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Früher war vieles besser!
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- 27.10.2023
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EUROPA (NEUE) GRUSELSERIE
in den Jahren 1981 und 1982, als Hörspiele gerade einen wahren Boom erlebten,
war die H.G. Francis Gruselserie von Europa einer der größten Hits in jedem Kinder und Jugendzimmer.
Ganze 18 Folgen erschienen auf LP und MC, wobei Folge 15 nur Musikstücke der vorherigen Folgen enthielt.
1987 wurden 10 der ursprünglich 18 Folgen neu auf MC aufgelegt und bekamen ein neues, extrem hässliches cover spendiert.
1999 gab es eine weitere Neuauflage, diesmal wieder 18 Folgen auf MC und CD mit Originalcovers, und statt der damaligen Folge 15
wurde das ehemals einzeln veröffentlichte, aber thematisch passende Hörspiel "Nessie - Das Ungeheuer von Loch Ness" eingefügt.
Seit 2019, ganze 38 Jahre später, wird die Serie weitergeführt...
H.G. Francis starb leider 2011, so dass die neue Serie ohne ihn auskommen muss- und wieder mit einer Nummer 1 beginnt.
Ansonsten hat man sich stark an die "Klassiker" angelehnt:
Damals abwechselnd Neonpink und Neongrün, heute Neongelb und Neonblau (mein Scanner scheint Neonfarben nicht zu mögen...)-
und auch die Covergestaltung mit den Zeichnungen erinnert an die alte Serie.
POLTERABEND - NACHT DES ENTSETZENS
Gudrun und Gerhard stehen kurz vor der Trauung, was natürlich mit einigen Gästen gefeiert wird.
Allerdings scheint irgendjemand -oder irgendetwas- ein Problem mit der nahenden Hochzeit zu haben.
Nach einer Weile taucht der Geist der verstorbenen Ex-Frau von Gerhard auf,
und beginnt die Feier zu terrorisieren. Dazu hat sie auch guten Grund...
Die Sprecher sind erwartungsgemäß professionell, die Geräuschuntermalung ist ebenfalls passend.
So richtig "Gruselatmosphäre" kommt erst ab etwa der Hälfte auf, dann wird es halbwegs spannend.
Warum "halbwegs"? Wer aufmerksam zuhört kommt dem "Geheimnis" schon relativ schnell auf die Spur.
Dafür sorgt schon alleine die Gästeliste, und natürlich die Reaktionen von Gerhard, wenn diese vorgestellt werden.
Auch manch anderer Punkt vermieste mir den Hörgenuss ein wenig:
Nach diversen übernatürlichen Vorkommnissen und sogar einer Toten kriegt die gesamte Gruppe Panik,
nur weil die Uhr um Mitternacht schlägt, was ja die "Geisterstunde" sein soll? Öhm...
4/10
YETI - KREATUR AUS DEM HIMALAYA
Am Himalaya wird die Kamera eines verschollenen Expeditionstrupps gefunden.
Auf einem der enthaltenen Bilder ist eine riesige Kreatur zu sehen, welche vermutlich ein Yeti sein könnte.
Im Auftrag einer britschen Zeitung wird ein Suchtrupp zusammengestellt, welcher die Echtheit des Bildes prüfen soll.
Zunächst glaubt keiner an die Existenz eines Yetis, doch als sie in den Bergen Schüsse hören, ein Leuchtsignal sehen,
und kurz darauf auf eine Frau treffen, die ebenfalls von einem riesigen Monster berichtet, ändert sich das langsam...
Schon besser als der etwas lahme "Polterabend", was mit Sicherheit an der Thematik um den Yeti liegt.
Wie erwartet sind auch hier die Sprecher sehr passend und die Soundeffekte durchaus gelungen,
atmosphärisch und " technisch" gibt es nichts zu meckern.
Den langsamen Aufbau der Geschichte (wie schon im Vorgänger) muss man wohl mögen,
mich persönlich hat das jetzt nicht gestört, alte, "klassische" Gruselfilme sind da auch nicht anders- und die mag ich sehr.
Dass manche Handlungen der Beteiligten eher unlogisch erscheinen, kann ich noch ertragen- auch das kennt man zur Genüge.
Was mich allerdings durchaus gestört hat ist das Ende der Geschichte. Ich will das jetzt hier nicht verraten- aber... Ernsthaft?
Ich war bis kurz vor Ende der Meinung, dass mir hier zumindest ein guter 7/10 Kandidat vorliegt,
aber das Ende zieht den ansonsten gelungenen Rest leider deutlich nach unten...
5/10
MOSKITOS - ANFLUG DER KILLER-INSEKTEN
Eine Touristengruppe im Amazonas-Gebiet stößt während einer Bootsfahrt auf ein seltsames Gebäude.
Als die meisten der Gruppe sich dieses ansehen wollen, wird eine alleine an Bord gebliebene Frau scheinbar von riesigen Insekten getötet.
Auf der Suche nach Hilfe bzw. einem Telefon treffen sie am Gebäude auf einen Professor und seinen Gehilfen...
Thematisch ist das ja eigentlich wieder was für mich.
Tierhorror geht bei mir immer- und auch so mancher trashige Insektenhorrorfilm steht in meinem Regal.
Aber was man hier an Ödnis und Unlogik zusammengeschwurbelt hat, tut fast schon weh...
Die Geschichte plätschert langweilig vor sich hin, wer der Bösewicht ist bzw. woher die Moskitos kommen ist keine Überraschung.
Überraschender, oder einfach nur Saublöd, ist dann die Idee den Professor seinen einzigen Gehilfen opfern zu lassen,
um den unliebsamen Zeugen zu demonstrieren was hier passiert- anstatt einen der Touristen dafür zu nehmen.
Die Sprecher machen ihre Arbeit meines Erachtens ohne höhen und tiefen, also in Ordnung ohne zu begeistern,
Musik und Geräusche passen sich dem an- Atmosphärisch geht das schon klar. Nur blöd, wenn der Rest nicht passt.
Gruselig ist da eher wenig, dafür ist aber einer der Protagonisten ziemlich nervig- was aber natürlich beabsichtigt ist.
Auch wenn der Schlussgag durch eben diese Nervensäge schon fast unverschämt und peinlich daherkommt.
3/10
PROJEKT X - INVASION DER ALIENS
Im Schwarzwald wurden UFOs gesichtet. Zwei nervige Schüler sind neugierig und wollen Aliens gucken.
Die schlechten, nervigen Kindersprecher. Diese schlechte, nervige Cordula-Sprecherin.
Die dämlichen Dialoge ("steigen wir auf unsre Bonanza-Räder") der ultraschlauen Erklärbär-Kinder.
Die seltsamen Funksprüche und Geräusche- als alter CB-Funker tat mir das schon weh.
Die unglaublich öde Story ohne jede Spannung oder gar Grusel.
Die teils bei Hitchcock's Psycho geklaute/angelehnte Musik.
Die peinliche und in die Länge gezogene Moralpredigt am Ende.
Ja, das empfand ich alles als wirklich gruselig. Gruselig schlecht.
0/10
DRACULA - TOD IM ALL
Die Raumschiffbesatzung der Xeron 4 empfängt auf dem Heimweg zur Erde ein unbekanntes Funksignal, welchem nachgegangen wird.
Das Signal kommt von einem unbewohnten Planeten, und als man das Objekt gefunden hat staunt man nicht schlecht-
entpuppt sich das ganze doch als ein von Menschenhand geschaffener, mit schweren Ketten verschnürter Sarg.
Natürlich wird der Sarg mit an Bord gebracht und auch geöffnet- aber das hätte man lieber sein lassen sollen...
Überraschung! Nach den vorherigen Gurken dieser Reihe hatte ich auch vom Tod im All nichts erwartet-
alleine schon weil ja auch ganz klischeehaft ein Dracula im Titel vorkommt. Klingt nach üblem Trash...
Erstaunlicherweise funktioniert das ganze sogar recht gut, das erste mal in dieser Reihe kommt wirklich ein wenig Gruselstimmung auf.
Zwar immer noch mit Luft nach oben, aber deutlich besser und näher an den "Klassikern" als erwartet.
Eine Mischung aus Alien, ein wenig Lifeforce und einer beliebigen irdischen Dracula-Story samt üblichen Klischees erwartet den Hörer,
die Geschichte bleibt durchgehend unterhaltsam und auch technisch gibt es nichts zu meckern.
Man hätte allerdings meiner Meinung nach mehr daraus machen können, wenn man sich statt an Dracula
neben dem schon erwähnten Alien eher an dem Film Dark Side of the Moon oder dem ebenfalls erwähnten Lifeforce orientiert hätte.
Mir persönlich hätte das deutlich mehr zugesagt als wieder mal nur der berühmte Klischee-Blutsauger, wenn auch diesmal im All.
Trotzdem ist der Tod im All meiner Meinung nach das bisherige Highlight der Gruselserie.
7/10
SOS - WASSERLEICHEN AN BORD
Urlaub auf einer Yacht, nur Sonne und das Meer um einen herum.
So hätten das die beiden Paare ganz gerne, welche zusammen auf dem schwimmenden Luxus-Hotel unterwegs sind.
Dummerweise gibt es neben Sonne und Meer auch Zombie-Wasserleichen, die den Urlaub ein klein wenig stören.
Ich hatte ja gehofft dass auch diese Folge eher ins amüsant-trashige abdriftet, der Titel spricht ja auch eher dafür-
aber leider ist das ganze wohl eigentlich ernster gemeint als es dank einiger Kritikpunkte rüberkommt.
Von Anfang an nervt die Sprecherin der Yvette unglaublich- und das mit jedem schräg-piepsigen Ton den sie von sich gibt.
Die Dialoge sind teils nicht viel besser- Sprüche wie "nimm das!" oder "Ich werde verbrennen!" wirken einfach unglaubwürdig und aufgesetzt-
und generell wird einfach zu viel (vor allem von Yvette) gelabert und zu wenig Atmosphäre und Bedrohung aufgebaut.
Wenn mal die Wasserleichen auftauchen ist das immer nur kurz und vor allem akustisch schwach bis ungewollt lustig umgesetzt.
Spannung? Nicht gefunden. Dafür aber Overacting. Da hätte man deutlich mehr draus machen können.
Taugt meiner Meinung nach weder als Trash noch als ernsthafter Grusler.
3/10
MONDÄRA - IM TODESGRIFF DER WÜRGEPFLANZE
Hattie und Henry Miller sind auf dem Heimweg von einer Party unterwegs, als ihnen eine ältere Frau vor das Auto läuft.
Diese scheint ein wenig verwirrt, berichtet sie doch dass sie in dem Nahe gelegenen Seniorenwohnheim in dem sie wohnt
fürchterliche Todesschreie gehört habe und ihre Freundin vermisst.
Die beiden begleiten die Seniorin zurück zu ihrem Wohnsitz und wollen mit der Heimleitung reden-
dort werden sie allerdings ziemlich abweisend behandelt, was die Neugier der Millers natürlich nur verstärkt.
Was sie dort allerdings bei ihren Nachforschungen entdecken scheint unglaublich- ist aber real...
Überraschung! Die Geschichte ist weit weniger trashig inszeniert, als man bei diesem Titel glauben mag.
Die Sprecher sind toll, die Atmosphäre ist stets passend- und mit einer knappen Stunde Laufzeit
wurde hier auch das perfekte Maß gefunden, die Charaktere einzuführen und die Spannung aufzubauen.
Für mich definitiv das bisherige Highlight der Gruselserie- und auch generell ein toller Grusler!
8/10
FRANKENSTEINS NICHTE - ERBIN DES WAHNSINNS
Martin und Orlando sind alte Freunde und wollen der Natur ein wenig nachzuhelfen was gutes aussehen angeht.
Auf geht's in Victoria Stone's Schönheitsklinik, welche zwar herrlich altmodisch aussieht,
jedoch mit modernster Technik ausgestattet sein soll. Aber schon am ersten Abend hören die beiden Schreie in der Klinik...
Die Geschichte startet gar nicht mal übel. Die Hauptfiguren sind gut gesprochen und die Geräuschkulisse und Musik sind passend.
Beim ersten Hören der Victoria Stone-Sprecherin hat sich der gute Eindruck für mich aber leider schon erledigt.
Diese klingt in meinen Ohren einfach nur hölzern und unglaubwürdig- und wird kurze Zeit später nur noch nervig.
Nach dem nächtlich belauschten Gespräch und der gehörten Schreie bleiben die beiden also wirklich noch über Nacht in der Klinik?
Kann man blöd sein? Ja, kann man. Ich war ja auch so blöd mir trotzdem diese Hörspiel-Gurke komplett anzuhören,
obwohl spätestens am Ende von Kapitel 3 für mich das Fazit schon klar war. Besser wird's auch wirklich nicht mehr,
der selten blöde Schlussgag und das dämliche Lachen am Ende ziehen dann alles noch weiter runter.
1/10
in den Jahren 1981 und 1982, als Hörspiele gerade einen wahren Boom erlebten,
war die H.G. Francis Gruselserie von Europa einer der größten Hits in jedem Kinder und Jugendzimmer.
Ganze 18 Folgen erschienen auf LP und MC, wobei Folge 15 nur Musikstücke der vorherigen Folgen enthielt.
1987 wurden 10 der ursprünglich 18 Folgen neu auf MC aufgelegt und bekamen ein neues, extrem hässliches cover spendiert.
1999 gab es eine weitere Neuauflage, diesmal wieder 18 Folgen auf MC und CD mit Originalcovers, und statt der damaligen Folge 15
wurde das ehemals einzeln veröffentlichte, aber thematisch passende Hörspiel "Nessie - Das Ungeheuer von Loch Ness" eingefügt.
Seit 2019, ganze 38 Jahre später, wird die Serie weitergeführt...
H.G. Francis starb leider 2011, so dass die neue Serie ohne ihn auskommen muss- und wieder mit einer Nummer 1 beginnt.
Ansonsten hat man sich stark an die "Klassiker" angelehnt:
Damals abwechselnd Neonpink und Neongrün, heute Neongelb und Neonblau (mein Scanner scheint Neonfarben nicht zu mögen...)-
und auch die Covergestaltung mit den Zeichnungen erinnert an die alte Serie.
POLTERABEND - NACHT DES ENTSETZENS
Gudrun und Gerhard stehen kurz vor der Trauung, was natürlich mit einigen Gästen gefeiert wird.
Allerdings scheint irgendjemand -oder irgendetwas- ein Problem mit der nahenden Hochzeit zu haben.
Nach einer Weile taucht der Geist der verstorbenen Ex-Frau von Gerhard auf,
und beginnt die Feier zu terrorisieren. Dazu hat sie auch guten Grund...
Die Sprecher sind erwartungsgemäß professionell, die Geräuschuntermalung ist ebenfalls passend.
So richtig "Gruselatmosphäre" kommt erst ab etwa der Hälfte auf, dann wird es halbwegs spannend.
Warum "halbwegs"? Wer aufmerksam zuhört kommt dem "Geheimnis" schon relativ schnell auf die Spur.
Dafür sorgt schon alleine die Gästeliste, und natürlich die Reaktionen von Gerhard, wenn diese vorgestellt werden.
Auch manch anderer Punkt vermieste mir den Hörgenuss ein wenig:
Nach diversen übernatürlichen Vorkommnissen und sogar einer Toten kriegt die gesamte Gruppe Panik,
nur weil die Uhr um Mitternacht schlägt, was ja die "Geisterstunde" sein soll? Öhm...
4/10
YETI - KREATUR AUS DEM HIMALAYA
Am Himalaya wird die Kamera eines verschollenen Expeditionstrupps gefunden.
Auf einem der enthaltenen Bilder ist eine riesige Kreatur zu sehen, welche vermutlich ein Yeti sein könnte.
Im Auftrag einer britschen Zeitung wird ein Suchtrupp zusammengestellt, welcher die Echtheit des Bildes prüfen soll.
Zunächst glaubt keiner an die Existenz eines Yetis, doch als sie in den Bergen Schüsse hören, ein Leuchtsignal sehen,
und kurz darauf auf eine Frau treffen, die ebenfalls von einem riesigen Monster berichtet, ändert sich das langsam...
Schon besser als der etwas lahme "Polterabend", was mit Sicherheit an der Thematik um den Yeti liegt.
Wie erwartet sind auch hier die Sprecher sehr passend und die Soundeffekte durchaus gelungen,
atmosphärisch und " technisch" gibt es nichts zu meckern.
Den langsamen Aufbau der Geschichte (wie schon im Vorgänger) muss man wohl mögen,
mich persönlich hat das jetzt nicht gestört, alte, "klassische" Gruselfilme sind da auch nicht anders- und die mag ich sehr.
Dass manche Handlungen der Beteiligten eher unlogisch erscheinen, kann ich noch ertragen- auch das kennt man zur Genüge.
Was mich allerdings durchaus gestört hat ist das Ende der Geschichte. Ich will das jetzt hier nicht verraten- aber... Ernsthaft?
Ich war bis kurz vor Ende der Meinung, dass mir hier zumindest ein guter 7/10 Kandidat vorliegt,
aber das Ende zieht den ansonsten gelungenen Rest leider deutlich nach unten...
5/10
MOSKITOS - ANFLUG DER KILLER-INSEKTEN
Eine Touristengruppe im Amazonas-Gebiet stößt während einer Bootsfahrt auf ein seltsames Gebäude.
Als die meisten der Gruppe sich dieses ansehen wollen, wird eine alleine an Bord gebliebene Frau scheinbar von riesigen Insekten getötet.
Auf der Suche nach Hilfe bzw. einem Telefon treffen sie am Gebäude auf einen Professor und seinen Gehilfen...
Thematisch ist das ja eigentlich wieder was für mich.
Tierhorror geht bei mir immer- und auch so mancher trashige Insektenhorrorfilm steht in meinem Regal.
Aber was man hier an Ödnis und Unlogik zusammengeschwurbelt hat, tut fast schon weh...
Die Geschichte plätschert langweilig vor sich hin, wer der Bösewicht ist bzw. woher die Moskitos kommen ist keine Überraschung.
Überraschender, oder einfach nur Saublöd, ist dann die Idee den Professor seinen einzigen Gehilfen opfern zu lassen,
um den unliebsamen Zeugen zu demonstrieren was hier passiert- anstatt einen der Touristen dafür zu nehmen.
Die Sprecher machen ihre Arbeit meines Erachtens ohne höhen und tiefen, also in Ordnung ohne zu begeistern,
Musik und Geräusche passen sich dem an- Atmosphärisch geht das schon klar. Nur blöd, wenn der Rest nicht passt.
Gruselig ist da eher wenig, dafür ist aber einer der Protagonisten ziemlich nervig- was aber natürlich beabsichtigt ist.
Auch wenn der Schlussgag durch eben diese Nervensäge schon fast unverschämt und peinlich daherkommt.
3/10
PROJEKT X - INVASION DER ALIENS
Im Schwarzwald wurden UFOs gesichtet. Zwei nervige Schüler sind neugierig und wollen Aliens gucken.
Die schlechten, nervigen Kindersprecher. Diese schlechte, nervige Cordula-Sprecherin.
Die dämlichen Dialoge ("steigen wir auf unsre Bonanza-Räder") der ultraschlauen Erklärbär-Kinder.
Die seltsamen Funksprüche und Geräusche- als alter CB-Funker tat mir das schon weh.
Die unglaublich öde Story ohne jede Spannung oder gar Grusel.
Die teils bei Hitchcock's Psycho geklaute/angelehnte Musik.
Die peinliche und in die Länge gezogene Moralpredigt am Ende.
Ja, das empfand ich alles als wirklich gruselig. Gruselig schlecht.
0/10
DRACULA - TOD IM ALL
Die Raumschiffbesatzung der Xeron 4 empfängt auf dem Heimweg zur Erde ein unbekanntes Funksignal, welchem nachgegangen wird.
Das Signal kommt von einem unbewohnten Planeten, und als man das Objekt gefunden hat staunt man nicht schlecht-
entpuppt sich das ganze doch als ein von Menschenhand geschaffener, mit schweren Ketten verschnürter Sarg.
Natürlich wird der Sarg mit an Bord gebracht und auch geöffnet- aber das hätte man lieber sein lassen sollen...
Überraschung! Nach den vorherigen Gurken dieser Reihe hatte ich auch vom Tod im All nichts erwartet-
alleine schon weil ja auch ganz klischeehaft ein Dracula im Titel vorkommt. Klingt nach üblem Trash...
Erstaunlicherweise funktioniert das ganze sogar recht gut, das erste mal in dieser Reihe kommt wirklich ein wenig Gruselstimmung auf.
Zwar immer noch mit Luft nach oben, aber deutlich besser und näher an den "Klassikern" als erwartet.
Eine Mischung aus Alien, ein wenig Lifeforce und einer beliebigen irdischen Dracula-Story samt üblichen Klischees erwartet den Hörer,
die Geschichte bleibt durchgehend unterhaltsam und auch technisch gibt es nichts zu meckern.
Man hätte allerdings meiner Meinung nach mehr daraus machen können, wenn man sich statt an Dracula
neben dem schon erwähnten Alien eher an dem Film Dark Side of the Moon oder dem ebenfalls erwähnten Lifeforce orientiert hätte.
Mir persönlich hätte das deutlich mehr zugesagt als wieder mal nur der berühmte Klischee-Blutsauger, wenn auch diesmal im All.
Trotzdem ist der Tod im All meiner Meinung nach das bisherige Highlight der Gruselserie.
7/10
SOS - WASSERLEICHEN AN BORD
Urlaub auf einer Yacht, nur Sonne und das Meer um einen herum.
So hätten das die beiden Paare ganz gerne, welche zusammen auf dem schwimmenden Luxus-Hotel unterwegs sind.
Dummerweise gibt es neben Sonne und Meer auch Zombie-Wasserleichen, die den Urlaub ein klein wenig stören.
Ich hatte ja gehofft dass auch diese Folge eher ins amüsant-trashige abdriftet, der Titel spricht ja auch eher dafür-
aber leider ist das ganze wohl eigentlich ernster gemeint als es dank einiger Kritikpunkte rüberkommt.
Von Anfang an nervt die Sprecherin der Yvette unglaublich- und das mit jedem schräg-piepsigen Ton den sie von sich gibt.
Die Dialoge sind teils nicht viel besser- Sprüche wie "nimm das!" oder "Ich werde verbrennen!" wirken einfach unglaubwürdig und aufgesetzt-
und generell wird einfach zu viel (vor allem von Yvette) gelabert und zu wenig Atmosphäre und Bedrohung aufgebaut.
Wenn mal die Wasserleichen auftauchen ist das immer nur kurz und vor allem akustisch schwach bis ungewollt lustig umgesetzt.
Spannung? Nicht gefunden. Dafür aber Overacting. Da hätte man deutlich mehr draus machen können.
Taugt meiner Meinung nach weder als Trash noch als ernsthafter Grusler.
3/10
MONDÄRA - IM TODESGRIFF DER WÜRGEPFLANZE
Hattie und Henry Miller sind auf dem Heimweg von einer Party unterwegs, als ihnen eine ältere Frau vor das Auto läuft.
Diese scheint ein wenig verwirrt, berichtet sie doch dass sie in dem Nahe gelegenen Seniorenwohnheim in dem sie wohnt
fürchterliche Todesschreie gehört habe und ihre Freundin vermisst.
Die beiden begleiten die Seniorin zurück zu ihrem Wohnsitz und wollen mit der Heimleitung reden-
dort werden sie allerdings ziemlich abweisend behandelt, was die Neugier der Millers natürlich nur verstärkt.
Was sie dort allerdings bei ihren Nachforschungen entdecken scheint unglaublich- ist aber real...
Überraschung! Die Geschichte ist weit weniger trashig inszeniert, als man bei diesem Titel glauben mag.
Die Sprecher sind toll, die Atmosphäre ist stets passend- und mit einer knappen Stunde Laufzeit
wurde hier auch das perfekte Maß gefunden, die Charaktere einzuführen und die Spannung aufzubauen.
Für mich definitiv das bisherige Highlight der Gruselserie- und auch generell ein toller Grusler!
8/10
FRANKENSTEINS NICHTE - ERBIN DES WAHNSINNS
Martin und Orlando sind alte Freunde und wollen der Natur ein wenig nachzuhelfen was gutes aussehen angeht.
Auf geht's in Victoria Stone's Schönheitsklinik, welche zwar herrlich altmodisch aussieht,
jedoch mit modernster Technik ausgestattet sein soll. Aber schon am ersten Abend hören die beiden Schreie in der Klinik...
Die Geschichte startet gar nicht mal übel. Die Hauptfiguren sind gut gesprochen und die Geräuschkulisse und Musik sind passend.
Beim ersten Hören der Victoria Stone-Sprecherin hat sich der gute Eindruck für mich aber leider schon erledigt.
Diese klingt in meinen Ohren einfach nur hölzern und unglaubwürdig- und wird kurze Zeit später nur noch nervig.
Nach dem nächtlich belauschten Gespräch und der gehörten Schreie bleiben die beiden also wirklich noch über Nacht in der Klinik?
Kann man blöd sein? Ja, kann man. Ich war ja auch so blöd mir trotzdem diese Hörspiel-Gurke komplett anzuhören,
obwohl spätestens am Ende von Kapitel 3 für mich das Fazit schon klar war. Besser wird's auch wirklich nicht mehr,
der selten blöde Schlussgag und das dämliche Lachen am Ende ziehen dann alles noch weiter runter.
1/10
Dann lieber JEDE Folge von Geister-Schocker. Die haben wenigstens in den schlechteren Folgen noch Atmosphäre.
