News Ab Mitte 2026: Keine Zollfreigrenze mehr

  • Ersteller Ersteller Daigoro
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Definitiv ja. Die Artikel werden von einem US-Hersteller produziert und in den Verkehr gebracht und von einem US-Händler verkauft.
Discs mit Aufdruck "Made in Mexico" sollen zollrechtlich US-Güter darstellen? Dann wäre ja auch der ganze China-Kram, den jemand im deutschen Discounter gekauft hat, zollrechtlich deutsche Ware? Hast du dafür eine Quelle?

Edit: Wenn das der Fall wäre, dann bräuchte man nur China-Ware von China in die EU bringen, vielleicht noch umpacken, und dann in die USA exportieren, um die China-spezifischen Strafzölle der USA zu umgehen. Das gleiche könnte man auch mit sanktionierten Gütern z.B. aus Russland oder dem Iran durchspielen.
Disks mit Aufdruck "Made in Mexico" werden genauso verzollt und versteuert, wenn sie aus den USA importiert werden, wie Disks, die in Deutschland produziert wurden. Nach Deinem Verständnis müßten Paramount- und MGM-Disks Steuer- und Abgaben-frei nach Deutschland gelangen können. Das sehen der Zoll und das Finanzamt aber durchaus anders, da man ja bei einem US-Händler kauft. :zwinker:

Du verstehst offensichtlich nicht den Unterschied zwischen Herkunfsland und Ursprungsland. Ersteres ist der Verkaufsstandort, letzteres der Standort der hauptsächlichen Anteils bzw. der finalen Produktion. Das Herkunftsland ist wichtig für die Versteuerung. Das Produkt wurde dort gekauft und dann in Richtung Deutschland geschickt. Nur das ist für Steuern und Abgaben wichtig. Für die eventuelle Durchsetzung von Sanktionen nimmt man dann das Ursprungsland her. Aber auch nicht immer.

Hier eine einfach zu ergooglende Quelle, die den Unterschied erklärt: Was ist der Unterschied zwischen Herkunftsland und Ursprungsland? Einfach erklärt

Ist Dir eigentlich bewußt, daß die Sanktionen gegen Russland nur bewirkt haben, daß deren Öl und Gas einen Umweg über andere Länder gemacht haben, was uns dann einfach nur mehr kostet?
Und Dein Beispiel mit dem Umweg für chinesische Ware in die EU, um die US-Importzölle zu umgehen? Rechnet sich nicht, weil dann sowohl die Importzölle der EU und dann noch die der USA anfallen.
 
Zum Glück hab ich noch am Samstag 4 Criterion 4Ks bestellt bei amazon.com
Heute wäre die gleiche Bestellung $16 teurer.
Nur das aktuell halt korrekt versteuert wird. Die Bestellung von Samstag, nach den neuen Bestimmungen vom 01.07., ist halt nicht mehr.

Wenn ich das richtig verstehe, dürfte eine aktuelle Bestellung bei Amazon ohne Probleme direkt an dich gehen, bei Bestellungen vor dem 01.07. dürften dann die 3,-€ an der Haustür kassiert werden.
Das kann ich mir kaum vorstellen.

Und wenn doch wird direkt Amazon kontaktiert und um eine Erstattung gebeten.
 
"Das schönste Wort im Wörterbuch ist 'Zölle'!"
Ursula von der Trump
 
Hello
Effective immediately, we are no longer able to ship orders to the European Union and New Zealand. This decision is due to newly imposed government shipping fees and regulatory costs that significantly impact our ability to provide reliable and cost-effective service to these regions.
We understand this may be disappointing and apologize for any inconvenience this change may cause. At this time, we are actively monitoring the situation and will reassess should conditions become more favorable in the future. Please note an email notification will be provided shortly.


Quelle.

Verstehe nicht ganz, weshalb sie komplett den Versand in die EU einstellen. Gut, ein eigenes Lager innerhalb der EU einzurichten, um die Gebühr zu umgehen, lohnt sich für sie vermutlich nicht. Aber warum dann nicht einfach pro Produktkategorie direkt im Shop bei Versand in die EU 3 EUR Gebühren draufschlagen? Wäre das so viel Aufwand? IOSS hatten sie zuletzt doch auch hinbekommen.

Vielleicht brauchen sie ja nur eine Weile, um ihre Prozesse anzupassen.
 
Disks mit Aufdruck "Made in Mexico" werden genauso verzollt und versteuert, wenn sie aus den USA importiert werden, wie Disks, die in Deutschland produziert wurden. Nach Deinem Verständnis müßten Paramount- und MGM-Disks Steuer- und Abgaben-frei nach Deutschland gelangen können. Das sehen der Zoll und das Finanzamt aber durchaus anders, da man ja bei einem US-Händler kauft. :zwinker:
Worin soll neben dem Mastering und Authoring der Produktionsanteil der USA an einer BD liegen, die in Mexiko gefertigt wurde? Der Artikel wird aus Mexiko importiert und in den USA nur noch ins Regal gestellt. Wenn ich ein Buch schreibe und in China drucken lasse, dann ist es nicht plötzlich ein deutsches Produkt. So wie auch in China hergestelltes Star Wars-Spielzeug ein chinesisches Produkt ist, obwohl der wertvollste Anteil, die Lizenz, aus den USA kommt.

Eine TK-Lasagne, die in Luxemburg u.a. mit osteuropäischem Pferdefleisch hergestellt wurde, ist "Made in Luxembourg" und wird zollrechtlich als luxemburgisches Produkt behandelt.

Eine Zange von Knipex, die letztlich komplett aus ausländischen Rohstoffen wie Eisenerz und Rohöl gefertigt wurde, ist "Made in Germany" und wird zollrechtlich als deutsches Produkt behandelt.

Eine in Mexiko gefertigte BD, für die Vorarbeit in den USA geleistet wurde, ist "Made in Mexico" und wird zollrechtlich als mexikanisches Produkt behandelt.

Der Hinweis auf Sanktionsbetrug bringt auch nicht viel, da es offensichtlich illegal ist und gelegentlich auch auffliegt. Dass das russische Öl über einen Umweg wie Indien nach Europa gelangt ist, liegt daran, dass es u.a. in Indien raffiniert worden ist und damit zollrechtlich kein russisches Produkt mehr war.
 
Hello
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We understand this may be disappointing and apologize for any inconvenience this change may cause. At this time, we are actively monitoring the situation and will reassess should conditions become more favorable in the future. Please note an email notification will be provided shortly.


Quelle.

Verstehe nicht ganz, weshalb sie komplett den Versand in die EU einstellen. Gut, ein eigenes Lager innerhalb der EU einzurichten, um die Gebühr zu umgehen, lohnt sich für sie vermutlich nicht. Aber warum dann nicht einfach pro Produktkategorie direkt im Shop bei Versand in die EU 3 EUR Gebühren draufschlagen? Wäre das so viel Aufwand? IOSS hatten sie zuletzt doch auch hinbekommen.

Vielleicht brauchen sie ja nur eine Weile, um ihre Prozesse anzupassen.
Man wird sehen, ob sie auf die Einnahmen aus Europa verzichten können oder dann doch noch Lösungen in ihren Abläufe einbauen.
 
Disks mit Aufdruck "Made in Mexico" werden genauso verzollt und versteuert, wenn sie aus den USA importiert werden, wie Disks, die in Deutschland produziert wurden. Nach Deinem Verständnis müßten Paramount- und MGM-Disks Steuer- und Abgaben-frei nach Deutschland gelangen können. Das sehen der Zoll und das Finanzamt aber durchaus anders, da man ja bei einem US-Händler kauft. :zwinker:
Worin soll neben dem Mastering und Authoring der Produktionsanteil der USA an einer BD liegen, die in Mexiko gefertigt wurde? Der Artikel wird aus Mexiko importiert und in den USA nur noch ins Regal gestellt. Wenn ich ein Buch schreibe und in China drucken lasse, dann ist es nicht plötzlich ein deutsches Produkt. So wie auch in China hergestelltes Star Wars-Spielzeug ein chinesisches Produkt ist, obwohl der wertvollste Anteil, die Lizenz, aus den USA kommt.

Eine TK-Lasagne, die in Luxemburg u.a. mit osteuropäischem Pferdefleisch hergestellt wurde, ist "Made in Luxembourg" und wird zollrechtlich als luxemburgisches Produkt behandelt.

Eine Zange von Knipex, die letztlich komplett aus ausländischen Rohstoffen wie Eisenerz und Rohöl gefertigt wurde, ist "Made in Germany" und wird zollrechtlich als deutsches Produkt behandelt.

Eine in Mexiko gefertigte BD, für die Vorarbeit in den USA geleistet wurde, ist "Made in Mexico" und wird zollrechtlich als mexikanisches Produkt behandelt.

Der Hinweis auf Sanktionsbetrug bringt auch nicht viel, da es offensichtlich illegal ist und gelegentlich auch auffliegt. Dass das russische Öl über einen Umweg wie Indien nach Europa gelangt ist, liegt daran, dass es u.a. in Indien raffiniert worden ist und damit zollrechtlich kein russisches Produkt mehr war.
Kommt halt auf die Kette an.

Beispiel, Du lässt in China produzieren und möchtest die Waren dann in deinem Lager in Deutschland haben, dann musst Du als Hersteller die Waren bei der Einfuhr verzollen. In dem Fall sollte bei der Ware dann auch "Made in China" draufstehen.
Wenn Du die Ware dann innerhalb der EU verkaufst, kein Problem. Wenn Du dann aber in ein Nicht-EU-Land verkaufst, z.B. in die Schweiz, dann musst Du den Verkauf auch beim Zoll wieder anmelden.

Ähnlich dürfte es dann auch bei US-Labels sein, wenn die in den Staaten ähnliche Bestimmungen haben.
Sprich, z.B. Criterion lässt in Mexico produzieren, wenn sie die Ware in ihrem US-Lager haben wollen, müssen sie Importzölle zahlen. Wenn Sie die Ware dann an z.B. iMusic verkaufen, dann müssen sie den Export auch beim Zoll wieder anmelden.

Und das ist jetzt nur die Händlerkette! Sprich B2B... bei B2C sieht es dann noch einmal leicht anders aus.
 
Kommt halt auf die Kette an.
Es ist mir schon klar, dass beim Verschieben von Ware ggf. mehrfach Abgaben anfallen können, dabei ändert sich aber nicht das zollrechtliche Ursprungsland. Es finden dabei ja auch keine weiteren Produktionsschritte statt. Wenn z.B. Hasbro eine neue Actionfigur in den USA entwirft und anschließend in China produzieren lässt, dann handelt es sich um ein Produkt "Made in China", egal wohin und über welche Wege die Ware im Anschluss verschoben wird. Es ist egal, dass die Figur auf einer IP aus den USA basiert und dort entworfen worden ist.
 
Für den deutschen Zoll ist relevant, von wo aus das Paket nach Deutschland abgeschickt wurde.
 
Zum Glück hab ich noch am Samstag 4 Criterion 4Ks bestellt bei amazon.com
Heute wäre die gleiche Bestellung $16 teurer.
Wie das? Aktuell werden genau 19% zugeschlagen, Criterion 4K (6) zu $24,98 und BDs (2) zu $19,98:
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Für den deutschen Zoll ist relevant, von wo aus das Paket nach Deutschland abgeschickt wurde.
Dann wäre das Feld "country of origin" auf der Zollinhaltserklärung ja witzlos bzw. könnte von der deutschen Post bereits standardmäßig mit "Germany" bedruckt werden.
Warum? Wenn das Paket aus den USA kommt, dann steht da USA.

Zum Glück hab ich noch am Samstag 4 Criterion 4Ks bestellt bei amazon.com
Heute wäre die gleiche Bestellung $16 teurer.
Wie das? Aktuell werden genau 19% zugeschlagen, Criterion 4K (6) zu $24,98 und BDs (2) zu $19,98:
Anhang anzeigen 332305
Du bist über 150,-€-Warenwert. Mit nur vier 4k-Discs wärst Du unter 150,- €.
 
Ich verstehe nicht warum die Alliance Shops gleich die Lieferung nach Europa komplett einstellen. Es zwingt sie ja niemand, die Zollgebühren über IOSS abzurechnen. Sie könnten auch einfach alle Päckchen unverzollt, aber mit einer Zolldeklaration versehen, nach Europa schicken und der Empfänger zahlt den Zoll beim Empfang. Das machen andere Händler und viele Labels mit Direktversand doch auch.
Natürlich wäre für uns der Einkauf dann teurer weil DHL und Co noch Bearbeitungsgebühren draufschlagen, aber das kann Alliance doch egal sein.

Aber nachdem ich heute im Blu-ray.com-Forum heute gelesen habe, dass Alliance hochverschuldet ist, ist es vielleicht sogar besser, dort zumindest nichts mehr vorzubestellen.
 
@Blade Runner Andi Weil wahrscheinlich viele Käufer das nicht so verstehen würden und wegen den erhobenen Gebühren dann bei Kreditkarten oder Paypal Chargeback machen.
 
Es zwingt sie ja niemand, die Zollgebühren über IOSS abzurechnen. Sie könnten auch einfach alle Päckchen unverzollt, aber mit einer Zolldeklaration versehen, nach Europa schicken und der Empfänger zahlt den Zoll beim Empfang. Das machen andere Händler und viele Labels mit Direktversand doch auch.
Die haben bisher einen Logistiker mit dem Transport beauftragt, die Sendungen kamen nicht über den Postweg nach Europa.

Die Deutsche Post scheint Sendungen aus dem Nicht-EU-Ausland ohne IOSS-Voranmeldung nur noch übergangsweise anzunehmen, in zwei Monaten ist Schluss.
 
Für den deutschen Zoll ist relevant, von wo aus das Paket nach Deutschland abgeschickt wurde.
Dann wäre das Feld "country of origin" auf der Zollinhaltserklärung ja witzlos bzw. könnte von der deutschen Post bereits standardmäßig mit "Germany" bedruckt werden.
Ich glaube, hier gehen ein paar Dinge durcheinander. Es kann unter Umständen zollrechtlich relevant sein, wo ein Artikel hergestellt wurde, je nach Warengruppe und Herkunftsland. Das ist richtig. Für die Berechnung der Einfuhrumsatzsteuer und für die jetzt zusätzlich anfallenden 3€ ist das aber irrelevant. Und darüber diskutieren wir hier ja eigentlich. Ich habe auch bei zahlreichen US-Bestellungen noch nie auf der Zollerklärung eine Angabe dazu gesehen, ob die BD in den USA oder Mexiko hergestellt wurde. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass auf BDs generell keine Zölle erhoben werden.
 
Worin soll neben dem Mastering und Authoring der Produktionsanteil der USA an einer BD liegen, die in Mexiko gefertigt wurde? Der Artikel wird aus Mexiko importiert und in den USA nur noch ins Regal gestellt. Wenn ich ein Buch schreibe und in China drucken lasse, dann ist es nicht plötzlich ein deutsches Produkt. So wie auch in China hergestelltes Star Wars-Spielzeug ein chinesisches Produkt ist, obwohl der wertvollste Anteil, die Lizenz, aus den USA kommt.
Mastering und Authoring sind schon mal der wichtigste Teil. In den USA werden die Disks dann wohl auch noch konfektioniert. Bedenke, auf den Hüllen steht "Discs made in ...". Es sind halt US-Veröffentlichungen und demnach auch US-Produkte und der Ursprung wäre dann natürlich auch USA. Ich weiß auch nicht, wieso man das jetzt in Frage stellen sollte, außer um eine Welle zu machen. Bei Produkten von US-Firmen wird entsprechend "USA" angegeben.

Bei Kleidung ist das durchaus komplizierter, weil zwei T-Shirts mit demselben Design zum Beispiel sowohl aus Bangladesh als auch aus Vietnam stammen könnten, weil in beiden Ländern für das entsprechende Unternehmen produziert wird. Wenn ich mir nun aber ein T-Shirt in den USA kaufe, kommt es dennoch aus den USA und das steht dann eben auch auf der Zollinhaltserklärung.

Ja, und wie willst Du ein in China hergestelltes Star-Wars-Spielzeug dann verzollen? Die Lizenz bezahlst Du als Käufer natürlich, aber damit hat China ja nichts zu tun. Der Haufen Plastik kostet ja auch nur einen Bruchteil der Lizenz. Anders wäre es natürlich, wenn Du ein lizenziertes Produkt eines chinesischen Herstellers kaufst. Wobei, Star Wars weiß ich jetzt nicht, aber es gibt z.B. Klemmbaustein-Autos mit Lizenz von Mercedes/AMG oder Hummer oder anderen Marken.

Eine ausführliche CN23-Zollerklärung wirst bei der Bestellung von ein paar Blu-rays oder T-Shirts jedenfalls nicht zu Gesicht bekommen. Und da zählt dann tatsächlich das Herkunftsland, das bei Blu-rays dann eben eh die USA wären, vollkommen egal, ob die Disks im Ausland gepresst und dann auf Spindeln in den USA transportiert wurden.

Wenn Sie die Ware dann an z.B. iMusic verkaufen, dann müssen sie den Export auch beim Zoll wieder anmelden.
Weiß ich gerade gar nicht. Also, in die andere Richtung ja, damit die Vorsteuer erstattet wird, aber die Preise in den USA sind ja generell netto und die Sales Tax wird erst an der Kasse berechnet. Angemeldet werden müssen in den USA wohl nur Waren mit Ausfuhrbeschränkungen.

Für den deutschen Zoll ist relevant, von wo aus das Paket nach Deutschland abgeschickt wurde.
Dann wäre das Feld "country of origin" auf der Zollinhaltserklärung ja witzlos bzw. könnte von der deutschen Post bereits standardmäßig mit "Germany" bedruckt werden.
Auf der CN22 gibt es mehrere Felder für den Inhalt aber nur ein Feld für die Herkunft. In diesem optionalen Feld steht dann tatsächlich in der Regel das Land drauf, in dem die Ware gekauft wurde. Die CN23 ist für Päckchen mit einem Wert unter 350€ überhaupt nicht relevant.
 
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