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Bewertungen Gesamtwertung (nur Käufe bzw. Sichtungen) 5,00 Stern(e) 100 Erwartungen 74% mcr

Kinofilm: Die Odyssee [Christopher Nolan] (2026) [Kino]

  • Werde ich mir anschauen

    Stimmen: 42 64,6%
  • Gesehen, für gut befunden

    Stimmen: 6 9,2%
  • Gesehen, kann man schauen, muss man aber nicht

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anachronistischen Einschübe
Was genau meinst du damit?
Die stilistischen Zeitbrüche. Nicht nur, was Kostüme angeht, wirkt der Film oft moderner und nicht wie ein klassisches Historienepos. Man kann natürlich sagen, ist doch Fantasy, aber es fällt eben auf und sorgte - bei mir zumindest - auch für eine gewisse Irritation, wobei ich das jetzt gar nicht negativ werte.
 
Wer bisher mit Nolan nichts anzufangen wusste, wird hier keine Freude haben. Verschachtelte Erzählung, epische Bilder, Charaktere ambivalent, dröhnende Beats.

Für mich ein Event! Ein Meisterwerk.

Diese Mischung aus Historienepos, Menschlicher Selbstreflektion, Horror, Mystik ist ein grandioser und zum Ende ein emotionales spannendes Stück Kino, was wir so nur alle Jubeljahre sehen.

Reingehen, genießen!
 
Gefühlt war Nolans Schnitt früher noch besser und intensiver. Vielleicht also das Alter?
Daran liegt's vermutlich nicht, seit Tenet haben sich seine Filme in ihrer Montage verändert. Davor arbeitete er ab seiner Blockbuster-Phase mit Lee Smith zusammen, was den konservativeren Schnitt der Filme erklärt. Einzig Dunkirk bereitete quasi den Wechsel ab Tenet vor: Lee Smith wurde von Jennifer Lame ersetzt, die in Tenet, vor allem Oppenheimer und jetzt mehr mit Zeiten und Fragmenten experimentiert, die Montage macht deutlich(er) auf sich aufmerksam. Mir gefällt's - Oppenheimer war mMn ein Schnittmeisterwerk.
Für einen klassizistischen Handwerker findet Nolan ab dieser Werkphase jedenfalls, gemeinsam mit seiner Cutterin, immer wieder imposante kleine Bilder, die für Größeres stehen. Der Einzug des Poetischen fiel mir früher bei ihm weniger auf, da war vieles Mechanik.

...

Film gucke ich später im IMAX, wenn die erste Schiffsmeute wieder an Land gespült wurde. Mal schauen, ob er die Big Three (The Prestige, Oppenheimer, Interstellar) angreifen kann! :smiley:
 
War gestern auch in der OV.

Die ersten 20 Minuten waren ein etwas zäher Einstieg, da Nolan hier wieder seinen rapidfire, wir-springen-alle-10 Sekunden-in-eine-neue-Timeline Oppenheimer Schnitt benutzt hat, den ich dort schon maximal anstrengend fand. Dann hört er zum Glück damit auf und die Erzählweise pendelt sich auf eine angenehme Linearität mit sehr passend verwobenen Rückblenden ein.

Insgesamt war es ein absolut geniales Kinoerlebnis. Opulente Bilder, brachialer Sound, alles wirkte on-location gedreht ohne sichtbare CGI Hintergründe etc. mit einem Production Value, dem man das Geld auch mal ansieht. Sowas bekommt man leider nur noch selten zu Gesicht.

Dazu sehr gute Darbietungen des Ensembles, aus dem für mich vor allem Robert Pattinson und Anne Hathaway herausgestochen sind, aber auch Matt Damon macht das sehr überzeugend. Und selbst Tom Holland hat nicht genervt und macht das ganz ordentlich.

Bin sehr froh, dass der Realismus verliebte Nolan die griechische Mythologie für seine Verhältnisse noch ziemlich Fantasy-like belassen hat. Hatte schon die Befürchtung, dass der Zyklop auf einmal ein 2,10m großer Mann mit Hängeauge wird, aber da hat er voll durchgezogen. Die einzelnen Setpieces sind unglaublich gut umgesetzt, von der Eroberung Trojas, über den Zyklopen bis zu Circe und die 3h vergingen tatsächlich wie im Flug.

Den Score von Göransson empfand ich irgendwo zwischen Klangteppich und sehr gut (vor allem in der finalen Rückblende nach Troja und dem Dialog mit Penelope). Hätte man ihm nicht solche Restriktionen gesetzt á la "nimm mal diese 5000 Jahre alte Klangschale und mach was damit" wäre es sicherlich noch einprägsamer geworden.

Die moderne Sprache hat mich nicht sonderlich gestört, hätten sie lediglich "Dad/Daddy" und "Mom" in Father und Mother umgewandelt, hätte es für mich auch besser gepasst und kein Hahn hätte danach gekräht.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: ein Film, der im Kino gesehen werden sollte und die Art von Eventfilm, den wir viel zu selten bekommen.

8/10
 
Jetzt wo der Film läuft, kann man wohl mit Sicherheit sagen, dass Nolan und die Produzenten uns alle maximal trollen wollten. Travis Scott, Lupita und Elliot Page kommen auf nicht mal 10 Minuten Screentime zusammen. Der Song in den Endcredits mit u.a. Travis Scott auch total harmlos. Was wurde da für ein Geschiss überall gemacht. Zum Glück scheint es dem Film nicht geschadet zu haben, oder gerade das Gegenteil?
 
Diese Szene kommt tatsächlich fast 1:1 so im Film vor, kein Scherz.


Link: https://www.instagram.com/dr.clownphd/reel/DYTajzOhHd3/

Der Film kommt gut an, ihr habt verloren. Aber Danke fürs Mitspielen.

Schau den Film, dann wirst du sehen, was ich meine.
Die Ähnlichkeit mit den Memes kann keiner abstreiten.

Und weiter? Deshalb ist der Film dann scheiße, oder was? Hast du den Film gesehen?
 
Trotzdem sehr schade das in Deutschland eigentlich niemand in den Genuss des Films kommen wird , wie sich Nolen das ursprünglich in dem IMAX 70 mm Format gedacht hat :heul:
 
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Trotzdem sehr schade das in Deutschland eigentlich niemand in den Genuss des Films kommen wird , wie sich Nolen das ursprünglich in dem IMAX 70 mm Format gedacht hat :heul:

Ist mir zum Glück auch scheißegal weil ich diese spaßbefreite Expositionsschwurbelei in keiner Fassung feiern würde.

Nolan kann sich sein IMAX Gedöhns auch einfach hinten rein schieben.
 
^Gutes Schlusswort

- und damit bin ich auch raus aus dem Thread, bis ich vom Urlaub zurück bin und ihn am 25., 26. und 28. selbst im IMAX gesehen hab. Viel Spaß hier weiterhin! :biggrin:
 
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