PC noch zu retten oder Zeit für was Neues?

Willkommen bei Movieside!

Registriere Dich um ein Mitglied der Movieside-Community zu werden und Zugang zu allen Inhalten zu erhalten.

Hier seit
10.5.2018
Beiträge
415
Reaktionen
946
Hallo zusammen,

als im Herbst Windows 10 seinem Support-Ende entgegenging habe ich schon mal über eine Neuanschaffung nachgedacht, den Gedanken aber letztlich verworfen und nur meine bisherige Kiste mit Windows 11 neu aufgesetzt. An sich lief alles noch problemlos und bis auf etwas verbesserungswürdige Encode-Zeiten bei der Videobearbeitung hat die Kiste auch immer noch meinen Ansprüchen genügt, obwohl sie schon 10 Jahre alt ist.

Leider ändert sich das in den letzten Wochen aber zunehmend, denn die alte Dame fängt an Probleme zu machen.
Es begann damit, dass x264 Encodes ein paar Mal einfach angehalten haben. Der PC lief dann ganz normal weiter, aber der Encoder blieb einfach an völlig zufälligen Stellen stehen. Beim zweiten Anlauf klappte es dann in der Regel bis zum Schluss, ist aber natürlich trotzdem ärgerlich, wenn man schon stundenlang encoded hat. Das passierte in den letzten 2-3 Wochen ein paar Mal. Seit dieser Woche gesellte sich aber noch ein neues Problem dazu: Bei Encodes mit DaVinci Resolve friert er manchmal komplett ein. Da hilft dann nur ein Kaltstart, danach funktioniert es dann meistens wieder. Ein Temperaturproblem scheint es also nicht zu sein, denn die Kiste hat ja keinerlei Zeit zum Abkühlen, wenn ich direkt nach dem Neustart wieder zu encoden anfange.

Jetzt habe ich schon verschiedene Sachen ausprobiert - Treiberupdates gab es keine bis auf einen für die Grafikkarte, der aber nur ein paar Tage neuer war als der installierte. Dann habe ich vorhin mal Staub ausgeblasen, aber eben blieb x264 schon wieder stehen. Habe mir dann auch mal das Mainboard angeschaut, ob da an den Kondensatoren irgendwas auffällig ist, aber die sahen auch alle ok aus.
Gibt es noch irgendwas, das ich probieren könnte, oder ist es womöglich Zeit, mich von meinem treuen Weggefährten zu verabschieden und was neues zu kaufen? Wäre natürlich ein super blöder Zeitpunkt, wo gerade die RAM-Preise so explodiert sind, aber wenn's so ist, dann ist es so.

Verbaut sind:
- Intel Core i7-6700K
- 4x 8 GB Corsair Vengeance LPX DDR4 2133 MHz CL13
- Asus Z170 Pro Gaming
- NVIDIA GeForce GTX 970
- 1x 256 GB SATA-SSD (für System und Programme, müsste eine Crucial MX500 sein, wenn ich mich richtig erinnere)
- 1x 3 TB WD Blue HDD (Datengrab)
- 1x 12 TB WD Gold HDD (für Videobearbeitung)

Danke schon mal für eure Hilfe!
 
Ein Temperaturproblem scheint es also nicht zu sein, denn die Kiste hat ja keinerlei Zeit zum Abkühlen, wenn ich direkt nach dem Neustart wieder zu encoden anfange.

Nein, diese Annahme ist falsch. Es geht um den Peak, bei dem CPU/Mainboard den Notaus ziehen. Da kann ein direkter Reboot auch gerne mal direkt 20 Grad Differenz ausmachen. Das ist eine Kochplatte die die Temperatur hält.

HWInfo beim Encoden laufen lassen und auf die Temps und Lüftergeschwindigkeit achten.

Und mal auf die Spannung schauen, vielleicht reißt das Netzteil einfach die Hufe hoch, das wird von den Meisten ja einfach ignoriert und wird nach dem Alter deiner CPU geschätzt auch 10 Jahre alt sein.
 
Richtig, das hab ich damals auch mit den anderen Hardware-Komponenten gekauft. Nur die 12 TB-Platte kam erst ein paar Jahre später dazu und anfangs waren nur 2 der 4 RAM-Riegel verbaut.
Ich installiere mir dann mal HWInfo und lasse das beim Encoden laufen. Hab es jetzt nur mal bei einem Resolve-Encode im Task Manager überwacht, da wird aber nur für die Grafikkarte die Temperatur angezeigt (ca. 65°C).

Mich wundert halt, dass es manchmal auch gut und gerne 12 Stunden problemlos durchläuft und ein anderes Mal bleibt x264 nach kurzer Zeit stehen. Gleiches bei Resolve: Da kamen die Freezer einmal nach ca. 10 Minuten Filmzeit, einmal nach 25 Minuten und direkt danach konnte ich aber nach einem Reboot die komplette Filmlaufzeit encoden. Dass es so überhaupt kein Muster dafür gibt macht die Suche nicht gerade einfacher.

Ebenso hab ich mich mal nach neuen Komponenten umgeschaut und kam (dank der explodierenden RAM-Preise) bei rund 2200,- € raus. Hatte eher so mit gut 1500,- € gerechnet, aber eben weil man 32 GB RAM nicht mehr für 150,- € sondern jetzt nur noch für 550,- € bekommt treibt das die Kosten natürlich massiv nach oben.
 
Er hat sich tatsächlich wieder aufgehängt. Das hier hat der Task Manager dabei angezeigt:

IMG_1142.webp

Ich installiere mir jetzt mal HWInfo und probiere es dann nochmal.
 
Warum hast du überhaupt Windows 11 installiert?
 
Der i7-6700K wird nicht von Windows 11 unterstützt, wenn er Win 11 installiert hat, dann nur mit einem Trick.
Das könnte dann natürlich auch der Grund für die Abstürze sein.
Ansonsten vielleicht ein günstiges AM4 Mainboard+CPU und den RAM behalten.
 
Warum hast du überhaupt Windows 11 installiert?
Naja, ich hätte mir womöglich noch ein Jahr Support für Win 10 verlängern können, wenn ich mich dafür bei Microsoft registriert hätte, aber damit hätte ich das Problem auch nur in den Herbst diesen Jahres verschoben. Also hab ich dann schon letzten Herbst Win 11 drauf gezogen.

Es lief ja auch schon über zwei Monate, erst mit Beginn diesen Jahres kamen diese Probleme auf. Erst die Ausfälle von x264 und jetzt die totalen Freezer bei Resolve. Aber beides eben überhaupt nicht reproduzierbar.
 
Brauchst du den Support?
Ich wüßte nicht, wofür … wenn man nur „alte“ Programme verwendet und keine sensiblen Daren schützen muß.
 
Brauchst du den Support?
Ich wüßte nicht, wofür … wenn man nur „alte“ Programme verwendet und keine sensiblen Daren schützen muß.
Reine „Wegwerfkisten“ gibt es nicht so oft. Und wenn es eine reine Daddelkiste ist: Wenn man die nach Infektion komplett und sauber neu aufsetzen muss, merkt man wieviel Zeit dafür draufgeht. Viele merken das erst bei Infektionen oder Defekten den persönlichen Wert.
 
Dafür gibt es doch Virenscanner, oder?
 
Ich installiere mir jetzt mal HWInfo und probiere es dann nochmal.
Von so weit von „oben“ sind Fehler manchmal kaum zu finden.
Je nach Edition bietet Win das Eventlog. Deutsch Ereignisanzeige. Wenn vorhanden, unbedingt mal reinschauen.
eventvwr.msc
Bei google das eingeben um eine ganz brauchbare Kurzanleitung zu bekommen.

Hier ist es mit etwas Geduld leichter den ersten Fehler vor dem / bei dem freeze zu finden. Der ist meistens der Interessante. Danach finden sich oft Folgefehler. Also die Uhrzeit merken/aufschreiben und genau nachsehen.
Das tool bietet viele Optionen zum filtern etc. Deshalb sich damit etwas beschäftigen, damit man mit den vielen „events“ komfortabel klarkommt.

Auch ohne aktuellen freeze kann man in der Ereignisanzeige reinschauen und etwas damit „spielen“. Da historische Daten vorhanden sind, fällt mit etwas filtern vielleicht ad hoc schon etwas auf.

Das tool gibt es schon lange, zeitweise war es nur in teueren Editions freigeschaltet.
Bei win11 scheint es wieder allgemein zugänglich zu sein.
Ich nutze inzwischen kein win mehr. Beruflich hatte ich es zuletzt win10 pro zu tun. Privat war mit winxp Schluss bei mir.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dafür gibt es doch Virenscanner, oder?
Es gibt Fälle mit Henne Ei Problem. Auf einem infizierten Windows laufend, kanns für den Wirenscanner schwierig werden. Der Dreck wird u.u. schon vor dem Scanner gestartet und ist damit schwerer loszuwerden.
Die c‘t bietet dafür extra tools an, um ein sauberes boot-system zu erstellen und davon den infizierten PC zu booten und zu entlausen. c‘t desinfect.
Das muss man natürlich auf einem sauberen PC erstellen, oder vorher.
Aber das führt von eigentlichen Problem weg. /OT ende
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich da alleine auf einen Virenscanner zu verlassen wäre mir aber auch zu riskant. Die wichtigen Systemupdates hätte ich dann schon gerne, weil irgendwelche Lücken ja immer wieder zu Angriffspunkten werden. Ich bin zwar nicht im Darknet oder auf russischen Torrent-Seiten unterwegs, aber die Grundversorgung an Updates will ich dann doch haben. Würde die Kiste nicht am Internet hängen, hätte ich es wahrscheinlich bei Win 10 belassen, aber so wollte ich dann doch lieber Win 11 haben.
 
Rampreise sind auf einen Hoch, Grafikkarten werden in den nächsten Wochen folgen.
Dann werden auch die Festplatten hochgehen.
Ganz schlechter Zeipunkt falls der PC kaputt geht.

Wenn du dir irgendwie Gedanken machst um einen PC Neukauf dann jetzt noch zuschlagen, momentan sind 'nur' die Rampreise unverschämt.
Damit meine ich nächste Woche sich noch entscheiden.
 
Ich hab mal in der Ereignisanzeige gesucht, aber so gut wie nichts gefunden, was im zeitlichen Zusammenhang mit diesen Abstürzen steht.
Bei dem Totalabsturz gestern Abend wurde folgendes geloggt:

Code:
18:31:06 Uhr - Das System wurde zuvor am ‎24.‎01.‎2026 um 18:21:40 unerwartet heruntergefahren.
18:28:40 Uhr - Der Server "Microsoft.WindowsStore_22512.1401.5.0_x64__8wekyb3d8bbwe!App.AppXbes12ecwhvvewxbmkmnasc9amnxfsx1c.mca" konnte innerhalb des angegebenen Zeitabschnitts mit DCOM nicht registriert werden.
18:19:46 Uhr - Der Server "Microsoft.AAD.BrokerPlugin_1000.19580.1000.2_neutral_neutral_cw5n1h2txyewy!Windows.Security.Authentication.Web.Core.BackgroundGetTokenTask.ClassId.WebAccountProvider" konnte innerhalb des angegebenen Zeitabschnitts mit DCOM nicht registriert werden.

Und jetzt das Einzige, was halbwegs dazu passt um 18:15:04 Uhr:

Code:
Die Beschreibung für die Ereignis-ID "1" aus der Quelle "NVIDIA OpenGL Driver" wurde nicht gefunden. Entweder ist die Komponente, die dieses Ereignis auslöst, nicht auf dem lokalen Computer installiert, oder die Installation ist beschädigt. Sie können die Komponente auf dem lokalen Computer installieren oder reparieren.

Falls das Ereignis auf einem anderen Computer aufgetreten ist, mussten die Anzeigeinformationen mit dem Ereignis gespeichert werden.

Die folgenden Informationen wurden mit dem Ereignis gespeichert: 

Unable to communicate with the display driver.  The application must close.


Error code: 2
 (pid=7928 tid=2644 resolve.exe 64bit)

Visit http://www.nvidia.com/page/support.html for more information.

Das System kann die angegebene Datei nicht finden

Beim Absturz gestern Nachmittag wurde aber gar nichts geloggt außer:

Code:
13:41:40 Uhr - Das System wurde zuvor am ‎24.‎01.‎2026 um 13:08:09 unerwartet heruntergefahren.
13:41:30 Uhr - Windows-Fehler beim Schnellstart mit Fehlerstatus "0xC00000D4".

Ansonsten finde ich da nichts, was irgendwie im zeitlichen Zusammenhang steht. Die Warnung mit dem Grafikkartentreiber taucht auch nur dieses eine Mal auf, bei den vorherigen Abstürzen finde ich da nichts dergleichen.

Rampreise sind auf einen Hoch, Grafikkarten werden in den nächsten Wochen folgen.
Dann werden auch die Festplatten hochgehen.
Ganz schlechter Zeipunkt falls der PC kaputt geht.

Wenn du dir irgendwie Gedanken machst um einen PC Neukauf dann jetzt noch zuschlagen, momentan sind 'nur' die Rampreise unverschämt.
Damit meine ich nächste Woche sich noch entscheiden.

Ja, wenn dann warte ich definitiv nicht mehr großartig. Hab mir wie gesagt auch schon neue Komponenten rausgesucht, falls die Probleme nicht so einfach zu lösen sind (und es sieht mir nicht danach aus). Rausgesucht habe ich folgendes:

- Intel Core i9-14900K
- 32GB Corsair Vengeance grau DDR5-6000 DIMM CL30
- MSI Tomahawk WIFI Intel Z790
- 12GB MSI GeForce RTX 5070 Ventus
- 850 Watt be quiet! Pure Power 13 M Modular 80+ Gold
- Noctua NH-D15
- Crucial T170 1 TB (für System und Programme)

Die beiden HDDs, die ich aktuell als Datengrab und die große für meine Videobearbeitungs-Sachen würde ich weiter verwenden. Größere M2-SSDs sind preislich noch zu unattraktiv und ich glaube der Flaschenhals bei Encoder-Zeiten usw. ist nicht die Festplatte, die nicht nachkommt, sondern vielmehr CPU, GPU und RAM.
Aber diese Komponenten sollten doch gut zueinander passen und mich die nächsten Jahre wieder zufriedenstellen, oder gibt es da was, wo ihr sagt "Nimm lieber was anderes"?
 
Kann man machen, Intel hat aber auch neuere CPU's im Programm.
Falls es eine AMD GPU sein soll die RX 9070 gibt es für den selben Preis aber mit 4 GB mehr Ram.
 
Ich hatte bisher immer Intel-Prozessoren, daher würde ich auch diesmal dabei bleiben. :smiley:
Gibt es für den 14900K denn schon einen adäquaten Nachfolger? Ich hab nur andere gefunden, die aber auch alle aus der 14. Generation stammen. Und der 14900K schien mir da die beste Wahl zu sein.
 
Und jetzt das Einzige, was halbwegs dazu passt um 18:15:04 Uhr:

Die Beschreibung für die Ereignis-ID "1" aus der Quelle "NVIDIA OpenGL Driver" wurde nicht gefunden. Entweder ist die Komponente, die dieses Ereignis auslöst, nicht auf dem lokalen Computer installiert, oder die Installation ist beschädigt. Sie können die Komponente auf dem lokalen Computer installieren oder reparieren. Falls das Ereignis auf einem anderen Computer aufgetreten ist, mussten die Anzeigeinformationen mit dem Ereignis gespeichert werden. Die folgenden Informationen wurden mit dem Ereignis gespeichert: Unable to communicate with the display driver. The application must close. Error code: 2 (pid=7928 tid=2644 resolve.exe 64bit) Visit http://www.nvidia.com/page/support.html for more information. Das System kann die angegebene Datei nicht finden
Man könnte Probleme mit dem nvidia-Treiber der Grafikkarte reininterpretieren. Leider nicht so zwingend, wie ich es mir erhoffte. Mehr als immer mal wieder nach updates für den Treiber und den Encoder zu suchen und die zu installieren, kann man ohne ganz tiefe Analyse der Meldungen nicht tun.
Ob mit einem Austausch (vom ganzen pc oder Komponenten) der Fehler verschwindet, kann Dir so niemand versprechen. Weiß ja aktuell niemand wo es herkommt. Vermuten kann man viel.
Ich persönlich würde das erst mal aussitzen. Kommt halt drauf an wie wichtig Dir das problematische Encode ist.
 
Zurück
Oben Unten