PRESSEERKLÄRUNG PPWR - Stop des Versandes in das EU-Ausland!

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Und als Gewinner steigen mal wieder die großen aus. Was interessiert die ein 3-4 stelliger Strafbetrag.

Hab zB alle meine Camera Obscura Filme über deren Shop bestellt weil ich die Filme und das Label einfach liebe und hoffe ich kann das weiterhin tun. :/
 
weiß jetzt nicht im detail, ob es diese verordnung braucht. ABER: so wie ich das verstanden habe ist die eu selbst nicht an diesem durcheinander schuld, sondern wieder mal die liliputaner-fürsten, sprich die einzelnen mitgliedsstaaten! :teach: :zwinker:
 
Äh, wenn ich das, was Noir020 hier verlinkt hat, richtig verstehe, ist die ganze Diskussion hier gerade ziemlich auf dem Holzweg, denn es geht darum, dass die VerpackungsERZEUGER sich registieren, nicht die Online-Händler, die sie benutzen. D. h. am Online-Handel ändert sich gar nichts, sondern lediglich die Hersteller der Verpackungen brauchen diese Registrierung, damit sie ihre Verpackungen an Abnehmer ins EU-Ausland liefern können.

D. h. wenn z. B. in Spanien ein großer Kartonagen-Hersteller sitzt, der Faltkartons ins EU-Ausland verkauft, muss DER dafür sorgen, dass er einen Bevollmächtigten für die und eine Registrierung in den entsprechenden Ländern hat. Wenn @Oliver Krekel diese Kartons dann aber entweder direkt von dem Hersteller in Spanien oder von einem deutschen Zwischenhändler erwirbt und für seine Pakete benutzt, ist er kein Erzeuger der Kartons, also auch gar nicht registrierungspflichtig.

BTW hört sich das, wenn man liest "einen Bevollmächtigten für jedes EU-Land in das man liefert" natürlich so an, als müssten das dann 27 verschiedene Personen sein. Es kann aber ja auch ein einziger die Vollmachten für alle Länder haben. Bleibt natürlich noch der Bürokratiewahn der einzelnen Registrierungen in jedem Land.

Ja, das Gesetz ist mal wieder dumm hoch zehn, aber es wird am Ende sicherlich wieder längst nicht so heiß gegessen, wie es jetzt gekocht wird.
 
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Denke auch das gerade für kleine Onlinehändler Ausnahmeregelungen kommen werden.
 
weiß jetzt nicht im detail, ob es diese verordnung braucht. ABER: so wie ich das verstanden habe ist die eu selbst nicht an diesem durcheinander schuld, sondern wieder mal die liliputaner-fürsten, sprich die einzelnen mitgliedsstaaten! :teach: :zwinker:

Äh nein, das ist eine EU-Verordnung. Sie gilt unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten und bedarf keiner Umsetzung in nationales Recht - im Gegensatz zu einer Richtlinie.

Hier hat die EU ganz einfach vergessen Ausnahmen für Kleinunternehmen zu schaffen, lediglich bei der Auswahl der Verpackungmittel ist den Mitgliedsländern gem. VO erlaubt, Ausnahmen für Kleinunternehmen zu schaffen. Nicht aber für die Pflicht zur Bestellung eines Bevollmächtigten in jedem EU-Land.

Hier hat die Kommission jedoch, wie bereits erwähnt, bereits reagiert.
Im Environmental Omnibus vom Dezember 2025 wurde vorgeschlagen, die Pflicht zur Bestellung eines Bevollmächtigten für EU-niedergelassene Unternehmen bis zum 1. Januar 2035 auszusetzen. Das Parlament will das zumindest für Kleinst- und Kleinunternehmen beschränken. Die finale Entscheidung ist für den 1. Oktober 2026 geplant.

Da die VO von 2024 ist, die Ausnahmen jedoch erst Ende 2025 auf die Agenda gesetzt worden sind, zeigt dass die Kritik der Händler angekommen ist. Ich gehe davon aus, dass die Verordnung nochmal geändert wird.
 
Äh, wenn ich das, was Noir020 hier verlinkt hat, richtig verstehe, ist die ganze Diskussion hier gerade ziemlich auf dem Holzweg, denn es geht darum, dass die VerpackungsERZEUGER sich registieren, nicht die Online-Händler, die sie benutzen. D. h. am Online-Handel ändert sich gar nichts, sondern lediglich die Hersteller der Verpackungen brauchen diese Registrierung, damit ihre Verpackungen ins EU-Ausland liefern können.
So würde ich es hoffnungsvoll deuten. Trotzdem offenbart das ZSVR mit der Ansicht, das Anbringen eines Versandetiketts macht einen Onlinehändler zum Erzeuger der Verpackung, eine Weltfremdheit und Lebensferne, die einem Angst machen kann.
Und würde ich als Onlinehändler bei einem Verpackungshersteller Versandkartons mit meinem Unternehmenslogo beauftragen, würde ich mich immer noch nicht als Erzeuger der Verpackung betrachten, sondern als Abnehmer zur Weiterverwendung.
Allerdings, wäre ich Händler, hätte ich dank einer Vielzahl nationaler und EU-Vorgaben der letzten Jahre längst das Handtuch geworfen. Als Laie kann man schon den Eindruck gewinnen, die EU samt Mitgliedsstaaten hätten am liebsten nur einige wenige Riesenunternehmen, die sämtliche Belange der Menschen abdecken und KMU´s sind dabei unerwünscht (PS zum letzten Satz: ich kenne Menschen, die würden das sogar gut finden :sad: )

Meine Güte, wo bleibt bloß die Verhältnismäßigkeit? Gut gemeinter Grundgedanke hin oder her...
 
Als Laie kann man schon den Eindruck gewinnen, die EU samt Mitgliedsstaaten hätten am liebsten nur einige wenige Riesenunternehmen
Kann man wirklich so denken!

Davon ab, ein kleiner Online-Handel versteht dieses ganze Bürokratie-Rechtssprech doch auch gar nicht und/oder findet auch gar nicht die Zeit in sich sowas einzulesen. Wenn man alleine diese Verpackugsverordnung nimmt, wie viele Seiten das Ding hat! Und das ist ja nur eine von vielen Geschichten!

So ein Amazon gibt den Mist an seine Rechtsabteilung, wo gutbezahlte Anwälte etc. sitzen, die das mal eben machen. Aber doch nicht der normale kleine Online-Händler... wobei es ja anscheinend eh jeden Betrifft, der irgendwas mit Verpackungen zu tun hat.
 
Was soll überhaupt dieser abstrakte Bevollmächtigte sein? Was macht der?
 
Bekommt man die Sachen noch bei DTM oder Medienversand oder gehts nur wenn man direkt bei den Labels bestellt?
Jeder Shop wird jetzt kalkulieren, ob er ins "Ausland" versendet. Gilt ja grad für alle Länder.
Das wird doch bei vielen Shops sicherlich einfach auf eine Preiserhöhung hinauslaufen, oder? Wird ein weiterer Sargnagel für Sammler von Discs sein, ist einfach so dermaßen zum kotzen!
Wenn du ihm Jahr nur für 100 Euro nach z. b Frankreich verkaufst, dann musst du trotzdem 300 Euro im Jahr zahlen plus Gebühr für genutzte Verpackung. Da kannst nix mit ner Preiserhöhung reißen.
 
Äh, wenn ich das, was Noir020 hier verlinkt hat, richtig verstehe, ist die ganze Diskussion hier gerade ziemlich auf dem Holzweg, denn es geht darum, dass die VerpackungsERZEUGER sich registieren, nicht die Online-Händler, die sie benutzen. D. h. am Online-Handel ändert sich gar nichts, sondern lediglich die Hersteller der Verpackungen brauchen diese Registrierung, damit sie ihre Verpackungen an Abnehmer ins EU-Ausland liefern können.

D. h. wenn z. B. in Spanien ein großer Kartonagen-Hersteller sitzt, der Faltkartons ins EU-Ausland verkauft, muss DER dafür sorgen, dass er einen Bevollmächtigten für die und eine Registrierung in den entsprechenden Ländern hat. Wenn @Oliver Krekel diese Kartons dann aber entweder direkt von dem Hersteller in Spanien oder von einem deutschen Zwischenhändler erwirbt und für seine Pakete benutzt, ist er kein Erzeuger der Kartons, also auch gar nicht registrierungspflichtig.

BTW hört sich das, wenn man liest "einen Bevollmächtigten für jedes EU-Land in das man liefert" natürlich so an, als müssten das dann 27 verschiedene Personen sein. Es kann aber ja auch ein einziger die Vollmachten für alle Länder haben. Bleibt natürlich noch der Bürokratiewahn der einzelnen Registrierungen in jedem Land.

Ja, das Gesetz ist mal wieder dumm hoch zehn, aber es wird am Ende sicherlich wieder längst nicht so heiß gegessen, wie es jetzt gekocht wird.

Leider nein. Hersteller und Erzeuger sind nach der Gesetzeslogik getrennt voneinander zu betrachtende fest definierte Begriffe.

  • Der Erzeuger (Producer): Das ist die Fabrik, die den leeren, unbefüllten Karton physisch herstellt. Er haftet nur für die Materialbeschaffenheit und die technische Konformität des leeren Produkts.
  • Der Hersteller (Inverkehrbringer): Das ist der Online-Händler. Rechtlich wird er zum „Hersteller“, weil er den Karton erstmals mit Ware befüllt und damit den Verpackungsmüll über eine Landesgrenze bringt.
    Da der Müll im Zielland landet und der dortige Staat den Händler als Importeur dieses Mülls einstuft, gilt: Die Bevollmächtigtenpflicht trifft ausnahmslos jeden Online-Händler ab dem ersten Paket, das an Endkunden im EU-Ausland versendet wird.
Ursprünglich gab es Verunsicherung darüber ob ein Händler auch als Erzeuger der Versandverpackung zu gelten hat. Dies wurde jedoch nach kontrovers diskutierten Auffassungen deutscher Behörden von der EU dementiert.

Das ganze sind aber zwei getrennte paar Schuhe.

Die Bevollmächtigten müssen zudem lokale Bevollmächtigte in jedem Mitgliedsstaat sein. Einer für alle geht nicht.
 
Was soll überhaupt dieser abstrakte Bevollmächtigte sein? Was macht der?
Der macht am Ende nix. Ist nur „Symbolisch“ - könnte alles über ein zentrales System laufen, was es ja schon tut, nur dass du aktuell in diesem System pro Land 300 Euro zahlen musst.
 
Was soll überhaupt dieser abstrakte Bevollmächtigte sein? Was macht der?
Bürokratie :zwinker:

Klingt für mich eher wie eine neue Einnahmequelle, um den Leuten Geld abzunehmen!

Eine große Stelle, wo man den ganzen Kram einmal anmeldet, wäre ja zu einfach gewesen... wobei es ja schon so Verpackungsgeschichten wie LUCID gibt.
 
Was soll überhaupt dieser abstrakte Bevollmächtigte sein? Was macht der?
Bürokratie :zwinker:

Klingt für mich eher wie eine neue Einnahmequelle, um den Leuten Geld abzunehmen!

Eine große Stelle, wo man den ganzen Kram einmal anmeldet, wäre ja zu einfach gewesen... wobei es ja schon so Verpackungsgeschichten wie LUCID gibt.
Du meldest es ja jetzt quasi bei einer Firma an, die übernehmen für dich „die Arbeit“. Es sind im übrigen aktuell auch nicht alle Länder von betroffen.

Ich überlege grad, ob wir anderen Labels auf Kommission die Möglichkeit geben sollen, über unseren Shop zu laufen inkl. kleiner jährlicher Gebühr.
 
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Was soll überhaupt dieser abstrakte Bevollmächtigte sein? Was macht der?
Bürokratie :zwinker:

Klingt für mich eher wie eine neue Einnahmequelle, um den Leuten Geld abzunehmen!

Eine große Stelle, wo man den ganzen Kram einmal anmeldet, wäre ja zu einfach gewesen... wobei es ja schon so Verpackungsgeschichten wie LUCID gibt.
Du meldest es ja jetzt quasi bei einer Firma an, die übernehmen für dich „die Arbeit“. Es sind im übrigen aktuell auch nicht alle Länder von betroffen.

Wir haben schon alles seit Monaten vorbereitet und werden uns am WE final registrieren. Am Ende ist es für uns eine Mischkalkulation.

Ich überlege grad, ob wir anderen Labels auf Kommission die Möglichkeit geben sollen, über unseren Shop zu laufen inkl. kleiner jährlicher Gebühr.
Das wäre geil - Ich würde mein Geld immer lieber direkt bei den Labels lassen.
 
Was soll überhaupt dieser abstrakte Bevollmächtigte sein? Was macht der?
Bürokratie :zwinker:

Klingt für mich eher wie eine neue Einnahmequelle, um den Leuten Geld abzunehmen!

Eine große Stelle, wo man den ganzen Kram einmal anmeldet, wäre ja zu einfach gewesen... wobei es ja schon so Verpackungsgeschichten wie LUCID gibt.
Du meldest es ja jetzt quasi bei einer Firma an, die übernehmen für dich „die Arbeit“. Es sind im übrigen aktuell auch nicht alle Länder von betroffen.
Also gibt es z.B. in Deutschland Agenturen, die sich sich in deinem Namen dann in anderen EU-Ländern registrieren, in die Du verschicken/verkaufen möchtest?

Ansonsten müsstest Du dich ja in jedem EU-Land anmelden bzw. dort eine Person beauftragen, wohin Du verkaufen willst.
 
Was soll überhaupt dieser abstrakte Bevollmächtigte sein? Was macht der?
Bürokratie :zwinker:

Klingt für mich eher wie eine neue Einnahmequelle, um den Leuten Geld abzunehmen!

Eine große Stelle, wo man den ganzen Kram einmal anmeldet, wäre ja zu einfach gewesen... wobei es ja schon so Verpackungsgeschichten wie LUCID gibt.
Du meldest es ja jetzt quasi bei einer Firma an, die übernehmen für dich „die Arbeit“. Es sind im übrigen aktuell auch nicht alle Länder von betroffen.
Also gibt es z.B. in Deutschland Agenturen, die sich sich in deinem Namen dann in anderen EU-Ländern registrieren, in die Du verschicken/verkaufen möchtest?

Ansonsten müsstest Du dich ja in jedem EU-Land anmelden bzw. dort eine Person beauftragen, wohin Du verkaufen willst.
Ja, gibt es schon seit Jahren. Das Thema ist ja auch nix neues. Ich zahl schon seit 2019 fleißig, aber jetzt wird es nochmal deutlich teurer.
 
Könnte sich auch an den Verpackungen selbst etwas ändern?

Amazon hat vor einigen Monaten bekannt gegeben dass sie - um den Verpackungsmüll zu reduzieren - jetzt noch dünnere (!) und leichtere Verpackungen verwenden, was Bestellungen von Steel-, Mediabooks oder sonstigen limitierten Sachen dort endgültig sinnlos macht. Droht sowas auch bei anderen Händlern? Darf überhaupt noch gut und sicher verpackt werden?
 
weiß jetzt nicht im detail, ob es diese verordnung braucht. ABER: so wie ich das verstanden habe ist die eu selbst nicht an diesem durcheinander schuld, sondern wieder mal die liliputaner-fürsten, sprich die einzelnen mitgliedsstaaten! :teach: :zwinker:

Äh nein, das ist eine EU-Verordnung. Sie gilt unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten und bedarf keiner Umsetzung in nationales Recht - im Gegensatz zu einer Richtlinie.
keine sorge, ich habe das schon richtig verstanden. ;) die umsetzung dieser verordnung in den jeweiligen mitgliedsländern obliegt aber den jeweiligen mitgliedsländern selbst.
und da wieder (natürlich innerhalb des rahmens dieser verordnung) jedes einzige land jeweils selbst für die umsetzung zuständig ist, kocht jedes einzige land innerhalb des rahmens sein eigenes fürstchen-süppchen!
ich habe das in den letzten jahren schon sehr oft mitbekommen: anstatt sich die mitgliedsstaaten (also der eu-rat, nicht die eu-kommision oder das eu-parlament!) auf eine einzige feste, generell gültige regelung die für alle länder gilt festlegt, passiert auf der "unteren ebene", also auf ebene der einzelnen mitgliedsstaaten selbst, genau das gegenteil!
 
Werden dann jetzt bei allen Shops die ausländischen Vorbestellungen von Artikeln, die erst nach dieser Frist erscheinen, storniert?
 
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