• Ersteller Ersteller leeloo
  • Erstellt am Erstellt am
  • Antworten Antworten 818
  • Aufrufe Aufrufe 51.751
  • Letzter Beitrag Neueste Aktivitäten
Bewertungen Gesamtwertung (nur Käufe bzw. Sichtungen) 2,65 Stern(e) 53 Erwartungen 47% mcr

Kinofilm: The Dark Knight - Uwe Boll! Armie Hammer! [Kino]

  • Werde ich mir anschauen

    Stimmen: 17 30,9%
  • Gesehen, für gut befunden

    Stimmen: 6 10,9%
  • Gesehen, kann man schauen, muss man aber nicht

    Stimmen: 4 7,3%
  • Gesehen, gefällt mir nicht

    Stimmen: 7 12,7%
  • Interessiert mich nicht

    Stimmen: 21 38,2%

  • Umfrageteilnehmer
    55

Welcome to Movieside!

Register to become a member of the Movieside community and get Access to all content. Sustainable language settings (German or English) will be available after registration and logging in. Please be aware that the forum's main language is German.

1782820570755.webp
 
1+ Mal drüber nachdenken!


EIN RASSISTISCHES BOLL-WERK: CITIZEN VIGILANTE

Wie man faschistische Hinrichtungsfantasien mit einer Kamera versieht und das Ergebnis anschließend für mutige Provokation hält.

Ich hatte lediglich von Citizen Vigilante und Selbstjustiz gehört, aber nicht mal eine grobe Beschreibung der Handlung gelesen. Das reichte schon. Mein erster Gedanke war: Uwe Boll hat vermutlich geglaubt, irgendetwas zwischen Natural Born Killers und einem europäischen John Wick zu drehen.

Später erfuhr ich, dass Boll seinen Film tatsächlich mit John Wick und The Equalizer vergleicht. Ich hatte seine künstlerische Selbstüberschätzung also vollständig rekonstruiert, bevor ich wusste, dass er sie selbst ausgesprochen hatte. Bolls filmisches Denken liegt einfach derart ungeschützt an der Oberfläche, dass man seine Vorbilder schon auf den Standbildern erkennt. Man interpretiert seinen Film nicht. Man errät die Filme, die er beim Schreiben gern gewesen wäre.

In Interviews spricht er von jenen politischen Filmen früherer Jahrzehnte, die angeblich noch Grenzen überschritten hätten. Er nennt Oliver Stone, Natural Born Killers, A Clockwork Orange und Apocalypse Now. In seiner Vorstellung steht Citizen Vigilante offenbar irgendwo in dieser Ahnenreihe. Die Filmgeschichte wird es verkraften müssen. Sie hat schon ganz andere Zumutungen überstanden.

Bei Citizen Vigilante hat er offenbar wieder geglaubt, einen Film zu drehen. Herausgekommen ist die feuchte Hinrichtungsfantasie jener Faschisten, die seit Jahren davon träumen, der Rechtsstaat möge endlich verschwinden, damit bewaffnete Männer Migranten ermorden und sich anschließend als Retter des Abendlandes feiern lassen können.

Im Mittelpunkt steht ein reicher Geschäftsmann, der das Vertrauen in Polizei und Justiz verliert und daraufhin selbst entscheidet, wer schuldig ist, wer bestraft werden muss und wer sein Recht auf Weiterleben verwirkt hat. Sein Feldzug macht ihn zum gefeierten Helden in den sozialen Medien. Die Botschaft ist so subtil wie eine Axt in einer Kindergartentür: Der Staat versagt, die Justiz schützt die Täter, Migranten bedrohen die Gesellschaft, und endlich steht ein entschlossener Mann auf, der das erledigt, wozu die verweichlichte Demokratie angeblich nicht mehr fähig ist.

Das ist die vollständige Grundausstattung faschistischer Selbstjustizfantasien. Boll musste nichts erfinden. Er brauchte lediglich einige Jahre lang unter den richtigen Facebook-Beiträgen mitzulesen.

© Viktor Dorn

Dort sitzt seit Langem dieselbe Armee verhinderter Vollstrecker. Männer, die beim Anblick eines falsch geparkten Lieferwagens bereits vom Ausnahmezustand träumen und unter jeder Meldung über migrantische Kriminalität erklären, was sie mit den Tätern machen würden, wenn man sie nur ließe. Meistens lässt man sie nicht. Das ist eine der stillen Errungenschaften des Rechtsstaates.

Boll lässt sie gewähren.

Er gibt ihren Fantasien einen Körper, eine Waffe und das Gesicht eines schweigsamen Rächers. Er verwandelt den Kommentar „Da müsste mal einer aufräumen“ in bewegte Bilder. Der Mann auf der Leinwand tut endlich, was die Herren vor ihren Bildschirmen bislang nur mit klebrigen Fingern in die Kommentarspalten tippen konnten.

Dabei erschöpft sich der Film keineswegs darin, gewöhnliche Kriminelle von einem gewöhnlichen Rächer erschießen zu lassen. Boll lädt seine Geschichte politisch auf. Die Täter sind überwiegend Migranten. Eine Gruppenvergewaltigung wird zum zentralen Beweis für das Versagen der Justiz. Richter, Politiker und Behörden bilden den feigen oder korrupten Hintergrund, vor dem der Mörder als einzig verbliebener Mann mit Handlungsfähigkeit erscheint.

Diese Auswahl ist keine zufällige Kulisse. Sie ist die Aussage.

Wer eine Welt konstruiert, in der migrantische Männer vergewaltigen und morden, Gerichte sie laufen lassen und ein bewaffneter Millionär daraufhin die Gerechtigkeit wiederherstellt, erzählt keine neutrale Geschichte über Selbstjustiz. Er baut eine politische Rechtfertigungsmaschine. Auf der einen Seite stehen die Fremden als sexuelle und körperliche Bedrohung. Auf der anderen Seite steht ein schwacher Staat. In der Mitte wartet die Waffe.

Boll erklärt, sein Film richte sich gegen Kriminelle. Das besitzt ungefähr die argumentative Stabilität eines Gartenstuhls nach dem dritten Orkan. Ein Film besteht aus Entscheidungen. Der Regisseur entscheidet, welche Täter er zeigt, welche Herkunft sie haben, welche Verbrechen sie begehen, welche Institutionen versagen und wem er am Ende die Waffe in die Hand drückt.

Boll hat all diese Entscheidungen getroffen. Anschließend stellt er sich neben das Ergebnis und tut so, als sei es ihm zugelaufen.

Seinen endgültigen politischen Offenbarungseid leistet der Film im Finale. Der Vigilant dringt in das Haus einer muslimischen Familie ein. Der Sohn wurde vom Vorwurf einer Gruppenvergewaltigung freigesprochen. Das genügt dem selbst ernannten Richter nicht. Er erschießt den Vater, die Mutter, den Sohn und die Tochter.

Damit wird selbst die dünne Behauptung zerstört, hier gehe es um die Bestrafung individueller Täter. Eine ganze Familie wird ausgelöscht, weil der Rächer sie als moralische Einheit betrachtet. Der Sohn gilt ihm als Täter, der Rest als Mitverantwortliche. Ihre Religion, ihre Herkunft und die ihnen unterstellten gemeinsamen Werte werden zum Todesurteil.

Das ist Sippenhaft mit Schalldämpfer.

Die Tochter hat niemanden vergewaltigt. Die Mutter hat niemanden vergewaltigt. Der Vater hat niemanden vergewaltigt. Boll lässt sie trotzdem erschießen, weil sein Film längst in jener rassistischen Logik angekommen ist, in der individuelle Schuld nur noch lästiger Papierkram ist. Aus einem Verdächtigen wird eine verdächtige Familie. Aus einer Familie wird eine verdächtige Kultur. Aus einer Kultur wird eine Bedrohung. Und Bedrohungen darf der Held beseitigen.

Der Faschismus liebt diese Verkürzung. Sie spart Gerichte, Beweise, Zweifel, Widersprüche und den gesamten anderen Kram, mit dem eine Zivilisation versucht, sich von einem Lynchmob zu unterscheiden.

Uwe Boll hat die feuchten Hinrichtungsfantasien rechter Kommentarspalten genommen, sie mit einer Kamera aufgenommen und das Ergebnis für Provokation gehalten. Seine Zuschauer sollen sich nicht fragen, ob der Vigilant vielleicht zu weit geht. Sie dürfen ihm fast anderthalb Stunden dabei zusehen, wie er all jene erschießt, die ihnen seit Jahren als Feinde präsentiert werden.

Er verwechselt Provokation konsequent mit geistiger und politischer Verwahrlosung. Er verwechselt Grenzüberschreitung mit Bedeutung, Widerspruch mit Zensur und eine geladene Pistole mit einer politischen Aussage.

Im Interesse der Filmindustrie sollte man ihn per gerichtlicher Verfügung in sicherem Abstand zu Kameras, Drehbüchern und Filmsets halten.

Die gesamte Rezension und Analyse JETZT AUF DRUCKBROT lesen. (Link in den Kommentaren)

 
Mich wundert eher, dass Nando erst jetzt die Linie zieht. Boll verbreitet seit knapp 4-5 Jahren nur noch Hetze im Netz, vor allem auf Youtube. Die Gedanken waren die ganze Zeit da, nur jetzt eben in Filmform mit dem Aufruf zur Gewalt.
 

"Boll does have at least one high-profile admirer in the business, however. Writer-director Roger Avary, who won an Oscar with Quentin Tarantino for the “Pulp Fiction” screenplay, posted an admiring review of the film from the National Conservative website on his X account, and posed the question, “Is [Boll] the boldest and bravest auteur working in cinema today?” Boll, reposting this, stated, “Roger Avary loves it,” and said in an accompanying video, “Thanks Roger Avary. You are not a pussy as all the other people who are shy to speak out.” To which Avary responded, “ ‘You’re not a pussy’ is going on my tombstone. Thanks, Uwe!”"

He is the Bol(l)dest!
 

"Boll does have at least one high-profile admirer in the business, however. Writer-director Roger Avary, who won an Oscar with Quentin Tarantino for the “Pulp Fiction” screenplay, posted an admiring review of the film from the National Conservative website on his X account, and posed the question, “Is [Boll] the boldest and bravest auteur working in cinema today?” Boll, reposting this, stated, “Roger Avary loves it,” and said in an accompanying video, “Thanks Roger Avary. You are not a pussy as all the other people who are shy to speak out.” To which Avary responded, “ ‘You’re not a pussy’ is going on my tombstone. Thanks, Uwe!”"

He is the Bol(l)dest!
Pulp Fiction hat ja auch gewisse Selbstjustiz Elemente :teach:
 
@Toxie : "der Rechtsstaat möge endlich verschwinden"....auch wenn es hier ein "No-Go", versuche ich dennoch hier eine besorgte Anmerkung zu machen...es stehen, in diesem unseren Lande, noch diverse Wahlen an, und wenn es keine "Fake News" sind, gibt es eine bestimmte Partei, die mit altem "Gedankengut" leider recht erfolgreich ist, und die auch ebenfalls solch "einfache (End)Lösungen" bietet, natürlich quasi-Intellektuell und modern verpackt...es sollte nur jedem klar sein, daß man alles "ironisch-witzig" nehmen kann, aber am Ende man selbst, als "Individuum" mehr Möglichkeiten hat, als man denkt... und das nicht für alles "die Jugend von heute" verantwortlich ist...
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wenn ich sage, dass der Film mich interessiert (als übrigens politisch mittiger Mensch) und ich ihn mir anschauen möchte, werde ich dann hier kritisiert dafür? Kann mir vorab zu dem Film kein Urteil erlauben, kenne den Film bisher nur durch Ausschnitte, Trailer usw. Und durch einige Interviews von und mit Uwe Boll.
Fakt ist Uwe Boll hat seine Wut in einem Film verpackt, Wut auf kriminelle Migranten in Europa, aber auch auf korrupte Politiker und bestechliche Richter und Richterinnen. Mit dem Film wollte Uwe Boll sich Luft machen, nehme ich mal an und die Mißstände anprangern. Das kann ich nur allzu gut verstehen. Nur über die Herangehensweise und die Umsetzung was den Film angeht, da kann man sicher geteilter Meinung sein. Der Film scheint auf jeden Fall ganz stark zu polarisieren und wird kontrovers aufgenommen. Wie gesagt ich halte mich noch zurück mir ein Urteil zu erlauben, denn dass wäre jedem Film gegenüber ungerecht, wenn ich ihn noch nicht von Vorne bis Hinten gesehen habe. Hier im Land läuft einiges falsch und es wird dadurch nicht besser wenn die Obrigkeit, die dafür verantwortlich ist, weiter machen lässt. Allerdings man darf auch nicht Selbstjustiz üben, dass halte ich für sehr gefährlich, kann nämlich sehr schnell zu einer Katastrophe führen. Dann werden auch so Filme wie The Purge real. Manche Parteien, ohne Namen zu nennen, aber man kann sagen, die, die in der Regierung sind, gehören einfach nicht mehr gewählt.
Ich werde mir selber noch ein Bild von Uwe Boll's Film machen.
 
Und wenn ich sage, dass der Film mich interessiert [...] und ich ihn mir anschauen möchte, werde ich dann hier kritisiert dafür?
Dein Account wird im Anschluss gelöscht, aber mehr passiert eigentlich nicht. Nein, warum solltest du für das Interesse am Film kritisiert werden? Hier im Thread haben ja schon einige (wenn auch verhältnismäßig wenige) ihren Eindruck zum Film, nach der Sichtung, geschrieben und die deckt durchaus eine gewisse Bandbreite ab. Lässt sich dann auf Inhaltsebene diskutieren. Was passiert, wenn man ungesehen auf den Zug springt, zeigen ja die diversen Artikel aus allen Ecken, die alle voneinander "Ungenauigkeiten" abschreiben.
 
Und wenn ich sage, dass der Film mich interessiert (als übrigens politisch mittiger Mensch) und ich ihn mir anschauen möchte, werde ich dann hier kritisiert dafür? Kann mir vorab zu dem Film kein Urteil erlauben, kenne den Film bisher nur durch Ausschnitte, Trailer usw. Und durch einige Interviews von und mit Uwe Boll.
Fakt ist Uwe Boll hat seine Wut in einem Film verpackt, Wut auf kriminelle Migranten in Europa, aber auch auf korrupte Politiker und bestechliche Richter und Richterinnen. Mit dem Film wollte Uwe Boll sich Luft machen, nehme ich mal an und die Mißstände anprangern. Das kann ich nur allzu gut verstehen. Nur über die Herangehensweise und die Umsetzung was den Film angeht, da kann man sicher geteilter Meinung sein. Der Film scheint auf jeden Fall ganz stark zu polarisieren und wird kontrovers aufgenommen. Wie gesagt ich halte mich noch zurück mir ein Urteil zu erlauben, denn dass wäre jedem Film gegenüber ungerecht, wenn ich ihn noch nicht von Vorne bis Hinten gesehen habe. Hier im Land läuft einiges falsch und es wird dadurch nicht besser wenn die Obrigkeit, die dafür verantwortlich ist, weiter machen lässt. Allerdings man darf auch nicht Selbstjustiz üben, dass halte ich für sehr gefährlich, kann nämlich sehr schnell zu einer Katastrophe führen. Dann werden auch so Filme wie The Purge real. Manche Parteien, ohne Namen zu nennen, aber man kann sagen, die, die in der Regierung sind, gehören einfach nicht mehr gewählt.
Ich werde mir selber noch ein Bild von Uwe Boll's Film machen.

Wenn ein Text so anfängt, bekomme ich echt die Krise. NATÜRLICH darfst du den Film gucken, am besten aber ohne, ihm Geld zu geben. LOL

Mach dir selbst nen Bild, haben ich und andere auch. Hab ihn sogar zweimal gesehen, um sagen zu können, dass das Ding nichts mit Wut und „er möchte auf Missstände“ aufmerksam machen. Schau dir allein seine Aussagen bei Massengeschmack an, dann weißt du, was hier Sache ist. Ein Film, der sich sachlich mit Problemen in Europa auseinandersetzen will, der vielleicht auch etwas hart sein will, sollte nicht ein spezielles narrativ bedienen, den Zuschauer emotional eine Gewisse Richtung drängen und sich dann nicht noch an Gewalt aufgeilen. Die ganze Polizeigeschichte ist überzogen aber auch unfassbar übel. Das Ende suggeriert, dass Kontaktschuld zum Tode führen soll und danach und das wird überall ignoriert werden drei Minuten einfach Menschen hingerichtet, bei den man nicht weiß, warum.

Die Texttafel am Ende ist dann das itüpfelchen. Und selbst wenn man das alles runterspielt und sagt: Es ist nur ein Film, gibt es aber noch die vielen Imterviews von Boll, die eine eindeutige Sprache sprechen.
 
Und wenn ich sage, dass der Film mich interessiert (als übrigens politisch mittiger Mensch) und ich ihn mir anschauen möchte, werde ich dann hier kritisiert dafür? Kann mir vorab zu dem Film kein Urteil erlauben, kenne den Film bisher nur durch Ausschnitte, Trailer usw. Und durch einige Interviews von und mit Uwe Boll.
Fakt ist Uwe Boll hat seine Wut in einem Film verpackt, Wut auf kriminelle Migranten in Europa, aber auch auf korrupte Politiker und bestechliche Richter und Richterinnen. Mit dem Film wollte Uwe Boll sich Luft machen, nehme ich mal an und die Mißstände anprangern. Das kann ich nur allzu gut verstehen. Nur über die Herangehensweise und die Umsetzung was den Film angeht, da kann man sicher geteilter Meinung sein. Der Film scheint auf jeden Fall ganz stark zu polarisieren und wird kontrovers aufgenommen. Wie gesagt ich halte mich noch zurück mir ein Urteil zu erlauben, denn dass wäre jedem Film gegenüber ungerecht, wenn ich ihn noch nicht von Vorne bis Hinten gesehen habe. Hier im Land läuft einiges falsch und es wird dadurch nicht besser wenn die Obrigkeit, die dafür verantwortlich ist, weiter machen lässt. Allerdings man darf auch nicht Selbstjustiz üben, dass halte ich für sehr gefährlich, kann nämlich sehr schnell zu einer Katastrophe führen. Dann werden auch so Filme wie The Purge real. Manche Parteien, ohne Namen zu nennen, aber man kann sagen, die, die in der Regierung sind, gehören einfach nicht mehr gewählt.
Ich werde mir selber noch ein Bild von Uwe Boll's Film machen.

Wenn ein Text so anfängt, bekomme ich echt die Krise. NATÜRLICH darfst du den Film gucken, am besten aber ohne, ihm Geld zu geben. LOL

Mach dir selbst nen Bild, haben ich und andere auch. Hab ihn sogar zweimal gesehen, um sagen zu können, dass das Ding nichts mit Wut und „er möchte auf Missstände“ aufmerksam machen. Schau dir allein seine Aussagen bei Massengeschmack an, dann weißt du, was hier Sache ist. Ein Film, der sich sachlich mit Problemen in Europa auseinandersetzen will, der vielleicht auch etwas hart sein will, sollte nicht ein spezielles narrativ bedienen, den Zuschauer emotional eine Gewisse Richtung drängen und sich dann nicht noch an Gewalt aufgeilen. Die ganze Polizeigeschichte ist überzogen aber auch unfassbar übel. Das Ende suggeriert, dass Kontaktschuld zum Tode führen soll und danach und das wird überall ignoriert werden drei Minuten einfach Menschen hingerichtet, bei den man nicht weiß, warum.

Die Texttafel am Ende ist dann das itüpfelchen. Und selbst wenn man das alles runterspielt und sagt: Es ist nur ein Film, gibt es aber noch die vielen Imterviews von Boll, die eine eindeutige Sprache sprechen.


„Zwei mal geguckt“ :rofl1.

Bist du weich in der Birne? :lol:

Da wüsste ich aber besseres mit meiner Zeit anzufangen - bspw. Stacheldraht fressen.
 
  • Cremig
Reaktionen: Rex
Das Ende suggeriert, dass Kontaktschuld zum Tode führen soll und danach und das wird überall ignoriert werden drei Minuten einfach Menschen hingerichtet, bei den man nicht weiß, warum.
Der Film "schludert" inhaltlich an einigen Ecken, um es mal nett zu sagen, aber m.E. waren zumindest die Freunde, die er anrufen sollte, alle Mittäter und sind deswegen angelockt und hingerichtet worden.
 
Das Ende suggeriert, dass Kontaktschuld zum Tode führen soll und danach und das wird überall ignoriert werden drei Minuten einfach Menschen hingerichtet, bei den man nicht weiß, warum.
Der Film "schludert" inhaltlich an einigen Ecken, um es mal nett zu sagen, aber m.E. waren zumindest die Freunde, die er anrufen sollte, alle Mittäter und sind deswegen angelockt und hingerichtet worden.
War bestimmt die Hitze. Muss man Toxie nachsehen. Oder ist Bolls in Wachsmalkreide verfasstes Drehbuch tatsächlich zu kompliziert? :150:
 
Die Familie hat es doch auch erwischt, weil die den Sohn in Schutz genommen hat. Das war doch die Schwester die meinte: Das Mädchen wäre selbst Schuld, wie sie rumläuft, die hat meinen Bruder geil gemacht. Fand ich ziemlich plump und hohl die Aussage. Das sollte glaube ich aus Sicht des Rächers den Mord an der restlichen Familie rechtfertigen.

Disclaimer: Mir geht es ausschließlich um die "Filmlogik" und NICHT meine eigene Meinung.
 
Alles fürs Vaterland. Alles für euch, damit eure Hirnzellen nicht absterben. Gern geschehen!

Ps. Ich bereite mich auf was audiovisuelles bzgl FSK und Co. vor.


Und wenn ich sage, dass der Film mich interessiert (als übrigens politisch mittiger Mensch) und ich ihn mir anschauen möchte, werde ich dann hier kritisiert dafür? Kann mir vorab zu dem Film kein Urteil erlauben, kenne den Film bisher nur durch Ausschnitte, Trailer usw. Und durch einige Interviews von und mit Uwe Boll.
Fakt ist Uwe Boll hat seine Wut in einem Film verpackt, Wut auf kriminelle Migranten in Europa, aber auch auf korrupte Politiker und bestechliche Richter und Richterinnen. Mit dem Film wollte Uwe Boll sich Luft machen, nehme ich mal an und die Mißstände anprangern. Das kann ich nur allzu gut verstehen. Nur über die Herangehensweise und die Umsetzung was den Film angeht, da kann man sicher geteilter Meinung sein. Der Film scheint auf jeden Fall ganz stark zu polarisieren und wird kontrovers aufgenommen. Wie gesagt ich halte mich noch zurück mir ein Urteil zu erlauben, denn dass wäre jedem Film gegenüber ungerecht, wenn ich ihn noch nicht von Vorne bis Hinten gesehen habe. Hier im Land läuft einiges falsch und es wird dadurch nicht besser wenn die Obrigkeit, die dafür verantwortlich ist, weiter machen lässt. Allerdings man darf auch nicht Selbstjustiz üben, dass halte ich für sehr gefährlich, kann nämlich sehr schnell zu einer Katastrophe führen. Dann werden auch so Filme wie The Purge real. Manche Parteien, ohne Namen zu nennen, aber man kann sagen, die, die in der Regierung sind, gehören einfach nicht mehr gewählt.
Ich werde mir selber noch ein Bild von Uwe Boll's Film machen.

Wenn ein Text so anfängt, bekomme ich echt die Krise. NATÜRLICH darfst du den Film gucken, am besten aber ohne, ihm Geld zu geben. LOL

Mach dir selbst nen Bild, haben ich und andere auch. Hab ihn sogar zweimal gesehen, um sagen zu können, dass das Ding nichts mit Wut und „er möchte auf Missstände“ aufmerksam machen. Schau dir allein seine Aussagen bei Massengeschmack an, dann weißt du, was hier Sache ist. Ein Film, der sich sachlich mit Problemen in Europa auseinandersetzen will, der vielleicht auch etwas hart sein will, sollte nicht ein spezielles narrativ bedienen, den Zuschauer emotional eine Gewisse Richtung drängen und sich dann nicht noch an Gewalt aufgeilen. Die ganze Polizeigeschichte ist überzogen aber auch unfassbar übel. Das Ende suggeriert, dass Kontaktschuld zum Tode führen soll und danach und das wird überall ignoriert werden drei Minuten einfach Menschen hingerichtet, bei den man nicht weiß, warum.

Die Texttafel am Ende ist dann das itüpfelchen. Und selbst wenn man das alles runterspielt und sagt: Es ist nur ein Film, gibt es aber noch die vielen Imterviews von Boll, die eine eindeutige Sprache sprechen.


„Zwei mal geguckt“ :rofl1.

Bist du weich in der Birne? :lol:

Da wüsste ich aber besseres mit meiner Zeit anzufangen - bspw. Stacheldraht fressen.
 
Zurück
Oben Unten