• Ersteller Ersteller Nephron
  • Erstellt am Erstellt am
  • Antworten Antworten 95
  • Aufrufe Aufrufe 8.466
  • Letzter Beitrag Neueste Aktivitäten
Bewertungen Gesamtwertung (nur Käufe bzw. Sichtungen) 5,00 Stern(e) 100 Erwartungen 84% mcr

Kinofilm: Der Astronaut [Project Hail Mary] (2026) [Kino]

  • Werde ich mir anschauen

    Stimmen: 11 57,9%
  • Gesehen, für gut befunden

    Stimmen: 5 26,3%
  • Gesehen, kann man schauen, muss man aber nicht

    Stimmen: 0 0,0%
  • Gesehen, gefällt mir nicht

    Stimmen: 1 5,3%
  • Interessiert mich nicht

    Stimmen: 2 10,5%

  • Umfrageteilnehmer
    19

Willkommen bei Movieside!

Registriere Dich um ein Mitglied der Movieside-Community zu werden und Zugang zu allen Inhalten zu erhalten.

Die meisten Kinos bekommen es leider immer noch nicht hin, ein AR von 2.00 : 1 formatfüllend zu projizieren und Barbie als wohl erster richtiger Blockbuster in diesem Format ist mittlerweile 3 Jahre alt ...
Jurassic World hat 2015 schon das Format.

(Analog gab es das 2:1 AR natürlich auch schon viel früher.)
 
Wie ich schon im Film-Thread schrieb:
Humor und Drama liegen hier dicht beieinander. Wobei anscheinend gerade auf Humor sehr viel wert gelegt wurde.
Keine Ahnung, ob das im Buch auch so ist, welches ich leider nicht gelesen habe. Hier wird meiner Meinung nach, gerade in diesem Bereich
ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen. Etwas mehr Ernsthaftigkeit speziell vor dem Hintergrund des ernsten Themas hätte dem Film, vor allem
im 1. Akt, gut getan. Da waren es mir dann doch ein paar flapsige Sprüche zu viel, was wieder beweist - weniger ist oft mehr. Zudem hätte es der Film
gar nicht gebraucht, da die Story, wie gesagt so viel andere gute Versatzstücke und Themen bietet, dass die manchmal etwas überdrehte Komik, sich
irgendwie fehl am Platz anfühlt.
Blendet man das einmal aus hat man einen wunderbaren SF-Film, gefüllt mit Dramatik und Herzenswärme, der absolut empfehlenswert ist. Wegen
dem, für mich deplatzierten Humor und
dem reichlich kitschigen Disney-Ende (letzte Szene)
gibt es von mir einen Punkt Abzug.

Bleiben aber trotzdem noch 8/ 10 Astrophagen
 
Vernichtendes Urteil:

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Link: https://youtu.be/QhJMm_2F_dE

Wenn man immer nur die Meta-Ebene unter der Meta-Ebene sucht und herbei konstruiert, geht eben auch der Spaß verloren und
wenn man dann noch dem Zuschauer auf der eigenen "Meta-Ebene" erklärt: "Ich habe eine Story hinter der Story gefunden,
die Ihr nicht gesehen habt", wirkt es schnell herablassend.
Dass die Freiheit des Einzelnen da endet, wo Millionen anderer Interessen anfangen, hat jeder auch ohne Schmitt kapiert, denn
das gibt es als Plot-Twist im letzten Akt, sozusagen mitten in die Fresse.
Schmitt macht gerne auf intellektuellen Filmkritiker, der anderen vergnüglich vorhält nur zu schauen, aber nicht zu sehen, um sie dabei zum
Kern der Sache zu führen, den sie ohne ihn nie gefunden hätten. Dabei redet er nur, aber ohne etwas zu sagen (was wir nicht längst schon wissen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie ich schon im Film-Thread schrieb:
Humor und Drama liegen hier dicht beieinander. Wobei anscheinend gerade auf Humor sehr viel wert gelegt wurde.
Keine Ahnung, ob das im Buch auch so ist, welches ich leider nicht gelesen habe. Hier wird meiner Meinung nach, gerade in diesem Bereich
ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen. Etwas mehr Ernsthaftigkeit speziell vor dem Hintergrund des ernsten Themas hätte dem Film, vor allem
im 1. Akt, gut getan. Da waren es mir dann doch ein paar flapsige Sprüche zu viel, was wieder beweist - weniger ist oft mehr. Zudem hätte es der Film
gar nicht gebraucht, da die Story, wie gesagt so viel andere gute Versatzstücke und Themen bietet, dass die manchmal etwas überdrehte Komik, sich
irgendwie fehl am Platz anfühlt.
Blendet man das einmal aus hat man einen wunderbaren SF-Film, gefüllt mit Dramatik und Herzenswärme, der absolut empfehlenswert ist. Wegen
dem, für mich deplatzierten Humor und
dem reichlich kitschigen Disney-Ende (letzte Szene)
gibt es von mir einen Punkt Abzug.

Bleiben aber trotzdem noch 8/ 10 Astrophagen
Das Ende entspricht genau der Romanfassung, allerdings
denkt Grace im Buch viel öfter an seine Schulklasse auf der Erde, ist ja auch sein Einziger sozialer Bezugspunkt im Leben. Im Buch wird dadurch noch mehr herausgearbeitet, warum er sich für Rocky entscheidet. Durch die Relativität sind seine Schüler schon längst erwachsen oder tot. Da die Zeit auf der Erde viel schneller vergeht. Das wurde im Film kaum deutlich. Auch die Folgen der Sonnenabkühlung haben auf der Erde schon längst eingesetzt. Diese Apokalypse ist im Buch auch viel deutlicher hervorgehoben. Es gab im Romanende auch keinerlei Ausblick auf die Erde. Grace weiß nicht ob die Sonden angekommen sind und ob man die Situation verbessern konnte.
Hier setzt der Film für mich etwas zu wenig auf Drama. Ich verstehe das man für einen Blockbuster alles etwas bekömmlicher verpacken wollte. Aber ich sehe hier dramaturgisch etwas verschenktes Potential. Auch kommt mir die Figur der Eva Stratt etwas zu kurz. Das ist im Buch so ein richtiger Badass-Charakter mit tragischer Note. Aber man wollte sich wohl mehr auf die Gosling-One-Man-Show fokussieren.

Hat ja auch relativ gut geklappt. Man hat praktisch alles aus dem Buch destilliert was man konnte.
Also nur Auslassungen und nichts dazu gedichtet. Den Medienraum gab es im Buch nicht.
Visuell habe ich mir das fast genauso vorgestellt. Da punktet der Film enorm.
Allerdings hätte man am Ende erwähnen sollen als er Rocky rettet, dass Grace so auch die gesamte Spezies rettet. Das war nicht klar herausgestellt.

Trotzdem durchaus eine gelungene Sci-Fi-Romanverfilmung.

7/10
 
Wie ich schon im Film-Thread schrieb:
Humor und Drama liegen hier dicht beieinander. Wobei anscheinend gerade auf Humor sehr viel wert gelegt wurde.
Keine Ahnung, ob das im Buch auch so ist, welches ich leider nicht gelesen habe. Hier wird meiner Meinung nach, gerade in diesem Bereich
ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen. Etwas mehr Ernsthaftigkeit speziell vor dem Hintergrund des ernsten Themas hätte dem Film, vor allem
im 1. Akt, gut getan. Da waren es mir dann doch ein paar flapsige Sprüche zu viel, was wieder beweist - weniger ist oft mehr. Zudem hätte es der Film
gar nicht gebraucht, da die Story, wie gesagt so viel andere gute Versatzstücke und Themen bietet, dass die manchmal etwas überdrehte Komik, sich
irgendwie fehl am Platz anfühlt.
Blendet man das einmal aus hat man einen wunderbaren SF-Film, gefüllt mit Dramatik und Herzenswärme, der absolut empfehlenswert ist. Wegen
dem, für mich deplatzierten Humor und
dem reichlich kitschigen Disney-Ende (letzte Szene)
gibt es von mir einen Punkt Abzug.

Bleiben aber trotzdem noch 8/ 10 Astrophagen
Das Ende entspricht genau der Romanfassung, allerdings
denkt Grace im Buch viel öfter an seine Schulklasse auf der Erde, ist ja auch sein Einziger sozialer Bezugspunkt im Leben. Im Buch wird dadurch noch mehr herausgearbeitet, warum er sich für Rocky entscheidet. Durch die Relativität sind seine Schüler schon längst erwachsen oder tot. Da die Zeit auf der Erde viel schneller vergeht. Das wurde im Film kaum deutlich. Auch die Folgen der Sonnenabkühlung haben auf der Erde schon längst eingesetzt. Diese Apokalypse ist im Buch auch viel deutlicher hervorgehoben. Es gab im Romanende auch keinerlei Ausblick auf die Erde. Grace weiß nicht ob die Sonden angekommen sind und ob man die Situation verbessern konnte.
Hier setzt der Film für mich etwas zu wenig auf Drama. Ich verstehe das man für einen Blockbuster alles etwas bekömmlicher verpacken wollte. Aber ich sehe hier dramaturgisch etwas verschenktes Potential. Auch kommt mir die Figur der Eva Stratt etwas zu kurz. Das ist im Buch so ein richtiger Badass-Charakter mit tragischer Note. Aber man wollte sich wohl mehr auf die Gosling-One-Man-Show fokussieren.

Hat ja auch relativ gut geklappt. Man hat praktisch alles aus dem Buch destilliert was man konnte.
Also nur Auslassungen und nichts dazu gedichtet. Den Medienraum gab es im Buch nicht.
Visuell habe ich mir das fast genauso vorgestellt. Da punktet der Film enorm.
Allerdings hätte man am Ende erwähnen sollen als er Rocky rettet, dass Grace so auch die gesamte Spezies rettet. Das war nicht klar herausgestellt.

Trotzdem durchaus eine gelungene Sci-Fi-Romanverfilmung.

7/10
Wird am Ende im Buchs nicht angedeutet, dass die Sonne der Erde wieder marginal heller wird?
 
Wie ich schon im Film-Thread schrieb:
Humor und Drama liegen hier dicht beieinander. Wobei anscheinend gerade auf Humor sehr viel wert gelegt wurde.
Keine Ahnung, ob das im Buch auch so ist, welches ich leider nicht gelesen habe. Hier wird meiner Meinung nach, gerade in diesem Bereich
ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen. Etwas mehr Ernsthaftigkeit speziell vor dem Hintergrund des ernsten Themas hätte dem Film, vor allem
im 1. Akt, gut getan. Da waren es mir dann doch ein paar flapsige Sprüche zu viel, was wieder beweist - weniger ist oft mehr. Zudem hätte es der Film
gar nicht gebraucht, da die Story, wie gesagt so viel andere gute Versatzstücke und Themen bietet, dass die manchmal etwas überdrehte Komik, sich
irgendwie fehl am Platz anfühlt.
Blendet man das einmal aus hat man einen wunderbaren SF-Film, gefüllt mit Dramatik und Herzenswärme, der absolut empfehlenswert ist. Wegen
dem, für mich deplatzierten Humor und
dem reichlich kitschigen Disney-Ende (letzte Szene)
gibt es von mir einen Punkt Abzug.

Bleiben aber trotzdem noch 8/ 10 Astrophagen
Das Ende entspricht genau der Romanfassung, allerdings
denkt Grace im Buch viel öfter an seine Schulklasse auf der Erde, ist ja auch sein Einziger sozialer Bezugspunkt im Leben. Im Buch wird dadurch noch mehr herausgearbeitet, warum er sich für Rocky entscheidet. Durch die Relativität sind seine Schüler schon längst erwachsen oder tot. Da die Zeit auf der Erde viel schneller vergeht. Das wurde im Film kaum deutlich. Auch die Folgen der Sonnenabkühlung haben auf der Erde schon längst eingesetzt. Diese Apokalypse ist im Buch auch viel deutlicher hervorgehoben. Es gab im Romanende auch keinerlei Ausblick auf die Erde. Grace weiß nicht ob die Sonden angekommen sind und ob man die Situation verbessern konnte.
Hier setzt der Film für mich etwas zu wenig auf Drama. Ich verstehe das man für einen Blockbuster alles etwas bekömmlicher verpacken wollte. Aber ich sehe hier dramaturgisch etwas verschenktes Potential. Auch kommt mir die Figur der Eva Stratt etwas zu kurz. Das ist im Buch so ein richtiger Badass-Charakter mit tragischer Note. Aber man wollte sich wohl mehr auf die Gosling-One-Man-Show fokussieren.

Hat ja auch relativ gut geklappt. Man hat praktisch alles aus dem Buch destilliert was man konnte.
Also nur Auslassungen und nichts dazu gedichtet. Den Medienraum gab es im Buch nicht.
Visuell habe ich mir das fast genauso vorgestellt. Da punktet der Film enorm.
Allerdings hätte man am Ende erwähnen sollen als er Rocky rettet, dass Grace so auch die gesamte Spezies rettet. Das war nicht klar herausgestellt.

Trotzdem durchaus eine gelungene Sci-Fi-Romanverfilmung.

7/10
Wird am Ende im Buchs nicht angedeutet, dass die Sonne der Erde wieder marginal heller wird?
Stimmt, wird es. Hatte ich vergessen. Also im Prinzip ist der Ausblick im Film am Ende, sinngemäß derselbe.
 
Da ich mit E. T. nicht viel anfangen kann, hätte ich eigentlich vorgewarnt sein müssen. Die Geschichte steht und fällt damit, wie invested man in die Beziehung des Aliens zu seinem menschlichen Buddy ist. Wenn einen das nicht packt, kann man sich hier immerhin an einem tollen Soundtrack und schönen Bildern des Dune-Kameramanns freuen. Die rhythmusbrechenden Rückblenden, die auch dadurch entstehende Überlänge, die schreckliche Frisur von Sandra Hüller, das ständige Rumalbern (ich hätts doch gerne etwas dramatischer) und das stellenweise doch sehr nerdige Technologie-Gesabbel hätte ich hingegen nicht gebraucht.

6/10
 
Wenn einen das nicht packt, kann man sich hier immerhin an einem tollen Soundtrack und schönen Bildern des Dune-Kameramanns freuen.
Ich greife diesen Satz heraus, um ihn vollumfänglich zu unterstreichen! Greig Fraser war quasi mein Rettungsanker in diesem Film, der mich sonst erstaunlich kalt ließ. Zu Beginn noch: ja. Ich kam gut rein, war investiert. Wunderbare Schnittbilder, Musikalität, und Lionel Boyce = MVP. Ich mag die Darstellung von Wissenschaftsprozessen, das Gewusel gegen die Zeit.
Dann aber: amerikanischer Aufopferungskitsch der allerschlimmsten Sorte, gefühlt zehn Enden zu lang und abstoßend in seiner Weinerlich- und Innigkeit. Gegen (guten) Kitsch und/oder Camp ist nichts einzuwenden, aber nach der x-ten Heulattacke von Grace und dem x-ten Dackelblick Rockys habe selbst ich kapituliert.
Das lag an verschiedenen Faktoren, denke ich: an der kulturhegemonialen Tendenz des aktuelleren Science-Fiction-Films, Fremdheitserfahrungen (in welcher Gestalt auch immer) dem Menschen soweit zu Merch zu verniedlichen wie daher zu vermenschlichen, dass ich mich komisch, irgendwie unwohl fühlte, je konsequenter eine über jegliche spannende Ambivalenzen hinwegratternde Disney-Bromance aufgefahren wurde, der - allgemein - hinwegratternde, plattwalzende Humor, die manchmal unglücklich getimte Montage zwischen Ryan Gosling und Sandra Hüller, das Nichteinlösen weiterführender Fragestellungen. Ich teile viele deiner Kritikpunkte. Ganz entschieden: nein. Mir ging der Film in seinem Verkuscheltsein nach Bauanleitung auf den Sack. {2,5/5}

(Mein Begleiter, der das Buch las und dem Film inhaltlich gute bis sehr gute Adaptionsqualitäten bescheinigte, sagte es treffend, dem ich zustimmte: Uns hat zum Teil die "Seriosität" gefehlt. Und, bitte: keine Karaoke-Szenen mehr!)
 
(Mein Begleiter, der das Buch las und dem Film inhaltlich gute bis sehr gute Adaptionsqualitäten bescheinigte, sagte es treffend, dem ich zustimmte: Uns hat zum Teil die "Seriosität" gefehlt. Und, bitte: keine Karaoke-Szenen mehr!)
Ich weiß schon was du meinst.
Die ganzen wissenschaftlichen Erklärungen fehlen im Film völlig. Ich hatte schon damit gerechnet. Das hätte den Blockbuster-Flow unterbunden. Allerdings verkauft man so sein Publikum auch für dumm. Wenigstens die Relativität hätte man besser erklären können und die ein oder andere physikalische Erklärung visualisieren können.
Das kann man auch humorvoll verpacken.
 
Also ich erwarte nach den paar Trailern die ich so gesehen habe schon ein wenig sowas wie Explorers, Last Starfighter, Flug des Navigator 80er Scifi Fantasy Popcornkino. Kommt das ungefähr hin? Zumindest in den Gosling & Rocky Szenen?

Würde mich schon ins Kino locken. Aber vllt. erwarte ich da auch zu viel. 'Seriös' wäre zumindest für mich das letzte was ich nach dem Trailer mit diesem Stein möchte.
 
(Mein Begleiter, der das Buch las und dem Film inhaltlich gute bis sehr gute Adaptionsqualitäten bescheinigte, sagte es treffend, dem ich zustimmte: Uns hat zum Teil die "Seriosität" gefehlt. Und, bitte: keine Karaoke-Szenen mehr!)
Ich weiß schon was du meinst.
Die ganzen wissenschaftlichen Erklärungen fehlen im Film völlig. Ich hatte schon damit gerechnet. Das hätte den Blockbuster-Flow unterbunden. Allerdings verkauft man so sein Publikum auch für dumm. Wenigstens die Relativität hätte man besser erklären können und die ein oder andere physikalische Erklärung visualisieren können.
Das kann man auch humorvoll verpacken.
Auf der anderen Seite ist es auch wirklich tricky, denn wenn man Erklärungen liefert, ist man auch schnell im Verdacht das Publikum für blöd zu verkaufen. Siehe Interstellar wo sich Wissenschaftler für den Zuschauer (bzg. ihres Berufsstand) Selbstverständlichkeiten sich gegenseitig erklären. Auch bei Project Hail Mary bewegen wir uns in einer nahezu ausschließlichen Fachumfeld, man hâtte natürlich auch auf Sandra Hüller zurück greifen und aus ihr mehr einen Fish-out-of-water machen können, das hätte ihren Charakter aber (noch mehr) geschadet, sie bekommt im Film schon zu wenig Futter um ihre Kompromisslosigkeit aus dem Buch zu übertragen. Dann natürlich noch über den Weg des (inneren) Monologs, darauf wird ja auch zurück gegriffen, aber in einen Film ein Stilmittel, was nur begrenzt einsetzbar ist. Die Problematik mit der Realitvität und der Strahlung wurde ja auch kurz angesprochen, als Grace über die Wissensdefizite von Rockys Spezies nachdenkt, hier hätte man definitiv noch mehr machen können an der Stelle. Die Wissenschaft ist also imo nicht völlig untergegangen und einige witzige, rein visuelle Elemente wie die Nerdshirts, u.a. mit dem Periodensystem der Elemente sind schon gelungen. Ärgerlich empfand ich die Änderungen bzg. der Astrophagen bzw. worum es in Grace Arbeit ging, die ihm Spott der Wissenschaftscommunity einbrachte, als auch der Unterordnung der Physik für einen Gag, als die Raumschiffe ihren Balztanz beim Erstkontakt hinlegen. Das gehört sich nicht bei der Adaption eins Hard Science-Fiction Romans.

Übrigens gab es ja auch bei als der (populär)wissenchaftlichen Enthusiasmus des Romans, auch Ungenauigkeiten bzg. des Raumfahrt Prozedere Kritik, u.a. von der Science-Fiction Autorin Mary Robinstte Kowal, dass z.B. vollkommen auf Checklisten verzichtet wurde, was essentiell für die Raumfahrt ist. Der Kritik kann man natürlich entgegen halten, dass Grace eben explizit kein ausgebildeter Astronaut ist. Andy Weir hat es auf jeden Fall geschafft, die Hard Science-Fiction mit den Mainstream wie nie zuvor zu verkuppeln, Kollegen wie Arthur C. Clarke, Stephen Baxter und co. gehen mehr in die Tiefe, mögen spannendere und weitreichendere Konzepte haben, aber sie haben auch diesen Widerstand, der eine Menge eigenes Interesse für die ganzen naturwissenschaftlichen und technischen Aspekte voraussetzt und in die Texte mit hineingedacht werden mûssen. Und das ist die große Kunst von Weir, hier Zugänglichkeit zu schaffen und die Balance von Akkuratesse und spannenden Plot perfekt anlegt.
 
Zurück
Oben Unten