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Umfrage: Die Odyssee (2026) [Christopher Nolan] Erwartungen 74% mcr

Kinofilm: Die Odyssee [Christopher Nolan] (2026) [Kino]

  • Werde ich mir anschauen

    Stimmen: 46 74,2%
  • Gesehen, fĂŒr gut befunden

    Stimmen: 0 0,0%
  • Gesehen, kann man schauen, muss man aber nicht

    Stimmen: 0 0,0%
  • Gesehen, gefĂ€llt mir nicht

    Stimmen: 0 0,0%
  • Interessiert mich nicht

    Stimmen: 16 25,8%

  • Umfrageteilnehmer
    62

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Ich habe jetzt mal die Reviews in SZ, FAZ, WELT und Spiegel gelesen:

Der SPIEGEL:
Erster Satz:
Endlich mal wieder ein Held und ein Film, den man entweder liebt oder hasst, alles lauwarme Dazwischen und Geht-so-Gelaber ist hier ausgeschlossen.

SĂŒddeutsche Zeitung:
Der SZ Rezensent berichtet von der PressevorfĂŒhrung im Arri-Kino und dass die eigentlich geplante 70mm analog VorfĂŒhrung nicht geklappt hat, da kein Ton dabei war, daher haben sie das DCP genutzt.
Im Text schreibt er noch:
Das erinnert deutlich mehr an [...] David Cronenberg, [...], als an Hollywoods Mainstreamfilme klassisch-biederer Bauart.

Frankfurter Allgemeine Zeitung:
BemÀngelt wird hier allerdings Matt Damons Ausdrucklosigkeit.

Die WELT:
Besonders putzig: nachdem sie einen wohl zu positiven Artikel gestern veröffenlich haben:
(wie fast immer bei WELT ist die Überschrift das Gegenteil vom Inhalt), mussten sie heute natĂŒrlich mit einem Verriß nachlegen

Die Götter mögen Christopher Nolan diesen Odysseus verzeihen - WELT
Bezeichnend, dass die Kritik kein Feuilleton-Redakteur, sondern ein Poilitik-Kommentator verfasst hat (was bei den links-grĂŒn versifften :smiley: Zeitungen nicht der Fall ist).
Der Vergleich zu Cronenberg lĂ€sst mein Herz ein wenig hĂŒpfen. 😍
 
Ich werde den Streifen einmal am Samstag und einmal am Sonntag in Leonberg gucken. Die Anfahrt von Köln muss sich ja lohnen :zwinker:
Eigentlich hĂ€ttest du dann einmal im Traumpalast in 1,90 schauen und auf dem RĂŒckweg (Karlsruhe liegt ja auf der Strecke) im ZKM in 1,43 schauen mĂŒssen :teach:
 
DafĂŒr nimmst du eine Beschneidung oben und unten in Kauf :nee:

Aber passt schon 
 war nur ein Gedanke und ich kann deine Motivation auch verstehen :smiley:
 
Da hab ich aber immer noch deutlich mehr Bild als in in einem normalen Saal mit 2,40:1 und höchstwahrscheinlich auch die bessere Soundanlage, und die Tonspur soll ja sehr bei der Odysee eindrĂŒcklich sein

 
Bin gespannt, was du berichtest. Ich möchte da demnÀchst auch rein, im Traumpalast :smiley:
 
Gestern Abend kam ich in den Genuss, den Film im Zuge der Schweizer Premiere im IMAX-Kino in Spreitenbach zu sehen.

Ich muss das gesehene noch sacken lassen, was ich aber schon sagen kann ist, die 172 Minuten vergehen wie im Flug!

Der Film ist episch und visuell ein absoluter Augenschmaus, jedoch vom GefĂŒhl her völlig anders als frĂŒhere Monumentalfilme, man spĂŒrt die Handschrift von Nolan in jeder Szene. Der Ton war wuchtig und brachial, man spĂŒrte den Rudertakt auf dem Schiff, weil der Boden unter den FĂŒssen oder der Sitz förmlich bebte und bei manchen Actionszenen musste sich meine Partnerin sogar die Ohren zu halten weil es ihr zu laut war :smiley3:

Es gab jedoch auch einige ruhige Momente, z.B. bei den Szenen
]mit Kalypso in welchen sich Odysseus versuchte zu erinnern, was geschehen war
.

Wie bei Nolan-Filmen typisch, hat er
eine verschachtelte Struktur, er beginnt kurz am Strand vor den Toren von Troja, um danach ca. 10 Jahre in die Vergangenheit zu wechseln. Die eigentlichen Szenen mit dem trojanischen Pferd und der Eroberung der Stadt beginnen erst ungefÀhr ab der Mitte des Films und von da an gibt es auch zwei separate HandlungsstrÀnge: Odysseus und seine Crew versuchen nach der Schlacht um Troja auf einer anderen Route nach Hause zu kommen, da König Agamemnon mit seiner Armee entlang einer Versorgungsroute nach Hause fÀhrt und Odysseus der Meinung ist, er sei ihm nun lange genug im Krieg gefolgt. Ab hier beginnen dann die legendÀren Irrfahrten. Der zweite Handlungsstrang befasst sich mit Telemachos, wie er versucht seinen Vater zu suchen und nach Sparta zu König Menelaos segelt.
.

Auch fĂŒr Freunde von Horrortrips und Body-Horror kann ich positives vermelden:
Die Szenen mit dem Zyklopen, bei welchem er einige Soldaten von Odysseus' Crew frisst, sind teilweise recht explizit dargestellt (Stichwort herunterfallende Körperteile). Bei der Szene, in welcher Odysseus' Mannschaft durch Kirke in Schweine verwandelt werden, mĂŒsste David Cronenberg seine helle Freude haben. Sie werden nicht einfach nur magisch in Schweine verwandelt, nein, Kirke "formt" bzw. "modelliert" sie in Schweine um, indem sie ihre Köpfe zieht und streckt, ihnen ihren Arm in den Hals schiebt und dergleichen.
 
Der Cast wurde super besetzt:
Robert Pattinson ist nun das völlige Gegenteil seiner Rolle in Tenet: ein widerwÀrtiges und feiges Ekelpaket.

Einige Darsteller entsprechen nicht den Rollen, fĂŒr deren Charaktere sie gehalten wurden.

Die Rolle von Elliott Page als Sinon ist recht kurz gehalten, jedoch enorm wichtig. Als listiger Agent und Cousin von Odysseus liefert er eine schauspielerische Meisterleistung ab: Er verkörpert Sinon nicht als klassischen Krieger, sondern als psychologische Waffe. Mit verletzlicher PrĂ€senz manipuliert er die Trojaner so perfide, dass sie das hölzerne Pferd freiwillig durch ihre Tore ziehen. Ein vorlĂ€ufiger Höhepunkt vor dem Finale fĂŒr mich war jedoch die Reise von Odysseus mit seiner Crew in den Hades, wo sie ihre gefallenen Freunde, allen voran Sinon, wiedersehen und mit dem von James Remar verkörperten blinden Seher Tiresias Odysseus sein persönliches Schicksal und das seiner Crew offenbart wird.

Benny Safdie als König Agamemnon erkennt man in seiner RĂŒstung so gut wie nicht. Manche Szenen mit seinen Soldaten und den Szenen mit den Riesen sehen aus, als ob sie direkt aus einer Graphic Novel Ă  la Frank Miller entsprungen wĂ€ren.

Lupita Nyong'o in ihrer Doppelrolle als Helena von Troja und deren Schwester Clytemnestra ist auch eher kurz, aber prÀgnant.

Zendaya als vermeintliche Göttin Athene ist jeweils als Geist zu sehen, nur von Odysseus gesehen und ihr Schicksal wird erst im Finale enthĂŒllt.

Tom Holland als Telemachos bricht hier komplett aus seinem jugendlichen „Spider-Man“-Image aus und spielt ihn als einen verzweifelt-grimmigen, vom Schicksal seiner Familie ĂŒberforderten Prinzen.

Charlize Theron als Kalypso, welche Odysseus auf ihrer Insel festhÀlt, wird von ihr mit einer tragischen, besitzergreifenden IntensitÀt gespielt.

Neben Elliott Page ist fĂŒr mich jedoch John Leguizamo der heimliche Star des Films: er liefert als treuer Schweinehirt Eumaios eine der absoluten Glanzleistungen des Films ab: Er wurde stark gealtert geschminkt, trĂ€gt auf dem einen Auge eine speziell bemalte Kontaktlinse, durch die er praktisch nichts sehen konnte und bringt die pure, bodenstĂ€ndige Menschlichkeit in die Story. Seine tiefe, loyale Freundschaft zu Odysseus nach dessen RĂŒckkehr bildet das emotionale HerzstĂŒck des finalen Akts.
 
Bei heise.de gibt es auch ein sehr informatives Review, das man Spoiler-frei vor dem Kino-Besuch sehen kann.
Homer neu interpretiert: Christopher Nolans "Die Odyssee" in der Analyse
Hier schreibt der Redakteur zu den Formaten, dass die vollstĂ€ndige 1,43:1 in Europa nur in London, Manchester, BrĂŒssel, Prag und Montpellier lĂ€uft. Die anderen IMAX Kinos zeigen eine digitale 1,90:1 Fassung.
Die sonstigen Kinos zeigen analoge 70mm Kopien in 2,20:1 oder anamorph 2,39:1. Digital in 2,39:1 oder 1,85:1, welches fĂŒr die Heimkinoauswertung verwendet werden soll.
 
Oha, das klingt ja mehr als gut. Da ich auf Nolans kĂŒhle Optik gut kann bin ich mehr als gespannt.
 
Hier schreibt der Redakteur zu den Formaten, dass die vollstĂ€ndige 1,43:1 in Europa nur in London, Manchester, BrĂŒssel, Prag und Montpellier lĂ€uft. Die anderen IMAX Kinos zeigen eine digitale 1,90:1 Fassung.
Die sonstigen Kinos zeigen analoge 70mm Kopien in 2,20:1 oder anamorph 2,39:1. Digital in 2,39:1 oder 1,85:1, welches fĂŒr die Heimkinoauswertung verwendet werden soll.
Das ist eine Falschinformation, die sich aktuell wie ein Lauffeuer im Netz verbreitet.
Die Leute werfen da die Projektionsmethode und Aspect Ratio in einen Topf. Ja, 70mm Analogfilm IMAX in 1.43:1 gibt es in Deutschland nicht, aber es fÀllt immer unter den Tisch dass es in Karlsruhe und Sinsheim durchaus ein 1.43:1 Digital IMAX gibt.

GĂ€nzlich wahr wĂ€re die obige Behauptung nur, wenn auch auf den LeinwĂ€nden die 1.90:1 Version laufen wĂŒrde.
 
Noch zur ErgĂ€nzung: Auch Fimstarts schreibt, dass keine Kino in Deutschland das 1,43:1 Format zeigen kann (ich nehme an, da die Projektoren verĂ€ndert werden mĂŒssen um die nochmal schwereren Rollen zu verarbeiten).
 
Ich werde mir den Film in anderthalb Wochen wenn mein Urlaub beginnt geben.
Bin gespannt.

Die letzten 3 Nolan Filme waren nicht so meins. Dunkirk war thematisch nichts fĂŒr mich da ich mit Kriegsfilmen....öhm....eh...auf Kriegsfuss stehe :smiley3:
Ich finde zwar einige Filme dieses Genres absolut genial (zB. Saving Private Ryan) aber es hat sich gezeigt das ich kaum einen Kriegsfilm erneut ansehe. Das ganze ist mir einfach zu depressiv und einmal gucken reicht meistens. Egal wie genial der Film eigentlich ist. (Das ich mir dann einige davon trotzdem in die Sammlung stelle ist wieder ein anderes Thema:50:)

Tenet war mir tatsĂ€chlich selbst fĂŒr einen Nolan zu wirr so das er mich nicht packen kann. Auch die Zweitsichtung im Heimkino hat nicht geholfen.
Oppenheimer interessiert mich so wenig das ich ihn noch gar nicht geschaut habe.

Vielleicht ist ja dieser hier mal wieder was fĂŒr mich..............
Weil grundsÀtzlich mag ich Nolan Filme extrem. Memento, die ersten beiden Batmans, Prestige, Inception und Interstellar finde ich alle genial.
 
Noch zur ErgĂ€nzung: Auch Fimstarts schreibt, dass keine Kino in Deutschland das 1,43:1 Format zeigen kann (ich nehme an, da die Projektoren verĂ€ndert werden mĂŒssen um die nochmal schwereren Rollen zu verarbeiten).
Was ist mit @Il Monco ‘s Aussage?
DarĂŒber diskutieren wir hier doch schon eine Weile.
Welches Format sollte dann sonst in Karlsruhe gezeigt werden?
 
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