit der Möglichkeit, sich mit signiertem Merch einzudecken, Einlass in den Saal und eine halbe Stunde später begrüsste schon Sean David die Fans und erklärte den Ablauf.
Überhaupt war alles Top organisiert, einige bekannte Gesichter aus dem Sean David-Umfeld kümmerten sich um alles, waren super gelaunt und nahmen sich Zeit, auch ein paar Worte mit den Besuchern zu wechseln.
Dann gab es um kurz nach 12 „Avenging Force“, kurze Pinkel-Pause und dann direkt „American Fighter 2“.
Beide Filme auf der grossen Leinwand zu erleben, fand ich echt cool. Vor allem beim zweiten Film merkte man aber mal so richtig, wie kaputt der Ton der aktuellen Blu-Ray eigentlich ist.

Daheim fällt das gar nicht so auf. Aber egal, hat den Spaß nicht geschmälert.
Dann war es endlich soweit: Michael Dudikoff wurde von Sean angekündigt und dieser betrat den Saal unter Standing Ovations den Saal. Es war ein großartiger Moment. Der Mann war tatsächlich so dermaßen ergriffen von dem Beifall, dass er minutenlang mit den Worten und Tränen rang! Das ging mir selbst so nahe, dass ich echt einen Klos im Hals hatte!
Zum einen hätte ich nie erwartet, dass man mit (nächsten Monat) 71 Jahren so fit aussehen kann, aber auch nicht, wie herzlich, bodenständig und wirklich unfassbar dankbar dieser Mann seinen Fans entgegen tritt. Ich hatte das Gefühl, der war noch aufgeregter, als jeder einzelne Besucher im Saal! Ein unglaublich sensibler, ruhiger, ja geerdeter trifft es wohl am ehesten, Zeitgenosse!
Es gab die angekündigte Q&A-Runde, bei der mich vor allem sein Engagement für Straßenhunde in seiner Heimat beeindruckt hat und abermals unterstrichen hat, dass er sein Herz am rechten Fleck hat. Er hat von seiner Freundschaft zu Steve James erzählt, seinem „Brother from another Mother“. Hat seine Frau kurz vorgestellt, die ihn jung halte,… einfach schön!
Jo und dann gab es natürlich für alle „Selfie-Time“, was bei fast 200 Besuchern natürlich etwas länger dauerte. Aber das war trotzdem top organisiert. Jeder hatte ausreichend Gelegenheit für eine kurze Begrüßung. Michael war begeistert von meinem „Cannon-T-Shirt“, über das wir ein paar wenige Worte ins Gespräch kamen. Auch da wieder: totale Dankbarkeit und echte Freude bei ihm spürbar. Einfach toll!
Dann hatte man als „Upgrade“ ja noch die Option, sich Autogramme zu holen. Da ich nicht wusste im Vorfeld, wie das ablaufen würde, hatte ich 3 Mediabooks und die American Fighter-Box dabei. Es stellte sich aber vor Ort heraus, das wirklich jeder auch nur 1 Autogramm bekommt, was ich auch völlig in Ordnung und nachvollziehbar fand - insbesondere bei so vielen Besuchern. Da meine Frau auch das Upgrade hatte, bekam ich also zwei - die Vorteile einer Ehe.

American Fighter Box war klar und unvermeidlich. Dann hatte ich noch die Qual der Wahl zwischen Soldier Boyz, River of Death und Platoon Leader. Pitzi, aus Seans Team, hat mir beim Abwägen kurz bevor ich an der Reihe war, den letzten Impuls gegeben, mich für letzteren zu entscheiden.
Jo,… dann war dieses Event auch tatsächlich schon vorbei. So schnell, dass man es im Grunde im Moment gar nicht wirklich erfassen konnte, was man da gerade eben die letzten Stunden tolles erlebt hat. Das haben meine Frau und ich dann auf dem Heimweg (dieses mal zum Glück nur 3 Stunden Fahrt) ausgiebig reflektiert. Und wir waren beide der Meinung, dass man sowas nicht am „Preis“ fest machen sollte. Denn wenn man jetzt wirklich mal die Ticketpreise, Hotel, alles drumherum zusammen rechnet, war das schon … ordentlich.
Aber es war ein Tag, ein „Treffen“, ja tatsächlich ein Event, das einen ein ganzes Leben lang begleitet. Und im Nachhinein möchte ich das keinesfalls missen!