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Michael Mann-Fan
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GELBE BRIEFE
Gewinner des Goldenen Bären 2026
Kinostart: 05. März 2026
Worum geht's?
Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tansu Biçer), ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben – bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen.
Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen.
Deutscher Trailer
Link: https://youtu.be/KwF6GsmXo04
OmeU-Trailer
Link: https://youtu.be/Y8c50wNSJBU

) aus dem Lehrerzimmer war ich nicht (mMn zieht sich der Film zusehends, indem er alte Konflikte mit neuen Drehbuchschlenkern überfrachtet), aber viele spannende Sachen dabei. Die Städteverfremdungsstrategie (Berlin = Ankara, Hamburg = Istanbul) funktioniert (wenngleich sie noch mehr damit hätten machen können), für den für mich vielversprechendsten Aspekt findet der Film dank seiner spannungsreichen, nah am Siedepunkt operierenden Dialogregie höchst mitreißende Szenen: jene Widersprüche zwischen Staats- und Individualkunst. Überhaupt Dialoge - die rotieren interessanterweise meist in den Küchen der Protagonisten. Ich begrüße ausdrücklich die Rückkehr des Kitchen sink realism des britischen Kinos! Lange auch nicht mehr diese schöne basale Authentizität erlebt, die Özgü Namal und Tansu Biçer im Zusammenspiel ausstrahlen ...