Viele dürften mit den falschen Erwartungen in den Film gegangen sein, seis aufgrund des Trailer, dem verkürzten deutschen Titel oder einfach Genre Konventionen. Denn Hellers Roman und damit auch Scotts Film bedient sich zwar der Postapokalypse, aber sondiert viel mehr den Hope Punk, sprich die Welt ist zwar im Arsch, aber die Charaktere suchen und finden ihr persönliches Glück. Dabei kann man Scott einen verklärten Blick auf (das weiße) Amerika vorwerfen, auch das abrutschen in übermäßige Sentimentalität, aber da würden mir schlimmere Beispiele einfallen und im Grunde genommen zelebriert Peter Heller i. seinen Romanen generell den amerikanischen Traum. Bilder konnte Scott schon immer, auf den ersten Blick wirkt The Dog Stars unspektakulärer als von ihm gewonnt, doch das zelebrieren der Natur gelingt den alten Mann doch sehr gut. Immer wieder fühlt sich The Dog Stars wie ein Miyazaki Film an oder ein zugänglicher Malick. Es gibt aber auch ein paar wunderbare, klassische Action Set Piece und eins das unfassbar creepy daher kommt, Grüße gehen raus an Allison Janney. Guy Pearce und Josh Brolin sind routiniert wie immer, Jacob Elordi ist einer der interessantesten neuen Talente überhaupt und Margaret Qualley sowieso, sie schätze ich ja schon seit The Leftovers sehr. Wie immer eine Freude, dass Ridley Scott die Filme macht auf die er Bock hat und auch so wie er Bock hat.