Nach "Good Luck..." die nĂ€chste sehr positive Ăberraschung dieses Jahr. "Exorzist" meets "Evil Dead" trifft es wohl ganz gut.
Der Film ist ein spannender, herrlich fieser Horrorstreifen. StorymĂ€Ăig bekommt man zwar nichts Neues geboten, aber die Umsetzung ist sehr gelungen. Normalerweise schimpfe ich ja immer ĂŒber zu lange Laufzeiten, aber hier (130 Minuten) habe ich mich tatsĂ€chlich nicht einmal gelangweilt. Im Gegensatz zu anderen Filmen wurde hier die Laufzeit aber nicht mit ĂŒberflĂŒssigen Szenen gestreckt. Vielmehr ist die Laufzeit auf die eher ruhige ErzĂ€hlweise zurĂŒckzufĂŒhren, die ich aber als sehr angenehm empfand. Die Locationwechsel USA/Amerika hat ebenfalls zur Abwechslung beigetragen. ("Exorzist" oder "Rosemarys Baby" zb hatten ja auch diese Laufzeit)
Die Schockmomente/Splattereinlagen sind gut gemacht, richtig und dosiert und daher wirksam. Im Gegensatz zu "Evil Dead Rise" hat man mit dem Gematsche hier zum GlĂŒck nicht ĂŒbertrieben, was das Ganze in meinen Augen aber viel effektiver macht. Trotzdem gibt es natĂŒrlich einige sehr derbe und richtig fiese Szenen. Einziger Kritikpunkt: Die Figuren, insbesondere die Eltern, waren irgendwie unsympathisch und belanglos. Schauspielerisch wurden hier auch keine BĂ€ume ausgerissen. Lediglich die kleine Schwester hat in manchen Szenen richtig stark gespielt.
8/10