MagentaTV The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd

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Aktuell läuft auf Magenta TV die finale Staffel der Hulu Serie "The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd" nach dem gleichnamigen Roman von Margaret Atwood, einer meiner "liebsten" Dystopien überhaupt. Die Handlung des Romans wurde mit der ersten Staffel abgedeckt, alles darüber hinaus entstammt den Writers Room der Serie, Atwood war aber bei der Entwicklung der Serie involviert und als Beraterin tätig. 1990 wurde der Roman von Volker Schlöndorff erstmals filmisch adaptiert. 1985 erschien der Roman erstmals und vermischte verschiedene historische und zeitgenössische Entwicklungen, um sie auf eine fiktive Theokratie zu projezieren, die die USA zu Fall bringen sollte. Wenn man die aktuellen Entwickungen war sowohl der Roman, als auch die Serie, leider äußerst weitsichtig. Ironischerweise fiel das Jahr der Erstaustrahlung auf den Beginn von Donald Trumps ersten Amtszeit und endet nun mit Beginn seiner Zweiten. Die ikonische Kleidung der Mägde ist zu einen populären Symbol der Frauenrechtsbewegung geworden.So populär, dass sie 2019 Teil der Ausstellung des Museum für amerikanischen Geschichte wurden. Zumindest bis zu Beginn des Jahres, denn aufgrund eines Dekrets Donald Trumps wurden sie entfernt, wie auch sämtliche weitere Ausstellungsstücke, die sich mit Feminismus, LGBTBQ+, indigener Völker, People of Colour und ähnlichen auseinandersetzte. The Handmaid's Tale begins now, stop it now! Im Kopf wird auch immer bleiben, als das Buch in einer feuerfesten Ausgabe produziert wurde und Margaret Atwood höchstpersönlich es mit einen Flammenwerfer bearbeitete.

Übrigens lieferte Margaret Atwood aufgrund der Aufmerksamkeit 2019 eine Fortsetzung "Die Zeuginnen - The Testaments" nach, die sich tatsächlich auch augenzwinkernd auf die Serie bezieht und aus drei Perspektiven den Aufstieg- und Untergang Gileads erzählt. Die Adaption des Romans ist bereits in Produktion.

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Der Auftakt war wieder sehr gelungen, die ersten beiden Episoden wurden wieder von der Hauptdarstellerin Elisabeth Moss selbst inszeniert. Für die Verhältnisse der Serie waren die ersten Episoden erstaunlich positiv, es gab einige wunderschöne, heilsame Momente. Die Ruhe vor dem Sturm.
 
Schaut das keiner? Letzte Folge lief soeben - leider komplett überflüssig und unbefriedigend, da kaum ein Charakter einen würdigen Abschluss bekommt.

Folge 9 war als Ende der kompletten Serie nahezu perfekt, Folge 10 hätte man auch in 5 Minuten zusammenfassend hintendran hängen können.
 
Ich komm erst Donnerstag dazu, die finale Folge zu schauen. Das Ende von Folge 9 fand ich aber richtig stark.

Mit Ausnahme von den Umstand, dass die Grenzübergänge und auch Wege nach Boston inzwischen nur noch Spaziergang Niveau zu haben scheinen, hat mir auch die Staffel insgesamt gut gefallen.

Ich erhoffe mir vom Ende ja tatsächlich den Epilog des Buches. Mal sehen, ob ich dahingehend zufrieden gestellt werde. Tatsächlich ein wenig schade, dass die Serie hier so wenig Resonanz hervor ruft.
 
Schaut das keiner? Letzte Folge lief soeben - leider komplett überflüssig und unbefriedigend, da kaum ein Charakter einen würdigen Abschluss bekommt.

Folge 9 war als Ende der kompletten Serie nahezu perfekt, Folge 10 hätte man auch in 5 Minuten zusammenfassend hintendran hängen können.

Ja, bin exakt der selben Meinung.

War einfach ein Abarbeiten der Charaktere, sodass jeder nochmal seine 5 Minuten Screentime bekommen hat.

Warum man die Tochter von June nur als Flashforward gezeigt hat weiß ich nicht. Das wäre doch ein schöner Plot für Episode 9+10 gewesen sie noch zu retten. Serena die noch Ihre Verzeihung von June bekommt, wirkte wie vom Blatt Papier abgelesen. Aunt Lydia war leider in der Staffel verschenkt. Wurde in den letzten Staffeln aufgebaut mit Zweifeln über das System nur so wirklich kam da einfach nichts. Der ganze New Bethlehem Plot verläuft auch im nichts.

Die große Story wird eigentlich nur dahingehend abgeschlossen, dass man jetzt "dabei" ist Gilead einzunehmen bzw. zu befreien.

Also ja, die Serie endet jetzt nicht mit einem Cliffhanger oder dergleichen aber das hätte man einfach besser abschließen können.
 
Ich fands nicht schlecht aber ja, man hätte da noch mehr rausholen können. Die Befreiung der restlichen Gebiete wäre gut gewesen. Kann es nicht verstehen, dass
an der neuen Grenze Janine die neue Tochter einfach so bekam. Und die anderen wurden nicht verhaftet. Naja..

RGVEDA
 
Ich fand die letzte Folge wesentlich besser, als sie hier besprochen wurde. Das liegt an den vielen kleinen Rückbezüge auf Vorhergeangenes. Die Zentrale des US-Militärs in Boston ist das Gebäude in der June während ihrer Flucht unterkam, der Hase von Hana, die berührende Szene mit den von June erdachen Frauen-Abend, das überraschende Wiedersehen Alexis Bledel. Mir gefiel das die Beziehung zu Luke nicht kitschig gerettet wurde und das die Psyche der Charaktere authentisch dem gesehenen entspricht.

Klar es gab auch Plumpheiten, wie der bereits mehrfache Aufruf gegenüber June, ihre Geschichte doch mal nieder zu schreiben. Mir gefiel aber der Rest des Dialogs mit ihrer Mutter sehr, wie June ihr dankt, dass sie die eigentliche Kämpferin der Beiden war und sie daraus die Kraft für ihren Widerstand gezogen hat. Auch der da mitschwingende Appell, für die leider nicht selbstverständlichen Rechte, beständig einzustehen, bringt den feministischen Sockel der Serie nochmal in gewaltfreien Gewand zur Geltung.

Die letzte Szene fand ich in ihrer Inszenierung dann nochmal richtig stark. Die Musikuntermalung hat was treibendes, erinnert an Horror-Filme und als nichts anderes als Horror lässt sich das in diesem Haus erlittene Leid auch nicht adäquat beschreiben. Auch die ganzen leicht verschobenen, neuen Kamerawinkel, das nur leichte Andeuten von Details wie den Schrank, Junes symbolisch aufgeladener grüner Mantel und das verwenden der originalen Tonspur der eröffnenden Worte der ersten Episode, waren ein gelungener Zirkelschluss.

Hätte ich gerne ein Ende gehabt, wie der Epilog im Roman? Schon, aber auf der anderen Seite wäre das in Anbetracht der Auserzähltheit der Serie auch nicht so gut möglich gewesen. So bin ich mit den Epilog den wir bekommen haben ziemlich zu Frieden, er entlässt einen mit einen Gefühl der Hoffnung aus diesen düsteren Drama. Drama, das im Verlauf der Serie immer wieder an der Grenze zum Selbstzweck balancierte, aber im Großen und Ganzen bleibt es eine bockstarke Serie, eine der wichtigsten unserer Generationen. Ein Stoff für die Ewigkeit, sinvoll erweitert.
 
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