Once Upon A Time In Hollywood (von Quentin Tarantino)

Tempogegenstoss

Statist
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Die Geschichte oder der roten Faden wenn man so will sind die Manson Morde. Der Film arbeitet darauf hin und zwischendrinnen folgt man einem untergehenden Schauspieler und dessen Stuntman durchs Hollywood von 1969. Und ohne sich mit der Geschichte und dem Ablauf der Morde auszukennen braucht man meiner Meinung nach nicht in den Film gehen da dadurch einige Szenen belanglos wirken.
Meiner Meinung nach ist es genau umgekehrt, der rote Faden bzw. die Hauptgeschichte des Films ist die Story von Rick Dalton und seinem Versuch, den Wandel vom TV- zum Filmstar zu bewerkstelligen. Sozusagen vom alten Hollywood ins neue. Die Geschehnisse um Sharon Tate und Cliff Booth arbeiten dem lediglich zu.
 

Waffler

Oktobär
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Je nachdem wer von euch das jetzt ernst meint, bitte mal das Bild einer Frau posten die ihr attraktiv findet. Oder direkt von der eigenen :05:
Werde künftig bei Ironie ausreichend Smilies einsetzen.

Fürs Protokoll: Margot Robbie gehört für mich zu den attraktivsten, unwiderstehlichsten und vielseitigsten Darstellerinnen überhaupt, um nicht zu sagen, ich finde die Frau rattenscharf.

Dass tatsächlich einer daherkommt und der Lady jegliche Attraktivität und schauspielerisches Talent abspricht, ist sehr irritierend. Das letzte Mal, dass ich das hatte, war, als Hitchcock als überschätzter Fließbandfilmer und "Vertigo" als belangloses Larifari-Filmchen abgewatscht wurde. :37:
 

Lujack

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aber irgendwie war mir die selbstzweckhafte Gewalt diesmal zu viel (...)

Ich muss nicht sehen, wie ein Schädel x-Mal gegen den Kamin gehauen wird, bis er komplett zuermatscht ist, nur, damit dann noch jemand mit dem Fuß drauftritt.
Finde nicht, dass das selbstzweckhaft war. Schon ziemlich realistisch. Gibt mit Sicherheit einige, die 1969 gerne genau das und genau in der Dosis mit der Manson-Fotze gemacht hätten.
 

McFly

I am what I am
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Mal ein interessanter Überblick über die Dinge die man leicht hätte übersehen konnte oder einfach nur als useless knowledge sehen könnte.
 

Gollum

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Fand ihn klasse.

Once Upon a Time in... Hollywood (2019)
Die Musikauswahl... zum Niederknien.
Die Kulissen... zum Niederknien.
Der atemberaubende Detailreichtum... zum Niederknien.
Die Autos, Klamotten, Sets, etc... zum Niederknien.
Die Schauspieler... zum Niederknien.
Die Figuren... zum Niederknien.
Das 60er-Feeling... zum Niederknien.
Bruce Lee & Steve McQueen... zum Niederknien.
Das Finale... zum Niederknien.
Der Film selbst... (noch) nicht ganz zum Niederknien.
Aber zu einer ehrfürchtigen Verbeugung... langt es.
Ich denke, der braucht noch etwas Zeit... zum Wachsen.
Wie die... Basterds.
Once Upon a Time in... Hollywood.
Es war einmal... Hollywood.
Was für ein großartiges... Hollywoodmärchen.
Was für ein großartiges Hollywoodmärchen... mit Happy End.
Ich liebe es, wie Tarantino die Geschichte umschreibt.
9/10

 

AshJW

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Mal ein interessanter Überblick über die Dinge die man leicht hätte übersehen konnte oder einfach nur als useless knowledge sehen könnte.
Was der Sprecher bei ca. 2:40 anspricht, dass Rick zu Cliff Audie (Murphy) sagt. Daran habe ich überhaupt keine Erinnerung. Ist es evtl möglich, dass die Amis eine andere Schnittfassung erhielten (wäre ja nicht das erste mal), oder habe ich einfach nicht aufgepasst.
Ich habe den Film zweimal gesehen.
 

dlh

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Habe die OmU-Fassung gesehen. Wann der Satz genau kam, weiß ich nicht mehr. "Audie" war aber auf jeden Fall zu hören. Hatte mich im Kino nämlich gefragt, wie viele die Anspielung auf Audie Murphy wohl verstehen.
 

AshJW

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Ich habe ihn ohne UT gesehen, ist dann wohl untergegangenen. Schade, wo ich doch großer Audie-Murphy-Fan bin (habe ich von meinem Vater, wie überhaupt die Western-Leidenschaft).
 

Agent Smith

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Brunswick
Man hat das Gefühl Tarantino lässt den Film ohne roten Faden bei knapp 3 Stunden dahinplätschern. Komischerweise kam bei mir nie der Anflug von Langeweile auf, und das obwohl man viel Zeit damit verbringt Leo oder Brad bei banalen Dingen wie minutenlanges Autofahren oder beiläufigen Erledigungen zu beobachten.
Warum Tarantino nach Basterds schon wieder
die Tatsachen verdrehen muss, erschliesst sich mir nicht ganz
Aber die Liebe zum Film und zu dieser speziellen Hollywood-Ära merkt man Tarantino stark an. Gut unterhalten wurde ich auf jeden Fall, aber die erneute Sichtung wird wohl erst nach einiger Zeit erfolgen.
Ganz starke Schauspielleistungen von Brad und vor allem Leo.
8/10
 

cvs

IOSONO
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Das erste Mal, dass ich nach etwa zwei Stunden (gefühlt fünf !) nahe dran war, das Kino zu verlassen. Und das ausgerechnet bei einem Tarantino, dessen PULP FICTION ich nahezu vergöttere und dessen INGLORIOUS BASTERDS ich herrlich finde. Aber dieses aufgeblasene Nichts war einfach nur ein eines: Sterbenslangweilig!!!
(Und das ist laut Lubitsch und Wilder eine filmische Todsünde!) Bin über alle Maßen enttäuscht.
 

Smirvenge

Statist
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Habe den Film letzte Woche Mittwoch gesehen und musste den erst einmal eine Weile sacken lassen. Direkt nach dem Kino fand ich ihn bereits sehr gut, mittlerweile - nachdem ich das gesehene einige Tage nachwirken lassen konnte - sogar großartig. Auch ich bin der Meinung, dass es definitiv empfehlenswert ist, sich vorher über die Manson-Morde zu informieren. Dadurch wirken viele Szenen doch um einiges intensiver und erst dann können die letzten 15 Minuten des Films so richtig ihre Wirkung entfalten.

Die Ausstattung und die schauspielerischen Leistungen sind absolut zum niederknien. Könnte jetzt nicht sagen, ob mir Brad oder Leo besser gefällt. Beide sind absolut top, wobei die Rolle von Pit aus meiner Sicht die interessantere ist. Genial natürlich seine Szene mit Bruce Lee oder der gesamte Auftritt im Finale. Bei Leo zählt für mich ganz klar seine Szene mit dem kleinen Mädchen beim Western-Dreh zu den Highlights. Absolut top auch Margot Robbie als Sharon Tate. Tolle Ausstrahlung und ihre Schönheit wird der echten Sharon Tate absolut gerecht.

Zum Ende: Wie ich bereits schrieb, kann dieses nur seine volle Wirkung entfalten, wenn man mit den realen Ereignissen einigermaßen gut vertraut ist. In meinem Fall war diese Voraussetzung glücklicherweise gegeben und ich kann vor Tarantino angesichts seiner Auflösung mal wieder nur den Hut ziehen.
Hier wird Tarantino dem Filmtitel gerecht und zaubert ein richtig schönes "Was wäre wenn"-Märchen auf die Leinwand, bei dem man mit Happy-End und einem wohligen Gefühl aus dem Kino entlassen wird. Toll! Eine zeitlag hatte ich ja die Sorge, er würde tatsächlich die Tate-Morde zeigen. Als die Manson-Jünger dann aber Cliff gegenüber standen und er diese kurze Zeit später nach allen Regeln der Kunst auseinander nimmt, war die Erleichterung (und auch die Schadenfreude) groß. Auch die vollkommen überzogene Gewalt fand ich an der Stelle keinesfalls deplatziert, spiegelt diese doch nur die Rachegelüste vieler Zuschauer (und sicher auch Zeitzeugen) wieder, welche mit den realen Ereignissen vertraut sind. Das mag primitiv sein, ist gleichzeitig aber auch ungemein "befriedigend". Für mich hat's jedenfalls funktioniert.

Mein bisheriges Filmhighlight dieses Jahr und ein klarer UHD-Pflichtkauf. Wird angesichts seiner beschwingten und lockeren Stimmung wohl noch recht oft in Zukunft geschaut. Tendiere aktuell zu 9/10, vielleicht sogar mehr. Tolles Feel-Good-Movie. Stimmung im Kino war im übrigen auch großartig.
 

Gollum

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Der Typ, mit dem Rick Dalton bei der FBI-Serie zusammengearbeitet hat & den er wenig schmeichelhaft Arschloch (oder so ähnlich) nannte, der war ja nur ganz kurz, eine Einstellung lang, im Bild. Kam es nur mir so vor, oder ähnelte der stark Clint Eastwood?
 

The Thing

UULLAAAAA!!
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(...) Gibt mit Sicherheit einige, die 1969 gerne genau das und genau in der Dosis mit der Manson-Fotze gemacht hätten.
Stimme dir 1000%ig zu aber wenn, war er ein mieser Höllenwichser, war ja doch irgendwie ein "Mann".

Nicht das du von "Otis", so wie ich, im "Sharon Tate" - Thread einen "Rüffel" bekommst, und du dir wohl am Besten den Mund mit Seife auswäscht (oder wohl eher die Finger):

Und ein dreckiger Wichser wie Manson hatte zeitlebens sogar noch Fans. :kopfschuettel:
Ein wirklich trauriges Schicksal :frown:

Andererseits kann ich über bestimmte moralische Eiferer, die sich hier mit einer besonders deftigen Wortwahl hervortun wollen, mal wieder nur den Kopf schütteln :kopfschuettel:
 
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ibk77

Statist
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Hier ist ein User im US-Forum HTF, der berichtet, was passieren kann, wenn man nichts über die Umstände bzgl. der Manson-Morde weiß:
Once Upon a Time in Hollywood (2019)

Ich denke, das ist schon ein wichtiger Punkt, dass jemand den Sinn des Films nicht richtig erfassen kann.
Meine Rede! Ohne etwas über Manson und die Morde zu wissen ist das ein anderer Film.
 

Archos

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Gibt es denn überhaupt einen Menschen auf der Welt, dem die Manson-Morde nix sagen?
 

cvs

IOSONO
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Ich bin - schon altersbedingt - mit der Manson-„Sekte“ und dem Mord an Sharon Tate durchaus vertraut. Aber inwiefern das bei dieser weitgehend sinnlosen Geschichtsverdrehung von Vorteil sein soll, erschließt sich mir nicht.
 

Rex

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(...) Gibt mit Sicherheit einige, die 1969 gerne genau das und genau in der Dosis mit der Manson-Fotze gemacht hätten.
Stimme dir 1000%ig zu aber wenn, war er ein mieser Höllenwichser, war ja doch irgendwie ein "Mann".

Nicht das du von "Otis", so wie ich, im "Sharon Tate" - Thread einen "Rüffel" bekommst, und du dir wohl am Besten den Mund mit Seife auswäscht (oder wohl eher die Finger):

Und ein dreckiger Wichser wie Manson hatte zeitlebens sogar noch Fans. :kopfschuettel:
Ein wirklich trauriges Schicksal :frown:

Andererseits kann ich über bestimmte moralische Eiferer, die sich hier mit einer besonders deftigen Wortwahl hervortun wollen, mal wieder nur den Kopf schütteln :kopfschuettel:
 
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