Star Trek (TOS, TNG, ENT, DISCO)

johnnywishbone

Herbivore
03.05.2018
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Ich freue mich sehr auf die Doku, insofern sie denn kommt. Habe bei Patreon den Delta Flyers Podcast abonniert und höre den wöchentlich mit viel Begeisterung. Voyager ist allerdings auch nach TOS und TNG meine Lieblingsserie aus dem Star Trek Universum.
 
04.05.2018
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Über die Kritik an neuen (ST-) Serien:

klar gab es IMMER schon handfeste Kritik an den (damals) neuen ST-Serien. Und teilweise ja auch nicht zu unrecht.
Ich selbst war mehr als skeptisch, als ich damals die ersten NEXT GENERATION-Magazine durchblätterte, die Bilder sah und später dann die ersten Episoden auf VHS anschaute. Ich war mit RAUMSCHIFF ENTERPRISE groß geworden und STAR TREK ohne Kirk und Co konnte ich mir einfach nur sehr schwer vorstellen. Und das so ein oller Glatzkopf (der mich doch sehr an den Kapitän vom LOVE BOAT erinnerte) und so ein blaß-angemalter Typ mit gelben Kontaktlinsen in irgendeiner Weise Mr. Spock und Captain Kirk "ersetzen" sollten, konnte ich mir einfach nicht denken. Selbst die neue Enterprise, empfand ich auf den Bildern als viel zu globig und unelegant im Vergleich zur guten, alten NCC-1701.
Doch immerhin war ich soweit nicht abgeneigt und habe alle CIC-Videos von STAR TREK-THE NEXT GENERATION ausgeliehen, die 1987 bei uns erschienen. Ich fand die 12 Folgen, die man auf Video bekommen konnte so lala. Einige waren gut, viele "naja" und manche richtig blöde. Alles in Allem: nicht total bescheuert, aber ich war wirklich nur mittelmäßig begeistert.

Als die RAUMSCHIFF ENTERPRISE-DAS NÄCHSTE JAHRHUNDERT dann 3 Jahre später im ZDF anlief, gab ich ihr wieder eine Chance und diesmal (auch Dank der besseren Synchro), hatte ich mich dann doch recht schnell mit ihr angefreundet. DENN: die Geschichten und Figuren waren zwar anders, als man es aus der Classic-Serie kannte, aber es war unverkennbar das gleiche "Universum" und man hatte dieses Gefühl das man eben STAR TREK schaute. Zudem wurde die Serie von Staffel zu Staffel immer besser (erst die letzte Season wurde hatte sehr viele deutlich schwache Episoden und die Luft war erkennbar raus).

DEEP SPACE 9 hatte es bei mir nicht ganz so schwer, da es (bereits im Pilot-Film) einfach sehr viele Anknüpfungspunkte an TNG gab und viele Figuren gleich von Anfang an interessant bzw. vielschichtig wirkten (auch wenn hier ebenfalls die erste Staffel etwas schwerfällig war).

VOYAGER traf nicht ganz so meinen Geschmack. Es war zwar unverkennbar STAR TREK, doch irgendwie war es mir zu zahm (vor allem nach DS9) und mit den Figuren konnte ich mich nicht wirklich anfreunden.

ENTERPRISE habe ich lange gemieden, da ich es schon damals blöde fand, eine Serie VOR bekannten Geschichten spielen zu lassen und dann Alles (oder zumindest Vieles) ganz anders aussieht, als man es kennt.
Später habe ich die Serie aber dann (am Stück) doch gesehen und fand Sie ok. Auch hier hatte ich immer noch das Gefühl, eine STAR TREK Serie anzuschauen (ich sah ENTERPRISE zum ersten Mal, nachdem ich die ersten zwei Folgen von DISCOVERY gesehen hatte ;-)).

Mit den Reeboots hörte es dann aber bei mir auf, da ich aufgewärmte "Neuinterpretationen" von Altbekanntem eh nicht so mag (schon gar nicht, wenn es schlechter rüberkommt, als das Original).
Laßt die "Leichenfledderie" endlich sein und den Toten ihre wohlverdiente Ruhe, bevor ihr ihr Ansehen noch schändet, möchte man Hollywood gerne zurufen bei der unvedaulichen Masse an Reboots, die dort
ohne ende produziert wird.

Den ersten Abraham-Film habe ich noch gesehen und fand es nur gruselig. wie man Kirk, Spock und Co dort (Neu-)Interpretierte.
Das sogenannte "STAR TREK-Feeling" wirkte auf mich (falls es überhaupt wirklich vorhanden war), furchtbar aufgesetzt und der Film war für mich in erster Linie einfach nur ein Blockbuster (und dementsprechend auch konzipiert).
Damals dachte ich: schlimmer kann es ja nicht mehr werden aber ich wurde überrascht: mit den neuen Serien DISCOVERY und mit PICARD (die sogar noch eine größere Enttäuschung für mich war).

Beide Serien kranken (meiner Meinung nach), gleich an mehreren Dingen:
zum Einen sind sie wahre "Mogelpackungen", auf denen zwar STAR TREK draufsteht, aber in denen beinahe auf alles geschissen wird, was vorherige STAR TREK-Serien ausgemacht haben (über Details lasse ich mich jetzt mal nicht aus, dass wurde hier schon zur genüge getan und würde ja auch den Rahmen sprengen).
Das man sowohl optisch als auch inhaltlich so vieles einfach ignoriert, bzw. umdichtet, was man aus den alten Serien kennt, macht es zusätzlich schwer, die Serien überhaupt in STAR TREK einzugliedern.
Trotz der bekannten Figuren hat PICARD hat leider das gleiche Problem, obwohl es hier sogar noch einfacher gewesen wäre, ein TNG-Gefühl aufkommen zu lassen. Man hat es einfach nicht gewollt und die Figur(en) einfach nicht richtig dort anknüpfen lassen, wie man sie(von damals her) noch kennt. Und die neu eingeführte Rollen bzw. Figuren zünden einfach nicht.
Und hier liegt der größte Kritikpunkt an BEIDEN neuen (und vermutlich leider auch an zukünftigen) Serien: sowohl die Figuren als auch die Geschichten (bzw. Handlungsbögen), sind einfach schlecht gestaltet bzw.
erzählt!

Jede ST-Serie hatte bisher Folgen, die recht mau oder sogar grottenschlecht waren. doch als Ganzes gab es bisher noch keine Serie, die man als als völlig mißlungen ansehen konnte.
Doch sowohl DISCOVERY als auch PICARD (besonders als Miniserie) haben so viele Logik-Fehler beim erzählen und sind dermaßen oft im "08/15"-Stil insziniert, dass es einfach keinen Spaß macht,
sie sich anzusehen. Wenn sie nicht den Namen STAR TREK tragen würden, dann wären sie höchstwahrscheinlich absolute "Eintagsfliegen", die in 10 Jahren vielleicht noch eine Handvoll Menschen kennen würden.
Sie sind nicht mal als einfache SCI-FI-Serien interessant oder spannend gemacht. Vor allem PICARD lebt im Grunde nur von dem Ruhm und Beliebtheitsgrad der Hauptrolle und den Gastauftritten bzw. dem Altbewerten.
Alles, was neu hinzukam, wirkt einfach fade (und will nciht mal richtig zum "alten" passen).

STAR TREK hat sich nach meiner Ansicht leider (genauso wie STAR WARS), inzwischen dem totalen Ausverkauf hergegeben, was alleine die auf Kids-Niveau zugeschnittenen Zeichentrickserien (auch hier ein besonders schlimmes Beispiel: die inzwischen unzähligen STAR WARS Anime- und Kiids-Machwerke), bezeugen. Klar, es wird IMMER jemanden geben, der sowas mag und sogar toll findet.
Und das sei auch jedem belassen, ohne ihn deshalb abzuwerten oder gar schlecht machen zu wollen. Jeder nach seinem Geschmack.
Aber trotzdem wird dadurch aus einer schlecht inszinierten Serie keine gute (egal ob es sich um STAR TREK handelt oder nicht).
Und aus einem Tiefkühl-Burger wird auch kein Filet-Steak!

Selbst wenn auch manche Happen (z.B. SW`s Mandalorian), gelegentlich ganz appetitlich daherkommen (weil sie gut zubereitet wurden), sind die großen "Gaumenfreuden", die STAR TREK (und auch STAR WARS) einst bereitet hat, doch leider schon länger vorbei.
Und so wie es ausschaut, wird die momentane "Küche" in der die aktuellen ST-Serien zusammengebraut werden, wohl nie über die Kochkunst eines Schnellimbisses hinauskommen.

Für jeden, dem das schmeckt: wohl bekommt`s.
Aber mir persönlich ist der Appetit auf das neue STAR TREK schon länger vergangen!

Prosit und Hurra :-)
 
Zuletzt bearbeitet:

Cap.T

Nebendarsteller
18.04.2018
731
396
63
37
Saarland
Ein Update zur Voyager-Doku Indiegog-Aktion:
Die nächsten Stretch-Goals haben jetzt das Ziel das Filmmateriel der Serie, das in der Doku zu sehen sein wird, neu in HD abzutasten, wie es auch schon für die DS9-Doku gemacht wurde.
 

The Rider

Hauptdarsteller
19.04.2018
3.109
748
113
Klingt interessant, wird sich zeigen, ob die Doku wirklich neue Erkenntnisse bietet. Das wird man leicht daran festmachen können, ob man die uralten Roddenberry-Halbwahrheiten wiederholt (TOS wurde wegen schlechter Einschaltquoten abgesetzt, NBC hat die weibliche Nr. 1 und Mister Spock gehasst, etc.). Auch dass man mal TAS und Star Trek (Phase) 2 beleuchten will, könnte interessant werden.
Kannst du das etwas näher erläutern, was denn in Wirklichkeit dahintersteckt? Klingt sehr Interssant. :-)

Und mit Phase 2 ist die geplante Serie gemeint, aus der dann der erste Kinotfilm hervorging?
 

The Rider

Hauptdarsteller
19.04.2018
3.109
748
113
Ein Update zur Voyager-Doku Indiegog-Aktion:
Die nächsten Stretch-Goals haben jetzt das Ziel das Filmmateriel der Serie, das in der Doku zu sehen sein wird, neu in HD abzutasten, wie es auch schon für die DS9-Doku gemacht wurde.
Nur in HD?
Wenn man sich schon die Arbeit macht wären 4K Scans ganz praktisch, könnte man dann auch direkt verwenden wenn mal die Serie komplett neu angetastet wird.
Klar bedeutet das etwas höhere Kosten, wäre aber auch blöd, wenn man's am Ende doppelt machen muss.
 

The Thing

Überrübe
27.04.2018
4.583
2.920
163
53
Aus den vielen Panels mit Richard Arnold wäre uns nichts bekannt, was sich von den etablierten Gründen der frühen Absetzung der Classic-Serie, und den Kritiken von "NBC", und den daraus sich ergebenden Änderungen unterscheidet....
 

peda

Laiendarsteller
22.04.2018
339
167
43
Klingt interessant, wird sich zeigen, ob die Doku wirklich neue Erkenntnisse bietet. Das wird man leicht daran festmachen können, ob man die uralten Roddenberry-Halbwahrheiten wiederholt (TOS wurde wegen schlechter Einschaltquoten abgesetzt, NBC hat die weibliche Nr. 1 und Mister Spock gehasst, etc.). Auch dass man mal TAS und Star Trek (Phase) 2 beleuchten will, könnte interessant werden.
Kannst du das etwas näher erläutern, was denn in Wirklichkeit dahintersteckt? Klingt sehr Interssant. :-)

Und mit Phase 2 ist die geplante Serie gemeint, aus der dann der erste Kinotfilm hervorging?

Inzwischen kennt man die angeblich so schlechten Einschaltquoten von TOS ja. In den 60ern waren die nahezu geheim, nur den Sendern bekannt. Und TOS hat sich immer mehr als respektabel geschlagen. Jede Staffel ein anderer Sendeplatz, jedesmal starke Konkurrenz, jedesmal schwache Sendungen davor und danach, und seitens NBC nahezu keine Werbung im Print. TOS hatte unter diesen Umständen sogar sehr gute Quoten, erst ab Mitte der 3. Staffel ging es runter. Aber da ließ die Qualität bekanntlich nach und die Absetzung war schon sowieso fast sicher. NBC hat TOS nicht wegen der Quoten abgesetzt, sondern weil es sich Roddenberry mit allen Senderverantworlichen verscherzt hatte.

NBC wollte Minderheiten und starke Frauenrollen pushen und war unter den Sendern der 60er sogar ein echter Vorreiter. Sie fanden Majel Barrett einfach nicht gut genug für so eine wichtige Rolle, zumal sie wussten, dass sie die Geliebte von Roddenberry war und er ihr nur deshalb die Rolle geben wollte. Roddenberry gings immer um Kohle, auch wenn er vordergründig lieber den Visionär gespielt hat.
Was Spock angeht, sah man ja, dass die Bedenken von NBC nicht so groß gewesen sein können, nachdem seine Rolle im 2. Pilotfilm noch angewachsen ist.

Bei Roddenberry war immer NBC der Buhmann, aber inzwischen stellt sich die Sache doch anders dar. Empfehle die Bücher "These are the voyages" von Cushman dazu.

"Phase" 2 sollte in Serie gehen, mündete dann aber in den ersten Kinofilm, genau.

Aus den vielen Panels mit Richard Arnold wäre uns nichts bekannt, was sich von den etablierten Gründen der frühen Absetzung der Classic-Serie, und den Kritiken von "NBC", und den daraus sich ergebenden Änderungen unterscheidet....
Arnold war noch nie was anderes als das Sprachrohr und der verlängerte Arm von Roddenberry. Wieso sollte ausgerechnet der denn etwas unterschiedliches äußern?
 

Weyoun 5

Laiendarsteller
17.08.2018
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Arnold war noch nie was anderes als das Sprachrohr und der verlängerte Arm von Roddenberry. Wieso sollte ausgerechnet der denn etwas unterschiedliches äußern?
Ich würde jetzt aber weder Roddenberry noch Arnold einen Strick drehen. Roddenberry ist tot und kann sich nicht mehr wehren und Arnold war zwar Roddenberrys Sprachrohr, aber dennoch jemand der Ahnung hatte. In den 1960ern würde ich die Schuld zwischen Roddenberry und NBC bei ca. 50:50 sehen. NBC wollte z.T. zuviel Quatsch haben bzw. nicht haben und hätte Roddenberry sich nicht hier und da durchgesetzt, dann hätten wir keinen Spock gehabt und "Pille" wäre vermutlich ein grüner Alien geworden. Die Kämpfe gingen in den 1980ern weiter und da gab es überwiegend Krach wegen diverser Romane, wo Beleidigungen gegen Roddenberry und Arnold versteckt worden waren oder Star Trek-Fakten völlig ignoriert wurden. Das mußte Arnold alles lesen und Roddenberry berichten, der sich dann gegen einige Bücher wehrte. Zum Glück kam dann Berman um die Ecke, der wohl wirklich gut zwischen allen Parteien vermitteln konnte.
 

peda

Laiendarsteller
22.04.2018
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Arnold war noch nie was anderes als das Sprachrohr und der verlängerte Arm von Roddenberry. Wieso sollte ausgerechnet der denn etwas unterschiedliches äußern?
Ich würde jetzt aber weder Roddenberry noch Arnold einen Strick drehen. Roddenberry ist tot und kann sich nicht mehr wehren und Arnold war zwar Roddenberrys Sprachrohr, aber dennoch jemand der Ahnung hatte. In den 1960ern würde ich die Schuld zwischen Roddenberry und NBC bei ca. 50:50 sehen. NBC wollte z.T. zuviel Quatsch haben bzw. nicht haben und hätte Roddenberry sich nicht hier und da durchgesetzt, dann hätten wir keinen Spock gehabt und "Pille" wäre vermutlich ein grüner Alien geworden. Die Kämpfe gingen in den 1980ern weiter und da gab es überwiegend Krach wegen diverser Romane, wo Beleidigungen gegen Roddenberry und Arnold versteckt worden waren oder Star Trek-Fakten völlig ignoriert wurden. Das mußte Arnold alles lesen und Roddenberry berichten, der sich dann gegen einige Bücher wehrte. Zum Glück kam dann Berman um die Ecke, der wohl wirklich gut zwischen allen Parteien vermitteln konnte.

Roddenberry ist tot und kann sich nicht mehr wehren - naja. Er hat dafür ja in den 70ern und 80ern seine Sicht zum Fakt gemacht, indem er es so auf jeder Convention verkauft hat und das dann auch EIngang in die Literatur fand. Denke eher, andere Sichtweisen kamen erst in den Jahrzehnten nach seinem Tod so richtig zu Wort. Und wie gesagt, die Story von den Einschaltquoten ist kompletter Bullshit.
Und NBC war ein Sender, der von Einschaltquoten, Sponsoren und Werbeeinnahmen lebte und hatte einen schmalen Grat zwischen Unterhaltung und Anspruch zu beschreiten. Dass da der Schwerpunkt ein anderer war, als beim großen Revoluzzer Roddenberry, liegt auf der Hand. Auch hier verstand es Roddenberry, über die Jahrzehnte ein einseitiges Image aufzubauen. Roddenberry hatte selber miese Drehbücher und Ideen zu verantworten. Die Bardame in "Wildwest im Weltraum", die mit Chekov herumknutscht, die wollte er als Minderjährige haben (!). Im eigenen Kreativ-Team warfen wegen Roddenberry reihenweise Leute hin. Nee, das Quatsch-Argument kann man auch umdrehen.
Wieso NBC McCoy als grünes Alien hätte haben wollen, ist mir völlig unklar.
 

Weyoun 5

Laiendarsteller
17.08.2018
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Arnold war noch nie was anderes als das Sprachrohr und der verlängerte Arm von Roddenberry. Wieso sollte ausgerechnet der denn etwas unterschiedliches äußern?
Ich würde jetzt aber weder Roddenberry noch Arnold einen Strick drehen. Roddenberry ist tot und kann sich nicht mehr wehren und Arnold war zwar Roddenberrys Sprachrohr, aber dennoch jemand der Ahnung hatte. In den 1960ern würde ich die Schuld zwischen Roddenberry und NBC bei ca. 50:50 sehen. NBC wollte z.T. zuviel Quatsch haben bzw. nicht haben und hätte Roddenberry sich nicht hier und da durchgesetzt, dann hätten wir keinen Spock gehabt und "Pille" wäre vermutlich ein grüner Alien geworden. Die Kämpfe gingen in den 1980ern weiter und da gab es überwiegend Krach wegen diverser Romane, wo Beleidigungen gegen Roddenberry und Arnold versteckt worden waren oder Star Trek-Fakten völlig ignoriert wurden. Das mußte Arnold alles lesen und Roddenberry berichten, der sich dann gegen einige Bücher wehrte. Zum Glück kam dann Berman um die Ecke, der wohl wirklich gut zwischen allen Parteien vermitteln konnte.

Roddenberry ist tot und kann sich nicht mehr wehren - naja. Er hat dafür ja in den 70ern und 80ern seine Sicht zum Fakt gemacht, indem er es so auf jeder Convention verkauft hat und das dann auch EIngang in die Literatur fand. Denke eher, andere Sichtweisen kamen erst in den Jahrzehnten nach seinem Tod so richtig zu Wort. Und wie gesagt, die Story von den Einschaltquoten ist kompletter Bullshit.
Und NBC war ein Sender, der von Einschaltquoten, Sponsoren und Werbeeinnahmen lebte und hatte einen schmalen Grat zwischen Unterhaltung und Anspruch zu beschreiten. Dass da der Schwerpunkt ein anderer war, als beim großen Revoluzzer Roddenberry, liegt auf der Hand. Auch hier verstand es Roddenberry, über die Jahrzehnte ein einseitiges Image aufzubauen. Roddenberry hatte selber miese Drehbücher und Ideen zu verantworten. Die Bardame in "Wildwest im Weltraum", die mit Chekov herumknutscht, die wollte er als Minderjährige haben (!). Im eigenen Kreativ-Team warfen wegen Roddenberry reihenweise Leute hin. Nee, das Quatsch-Argument kann man auch umdrehen.
Wieso NBC McCoy als grünes Alien hätte haben wollen, ist mir völlig unklar.
Ich weiß nicht mehr genau, ob es Roddenberrys oder NBCs Idee war, Pille grün zu machen. Kelley hatte sich aber dagegen gewehrt. Miese Ideen gab es auf beiden Seiten. Ich verzeihe Roddenberry den Klugscheißer Wesley Crusher nicht. Der hat so oft die Enterprise alleine gerettet, daß ich mich fragte, wie Picard und Co. eigentlich an ihr Offizierspatent gekommen sind. Total unglaubwürdig. Auch das er eigentlich grundlos Dr. Crusher gegen Pulaski austauschte, wobei ich nichts gegen Muldaur habe, hatte mich geärgert. Da gab es diverse Fehlentscheidungen. Aber Roddenberry merkte auch, wenn etwas total aus dem Ruder lief. Bei der Produktion von "Star Trek V" schrieb er immer wieder Memos, daß der Film nicht funktioniert und floppen wird. Er wurde nicht gehört und das Ergebnis kennen wir ja. Ist schon richtig, daß er viel in seinem Namen verkauft hat, was ihm so gar nicht gehörte. Er hatte ja m. W. auch einen Text zur TOS-Melodie geschrieben, um Tantiemen für das Intro kassieren zu können, wohlwissend, daß der Text nie benutzt wird. Er war wohl schon ein kleiner Gauner, aber: Hey! Er ist der Kerl, der Star Trek erfunden hat und er kann sich das leisten! Und das neuerdings immer wieder Leute aus ihren Löchern gekrochen kommen und ihn schlecht machen, finde ich nicht fair. Da muß Arnold eben in die Bresche springen und das korrigieren, sonst wird Roddenberry zum Müllplatz für alles, was bei Star Trek schief lief.
 

Cap.T

Nebendarsteller
18.04.2018
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Saarland
Ich glaube ich habe die Bücher hier schonmal erwähnt, aber Einblicke in die damalige Zeit auch von verschiedenen Personen und Perspektiven bekommt man auch sehr gut durch die beiden Bücher

Amazon productView: https://www.amazon.de/Fifty-Year-Mission-Complete-Uncensored-Unauthorized-ebook/dp/B014PC4C4I/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=star+trek+altman&qid=1616064502&sr=8-2


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Ich hab sie beide als Hörbücher gehört und war richtig traurig als es nach über 50 Stunden vorbei war. Absolute Empfehlungen.
 

peda

Laiendarsteller
22.04.2018
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Und das neuerdings immer wieder Leute aus ihren Löchern gekrochen kommen und ihn schlecht machen, finde ich nicht fair. Da muß Arnold eben in die Bresche springen und das korrigieren, sonst wird Roddenberry zum Müllplatz für alles, was bei Star Trek schief lief.
Darum geht es ja auch nicht. Roddenberry hat seine Position als von den Fans gehuldigter Great Bird lange genutzt, um seine Sicht auf TOS als Fakt durchzudrücken und seine eigenen Machenschaften runterzuspielen. Ich wundere mich schon, dass Du hier Leuten wie Bob Justman und Herb Solow so eine fragwürdige Einstellung andichtest, wenn sie nur eine andere Sichtweise ermöglichen, oder wenn inzwischen die Einschaltquoten und der Kleinkrieg von Roddenberry gegen NBC besser bekannt werden. Wieso müssen nicht-Roddenberry-konforme Meinungen dann von einem Sekretär wie Richard Arnold "korrigiert" werden (der mit TOS nie etwas zu tun hatte)?
Noch eine Buch-Empfehlung: Inside Star Trek- The Real Story von ebenjenen Justman/Solow.
 

Jan Tenner

Weltbester Vollhonl
18.04.2018
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Köln
Auch das er eigentlich grundlos Dr. Crusher gegen Pulaski austauschte, wobei ich nichts gegen Muldaur habe, hatte mich geärgert.

Uiuiui. Da ist aber so einiges verkehrt.
Gates McFadden ist damals auf eigenen Wunsch nach Season 1 ausgestiegen, weil sie von einem der Produzenten (Maurice Hurley) mehrfach belästigt wurde.
Als dieser weg war nach Season 2, kehrte sie zurück. Du unterstellst Roddenberry hier Dinge, mit denen er nicht das Geringste zu tun hatte.
 
Zuletzt bearbeitet:

Weyoun 5

Laiendarsteller
17.08.2018
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Auch das er eigentlich grundlos Dr. Crusher gegen Pulaski austauschte, wobei ich nichts gegen Muldaur habe, hatte mich geärgert.

Uiuiui. Da ist aber so einiges verkehrt.
Gates McFadden ist damals auf eigenen Wunsch nach Season 1 ausgestiegen, weil sie von einem der Produzenten (Maurice Hurley) mehrfach belästigt wurde.
Als dieser weg war nach Season 2, kehrte sie zurück.
Wohohoho! Stimmt das wirklich? Das höre ich zum ersten Mal. Donnerwetter!
 

Weyoun 5

Laiendarsteller
17.08.2018
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Und das neuerdings immer wieder Leute aus ihren Löchern gekrochen kommen und ihn schlecht machen, finde ich nicht fair. Da muß Arnold eben in die Bresche springen und das korrigieren, sonst wird Roddenberry zum Müllplatz für alles, was bei Star Trek schief lief.
Darum geht es ja auch nicht. Roddenberry hat seine Position als von den Fans gehuldigter Great Bird lange genutzt, um seine Sicht auf TOS als Fakt durchzudrücken und seine eigenen Machenschaften runterzuspielen. Ich wundere mich schon, dass Du hier Leuten wie Bob Justman und Herb Solow so eine fragwürdige Einstellung andichtest, wenn sie nur eine andere Sichtweise ermöglichen, oder wenn inzwischen die Einschaltquoten und der Kleinkrieg von Roddenberry gegen NBC besser bekannt werden. Wieso müssen nicht-Roddenberry-konforme Meinungen dann von einem Sekretär wie Richard Arnold "korrigiert" werden (der mit TOS nie etwas zu tun hatte)?
Noch eine Buch-Empfehlung: Inside Star Trek- The Real Story von ebenjenen Justman/Solow.
Ich habe Justman und Solow mit keinem Wort erwähnt! Mir ist völlig klar, daß die eine andere Sichtweise auf Star Trek haben, als Roddenberry. Ich bezog mich auch mehr auf Leute, "niederen Ranges" vom Kaffeeholer für Majel Barrett bis zum 8. Regieassistenten, die in den letzten Jahren aus ihren Löchern gekrochen kamen und unbedingt irgendwas Uninteressantes loswerden wollten. Daß sich insbesondere Justman und Roddenberry gezofft haben, ist ja nichts Neues, ebenso das mit den Einschaltquoten, was mittlerweile seit fast 40 Jahren bekannt ist. Aber Roddenberry wußte, daß Justman etwas drauf hatte, sonst hätte er ihn für TNG ja nicht zurückgeholt. Und Roddenberry hin oder her: es war seine Show, er war der Boß und er sagte, wo es seiner Meinung nach langging. Er lag nicht immer richtig, aber auch nicht immer falsch. Eben ein typischer Hollywoodproduzent.
 

peda

Laiendarsteller
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Arnold war noch nie was anderes als das Sprachrohr und der verlängerte Arm von Roddenberry. Wieso sollte ausgerechnet der denn etwas unterschiedliches äußern?
Ich würde jetzt aber weder Roddenberry noch Arnold einen Strick drehen. Roddenberry ist tot und kann sich nicht mehr wehren und Arnold war zwar Roddenberrys Sprachrohr, aber dennoch jemand der Ahnung hatte. In den 1960ern würde ich die Schuld zwischen Roddenberry und NBC bei ca. 50:50 sehen. NBC wollte z.T. zuviel Quatsch haben bzw. nicht haben und hätte Roddenberry sich nicht hier und da durchgesetzt, dann hätten wir keinen Spock gehabt und "Pille" wäre vermutlich ein grüner Alien geworden. Die Kämpfe gingen in den 1980ern weiter und da gab es überwiegend Krach wegen diverser Romane, wo Beleidigungen gegen Roddenberry und Arnold versteckt worden waren oder Star Trek-Fakten völlig ignoriert wurden. Das mußte Arnold alles lesen und Roddenberry berichten, der sich dann gegen einige Bücher wehrte. Zum Glück kam dann Berman um die Ecke, der wohl wirklich gut zwischen allen Parteien vermitteln konnte.

Roddenberry ist tot und kann sich nicht mehr wehren - naja. Er hat dafür ja in den 70ern und 80ern seine Sicht zum Fakt gemacht, indem er es so auf jeder Convention verkauft hat und das dann auch EIngang in die Literatur fand. Denke eher, andere Sichtweisen kamen erst in den Jahrzehnten nach seinem Tod so richtig zu Wort. Und wie gesagt, die Story von den Einschaltquoten ist kompletter Bullshit.
Und NBC war ein Sender, der von Einschaltquoten, Sponsoren und Werbeeinnahmen lebte und hatte einen schmalen Grat zwischen Unterhaltung und Anspruch zu beschreiten. Dass da der Schwerpunkt ein anderer war, als beim großen Revoluzzer Roddenberry, liegt auf der Hand. Auch hier verstand es Roddenberry, über die Jahrzehnte ein einseitiges Image aufzubauen. Roddenberry hatte selber miese Drehbücher und Ideen zu verantworten. Die Bardame in "Wildwest im Weltraum", die mit Chekov herumknutscht, die wollte er als Minderjährige haben (!). Im eigenen Kreativ-Team warfen wegen Roddenberry reihenweise Leute hin. Nee, das Quatsch-Argument kann man auch umdrehen.
Wieso NBC McCoy als grünes Alien hätte haben wollen, ist mir völlig unklar.
Ich weiß nicht mehr genau, ob es Roddenberrys oder NBCs Idee war, Pille grün zu machen. Kelley hatte sich aber dagegen gewehrt. Miese Ideen gab es auf beiden Seiten. Ich verzeihe Roddenberry den Klugscheißer Wesley Crusher nicht. Der hat so oft die Enterprise alleine gerettet, daß ich mich fragte, wie Picard und Co. eigentlich an ihr Offizierspatent gekommen sind. Total unglaubwürdig. Auch das er eigentlich grundlos Dr. Crusher gegen Pulaski austauschte, wobei ich nichts gegen Muldaur habe, hatte mich geärgert. Da gab es diverse Fehlentscheidungen. Aber Roddenberry merkte auch, wenn etwas total aus dem Ruder lief. Bei der Produktion von "Star Trek V" schrieb er immer wieder Memos, daß der Film nicht funktioniert und floppen wird. Er wurde nicht gehört und das Ergebnis kennen wir ja. Ist schon richtig, daß er viel in seinem Namen verkauft hat, was ihm so gar nicht gehörte. Er hatte ja m. W. auch einen Text zur TOS-Melodie geschrieben, um Tantiemen für das Intro kassieren zu können, wohlwissend, daß der Text nie benutzt wird. Er war wohl schon ein kleiner Gauner, aber: Hey! Er ist der Kerl, der Star Trek erfunden hat und er kann sich das leisten! Und das neuerdings immer wieder Leute aus ihren Löchern gekrochen kommen und ihn schlecht machen, finde ich nicht fair. Da muß Arnold eben in die Bresche springen und das korrigieren, sonst wird Roddenberry zum Müllplatz für alles, was bei Star Trek schief lief.

Ich habe Justman und Solow mit keinem Wort erwähnt! Mir ist völlig klar, daß die eine andere Sichtweise auf Star Trek haben, als Roddenberry. Ich bezog mich auch mehr auf Leute, "niederen Ranges" vom Kaffeeholer für Majel Barrett bis zum 8. Regieassistenten, die in den letzten Jahren aus ihren Löchern gekrochen kamen und unbedingt irgendwas Uninteressantes loswerden wollten. Daß sich insbesondere Justman und Roddenberry gezofft haben, ist ja nichts Neues, ebenso das mit den Einschaltquoten, was mittlerweile seit fast 40 Jahren bekannt ist. Aber Roddenberry wußte, daß Justman etwas drauf hatte, sonst hätte er ihn für TNG ja nicht zurückgeholt. Und Roddenberry hin oder her: es war seine Show, er war der Boß und er sagte, wo es seiner Meinung nach langging. Er lag nicht immer richtig, aber auch nicht immer falsch. Eben ein typischer Hollywoodproduzent.

Wenn das mit den Quoten angeblich seit 1980 schon bekannt sein soll, dann haben aber verdammt viele Leute verdammt viel Mist seitdem erzählt.
Welchen konkreten Streit sollen eigentlich Justman und Roddenberry genau gehabt haben?
 

Weyoun 5

Laiendarsteller
17.08.2018
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Arnold war noch nie was anderes als das Sprachrohr und der verlängerte Arm von Roddenberry. Wieso sollte ausgerechnet der denn etwas unterschiedliches äußern?
Ich würde jetzt aber weder Roddenberry noch Arnold einen Strick drehen. Roddenberry ist tot und kann sich nicht mehr wehren und Arnold war zwar Roddenberrys Sprachrohr, aber dennoch jemand der Ahnung hatte. In den 1960ern würde ich die Schuld zwischen Roddenberry und NBC bei ca. 50:50 sehen. NBC wollte z.T. zuviel Quatsch haben bzw. nicht haben und hätte Roddenberry sich nicht hier und da durchgesetzt, dann hätten wir keinen Spock gehabt und "Pille" wäre vermutlich ein grüner Alien geworden. Die Kämpfe gingen in den 1980ern weiter und da gab es überwiegend Krach wegen diverser Romane, wo Beleidigungen gegen Roddenberry und Arnold versteckt worden waren oder Star Trek-Fakten völlig ignoriert wurden. Das mußte Arnold alles lesen und Roddenberry berichten, der sich dann gegen einige Bücher wehrte. Zum Glück kam dann Berman um die Ecke, der wohl wirklich gut zwischen allen Parteien vermitteln konnte.

Roddenberry ist tot und kann sich nicht mehr wehren - naja. Er hat dafür ja in den 70ern und 80ern seine Sicht zum Fakt gemacht, indem er es so auf jeder Convention verkauft hat und das dann auch EIngang in die Literatur fand. Denke eher, andere Sichtweisen kamen erst in den Jahrzehnten nach seinem Tod so richtig zu Wort. Und wie gesagt, die Story von den Einschaltquoten ist kompletter Bullshit.
Und NBC war ein Sender, der von Einschaltquoten, Sponsoren und Werbeeinnahmen lebte und hatte einen schmalen Grat zwischen Unterhaltung und Anspruch zu beschreiten. Dass da der Schwerpunkt ein anderer war, als beim großen Revoluzzer Roddenberry, liegt auf der Hand. Auch hier verstand es Roddenberry, über die Jahrzehnte ein einseitiges Image aufzubauen. Roddenberry hatte selber miese Drehbücher und Ideen zu verantworten. Die Bardame in "Wildwest im Weltraum", die mit Chekov herumknutscht, die wollte er als Minderjährige haben (!). Im eigenen Kreativ-Team warfen wegen Roddenberry reihenweise Leute hin. Nee, das Quatsch-Argument kann man auch umdrehen.
Wieso NBC McCoy als grünes Alien hätte haben wollen, ist mir völlig unklar.
Ich weiß nicht mehr genau, ob es Roddenberrys oder NBCs Idee war, Pille grün zu machen. Kelley hatte sich aber dagegen gewehrt. Miese Ideen gab es auf beiden Seiten. Ich verzeihe Roddenberry den Klugscheißer Wesley Crusher nicht. Der hat so oft die Enterprise alleine gerettet, daß ich mich fragte, wie Picard und Co. eigentlich an ihr Offizierspatent gekommen sind. Total unglaubwürdig. Auch das er eigentlich grundlos Dr. Crusher gegen Pulaski austauschte, wobei ich nichts gegen Muldaur habe, hatte mich geärgert. Da gab es diverse Fehlentscheidungen. Aber Roddenberry merkte auch, wenn etwas total aus dem Ruder lief. Bei der Produktion von "Star Trek V" schrieb er immer wieder Memos, daß der Film nicht funktioniert und floppen wird. Er wurde nicht gehört und das Ergebnis kennen wir ja. Ist schon richtig, daß er viel in seinem Namen verkauft hat, was ihm so gar nicht gehörte. Er hatte ja m. W. auch einen Text zur TOS-Melodie geschrieben, um Tantiemen für das Intro kassieren zu können, wohlwissend, daß der Text nie benutzt wird. Er war wohl schon ein kleiner Gauner, aber: Hey! Er ist der Kerl, der Star Trek erfunden hat und er kann sich das leisten! Und das neuerdings immer wieder Leute aus ihren Löchern gekrochen kommen und ihn schlecht machen, finde ich nicht fair. Da muß Arnold eben in die Bresche springen und das korrigieren, sonst wird Roddenberry zum Müllplatz für alles, was bei Star Trek schief lief.

Ich habe Justman und Solow mit keinem Wort erwähnt! Mir ist völlig klar, daß die eine andere Sichtweise auf Star Trek haben, als Roddenberry. Ich bezog mich auch mehr auf Leute, "niederen Ranges" vom Kaffeeholer für Majel Barrett bis zum 8. Regieassistenten, die in den letzten Jahren aus ihren Löchern gekrochen kamen und unbedingt irgendwas Uninteressantes loswerden wollten. Daß sich insbesondere Justman und Roddenberry gezofft haben, ist ja nichts Neues, ebenso das mit den Einschaltquoten, was mittlerweile seit fast 40 Jahren bekannt ist. Aber Roddenberry wußte, daß Justman etwas drauf hatte, sonst hätte er ihn für TNG ja nicht zurückgeholt. Und Roddenberry hin oder her: es war seine Show, er war der Boß und er sagte, wo es seiner Meinung nach langging. Er lag nicht immer richtig, aber auch nicht immer falsch. Eben ein typischer Hollywoodproduzent.

Wenn das mit den Quoten angeblich seit 1980 schon bekannt sein soll, dann haben aber verdammt viele Leute verdammt viel Mist seitdem erzählt.
Welchen konkreten Streit sollen eigentlich Justman und Roddenberry genau gehabt haben?
Das die Quoten von "Star Trek" wesentlich besser waren, als man damals errechnete, habe ich mal in den frühen 1990ern gelesen. Also müssen NBC und Nielsen irgendwann in den 1980ern die Quoten nochmal hervorgeholt und neu berechnet haben. An der Gesamtzuschaueranzahl änderte sich m. W. nicht viel, aber man bemerkte, daß die Serie in der Zielgruppe (14-49 Jahre) ein Renner war.
Das mit dem Streit hatte ich verwechselt, das war bei TNG: da flogen wohl ordentlich die Fetzen, weil Roddenberry Steward (Ich schreibe ihn bewußt falsch, weil ich sauer auf ihn bin!) nicht als Picard wollte, sondern einen französischen Schauspieler oder wenigstens Stephen Macht. Justman und Berman wollten Steward aber unbedingt und Roddenberry gab klein bei.
Bei TOS hat sich Roddenberry mit jedem angelegt, teils aus Eitelkeiten, teils weil er Recht hatte. Er war z.B. gegen den "Runden Tisch", an dem sich Shatner, Nimoy und Kelley trafen und nach Gutdünken Dialoge umschrieben, um mehr Text abzugreifen, zum Leidwesen der restlichen vier Schauspieler. Er fürchtete, daß das Ensemble zu einem Triumvirat zusammenschmilzt. Die Regisseure mochten den Tisch aber, weil er ihnen bewies, daß die Schauspieler sich um ihre Charaktere kümmerten. Weiterhin hatte er es sich mit fast jedem Autoren verscherzt, aber z. T. auch aus gutem Grund: sinnlose Requisiten und grundloses Knöpfedrücken, wenn so gar nichts los war, sollte es bei "Star Trek" nicht geben, weil er die Serie glaubwürdig und authentisch haben wollte. Daß er auch sehr viele Drehbücher umschrieb, hat die Autoren am meisten geärgert. Das geschah natürlich z.T. aus Profilierungssucht, aber oft auch, weil das Drehbuch schlichtweg wegen des Budgets und der Tricktechnik einfach nicht verfilmbar war.
Roddenberry mag alles gewesen sein: ein Trinker, ein Ehebrecher und Womanizer (daraus machte er auch keinen Hehl), aber auch ein großartiger Autor und Produzent. Aber er war auch kein Mensch, der alles, was an "Star Trek" gut oder schlecht lief auf seine Fahne schrieb. Beschließen wir meine kurze Predigt mit Roddenberrys eigenen Worten: "Was ich mir im Wesentlichen zuschreibe, ist die Tatsache, daß ich mich mit einer Gruppe sehr talentierter und kreativer Individuen umgab - vom künstlerischen Leiter bis hin zu den Kostümen, dem Kostümdesigner, den Schauspielern, die meine "Skelette" von Spock und Kirk nahmen und sie mit Leben erfüllten." (aus: Wo bisher noch niemand gewesen ist)

P.S.: Das Justman/Solow Buch werde ich mir wohl noch holen. Das fehlt noch in meiner Sammlung.
 

Weyoun 5

Laiendarsteller
17.08.2018
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Auch das er eigentlich grundlos Dr. Crusher gegen Pulaski austauschte, wobei ich nichts gegen Muldaur habe, hatte mich geärgert.

Uiuiui. Da ist aber so einiges verkehrt.
Gates McFadden ist damals auf eigenen Wunsch nach Season 1 ausgestiegen, weil sie von einem der Produzenten (Maurice Hurley) mehrfach belästigt wurde.
Als dieser weg war nach Season 2, kehrte sie zurück. Du unterstellst Roddenberry hier Dinge, mit denen er nicht das Geringste zu tun hatte.
He! He! Quod erat demonstrandum! In allen Büchern, die ich habe steht, daß McFadden entweder selbst gekündigt oder von Roddenberry oder anderen Produzenten rausgeschmissen wurde. Das mit Hurley habe ich noch nie gelesen. Wo hast Du das her?
 

Martin19xx

Laiendarsteller
20.07.2019
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Von der angeblichen Sache mit Maurice Hurley habe ich auch noch nie gehört.
Im TNG-Companion steht dazu: "McFadden's departure was said to be no reflection on her an an actress. 'There were those who believed at the end of the first season that they didn't like the way the caracter was developing, vis-à-vis Gate's performance, and managed to convince Mr. Roddenberry of that', Rick Berman said years later, adding: "I was not a fan of that decision.'"
 
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