Zuletzt gesehener Film - kurzes Fazit

Gollum

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Laserkill - Todesstrahlen aus dem All (1978, geschlefazte Fassung): Aliennacktschildkrötenwesen verfolgen einen irren Killer auf die Erde & pusten ihn mit ihren Strahlenkanonen weg. Seine Waffe findet dann ein unzufriedener Typ, der damit gleich mal freudig erregt durch die Gegend ballert & dann diejenigen jagt, die ihn nerven, verarschen oder auf den Sack gehen. Dabei verwandelt er sich in 'nen affigen Zombie & wird dumm. Mittlerweile haben die Aliennacktschildkrötenwesen vom Aliennacktschildkrötenwesenchef einen Rüffel bekommen & kehren zurück, um die Sache zu bereinigen. Lahmarschige Action (so arschlahm, dass es fast schon wieder arschgeil ist) mit vielen schönen Explosionen (oft in Zeitlupe, ein echtes Fest für Explosionsfetischisten) & schrägen Figuren, wie den beiden Trottelcops oder dem Deppen mit der Gartentorvisage (zuschlagen, möchte man, immer nur zuschlagen), der sich aufführt als wäre er der König der Debilen. Am besten sind die Aliennacktschildkrötenwesen, die Stop-Motion animiert sind. Knuddeln möchte man sie, knuddeln. :s-liebeamsl0: Those were the days. Kalki & Rütten hatten mit dem Streifen sichtlich auch Spaß. 7/10

 

Mr.Blonde16

Batteriekobold
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Im hohen Gras (In the Tall Grass)

Hänsel und die schwangere Gretel verliefen sich im Gras...
"Die Gattin wählt". Noch nie von der King-Geschichte gehört. Interessante Grundkonstellation, aber irgendwann hab ich nicht mehr gerafft, was genau abgeht. Und war mir dann im weiteren Verlauf auch egal. Dazu hat Patrick Wilson die falsche Synchronstimme. Der beste Grasfilm ist weiterhin von Guy Ritchie.

5,5/10

 
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montana

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Stuber (2019): Recht einfach gestrickte, aber überaus unterhaltsame Actionkomödie. Beautista spielt den griesgrämigen Cop mit sichtlicher Freude, als Buddy-Komödie im Stil der späten Achtziger bzw. frühen Neunziger funktioniert das Ganze ziemlich gut. Das Ende ist - vor allem angesichts des doch recht wüsten Auftakts - ein wenig unspektakulär, aber seinen Hauptreiz zieht der Film ohnehin aus Beautistas herrlicher Visage und dem Gekabbel des ungleichen Duos. Nichts für die Ewigkeit, aber ausgesprochen kurzweilige neunzig Minuten. (7/10)
 

klapper

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Vor dem (wahrscheinlich) geringfügig blutigeren Halloweenprogramm:05: , in weiser Voraussicht ... das holde Eheweib durfte wählen:


Please Stand by (2018)
Please-Stand-By.jpg


Eine junge Frau mit Autismus will ihr (unmerklich zu langes :18:) Drehbuch für einen Wettbewerb für eine Star Trek Serie abgegeben und begibt sich dann allein (naja fast) auf die Reise. Ihre nähere Umgebung ist wenig erfreut …

Durchaus unterhaltsames, tragikomisches Roadmovie, bei dem die Reiseabenteuer gelegentlich arg konstruiert wirken. Interessanter Einblick in das Leben von Menschen mit (milderer Form von) Autismus, wirkt etwas geerdeter als Rainman. Ein Film, in dem die Frauen den Ton angeben und dementsprechend auch die Darstellerinnen glänzen: Alice Eve, Toni Colette (wie immer eine Bank) und eine richtig starke Dakota Fanning :29:.
6 – 7 /10


Joe vs. The volcano (1990)

Joe_Versus_The_Volcano.jpg

Joe Banks, verharrend in einem depressiv machenden Job, hat eine (tödliche) Gehirnwolke :20:, Sachen gibt`s. Um seinen Leben noch ein Sinn zu geben, erklärt er sich bereit, als Menschenopfer in einen Vulkan einer Insel im Südpazifik springen, damit sein Gönner einen lukrativen Rohstoffvertrag bekommt. Auf dem Weg läuft er 3x Meg Ryan in die Arme und am Ende sieht die Idee nicht mehr ganz so gut aus …

Eine Art modernes Märchen, manchmal etwas unentschlossen zwischen Drama und Komödie schwankend. Kein Film der grossen Lacher, eher leise und einem die Romanze nicht permanent unter die Nase reibend. Tolle Besetzung mit Tom Hanks (in jünger und schlank :05:), Meg Ryan (in einer Dreifach Rolle, niedlich as ever in den 90ern :59:) und Lloyd Bridges. Ein bisschen verschiesst der Film sein Pulver am Anfang: Dan Hedaya am Telefon in der Fabrik, herrliche Show :07::07:.
7 / 10


A Royal Night out (2015)

A royal night out.jpg

V-Day. London. Die britischen Prinzessinnen Maggie (die wilde) und Lisbeth (die pflichbewusste) wollen auch auf die Piste und abfeiern , geraten dann doch, trotz uniformierter Anstandswauwaus, unter das gemeine Volk und machen teils humorvoll, teils melodramatisch die Nacht zum Tage …

… Was wäre, wenn …? Inhaltlich wahrscheinlich kompletter Nonsens (die Realität war wohl braver :17:), lebt der Film ungemein von der Atmosphäre der Erleichterung nach dem Krieg (ohne ihn zu vergessen) und den gut aufgelegten Darsteller, Rupert Everett, Emily Watson, Bel Powley und der wundervollen Sarah Gadon :29:.

Nicht ganz so heiter und unbeschwert wie „Ein Herz und ein Krone“, aber trotzdem ein schönes, altmodisches Kino Märchen

7 – 8 /10

und (in unregelmässigen Abständen) ihr Lieblingsactionfilm (es lebe der erlesene Geschmack :07:)

Aliens – Die Rückkehr (1986)
ALiens.jpg


Nach dem Horrorfilm (Teil 1) folgte die Melange aus Kriegs- und Horrorfilm mit einer gehörigen Portion Familiendrama. Der ewige Kampf der Mütter. Immer noch grandioses, technisch überraschend frisch wirkendes Actionspektakel mit trotz der Alters überzeugenden F/X und einer wundervollen Besetzung, allen voran Sigourney Weaver. Eines der besten Sequels der Filmgeschichte und einer der besten Leistungen von James Cameron (mit T2 und the Abyss).

10/10 (gibt es eigentlich irgendetwas an dem Film zu mäkeln... mir fällt einfach nichts ein)
 

Gollum

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A Royal Night out (2015)
Anhang anzeigen 20533

V-Day. London. Die britischen Prinzessinnen Maggie (die wilde) und Lisbeth (die pflichbewusste) wollen auch auf die Piste und abfeiern , geraten dann doch, trotz uniformierter Anstandswauwaus, unter das gemeine Volk und machen teils humorvoll, teils melodramatisch die Nacht zum Tage …

… Was wäre, wenn …? Inhaltlich wahrscheinlich kompletter Nonsens (die Realität war wohl braver :17:), lebt der Film ungemein von der Atmosphäre der Erleichterung nach dem Krieg (ohne ihn zu vergessen) und den gut aufgelegten Darsteller, Rupert Everett, Emily Watson, Bel Powley und der wundervollen Sarah Gadon :29:.

Nicht ganz so heiter und unbeschwert wie „Ein Herz und ein Krone“, aber trotzdem ein schönes, altmodisches Kino Märchen

7 – 8 /10

Hat mir auch sehr gut gefallen. Gegen Audreys Roman Holiday kommt der Film nicht an, klar, aber sooooo viel fehlt da gar nicht.

A Royal Night - Ein königliches Vergnügen (2015): London, 1945, Kriegsende. Die Feierlichkeiten sind in vollem Gange, auf den Straßen ist die Hölle los. Die jungen Prinzessinnen Elizabeth & Margaret bekommen Ausgang & entwischen bei erstbester Gelegenheit ihren Aufpassern. Inkognito mischen sie sich unters Volk, werden getrennt & erleben eine aufregende Nacht. Flotte Komödie, die auch den Zeitgeist & die Euphorie, die geherrscht haben muss, gar nicht mal schlecht einfängt. Die 2 Prinzessinnen sind sympathisch, der Film ist beschwingt & hat Charme, ist manchmal sogar zauberhaft (wenn auch nicht so zauberhaft wie Ein Herz und eine Krone mit Prinzessin Audrey) & die Atmo ist leicht wehmütig, weil dieses nächtliche Abenteuer die Ausnahme bleiben und nicht wieder vorkommen wird, schließlich geht es danach zurück in den Palast. Toller Film. 8/10

 

Larsensteiner

Statist
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Captain Marvel
Drittsichtung. Wirkt dann mittlerweile doch in Teilen generisch und typisch marvel-ig. Aber: Brie Larson ist trotzdem super und die Chemie mit dem jungen Sam Jackson passt einfach. 7/10

Happy Death Day

Tatsächlich eine kleine Perle, wie von so einigen hier angemerkt. Knackig, packend, toll besetzt und charmant inszeniert. Hat Laune gemacht gestern Abend. Auch wenn es kaum blutig zuging: ab 12? Die Wege der FSK... 7/10
 

Black Smurf

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Die drei Musketiere (2011; Paul W.S. Anderson)

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Hoppla - ein richtig unterhaltsamer Film von Anderson. Man hatte offensichtlich Spaß mit dem Stoff, eine munter veränderte Abenteuergeschichte daraus gebastelt und sich dabei nur grob an der Vorlage orientiert. Da wird wild fabuliert und z.B. Steampunk-Elemente eingebaut. Also nichts für Dumas-Puristen :wink:
Ja, auch hier gibt es Andersons nervige Matrix-Gedächtnis-Superzeitlupe-Sequenzen. Ebenso typsch für ihn ist aber auch der gekonnte Einsatz von 3D. Der Cast ist (auch wenn D'Artagnan ein arges Bübchen ist) gut zusammengestellt (wobei dies natürlich kein Charakterdrama ist), die Figuren machen Spaß. Es gibt nette Twists (z.B. die Schlußwendung wie man mit Richelieu umgeht) und sogar ein paar schön pointierte Dialoge - die hat hauptsächlich (natürlich?) Waltz/Richelieu.

Der Film kommt so charmant und gut gelaunt daher, dass die Anachronismen und maßlosen Übertreibungen für mich kein Problem waren bzw. gerade dazu gehörten. Für "Hirn aus und Spaß haben" gut geeignet.

Degenschwingende 7/10
 
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Enderlin

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the hit 3.jpg

The Hit

Sehr ruhiges Gangsterdrama von Stephen Frears, ziemlich lässig aus der Hüfte geschossen, weit entfernt von grotesken Charakterisierungen alá Guy Ritchie oder Tarantino. Vielleicht ein bißchen zu gemächlich und auch etwas zu unterkühlt für meinen Geschmack, dafür aber optisch wunderschön gefilmt und mit einer unglaublich starken Besetzung. Besonders Terence Stamp mal wieder in einer coolen Rolle war 'ne feine Sache, heute kennt man ihn ja leider meist nur noch als Griesgram in austauschbaren Komödien. John Hurt gibt eher den undurchsichtigen, und Tim Roth brilliert in einer frühen Rolle als hitzköpfiger Neuling. Dennoch insgesamt ein kalter Film (Nolan zählt ihn zu seinen Lieblingsfilmen :37:), der seine besten Eigenschaften aus der Umgebung und der Atmosphäre bezieht. Meines Erachtens nicht überragend, aber sehenswert!
 

Dragon50

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Film 11

Operation Overlord
(2018) (Prime) Erstsichtung.

Das ist mal wieder so ein Film, wo man sich fragt (Kriegsfilm, Actionfilm oder doch Horrorfilm?). Im Grunde ein Hirn aus Film, wobei nicht mal das gehen würde. Da er viel zu viel Leerlauf hat.

Ok, der Film fängt schon mal gut an (Flugzeug/Wald) danach ist aber viel Leerlauf drin. Erst in ca. 30 Minuten geht mal wieder was ab, danach wieder sehr viel Leerlauf, dann Finale..
Und von der unpassenden Liebesgeschichte und klischeehaften Charaktere mal abgesehen.
Hat der Film gute Darsteller, gute Effekte (abgesehen von dieser eigenartigen Fallschirm-Szene), ist der Film auch solide umgesetzt worden, aber leider ist die Story, recht lahm geraten (Passt äufnen Bierdeckel)
(Re-Animator).

Fazit:
Für ein Actionfilm zu wenig Action für ein Horrorfilm zu wenig Horror und für ein Kriegsfilm auch zu wenig.
Denn guckt man sich einmal an und schon ist er auch wieder vergessen.

5/10
 

roother

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EYES WIDE SHUT




I. Prolog

Mit seinem letzten Film lieferte Stanley Kubrick einen tiefenpsychologischen Thriller, der nicht umsonst fester Bestandteil in Analyseseminaren von Filmhochschulen ist. Jede Einstellung, jeder Ton und jede Mimik sind ins Detail perfekt inszeniert. Die Bildkomposition von Kubrick ist jedes Mal eine Augenweide.

Wir begleiten das Ehepaar Harford auf eine dekadente Weihnachtsfeier. Beide flirten offensiv mit anderen Partygästen. In dieser Szene offenbaren sich bereits die Motive, welche die folgende Handlung bestimmen sollen. Alice Harford ist eine attraktive junge Frau in ihren 30ern, verheiratet mit einem smarten, erfolgreichen Arzt und Mutter einer bezaubernden Tochter. Es scheint alles perfekt für sie zu laufen. Doch in ihren Worten auf der Party schwingt stehts eine zunächst unerklärliche Sehnsucht nach sexuellen Abenteuern mit. Die Verantwortung gegenüber ihrer Familie hindert sie aber daran, den letzten Schritt zu gehen. So bleibt es beim Spiel mit dem Feuer, beim reinen Flirt ohne Körperlichkeit.

Bei ihrem Mann William schwingt auch eine Sehnsucht mit. Welche das ist wird klar, als er vom Gastgeber der Party in einen Nebenraum gerufen wird. Dort liegt eine nackte Prostituierte, welche durch eine Überdosis mit dem Tod kämpft. William fokussiert sich sofort auf ihre Augen, die ins Nichts zu blicken scheinen und doch sehr starr sind (die titelgebenden Eyes wide shut). Nur auf ihre Augen starrend holt sie William wieder ins Leben zurück. Mehr Psychologe als Arzt. Dies sollte nicht sein erster Kontakt mir regungslosen Augen sein, denn unterstellt man Alice eine sexuelle Form der Sehnsucht, so findet ihr Mann sich auf seltsame Weise den Randbereichen des Diesseits hingezogen, es symbolisiert für ihn eine Art Ausbruch aus dem Alltag, aus dem Normalen. Die Suche nach einer Möglichkeit des Ausbruches, soll die fortlaufende Handlung massiv beeinflussen. Was er genau sucht, ist unklar, genauso unklar wie die kryptische Antwort zweier Damen auf der Party, welche mit ihm fort möchten und die auf die Frage nach dem „Wohin?“ mit „zum Ende des Regenbogens“ antworten. Das Ende des Regenbogens als nicht existenter Ort, als Ziel einer immanenten Suche deutet Williams Suche nach dem Ausbrechen aus dem Alltag voraus.



II. Die Reise des Anithelden

Im Verlauf der Handlung werden diese drei Motive immer deutlicher. Die sexuelle Sehnsucht von Alice, welche sich durch Träume von Orgien und einer Fantasie aus dem letzten Sommerurlaub manifestiert, in der sie fast eine Affäre mit einem Marineoffizier begonnen hätte. Der Schock, den William aufgrund dieser Offenbarung einer bisher völlig im Dunkeln gelegenen Seite seiner Frau, bekommt, treibt ihn weg von Zuhause, auf den Weg zum Regenbogen. Immer tiefer flüchtet sich William in diese Suche, in eine Reise ins Ungewisse, die ihn mit vielerlei Gefahren konfrontiert. Da wäre die Prostituierte, welche, wie die Sirenen in Homers Odyssee, William versucht in Versuchung zu führen. Die Gefahr sich an der HIV-positiven Frau anzustecken, wird lediglich durch einen Anruf seiner Frau zunichte gemacht. Der Höhepunkt seiner Suche ist hier eindeutig die mysteriöse-dekadente Maskenball-Orgie auf die er sich schleicht, quasi sein Ende des Regenbogen (wie passend, dass William sein Maskenkostüm in einem Laden namens Rainbow erwirbt). Hier trifft er erneut auf die starren „eyes wide shut“, denn Augen sind das einzige, was die Masken preisgeben, der einzige Blick hinter die Unwirklichkeit. Aus diesem Szenario kommt er nicht mehr als die Person wieder, die er zuvor war.



III. Conclusio

Hat unser „Held“ auf seiner Suche nun das Ende des Regenbogens gefunden? Nicht in Form eines Goldtopfes, sondern am ehesten in Form eines überlebten Unheils. Alice bringt es am Ende auf den Punkt, indem sie sagt, dass sie dankbar sein sollten, dass beide ihre Abenteuer heil überstanden haben, ganz gleich ob es reale oder geträumte waren.

Man könnte ganze Bücher über die Symbolik, über die Raffinesse jeder einzelnen Einstellung oder die so effektiv eingesetzten, dysfunktionalen Töne des Soundtracks schreiben, doch das würde jeden Rahmen sprengen. Auch wäre ein Vergleich mit der „Traumnovelle“, die Kubrick als Vorlage diente, sehr interessant. Das einzige Manko, welches der Film hat, ist die Rolle von Sydney Pollack als „Erklärbär“, den es so überhaupt nicht nötig gehabt hätte. Die Spannung zwischen den beiden Ehepartnern und die Bedrohung durch die mysteriöse Gemeinschaft der Maskenträger reicht völlig aus. Weniger ist manchmal eben mehr.

8 / 10
 

Dragon50

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Film 11

Operation Overlord
(2018) (Prime) Erstsichtung.

Das ist mal wieder so ein Film, wo man sich fragt (Kriegsfilm, Actionfilm oder doch Horrorfilm?). Im Grunde ein Hirn aus Film, wobei nicht mal das gehen würde. Da er viel zu viel Leerlauf hat.
...

5/10
Der und Leerlauf? Also nee...
Ja allein die Szenen im Haus, finde ich stinklangweilig. Und Story an sich, war jetzt auch nicht wirklich spannend. Da war zuviel Leerlauf drin.
 

rantanplan

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Hollywood Vice Squad (1986/Penelope Spheeris) - Amazon Video

Hab den Film wegen der Besetzung geschaut: Carrie Fisher, Ronny Cox, Robin Wright, Joey Travolta...

Aber mal ehrlich: das war nix. Selbst für die 80er. Dumme Sprüche, ne seichte Story im Zuhälter Milieu - das Ganze jugendfrei in Szene gesetzt.
4/10

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Eric666

Mia san desillusioniert
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American Dreamer (2019/HD/OV/iTunes)
Kleines Filmchen, dass so dahinplätschert. Nicht schlecht gespielt, die Story ist allerdings sehr einfach gehalten. Kann man machen, muss man nicht. 5.5/10
 

roother

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ONCE UPON A TIME IN HOLLYWOOD




Tarantino inszeniert einen Film, der das glorreiche Heldenkino der 60er Jahre zum Thema hat. Überraschenderweise ist dies aber nicht, wie so oft bei ihm, eine Hommage an eben diese längst vergangene Epoche des US-Kinos, sondern ein schallender Abgesang auf eine Medienlandschaft, welche die Gewalt als legitimes und allzeit verfügbares Mittel der Unterhaltung propagiert.

Tarantino portraitiert eine Gesellschaft, die sich entschieden gegen das sinnlose Töten im Vietnamkrieg zur Wehr setzt, gemeinsam aber zusammenkommt und vor dem TV das Morden von Rick Dalton & Co zu zelebrieren. Selbst die Manson-Family wird gezeigt wie sie sich von den Heldengeschichten des klassischen Westernkinos Ende der 60er Jahre unterhalten lässt. Tarantino spitz diese Absurdität noch weiter zu, indem er die Mörder kurz vor ihrer Tat noch die von Rick Dalton portraitierten Figur feiern lässt, bevor sie zu dem Ergebnis kommen, dass eben diese Personen, die ihnen das Töten beigebracht haben, nun selbst Opfer der von ihnen glorifizierten Gewalt werden sollen.

Tarantino schafft mit Once upon a time in Hollywood etwas, dass schon immer zu seinen großen Stärken zählte: den Zeitgeist einer Epoche einzufangen und ihn als Mittel zum Zweck zu pervertieren. Es geht hier in erster Linie nicht um Authentizität, sondern um das Einfangen einer Stimmung. Und diese transportiert Tarantino neben dem stets genialen Soundtrack in erster Linie durch seine Darsteller, die sich sehen lassen können. Leonardo DiCaprio als alternder B-Movie-Star auf dem absteigenden Ast, Brad Pitt als lässiger larger-than-life Stuntman und Margot Robbie als fleischgewordenes Symbol des aktuellen Hollywoodkinos, können mit ihrer intensiven Darstellung nicht nur bestens unterhalten, sondern auch zu 100% überzeugen. Und es ist auch diese Larger-than-Life-Figur von Brad Pitt, welche den Film aus dem reinen Schildern einer Zeitepoche hin, zu dessen Adaptation hebt. Denn wenn der Stuntman Bruce Lee vermöbelt oder fester Teil der extremen Gewaltausbrüche ist, dann ist er plötzlich selbst das Abziehbild eines klassischen Hollywood-Helden, dem einfach alles gelingt und dessen Taten durch den Status als Held legitimiert werden. So ist auch das Ende in seiner Drastik völlig passend.

Mit diesem Hintergrund ist es nur konsequent und unverzichtbar, die Manson-Family in den Kanon des Abgesangs mitaufzunehmen. Charles Manson war damals eine akzeptiere Figur in der Gegenkultur zum glamourösen LA und seine Mädchen als ausgestoßene der Gesellschaft waren sein Mittel um Aufmerksamkeit zu erlangen. Da passt es ins Bild, dass sich die Manson-Family auf der Spahn-Ranch, einer ehemaligen Westernfilm-Kulisse niedergelassen hat und der Zufall es so wollte, dass Manson auf das damalige Hollywood-Traumpaar Tate/Polanski aufmerksam wurde. Und ebenso wie Rick Dalton musste auch Manson in dieser Zeit mit herben Rückschlägen hinsichtlich seiner Karriere zurechtkommen.

Once upon a time in Hollywood trägt in seiner Heiterkeit und Überspitztheit einen faszinierend tragischen Kern, der Tarantinos neusten Film zu einem ganz besonderen Erlebnis macht.

10 / 10
 

Gollum

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Unlocked (bzw. Die Spezialistin, 2017): Mit Michael Douglas, John Malkovich, Orlando Bloom & Toni Collette hochkarätig besetzter Actionthriller um CIA-Agentin Noomi Rapace, die in London einem möglichen Terroranschlag mit Biowaffen auf der Spur ist. Die Story ist nicht gerade originell, aber Rapace macht eine gewohnt gute Figur als harte & entschlossene Einzelkämpferin mit traumatischer Vergangenheit. Der Plot schlägt viele Haken, wovon manche Wendungen der Glaubwürdigkeit schaden. Trotzdem: Spannend ist die flott inszenierte & mit einigen gesunden Härten gespickte Hatz allemal. Das Problem ist eigentlich nur, dass der Film zwar gut ist, aber nicht gut genug, um aus der Masse rauszustechen. Ich fürchte, der ist bald wieder vergessen. 7/10

 

fincher

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Dad Savage (1998) 2/10

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Was für ein öder End 90iger Tarantinoklon mit dem langweiligsten Kammerspiel das ich je erlebt hab. Alle Charaktere komplett flach und unsympathisch. Einzig Patrick Stewarts Charisma sorgt noch für 1-2 Punkte. Kein Wunder, dass das Machwerk in Deutschland nie auf DVD und BD veröffentlicht wurde.


Steel Dawn (1987) 6/10

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Ganz brauchbarer Endzeittrasher aus den guten 80iger Jahren. Hohl aber spaßig. Einen extra Punkt gibts wie immer für Brion James, der jedes noch so primitive B-Movie durch seine Präsenz einfach aufgewertet hat (RIP)


Die Horror Party (1986) 6/10

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Der etwas andere Slasher. Doch hat mir dank dem Ende ziemlich gut gefallen.
 
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