Umfrage: Rose (2026) Erwartungen 100% mcr

Kinofilm: Rose (2026) [Kino]

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Läuft am 30.4. regulär an. Im Februar wurde er bereits auf der Berlinale gezeigt und mit einem Silbernen Bären für die Schauspielleistung von Sandra Hüller ausgezeichnet. Dort belegte ROSE auch im internationalen Kritikerspiegel unter 17 Produktionen den ersten Platz.

"Das Historiendrama ist im 17. Jahrhundert angesiedelt und erzählt von einer Frau, die sich als männlicher Soldat verkleidet Integration in eine abgeschiedene Dorfgemeinschaft erhofft." (Quelle: Wikipedia)

Regie führte der Österreicher Markus Schleinzer. Es ist sein dritter Kinofilm. Kenne nur seine erste eigene Produktion MICHAEL von 2011, da geht es um einen Mann, der einen Jungen entführt und ihn bei sich im Haus gefangen hält. Keine leichte Kost, sehr kühl und absolut beeindruckend inszeniert.
Schleinzer ist ebenfalls Schauspieler, Autor und Casting-Direktor und hat einige Male für Michael Haneke gearbeitet, der sich sehr lobend über sein Filmdebüt geäußert hat.

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Link: https://m.youtube.com/watch?v=Lg6bapVHxLc&pp=0gcJCU8Co7VqN5tD
 
Habe ROSE am Montag als Preview im Kino gesehen. Vorab und anschließend gab es per Stream eine Schaltung in ein Kino in Leipzig, wo Regisseur Markus Schleinzer sowie die Hauptdarstellerinnen Sandra Hüller und Caro Braun anwesend waren und sich zum Film äußerten.

Der Film besticht durch seine ruhige, aber intensiven Inszenierung. Wunderbar unterstützt von den märchenhaften Schwarzweißbildern von Kameramann Gerald Kerkletz, denen jeglicher Staubteilchen-tanzen-im-Sonnenstrahlen-Kitsch komplett abgeht. Das ist in jeder Szene einfach großartig und wirkt sehr authentisch, was auch für die Sprache gilt.
Gut gefallen hat mir, dass sich der Film nicht auf die typische Darstellung des Themas Frau-als-Mann einlässt. Wir sehen Sandra Hüller weder nackt, noch, wenn allein, bei verräterischen femininen Handlungen. Ebenso kompensiert sie ihr Frausein nach außen nicht durch körperliche Gewalt. Plumpe Anspielungen an aktuelle Genderdiskussionen bleiben aus, wobei das Grundthema natürlich die Frage nach der Freiheit von Lebensentwürfen bleibt, in einer Zeit, in der Frauen enge Grenzen gesetzt wurden. ROSE ist aber vor allem ein eigenwilliges Charakterdrama. Die Geschichte hat einige Auslassungen, die manchen nicht gefallen könnten. Ich empfand die Erzählweise organisch und erfrischend intuitiv.

Zusammen mit dem tollen Schauspielensemble zieht der Film die Zuschauer in den geschlossenen Kosmos einer Gesellschaft des 17. Jahrhunderts hinein und zeigt darin eine Frau, die sich deren Regeln zu widersetzen versucht. Das kommt gar nicht mal als Rebellion rüber, sondern scheint sich für die Protagonistin gleichzeitig zufällig und zwangsläufig ergeben zu haben. Bei aller Dramatik spiegelt sich dieser Umstand in einem lakonischen Tonfall wider, der die Stimmung prägt.
ROSE bietet ein tolles Kinoerlebnis und es bleibt zu hoffen, dass der Film sein Publikum findet.
 
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