HBO Max Lanterns

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Selbst wenn man diese ganze Thematik ausblendet, wo will die Serie hin? Wieso will/muss John Stewart um jeden Preis zum Green Lantern werden? Wieso entwickelt seine Mutter so ein krasse Obsession? Worin liegt Johns Motivation? Warum ist Hal eigentlich so ein grumpy Arschloch? Für wen soll man hier eigentlich "rooten"?
Oder hab ich aufgrund des wöchentlichen schauens den Faden verloren?
Ja mir haben die ersten beiden Folgen gefallen, aufgrund des True Detective flairs. Aber will man jetzt wieder auf biegen und brechen eine Superheldenserie machen die keine sein will? Hab ich stand jetzt Bock die Comics zu lesen? 0,0!!! Okay meine Lust auf Superheldencomics ist eh sehr gering geworden, aber durch die Serie wurde es auch nicht besser.
Und dieses ganze Gelaber man kann nur ein Lantern sein wenn man frei von Ängsten ist, ist halt völliger Quark.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber was Angst angeht, das ist nicht ganz richtig. Lanterns können Angst haben, nur überwinden sie diese halt. So ist es in der Lore festgelegt und auch die Serie legt das für mich so da.
Gerade dieser down to Earth Ansatz gefällt mir. Und mit der Obsession der Mutter das ihr Sohn ja eine Lantern werden muss, spiegelt man gut die Besessenheit einiger Eltern dar. Die gehen "über Leiche" nur damit ihre Kinder erfoglreich sind. Bei der Mutter war es halt der Rassismus Ansatz das schwarze in den USA halt keine Chance haben und extra hart für alles kämpfen müssen. Das kann man als weisser in der Tat nur schwer nachvollziehen.
Mich hat es inspiriert mal wieder einen Green Lantern Omnibus aus den Regal zu nehmen und in der reichen Lore zu lesen.
@Noir020 Danke für die Ergänzung. Ja Neil Adams, toller Typ übrigens, hat "nur" gezeichnet. Ich hatte das grosse Glück mich auf einer Con Mal länger mit ihm zu unterhalten. Sehr trockener Sinn für Humor und sehr ansprechbar. Habe ein paar seiner Zeichnungen erwoben und ein Jahr später, auf einer weiteren Con hat er sich sogar an mich erinnert Aufgrund meines deutschen Akzents und meines Green Lantern Tattoos.

Zurück zur Serie: Mich hat sie bisher sehr gefesselt und angesprochen. Finde den neuen und "True Detective" Ansatz erfrischend und vertraut (Traveling heroes again) zu Gleich.
 
Ich hab die Folge nun schauen können und verstehe die Probleme nun noch weniger. Der Umgang mit Angst ist elementar für die Lantern Lore. Die Mutter versteht das Konzept nur nicht bzw. hat eine verzehrte Vorstellung. Das Thema zieht sich ja durch die ganze Folge, Unverständnis von anderen Lebensrealitäten. Siehe z.B. das gegenseitige Unverständnis beim Dialog zwischen der Wächterin bzg. Familie bzw. der Abwesenheit einer, weil sie eine fundamental andere Biologie besitzen. Und das überträgt sich eben auch von einer systematisch verfolgten Bevölkerungsgruppe gegenüber einer priviligierten. Ist eigentlich ziemlich clever geschrieben. Und die Mutter projeziert die Erniedrigungen in Hal Jordan, für sie Symbol gewordene Ungerechtigkeit und beginnt darauf eine krankhafte Obsession zu entwickeln, sowohl Kind als auch Ehemann zu gaslighten, letzterer steigt aufgrund seiner Minderwertigkeitsgefühle und Neigung zu Gewaltausbrüchen nur zu gerne mit ein. Das finde ich alles in einen narrativen Kontext mehr als nachvollziehbar, sondern auch schlüssig.

Bzw. seit wann werden denn Charakter-Build-Up Folgen in einer Serie als Filler betrachtet? Damon Lindelof hat ihr nen richtig tolles Eisen in der Schmiede. Noch keine Leftovers Qualitäten, aber in den hohen Sphären der Watchmen Serie bewegt man sich schon mal.
 
Das kann man als weisser in der Tat nur schwer nachvollziehen.

Ich würde behaupten das ich es als Mobbingopfer zum Teil nachvollziehen kann, aber genau deswegen hab ich auch Schwierigkeiten mit white privilege talk. Aber ja ich weiß wie es ist benachteiligt zu werden.
Aber gut das geht jetzt zu weit ins off-topic.
Vieleicht bin ich auch einfach zu dumm für die Serie, wer weiß.

Freut mich das es euch gefällt. Ich schau vielleicht noch die nächste Folge und dann mal sehen ob ich dran bleibe oder mich anderen Sachen widme für die man nicht studiert haben muss. (No Front gegen Studenten, aber scheinbar setzt die Serie ein Grundwissen voraus welches ich einfach nicht habe).
 
Ich würde behaupten das ich es als Mobbingopfer zum Teil nachvollziehen kann, aber genau deswegen hab ich auch Schwierigkeiten mit white privilege talk. Aber ja ich weiß wie es ist benachteiligt zu werden.
Mobbing und Diskriminierungserfahrungen habe ich selbst auch zu genüge erlebt und dieses Leid soll auch gar nicht herunter geredet werden, ist für dich als Individuum nicht weniger schlimm. Aber, und das ist der Punkt, es ist nicht vergleichbar mit einer systematischen Diskriminierung, dass ist eben das Ding, dass man sich aus seiner Perspektive, eben überhaupt nicht vorstellen kann, wie durchdringend, willkürlich und allumfassend solch eine Realität ist.
 
Das kann man als weisser in der Tat nur schwer nachvollziehen.

Ich würde behaupten das ich es als Mobbingopfer zum Teil nachvollziehen kann, aber genau deswegen hab ich auch Schwierigkeiten mit white privilege talk. Aber ja ich weiß wie es ist benachteiligt zu werden.
Aber gut das geht jetzt zu weit ins off-topic.
Vieleicht bin ich auch einfach zu dumm für die Serie, wer weiß.

Freut mich das es euch gefällt. Ich schau vielleicht noch die nächste Folge und dann mal sehen ob ich dran bleibe oder mich anderen Sachen widme für die man nicht studiert haben muss. (No Front gegen Studenten, aber scheinbar setzt die Serie ein Grundwissen voraus welches ich einfach nicht habe).

Ich glaube nicht das es was mit der Bildung zu tun hat. Habe auch nicht studiert. Ist vielleicht in der Tat nicht Dein Cup of Tea. Man kann halt nicht alles mögen oder gut finden. Habe selber genug Beispiele aus meiner Sicht wo ich die Fans nicht verstehe wie die darauf abgehen.
Als offener Queerer Mensch bin ich dem auch hin und wieder ausgesetzt, so sei Dir versichert Ich kann Dich und Deinen Standpunkt verstehen und es tut mir Aufrichtig leid das Du das erfahren musstest.
Niemand sollte Aufgrund seiner Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientung Nachteil erfahren oder gar gemobbt werden.
 
Bzw. seit wann werden denn Charakter-Build-Up Folgen in einer Serie als Filler betrachtet? Damon Lindelof hat ihr nen richtig tolles Eisen in der Schmiede. Noch keine Leftovers Qualitäten, aber in den hohen Sphären der Watchmen Serie bewegt man sich schon mal.

Naja, es ist durchaus eine etwas tiefere Charakterisierung Johns. Allerdings hätte man diese auch kürzen können und hätte trotzdem nicht viel verpasst. Die "Wilhelm Tell-Methode " war ja auch schon in der vorherigen Episode selbsterklärend. Viel interessanter waren aber alle Szenen mit dem Wächter und was John versprochen wurde.
Das birgt Konfliktpotenzial und sowohl John als auch Hal haben durch diese Folge mehr "Graufärbung" erhalten.
Wie du schon geschrieben hast. Das große Highlight dieser Episode ist die Darstelkung der verschiedenen Lebensrealitäten und wo sie kollidieren.
Das ist durchaus auch subtil inszeniert. Auch wenn hier so manchem die Darstellung der Mutter zu plump und aufdringlich erscheint.
Diese Episode ist exemplarisch dafür, wie das eben so ist mit den Machtverhältnissen.
Johns Familie ist am unteren Ende der Nahrungskette. Sie werden nur benutzt, auch von den Wächtern.
John bekommt das immer noch durchgehend zu spüren.
Ich bin gespannt wie und ob sie das weiterspinnen.
Tolle Serie!
 
Die "Wilhelm Tell-Methode " war ja auch schon in der vorherigen Episode selbsterklärend.
Das stimmt, aber sie wurde schon noch in einen neuen Kontext gesetzt, (zumindest mir) kam nicht der Gedanke, dass der Vater (noch dazu eigentlich nur als Proxy der Mutter) damit einen Nachwuchs Lantern heranzüchten will. Mir ergab sich da auf dem ersten Blick den typischen Psychopaten mit militärischen Hintergrund, der seine Familie wie eine Einheit führt und seinen Sohn diszipliniert.

Ich geb dir aber definitiv recht, dass es nicht nur Johns Charakterisierung geht, sondern auch Plot Puzzelteile vorangebracht werden und mit den Wächtern auch bedeutende Charaktere eingeführt werden. Imo ist John trotzdem im Fokus und die bisherige Handlung und ihre Figuren stehen erstmal "still", typische Seriensturktur und weit weg von dem was ich als Filler bezeichnen würde. ;)
 
Nochmal kurz ein Einwurf in die Nerd-Ecke. Und zwar bin ich gespannt, wie sich Lanterns in die DCU Timeline eingliedern wird. Weil die dritte Zeitebene die aufgemacht wird, spielt parallel bzw. ein Jahr nach Superman. Sprich in irgendeiner Form müsste man ja auch auf Guy Gardner zu sprechen kommen. Ich hab mich tatsächlich null komma nix mit der Produktion auseinander gesetzt, ob und wer gecastet wurde ect.
 
Showrunner und Autoren haben die Chance, einen extrem beliebten schwarzen Superhelden zu inszenieren. Statt ihn als positives Vorbild zu zeichnen, entscheiden sie, dass es besser ist, seine Familie als Psychopathen darzustellen, die sich in einer Opferrolle sehen und ihn deshalb misshandeln. Das ist die Origin-Story eines Schurken, nicht eines Helden. Aber Hauptsache, man hat wieder mal „die richtigen Leute“ angepisst. Man sollte in der Führungsetage wirklich besser überlegen, welcher Ansatz und welches Team für welches Material die richtigen sind.
 
Nochmal kurz ein Einwurf in die Nerd-Ecke. Und zwar bin ich gespannt, wie sich Lanterns in die DCU Timeline eingliedern wird. Weil die dritte Zeitebene die aufgemacht wird, spielt parallel bzw. ein Jahr nach Superman. Sprich in irgendeiner Form müsste man ja auch auf Guy Gardner zu sprechen kommen. Ich hab mich tatsächlich null komma nix mit der Produktion auseinander gesetzt, ob und wer gecastet wurde ect.
Wird vorkommen und wird wieder von Nathan Fillion dargestellt.
 
Ich würde behaupten das ich es als Mobbingopfer zum Teil nachvollziehen kann, aber genau deswegen hab ich auch Schwierigkeiten mit white privilege talk. Aber ja ich weiß wie es ist benachteiligt zu werden.
Mobbing und Diskriminierungserfahrungen habe ich selbst auch zu genüge erlebt und dieses Leid soll auch gar nicht herunter geredet werden, ist für dich als Individuum nicht weniger schlimm. Aber, und das ist der Punkt, es ist nicht vergleichbar mit einer systematischen Diskriminierung, dass ist eben das Ding, dass man sich aus seiner Perspektive, eben überhaupt nicht vorstellen kann, wie durchdringend, willkürlich und allumfassend solch eine Realität ist.

Stimmt schon, ist eine Spur drüber, aber inwieweit das in den 90er noch stattfande kann ich auch nicht beurteilen.

Als offener Queerer Mensch bin ich dem auch hin und wieder ausgesetzt, so sei Dir versichert Ich kann Dich und Deinen Standpunkt verstehen und es tut mir Aufrichtig leid das Du das erfahren musstest.
Niemand sollte Aufgrund seiner Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientung Nachteil erfahren oder gar gemobbt werden.

Danke und ja :70: seh ich auch so!

Nee das war nix....
Das rassistische Gelaber von Johns Mutter hätte ich auch net gebraucht.
Echt jetzt, das findest du schlimm.
Das war garnichts.
Wann hat eigentlich dieses Pussygehabe angefangen, das man nichts mehr verträgt?

Was genau erhoffst du dir jetzt von mir für eine Antwort? Und woran machst du fest das ich nix mehr vertrage?
 
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