Dass die Preise an der Kasse Brutto waren und dann die Steuern damit ausgeglichen wurde ist bei mir mindestens schon ein Jahr so. Neu ist das auf jeden Fall nicht. Wurde auch nie nachträglich was abgezogen.
Amazon.co.uk hat seit Jahren vom auf der Artikelseite angezeigten Bruttopreis die britische VAT abgezogen und dann die deutsche Mehrwertsteuer und seit dem Brexit ggf. ein paar Prozent Zoll bei großen Bestellungen mit entsprechender Ware aufgeschlagen. Bis Mitte des Jahres war damit ja auch alles erledigt.
Das Vorgehen von Amazon.co.uk bei Bestellungen über 150 Euro Warenwert im Oktober ist komplett anders. Meine Bestellbestätigung per Email zeigt einen Endpreis, der dem auf der Artikelseite angezeigten Bruttopreis der Ware (Filme) minus 20% britische VAT plus Versandkosten plus 19% deutsche Mehrwertsteuer entspricht. So weit so gut. In den Rechnungen, die man sich im Kundenkonto runterladen kann, wird aber ganz anders gerechnet. Dort wird der auf der Artikelseite angezeigte Bruttopreis der Ware minus 20% britische VAT gleichgesetzt mit dem Nettopreis der Ware plus 19% deutsche Mehrwertsteuer. Es wird daher ein deutlich zu niedriger Nettopreis (etwa 30% unter dem auf der Artikelseite angezeigten Bruttopreis) ausgewiesen. Was aber bei der Bestellung überhaupt nicht absehbar war, ist dass in den Rechnungen zusätzlich für jeden einzelnen Film jeweils 3 Euro plus 19% deutsche Mehrwertsteuer berechnet werden, was den Rechnungsbetrag wieder massiv hochtreibt. Von der Kreditkarte wurden die Beträge aus den Rechnungen belastet.