Apple TV+ Neuromancer

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Furorwolf

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William Gibsons Cyberpunk-Roman Neuromancer wird für Apple TV+ als Serie verfilmt. Unzählige Regisseure und weitere Filmemacher haben bereits Jahre damit vergeudet, diesem Projekt Leben einzuhauchen. Bleiben wir gespannt. Ich persönlich finde: 2024 braucht kein Mensch mehr eine Serie oder einen Film zu oder von Neuromancer.

William Gibsons Neuromancer wird als Serie verfilmt (golem.de)
 
Uff. Na da bin ich mal gespannt ob das was brauchbares wird… 😳
 
Ich bin jetzt einfach mal aus Prinzip negativ und sage vorher: das wird genauso viel mit den Buch/Büchern zu tun haben, wie Foundation - nämlich gar nix. Die Story passt einfach nicht mehr in unsere Zeit, müsste also doch sehr abgewandelt werden. Aber vielleicht überrascht Apple uns und es wird ein Burner (ich muss die Bücher mal wieder rauskramen) oder zumindest so anschaubar wir Peripheral auf Amazon.
 
Man könnte das ja auch retrofuturistisch aufziehen, das würde dem ganzen einen speziellen Look in der ansonsten recht optisch einseitigen Sci-Fi Welt geben.

Bin milde gespannt darauf. Mit den Büchern bin ich, auch nach mehreren Versuchen, irgendwie nie warm geworden.
 
Neuromancer habe ich in der Phase meines Lebens gelesen, als Fantasy und Science-Fiction mit wenigen Ausnahmen mich nicht interessiert haben. Ich empfand ihn auch als schwierig zu lesen, beim ersten Anlauf kam ich über den ersten Roman nicht hinaus. Der Wüstenplanet war bis datl mein einziger Sci-Fi Roman den ich gelesen hatte und filmisch begann ich das Genre auch gerade erst zu fassen, zu Beginn über Animes wie Jin-Roh, Akira und Ghost in the Shell. Gerade letzter ist ja stark beeinflusst von Neuromance und mein persönlicher Türöffner für das Genre (und gleichzeitig in meinen Augen der Peak). Das wird auch eine der großen Herausforderungen sein, Neuromancer nochmal atraktiv und frisch zu gestalten, es war nun mal der Begründer des Cyberpunk im engeren Sinne. Und Cyberpunk und damit die Motive und Themen aus Neuromancer, wurden in den Jahren die da kamen zu genüge entlehnt, wiederholt, erweitert und auch weiter entwickelt. Gerade das breite Publikum, welches mit der Science Fiction nur filmisch in Kontakt tritt, wird in einer sehr werksgetreuen Umsetzung, eine weitere Matrix Kopie sehen. Für diese Wahrnehmung spielt es keine Rolle, ob Matrix und co. ohne Neuromancer überhaupt existieren würde.

Deswegen muss die potentielle Serienadaption sich von der Vorlage lösen, um dieser gerecht zu werden. Das bereits erwähnte Foundation von Isaac Asimov, welches ja auch sehr frei als Serie für Apple TV+ adaptiert wurde. Foundation war auch quasi die Geburtsstunde für diese Spielart der Space Opera, aber auch so sehr ein Kind seiner Zeit, dass es werksgetreu überhaupt nicht mehr funktionieren würde. Mit Atomküchenmessern und konserativen Weltbildern kann man keinen mehr vom Ofen hervorlocken. Aber die Idee und den Geist der Vorlage, hat man in eine wunderbare neue Form gegossen. (Vielleicht unter Ausnahme von Salvor Hardin). Neuromancer ist eben auch ein Kind seiner Zeit, wenn auch gänzlich anders. Ein Kern der Cyberpunk Bewegung war das subversive Elemenet, die Handlung von Neuromancer hat für die aktuelle Generation aber nichts subversives mehr zu bieten, auch nichts verheißungsvolles, die Welt hat sich weitergedreht und Vernetzung und KI etwas selbstverständliches geworden. Und so sehr ich auch die von Blade Runner gesetzte Ästhetik des Cyberpunk liebe, sie hat sich allerdings auch ein wenig überlebt.

Deswegen würde ich mit @Furorwolf d'accord gehen, eine Neuromancer Verfilmung braucht es 2024 nicht mehr, außer für Puristen. Doch die Themen sind nicht gänzlich auserzählt, deswegen kann es mit einen frischen Ansatz durchaus interessant werden. Ob es dafür den Rahmen von Neuromancer bedarf wird sich dann zeigen. Blicke dem Projekt also erstmal wohlwollend, aber wenig euphorisiert entgegen.
 
Callum Turner wird der Hauptdarsteller:
 
Neuromancer: Briana Middleton in neuer Sci-Fi-Serie bei Apple TV+
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Erinnert mich persönlich eher an die Tron Filme. Schauen wir Mal.
 
Cyberpunk hatte seine Zeit. Und die liegt inzwischen in der Vergangenheit. Literarische Qualität war nie der Schwerpunkt, sondern neue Ideen und eine gewisse „strangeness“ sorgten eine Zeit lang für etwas frischen Wind.
Ich hatte grad „Vernetzt“ mal wieder im Player und trotz Unzulänglichkeiten hatte ich meine Freude dran. Aber schon bei dem konnte man erahnen, wo die Stärken der Bewegung liegen und wo nicht. Gibson himself war ja stark involviert.
Allerdings jetzt noch auf diesen toten Gaul aufzusteigen zeigt m.E. eher eine gewisse Mutlosigkeit.
Aktuell beschäftigt mich der Cyperpunk doch wieder ein wenig: „Nirvana“ auf Blu werd auslassen. Die brauchbare DVD reicht weiter. Der Streifen macht die Grenzen des Subgenres und auch des Drehbuchs für mich sehr deutlich und macht viel weniger Spass als zB „vernetzt“ oder „eXistenZ“.
 
Cyberpunk hatte seine Zeit. Und die liegt inzwischen in der Vergangenheit. Literarische Qualität war nie der Schwerpunkt, sondern neue Ideen und eine gewisse „strangeness“ sorgten eine Zeit lang für etwas frischen Wind.

Zustimmung. Gibson selbst hatte den Bereich Cyberpunk ja später auch hinter sich gelassen.

Allerdings von dem Film "Johnny Mnemonic Vernetzt" auf die literarische Qualität von Gibson zu schließen ist meiner Meinung nach unsinnig. Wobei ich zugebe, daß gerade das Debüt Neuromancer noch nicht wirklich das Meisterwerk der Schreibkunst war, zu dem es von außen gemacht bzw. beurteilt wurde.
 
Allerdings von dem Film "Johnny Mnemonic Vernetzt" auf die literarische Qualität von Gibson zu schließen ist meiner Meinung nach unsinnig. Wobei ich zugebe, daß gerade das Debüt Neuromancer noch nicht wirklich das Meisterwerk der Schreibkunst war, zu dem es von außen gemacht bzw. beurteilt wurde.
Das war nicht meine Intention. Das war eher mein persönliches Resümee des Subgenres. Film und Bücher für sich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Cyberpunk hatte seine Zeit. Und die liegt inzwischen in der Vergangenheit. Literarische Qualität war nie der Schwerpunkt, sondern neue Ideen und eine gewisse „strangeness“ sorgten eine Zeit lang für etwas frischen Wind.

Zustimmung. Gibson selbst hatte den Bereich Cyberpunk ja später auch hinter sich gelassen.

Allerdings von dem Film "Johnny Mnemonic Vernetzt" auf die literarische Qualität von Gibson zu schließen ist meiner Meinung nach unsinnig. Wobei ich zugebe, daß gerade das Debüt Neuromancer noch nicht wirklich das Meisterwerk der Schreibkunst war, zu dem es von außen gemacht bzw. beurteilt wurde.
Zustimmung. Allerdings war Neuromancer nicht sein Debüt, davor hat er schon einige Kurzgeschichten geschrieben, wovon einige auch in der Sprawl-Trilogie-Welt spielen, z.B. eben Johnny Mnemonic. Und einige, wie The Gernsback Continuum, halte ich für litarische Meisterleistungen. Ich würde ihn aber auch nicht für den besten Schreiber halten, aber schon für einen überdurchschnittlichen, sein dichter, kryptischer Schreibsstil fordert jedenfalls und verzeiht nicht die kleinste Unaufmerksamkeit. Neuromancer bleibt imo aber der beste Teil der Trilogie, die Fortsetzungen fangen jeweils gut an, zerfasern zum Ende hin aber immer mehr und Gibson hat zeitlebens Probleme packende Charaktere zu schreiben, besonders Frauen.
 
Erscheinungstermin auf Apple TV: 22.01.2027 (Doppelfolge), dann 8 Episoden im wöchentlichen Abstand

Deutscher Trailer:

Neuromancer | Offizieller Teaser | Apple TV
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Link: https://www.youtube.com/watch?v=3JzM-JqYML4
 
sorry, das ich hier wieder so negativ bin wie bei Foundation, aber es sieht sieht leider nach dem gleichen Schema aus: nimm ein bekanntes Buch, benutze ein paar Namen und scher dich einen Dreck um den Rest. Not for me
 
sorry, das ich hier wieder so negativ bin wie bei Foundation, aber es sieht sieht leider nach dem gleichen Schema aus: nimm ein bekanntes Buch, benutze ein paar Namen und scher dich einen Dreck um den Rest. Not for me
Also ich sehe eine Menge Elemente aus dem Buch?

Zudem das Buch so stilprägend für den Cyberpunk war, dass die das Serie es sowieso schwer haben will, bei dem "Mainstream"-Publikum nicht als Epigone wahrgenommen zu werden, ich hoffe entsprechend auf ein weiter denken der Themen.
 
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