News Ab Mitte 2026: Keine Zollfreigrenze mehr

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auch darauf, das die eu endlich einen einheitlichen lade-anschluss-standart erzwungen hat?
Prinzipiell ja. Es klingt natürlich toll, daß dann alle diesen Anschluß verbauen müssen. Realistisch gesehen war dieses eh schon bei vielen Herstellern der Fall, auch bei Apple, die den Anschluß bereits seit 2015 nutzten und mitentwickelt hatten, außer beim iPhone und einigen Peripheriegeräten, was aber nur eine Frage der Zeit war. Vor allem klang es eh immer nur so als wäre Apple hier der böse Hersteller, der sich da weigere. Im Apple-Kosmos war es nur scheißegal, weil viele Geräte (iPhone, AirPods, Magic Mouse, Magic Keyboard, Trackpad) den Lightning-Anschluß nutzten. Es sind eher Geräte wie Rasierer oder Ähnliches, die hier als Begründung hätten herangezogen werden müssen, weil da wirklich jedes Gerät einen anderen Anschluß hatte.
Schwierig ist jetzt, daß man in der EU jetzt auf diesem Anschluß festhängt und neue Entwicklungen blockiert oder zumindest für die EU ausschließt.

vieles, aber nicht alles was die eu erzwingt ist schlecht.
Nicht alles ist schlecht, in der Tat. Gerade im Technikbereich offenbart sich aber, daß die Nutzer absolut egal sind (EU vs. Apple, wobei die tatsächlichen Nutzer ihren sicheren "Käfig" lieben und Apple gerade auch wegen der Sicherheit und Privatsphäre nutzen, was durch die EU-Vorgaben aufgeweicht wird.). Und selbst der IOSS ist jetzt zwar gut gemeint, aber auch nicht so richtig gut gemacht. Da gibt es ja doch regelmäßig Probleme, die unsere Motzköppe hier dann den Händlern zuschreiben, aber eigentlich ist es das System.

das sie auf die china-schwemme reagiert finde ich absolut gut und richtig.
Indem man pauschale Zölle auf Importe erhebt, während sich die China-Ware zu einem großen Teil eh schon in EU-Lagern befindet. Das ist halt entweder sehr dumm oder man will durch die Hintertüre die Zollfreigrenze abschaffen und selbst Waren besteuern, für die der Zollsatz laut TARIC 0% beträgt.
Vielleicht will man die Importeure auch dazu bringen Produkte in der EU zu kaufen, die es dort überhaupt nicht gibt. :72:
 

und ab 2028:
Die neue Pauschalregelung gilt zunächst als Übergangsmodell. Ab 2028 plant die EU dann ein digitales Zollsystem, das sämtliche Einfuhren zentral erfassen und regulär verzollen soll – unabhängig vom Warenwert.
 
Wobei bei IOSS-Sendungen eigentlich keine Kosten anfallen, wenn das System funktioniert. Da läuft ja alles automatisch.
 
Wobei bei IOSS-Sendungen eigentlich keine Kosten anfallen, wenn das System funktioniert. Da läuft ja alles automatisch.
Meinst du, dass wegen IOSS beim Zoll keine Kosten anfallen? Es geht um die allgemeine Überwachung der Einfuhr und um Stichproben bezüglich des Inhalts, was bei vielen Millionen Sendungen recht aufwändig ist. Wenn IOSS-Sendungen einfach nur durchgewunken würden, dann könnte man als Drogen- oder Waffenschmuggler sicher ruhiger schlafen.
 
Die EU hat auf den letzten Drücker einen Leitfaden zur 3€-Thematik veröffentlicht. Ich habe leider gerade keine Zeit, mir das Dokument anzutun. Es ist damit allerdings ziemlich klar, dass es keinen Aufschub geben wird. Falls die Deutsche Post auch zu den Postgesellschaften zählt, die noch nicht ausreichend auf die Änderung vorbereitet sind, dann werden wir einen Zusammenbruch des Warenverkehrs mit dem Nicht-EU-Ausland über den Postweg sehen. Ironischerweise werden "die Chinesen" davon wohl nicht betroffen sein, denn die Arbeiten im Allgemeinen mit anderen Logistikern, falls sie die Ware nicht ohnehin direkt aus EU-Lagern versenden.
 
Da kommt was auf uns zu...

1) Das Ausfüllen der Zollinhaltserklärung wird in Zukunft um einiges komplexer, was anfangs sicher zu erheblichen Problemen führen wird.
2) Bei getrenntem Versand von Artikeln einer Bestellung fällt die Pauschale meinem Eindruck nach mehrfach an ("... In the same vein, goods covered by the one order placed by the same person, but dispatched separately, should be considered as separate consignments. ..."). Unternehmen wie Amazon oder Rarewaves müssten ihre Logistik komplett umstellen.
3) Bei unterschiedlichen ausgewiesenen Herkunftsländern der Ware fällt die Pauschale meinem Eindruck nach mehrfach an. Es stellt sich die Frage, ob dies z.B. für den Import von Filmen aus den USA relevant ist. US-Releases sind zum Teil in der EU oder in Mexiko hergestellt.

Während Expressdienste im Herbst 2025 schnell auf die Änderungen bei den Einfuhrabgaben in den USA reagieren konnten, scheinen sie aktuell mit den neuen EU-Vorgaben Probleme zu haben. Es könnte also nicht nur der B2C-Warenverkehr über den Postweg im Chaos versinken.
 
Ein guter Grund für DHL ihre Pauschale weiter zu erhöhen oder einfach noch eine einzuführen. :augenroll:
 
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