Hier eine toll geschriebene, kritische Einordnung:
This review may contain spoilers. Visit the page to bypass this warning and read the review.
boxd.it
Ich habe mal den Anfang des Reviews und gelesen und das ist doch definitiv nix neues.
Nolan war zum Großteil seiner Karriere ein technikverliebter und unterkühltr Regisseur, der im Kern große Bilder aber keine Menschlichkeit kann. Weshalb Interstellar mein Lieblingsfilm ist, der hat nämlich emotionalen Unterbau.
Und spätestens seit Corona-Tenet (sogar sein schlechtester Film) gilt er in der Mainstream Landschaft doch eh als Heilsbringer des Kinos und jedes Mal wenn die Filme rauskommen weiß irgendjemand entweder zum Inhalt oder zur Technik irgendwas besser.
Das gleiche hat man ja Kubrick auch immer vorgeworfen. Figuren sind einfach Figuren und funktionieren für die Handlung, aber aus ihnen entsteht keine. Und wenn es um die Psyche geht (siehe bei Kubrick
Eyes Wide Shut oder bei Nolan
Inception) dann finden beide einen ganz eigenen Zugang dazu. Atmosphärisch, rätselhaft oder spektakulär.
Interstellar ist definitiv Nolans menschlichster und auch mein Lieblingsfilm von ihm. Aber auch hier hat mich das Ende nicht 100% bekommen. Aber ehrlich gesagt: mir ist das manchmal auch irgendwie egal. Ich finde diese romantisierte Idee des Autorenfilmers, dem die Charaktere so wichtig sind, ist auch irgendwo Gelaber von Filmhochschulstunden. Ich glaube es macht Nolan nicht weniger interessant und talentiert, nur weil er nicht jeden x-beliebigen Streifen machen kann oder möchte. Der Mann ist inzwischen seine eigene Marke und es ist immer interessant zu sehen, was er innerhalb seines Gusto schaffen kann.