Ich fand die Jumpscares bzw. deren Vorbereitung in Oddity besser und insgesamt effektiver, aber mindestens einer lässt einem die Haare zu Berge stehen. Grandiose Schnittarbeit auch. So Hexengedöns mit literarischer Metaebene eh meins. Bitte mehr von Damian McCarthy!
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Sie verspricht (wohlwollende) Flucht aus der um das Innere mit Kreide kreisenden Bewältigungsarbeit, die Literatur. Der schwächste, narrativ verstopfteste und anfänglich geschwätzigste Damian McCarthy fasziniert nichtsdestotrotz. Seine Statement-Schnitte, sein Architekturhorror - formidabel! McCarthy wird kein Geschichtenerzähler mehr, die Zusammenstellung an exzentrischen Twin-Peaks-Wald-und-Wiesen-Gestalten, die sich entweder der Schriftstellerei anbiedern oder des Mordes verdächtigt werden, ist - noch dazu inmitten des Mystizismen anrempelnden (Klischee-)Hotels - ein alter Hut. Der Film beginnt, sein Handwerk auszuspielen, wenn McCarthy tiefer in den Raum dringt. Von einem Keller (Caveat, 2020) über eine Falltür (Oddity, 2024), jetzt sieht sich Ohm Bauman (unausstehlich: Adam Scott) dem Fahrstuhl konfrontiert: Orte des Übergangs, der Überraschung, doppelbödig eingewoben. Die Aufbauanleitung indes könnte von keiner durchdringenderen Wichtigkeit sein, McCarthy erlaubt sich den Schreckmoment, der der (ausdauernden) Vorbereitung bedarf. Er hatte durchaus einmal feinere Klingen im Gepäck, zweifellos. Dem Sog, dem intimsten Schluss konnte ich aber erneut nicht widerstehen. {3,5/5}